Mal wieder Post von der GEZ: Ob ich schon angemeldeter Rundfunkteilnehmer bin, möchten sie wissen und natürlich liegt dem Anschreiben das übliche Anmeldeformular bei. Hier in der Firma gibt es aber keine anmeldepflichtigen Geräte. Nichtmal ein Radio im Aufenthaltsraum. Okay, wenn es nach der GEZ ginge, wären bestimmt auch die Displays der Kassen anmeldepflichtig.
Dieses Schreiben bekomme ich übrigens seit Anfang an regelmäßig alle paar Monate ins Haus. Irgendwie müssen die Gebühren der anderen Zahler ja vergeudet verwendet werden.
Eine Kundin stand an der Leergutannahme. In der einen Hand hielt sie eine Flasche, in der anderen eine deutlich gefüllte Plastiktüte. Es gibt genug Kunden, die ihr Leergut in mehreren Behältnissen transportieren und dabei mitunter auch einige Flaschen in der Hand halten. Da sich in der Tüte auch durchaus leere Flaschen hätten befinden können, fragte ich wie üblich: "Haben Sie nur die eine Flasche?"
Sie sah mir direkt in die Augen: "Ich bin nicht krank..!"
Ja, nee... Is' klar.
Nachtrag:
Sie hatte übrigens eine leere Mineralwasserflasche dabei.
Eine Frau mit Kinderwagen stand an der Kasse und hatte vier Pakete Kaffee in der unteren Ablage des Wagens liegen. Zwei mal Jacob's und zwei mal Dallmayr. Sie bezahlte ein kleines Eis, schob weiter und löste natürlich prompt mit dem Kaffee den Alarm der Warensicherungsanlage aus.
Als ich dazukam erzählte mir die Frau, dass die beiden Packungen Dallmayer bei einem "E"-Markt gekauft worden wären (Häh?!?) und dass ihr Mann, der an der Strassenecke warten würde, den enstprechenden Kassenbon bei sich hätte. Sie gab mir die beiden Packungen, verstaute die angeblich gerade bezahlten Pakete Jacob's wieder im Wagen und schob raus Richtung Strassenecke.
Um die Situation richtig nachvollziehen zu können erkundigte ich mich sofort noch einmal genau bei meiner Kassiererin, welche Waren denn nun bezahlt worden wären und welche nicht. Ergebnis: Nicht ein einziges der vier Kaffeepäckchen wurde bezahlt.
Ich lief hinter der Frau her und forderte den Kaffee zurück, den sie mir auch sofort ohne weiteren Protest überreichte.
Eine voll gefüllte SPAR-Tragetasche (aber nicht von uns, wie ich am Aufdruck erkennen konnte), verbarg sie sofort hinter einer kleinen Mauer. Ich weiss nicht, was darin war - aber ich würde jede Wette eingehen, dass der Inhalt nicht dem Pärchen gehörte...
Sipahh sind mit "Geschmacksperlen" (Erwürg' doch mal jemand diese Marketingleute!) gefüllte Trinkhalme, die aus normaler Milch beim Trinken ein Milchmischgetränk produzieren. Die Perlen lösen sich dabei auf und je nach Trinkgeschwindigkeit ist der Geschmack unterschiedlich intensiv.
Eine Packung mit 10 geschmacksperlengefüllten Halmen kostet 2,99€ und ich frage mich ernsthaft, was mich geritten hat, die Dinger als Display mit 180 Packungen zu bestellen. Die Idee für das Produkt ist ja echt witzig, aber den Preis finde ich persönlich viel zu hoch...
habe heute von ihrer seite www.shopblogger.de erfahren und bin positiv überrascht.
ich bin zwar kein kunde von ihnen, aber dennoch verbraucher und bin aufgrund des artikels von pfandflaschen auf eine lustige sache gestossen. im anhang befindet sich ein bild auf dem steht "Einweg-Pfandflasche" ... das hat mir sehr zum denken gegeben. ich dachte die pfandflaschen sind alle Mehrweg, dafür wurde ja pfand eingerichtet.
nunja ich freue mich wenn sie solch ein lustiges verwirrspiel der firma lidl veröffentlichen.
Abei lag ein Foto einer PET-Bierflasche von Lidl mit aufgedrucktem dpg-Pfandsymbol. Darüber der Text "Einweg-Pfandflasche" - und somit zumindest für mich gar nicht ungewöhnlich.
Meine Antwort fiel möglicherweise etwas knapp aus:
Nun, das sogenannte "Einweg-Pfand" gibt es seit dem 1.1.2003. Diese Verordnung besagt, dass auch bestimmte Einweggebinde (Flaschen (Glas/Kunststoff) und Dosen) mit bestimmten Inhalten (z.B. Limonaden, Bier, Wasser uvm.) bepfandet sein müssen. Trotz der gesetzlichen Pfandpflicht werden diese Behältnisse also dennoch nur einmal befüllt und danach geschreddert bzw. eingeschmolzen und komplett neu produziert.
- aber mir fehlte die Muße für eine ausführlichere Antwort.
Da muss ich ausnahmsweise mal Lidl verteidigen: Sie haben sich kein "lustiges Verwirrspiel" mit ihren Kunden erlaubt, sondern sich lediglich an die gesetzliche Regelung gehalten.
