Ein Handwerker stand mit seinem Auto quasi vor der Tür, hatte das Handy in der Hand und rief bei uns an: "Wo muss ich denn jetzt klingeln? Ich finde den Markt hier nicht."
Zwei Kunden standen an der Kasse, offenbar kannten sie sich auch privat, denn sie plauderten angeregt miteinander. Der eine hielt eine BILD-Zeitung an einer Ecke fest und ließ sie schräg herunterhängen.
Als der andere das sah, meinte er nur: "Mensch, die darfst du doch nicht schief halten. Dann fließt doch das ganze Blut raus."
Hihi. Genau. Und wer hätte das saubermachen müssen?
Da der Receiver für unser Ladenradio kaputt ist, laufen bei uns im Laden momentan die Regionalsender, in erste Linie Radio Bremen Vier. Und dann ist man dabei, die Ware zu verräumen und dann trällert einem die berühmt-berüchtigte Seitenbacher-Trashwerbung von Herrn Pfannenschwarz entgegen. Lecker, lecker, lecker!
Und dabei haben wir nicht mal die Seitenbacher-Produkte.
Ab sofort haben wir hier im Markt wieder einen eigenen Wasserzähler. Damit können wir dann eine Unbekannte aus der Wasserrechnung ausklammern. Ob wir mit echten Zahlen besser oder schlechter dastehen als mit den bisherigen Schätzwerten, wird sich zeigen – aber auf jeden Fall werden es ab sofort ehrliche Abrechnungen werden.
Ein uns bekannter Bösewicht hat nicht nur bei uns geklaut, sondern hat schon etwas mehr auf dem Kerbholz. Zitat Polizei: "Der hat das komplette Strafgesetzbuch rauf und wieder runter."
In den nächsten Tagen soll sogar ein Antrag für einen Haftbefehl gestellt werden. Bleibt zu hoffen, dass bei so einem Typen die Staatsanwälte und Richter wirklich mal anständig durchgreifen.
Ein Mitarbeiter sprach mich an und wies mich darauf hin, dass eine Frau an der Kasse stehen würde, die hier Hausverbot hat. Ich lief nach vorne und entdeckte die Frau sofort. Sie hatte eine große Konservendose auf dem Förderband des Kassentisches stehen.
Ich sprach sie an: Hier ist Lokalverbot.
"Das Jahr ist vorbei!", krächzte Sie heiser.
"Bei mir hier im Laden gibt es aber lebenslänglich und das werde ich auch mit Sicherheit damals gesagt haben", antwortete ich und nahm die Dose voll Erbsensuppe an mich.
"Nur die eine Dose."
"Nein, aus Prinzip nicht. Punkt und Ende der Diskussion."
Sie verließ den Laden und ich ging zurück zum Regal mit den Fertiggerichten, um die Dose zurückzustellen. Da lag eine Dose der selben Sorte verbeult auf dem Fußboden. Meine Ahnung bestätigte sich beim Blick in die Videoaufzeichnung: Ihr war eine Dose runtergefallen. Sie guckte zwar hinterher, bückte sich aber nicht danach und nahm einfach eine neue Dose aus dem Regal und lies die demolierte Dose mitten im Gang liegen…
Leider war sie schon außer Sichtweite. Sonst hätte ich sie zurückgepfiffen und dann hätte sie ihre Suppe doch noch kaufen dürfen. Dann hätte ich ihr aber die Dose mit der Delle mitgegeben.
Auch in diesem Jahr hat mich der Vorstand der benachbarten Moschee gebeten, den Aufbau des Zeltes, in dem abends gemeinschaftlich gegessen werden soll, zu genehmigen. Klar, kein Problem. Wie immer unter der Bedingung, dass die verbliebene Fläche ausdrücklich für uns frei bleibt und sich keine anderen Autos dort hinstellen. Bislang klappt es ganz gut, das haben wir in den letzten Jahren leider auch schon anders erlebt, so dass ich schon im vergangenen Jahr eigentlich gar nicht mehr den Aufbau des Pavillons genehmigen wollte.
Die "Papiersteine" waren schon wirklich sehr hell im Vergleich zu unserem vorhandenen Bodenbelag. Nachdem ich nun aber ein paar Tage später die Muster bekommen habe, relativierte sich das wieder etwas. Im Original (unten im direkten Vergleich) sind die Steine doch deutlich dunkler und gräulicher als meine ausgedruckten Exemplare (oben im direkten Vergleich).
Ich werde mal versuchen, das vorhandene Foto so umzufärben, dass der Farbton des gedruckten Steins dicht an das Original herankommt. Dann könnte man sich die Wirkung hier im Markt nämlich noch viel besser vorstellen.