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Nett und beleidigend!

Am Vorabend wollte jemand, der hier ohnehin Hausverbot hatte, noch um ziemlich genau 22 Uhr in den Laden. Ein Kollege hielt ihn davon ab: "Wir haben eigentlich Feierabend. Nette Menschen würde ich noch reinlassen, aber du gehörst nicht dazu."

"Ich bin auch nett", antwortete dieser. Aber bei Ladendieben sind wir nachtragend und bis wir da jemanden wieder als "nett" durchgehen lassen, muss einiges passieren. Mein Mitarbeiter ließ ihn dennoch nicht rein, was der Typ als Anlass nahm, sich vermutlich unbeabsichtigt von seiner Aussage "nett" zu sein, ganz weit zu distanzieren. Er warf mit Beleidigungen um sich ("Hab' ich dir was getan, Du Hurensohn?!") und tat noch so, als würde er draußen gegen unsere Wand schiffen wollen.

Für den bleibt unsere Tür auch noch länger zu.

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Comments

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Semantikhilft on :

Ist doch nett und hilfreich, wenn der unfreundliche Herr so intensiv und nachhaltig unterstützt bei der Entscheidung, ob er wieder rein darf.

Rudolph on :

Vorurteilsbingo!
Ich setze auf:
"Ey Alder"
"was willscht du?"
"du Hurensohn"
"du Kartoffel"

Bingo!

Georg on :

Das Problem ist Leider das auch viele "Bio-Deutsche "dieses s.g."Kanacksprech" verwenden

Sprachforscher on :

"Kanacksprech" nutzt doch derzeit nun wirklich niemand mehr. Heute nutzt man "Drachensprech":

"Meddl", "Haider", "Kackduschne", "Seggschreibne", "jmd. die Prügel naus schmeißne"...

Klaus on :

Wie bidde?!?

Moslem on :

Ey, Digga, willst ärger?

Der Sozialversteher on :

Menschen nur wegen einen einmal gemachten Fehler ausgrenzen, geht gar nicht. Sieht man mal, welche Moral im Laden Harste steckt. :-(

Hat nicht geklappt on :

Ich glaube, das Provozieren musst du noch etwas üben; so ist es zu primitiv und niemand springt darauf an

Erich H. aus der ehemaligen DDR on :

Genau das hätte es damals bei uns nicht gegeben.

Sahra W on :

Lieber Erich, recht hast du

https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/v/t1.6435-9/80311347_3317708638304590_543805750879715328_n.jpg?_nc_cat=103&ccb=1-7&_nc_sid=755d08&_nc_ohc=yoNyEOuzGxAAX-wWEB8&_nc_ht=scontent-fra3-1.xx&oh=00_AfBUY3pZe3NgVxaZuZCQOKUkAwNgAjsyW1iKHwvdmMhd4w&oe=65630CEF

John Doe on :

Früher war sowieso alles besser.

Sahra W on :

Vor allem die Zukunft

Am Montag am Dienstag am Mittwoch am Donnerstag on :

Und das die ganze Woche über

Heinz Wäscher on :

„Aber wir hatten doch nüscht®” - vor allem keine Bananen: https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/163470/bananen-gute-apfelsinen-erdnuesse-u-a-sind-doch-keine-kapitalistischen-privilegien/

Raoul on :

Als ich damals noch die Steine über‘n Berg tragen musste, das war vierundfünfzig, wobei wir immer vierundzwickel gesagt haben, weil ein Fünfziger seinerzeit noch gedreht war, das war nicht wie diese platten Scheiben, die man heute im Supermarkt an jeder Kasse bekommt, nachdem mit einem Lotterlos, und ich sage absichtlich Lotterlos und nicht Lotterielos, da eine Lotterie früher mit nur einem t geschrieben wurde und somit das Lot, das sich ja auch heute im Senkblei wiederfindet, früher aber nur zur Beseitigung unliebsamer Konkurrenten auf hoher, aber am Ende des Monats auch auf tiefer See…

Snuggles on :

Hattet ihr auch einen Sack Zwiebeln am Gürtel, wie es damals absolut üblich war?

Wenn ja, dann waren es hoffentlich weiße Zwiebeln,
weil der Krieg ja vorbei war und vielleicht hattest du auch bereits einen neuen Absatz für deinen Schuh, so dass die Fahrt nach Shelbyville, welches man auch Morganville nannte,
überflüssig wurde...

Die Simpsons in ihren Glanzzeiten...

Raoul on :

Danke, daß Du diese völlig sinnbefreite Anspielung erkannt hat. Immerhin einer.

John Doe on :

Genau wegen Björns menschenfreundlicher Philosophie (nicht Viele unter wenigen Asozialen leiden zu lassen) floriert der Laden. Die Betreuung solcher Subjekte ist der Job des sozialpsychiatrischen Dienstes der Gemeinde, nicht eines Ladeninhabers.

Sei bitte konsequent und meide Läden, die Asis nicht hofieren, das ist dann ein Win-Win.

Pepe on :

Vielleicht hätte man ihn doch besser einfach freundlich mit Hinweis auf die Öffnungszeiten oder das Hausverbot abweisen sollen? Bei so einer harten Ablehnung kann man ja eigentlich kaum anders als so zu reagieren.

Kunde on :

Doch, kann man. Wenn man will. Und wenn man kein Arschloch ist.

Panther on :

Blödsinn.

Kunde on :

Also ist Panther jemand in der Gruppe, auf die eine der beiden Bedingungen nicht zutrifft.

John Doe on :

Das trifft leider zu, "Panther" ist in Sihuaeli das Wort für "Kommentarbereichstroll".

Tiger on :

Hrhrhr. Sehr schön formuliert.

John Doe on :

Kann man nur, wenn man einsieht, dass man ein Asozialer ist, der die Folgen seines Handelns erlebt. Sonst nimmt man es als "unprovozierten verbalen Angriff" wahr.

Aber wenn der Typ Streicheleinheiten will/braucht soll er sich an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden.

Ich bins nur on :

So strikt wird das Hausverbot also doch nicht umgesetzt: bei Wohlverhalten und wenn der Laden nicht eh schon so gut wie geschlossen gehabt hätte, hätte er sogar rein gesurft.

Klaus on :

Reinlassne und dann eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch nausmeddln?

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