Dieses Foto hat Arne in irgendeinem Lebensmittelmarkt geschossen. Ihr seht, mit den Problemen, von denen ich hier immer mal wieder berichte, haben nicht nur wir hier zu leiden.
Anruf eines Callcenters irgendeines Stromanbieters. "Bin ich da bei Familie Harste?", wollte die Anruferin wissen. Ich bejahte, mit der Einschränkung "sozusagen" und klärte nicht auf, dass sie hier in der Firma angerufen hat. Warum auch? Ein Anrufer sollte wissen, wo er anruft und worauf er sich einlässt. Ich habe mir auch bis zum Schluss nicht anmerken lassen, dass sie hier einen Gewerbebetrieb erwischt hatte.
Es kam zu keiner weiterführenden Einigung, aber die Frau am anderen Ende der Leitung musste immer wieder lachen, als ich ihr meine Daten vom jährlichen Stomverbrauch bis zur monatlichen Abschlagszahlung nannte. Sie ging nunmal davon aus, es mit einem kleinen Privathaushalt zu tun zu haben. Hihi.
Kleines Quiz zum Wochenende: Dieses verchromte Metallteil liegt seit ein paar Monaten bei uns im Kassenbüro herum. Es hat einen Durchmesser von ca. 3cm und wir sind uns alle ziemlich sicher, dass wir das Ding schonmal irgendwo gesehen haben (vielleicht auch nur ein Déjà-vu von vorhergehenden Sichtungen im Büro…) und dass es irgendwo aus dem Laden stammen müsste. Aber uns fällt einfach nichts dazu ein.
Falls jemand von euch eine Idee hat, was das sein könnte: Für die richtige Lösung lasse ich noch etwas aus meinem Ritter-Sport-Merchandising-Archiv springen.
Unser großer Kühlanlagenverbund hatte heute Nachmittag ein kleines Temperaturproblem. Zwei Magnetventile waren abgeraucht, der Fehler fiel erst in Verbindung mit einem kleinen Kältemittelmangel und einem zugesetzten Verflüssiger (das Teil, das auf dem Foto zu sehen ist) bei den heutigen Temperaturen auf. Die Summe aller Probleme führte zum Kollaps des gesamten Kreislaufs.
Der Notdienst-Monteur kümmerte sich um die Technik im Maschinenraum und unter den Kühlmöbeln – und ich krabbelte derweil mit dem Hochdruckreiniger auf meinem Dach herum und habe weit über eine Stunde die Außengeräte gereinigt. Die Filterplatten waren von außen offensichtlich sauber und umso erstaunter war ich, dass es über eine Stunde dauerte, bis das Wasser nicht mehr schwarz aus dem Verflüssiger tropfte.
So wie vor ein paar Tagen angekündigt wird der einbau meiner Klimaanlage hier im Markt doch nicht stattfinden.
Was nämlich weder mir noch dem Monteur noch irgendeinem von euch sonst so aufmerksamen Lesern aufgefallen ist: Der 13. Juni ist Pfingstmontag. Das hält mich zwar nicht von der Arbeit ab, aber die meisten anderen eben schon.
Neben dem Leergutautomaten haben wir auch noch eine manuelle Kasse stehen. Für alle Gebinde, die der Automat verweigert – aus welchen Gründen auch immer, vom beschädigten Etikett auf der Flasche bis hin zum Totalausfall des Geräts.
Heute vor exakt einem Jahr hatte ich eine Idee: Ich hatte mir vorgenommen, diese Kasse im gesamten Zeitraum nicht einmal abzuschlagen.
Das Ergebnis sollte ganz klar einen Blogeintrag (nämlich diesen) zur Folge habe. Allerdings ist er nun doch etwas anders geworden, als vor einem Jahr von mir geplant. Ursprünglich sollte hier jetzt nämlich stehen, dass wir neben dem Automaten trotzdem noch soundsoviel Leergut von Hand annehmen müssen.
Müssen wir zwar, aber mit einer halbwegs genauen Summe kann ich leider nicht dienen. Die Kasse hat mir beim Abschlag eben einen Wert von rund 180.000 Euro angezeigt und das ist gänzlich unrealistisch. Ein Sechstel davon, eher sogar weniger, hätte ich sofort akzeptiert.
Da hat wohl (mindestens) einmal irgendjemand wirres Zeugs eingetippt und nicht wieder storniert oder einfach nur daran herumgespielt und den Umsatz gebucht. Mit der aktuellen Zahl kann ich jedenfalls nun ganz und gar nichts anfangen. Schade.
Ich saß selber an der Kasse und wechselte mit der zuletzt bedienten Kundin noch ein paar Worte.
Die Waren der nächsten Kundin lagen schon in Griffweite auf dem Förderband und aus dem Augenwickel machte ich eine Packung Spaghetti aus. Ohne genau hingesehen zu haben, griff ich danach und hielt eine Packung frischen Blätterteig unserer Eigenmarke in der Hand. Erschrocken ließ ich die Packung wieder zurück auf's Förderband fallen – ich hatte tatsächlich auch Spaghetti erwartet und nicht so ein weiches, wabbeliges Etwas.
Aufgeschnappter Lesprächsfetzen im Laden. Eine junge Frau sprach mit ihrem Freund, Mann oder Bekannten und erklärte gerade, dass ihr das "alles egal" ist und sie auch "weiterhin Gurken, Tomaten und anderes Gemüse isst".
Ich denke, das ist, solange man das Gemüse wäscht, schält oder kocht, die sinnvollste Einstellung.
Als ich letzte Woche Abends mit meinem Auto auf meinen Hof wollte, aber nicht konnte, weil der angrenzende Kulturverein gerade das Freitagsgebet hielt und alles mit fremden Autos vollstand, wurde ich angepöbelt und beleidigt (!), als ich mich darüber mokiert habe.
Nun hat vorhin eine Kollegin, die vor dem selben Problem stand, ihr Auto in der Einfahrt stehengelassen. Einer der Anwesenden der Moschee sagte, dass das kein Problem wäre. Die dort angrenzende Garage gehörte allerdings gar nicht zu denen, sondern zu einem Nachbarn, der mit dem Rest der Anlieger nichts zu tun hat und der kam hier gerade in den Laden gepoltert, hat sich laustark aufgeregt, uns beleidigt und im Laden herumgepöbelt.
Meine Laune nähert sich gerade einem Tiefpunkt und in meinen Gedanken sehe ich den Hof endgültig mit einer Kette oder Schranke abgesperrt.
Ein vierminütiger Werbespot, der ausgerechnet für so etwas profanes wie Haarshampoo wirbt. Eigentlich eher ein vierminütiger Kurzfilm mit kurzer Werbeeinblendung am Schluss.
Der Film ist schon ein paar Jahre älter, ich bin eben erst darauf gestoßen. Wer sich ihn ohne jegliche Gefühlsregung angucken kann, ist mir pauschal unheimlich.
Er wird meinen persönlichen Favoriten (Impossible Dream von Honda) aber trotzdem nicht ablösen.
Ein- bis zweimal pro Woche kommen zwei ältere Damen hierher, um ihren Einkauf zu erledigen. Nichts gegen die beiden. Absolut nicht! Sie sind als Kunden total nett und umgänglich und bescheren mir hier auch immer ganz anständige Umsätze. Aaaaaaber…
Wie gut die beiden sich kennen, weiß ich nicht. Sie sollen angeblich Nachbarinnen sein. Obwohl man sie seit Jahren immer nur zu zweit sieht, "siezen" sich. Wenn die beiden hier im Laden sind, müssen wir aber alle immer wieder schmunzeln. Die kabbeln sich in einer Tour. Herrlich. Wenn jetzt noch eine groß und schlank und die andere klein und dick wäre, würde aber auch wirklich alles passen.