Es war ja sicherlich gut gemeint von dem Kunden oder der Kundin, eine Packung Toastbrot in die Futterspendenbox für das Tierheim zu werfen.
Die Tatsache, dass die Kiste nicht regelmäßig, sondern mitunter nur alle paar Wochen geleert wird, sorgte für grünweissen Wildwuchs in der Brotpackung.
In der Tiefkühltruhe gibt es von Knorr einen Burger, den man in ein paar Minuten in der Mikrowelle zubereiten erhitzen kann. "Express Burger Classic" heißt das Produkt und das hier ist die Seitenlasche mit der Zutatenliste:
Na, wenigstens keine Geschmacksverstärker...
Eine Kollegin hat ihn probiert und mir nach dem ersten Bissen den Rest überlassen. Geschmacklich erinnerte mich der Burger ein kleines bisschen an den klassischen Hamburger bei McDonalds - meine Erinnerung an letzteren ist allerdings nur sehr, sehr dunkel, da ich die Rindfleischprodukte beim "Goldenen M" generell nicht mag.
Örks. Bei der Artikelpflege kommen gerade dutzendweise GWK = Glückwunschkarten. Ich hatte doch erst im Mai 2005 alle GWK überprüft, um den Trauernden weiteren Schmerz zu ersparen. Jetzt kann ich wieder Hunderte Datensätze überprüfen. Das kann ja noch heiter werden.
Aber dass jemand fast eine komplette Packung Magnesium-Kautabletten im Laden ausleert, die leere Blisterverpackung irgendwo ins Regal wirft und die ganzen Tabletten entweder gleich hier vor Ort aufisst oder sich in die Tasche steckt, das gab's noch nie.
Die Packung hat nur 'nen Euro nochwas gekostet, aber wäre es nicht einfacher gewesen, den Blister am Stück einzustecken?!?
Der Artikelstamm in meinem Warenwirtschaftssystem wird überwiegend zentralseitig gepflegt. Der für mich interessanteste und vor allem wichtigste Teil dieser Pflege ist die Neuanlage von Artikeln. Die Datenübertragungen finden immer nachts statt und meistens gibt es ein paar bis maximal ein paar Dutzend neue Artikeldaten.
Heute Morgen traf mich fast der Schlag...
(Warum rund 2/3 der Datensätze abgelehnt wurden, weiß ich nicht - aber 3272 neue Artikeldaten sind auch schon eine recht beachtliche Zahl...)
Das Abstruse an der ganzen Sache ist ja, dass wir unter dem Vorwand des "Konkurrenzschutzes" keine authentischen Bio-Markenprodukte mehr bekommen sollten. Allerdings, so heisst es, wenn wir hier eine in sich geschlossene Bio-Abteilung schaffen würden (aka Shop-in-Shop), dann wäre das alles kein Problem.
In meinen Augen hat sich die Konkurrenz dann sogar eher zu fürchen...
Na, gut, der Zettel sieht nicht besonders hübsch aus. Ist eigentlich auch egal, denn ob hübsch oder häßlich - lesen und beachten wird ihn ja bekanntlich sowieso niemand...
Vielleicht kann ich ja ein paar meiner bloglesenden Kunden auf diese Weise vor Beck's-Gold-Sixpacks vorwarnen: Die Dinger haben heute bei der Anlieferung einen recht großzügigen Schauer abbekommen, so dass sich teilweise die Verklebungen gelockert haben.
Bin mal gespannt, wie oft wir hier in den nächsten Tagen Bier auffeudeln müssen...
Die Zeiten haben sich gravierend geändert. Unsere guten Ergebnisse (bio&fair) werden gewiß von den Kollegen nicht mehr nur als Nischenerfolg gewertet werden, wir sind schließlich keine Exoten mehr.
"Fast jede Woche eröffnet irgendwo in Deutschland ein neuer Biosupermarkt, und auch die großen Discounter reagieren auf den Bioboom". "Was als Umweltbewegung begann, hat sich inzwischen zur Lifestyle-Szene entwickelt." (ZDF.de)
"Die Deutschen sind Weltmeister im Verbrauch von Biowaren. Aber an den deutschen Biobauern geht der Boom vorbei. Der Grund: Anbieter aus dem Ausland drängen mit niedrigeren Preisen auf den Markt, die ersten deutschen Biobauern geben auf." (Fruchtportal.de)
"Denn was für viele Verbraucher erfreulich ist - sinkende Preise und Bio-Angebote beim Discounter - macht den 16.800 ökologisch wirtschaftenden Landwirten zunehmend zu schaffen." (Einkaufsnetz Greenpeace).
Der von den Ketten ausgeübte Preisdruck sorgt für ein Paradoxon: Trotz der hohen Nachfrage kommen die Erzeuger immer weniger auf ihre Kosten. Demeter-Bauern können teilweise ihre Produkte nicht mehr zu Kosten deckenden Preisen absetzen. (Handelsblatt)
Verschärfend kommt hinzu: In Zukunft soll nicht mehr damit geworben werden dürfen, dass private Verbände höhere Standards aufweisen als die der EU-Verordnung. Daß das Aufweichen der strengen Regeln Pseudo-Bioprodukten Tür und Tor öffnen könnte, schrieb ich ja bereits am 11. Juli in meinem Beitrag für das Gesellschafter-Tagebuch unter Bezugnahme auf den Zeit-Artikel "Grün und gefährdet" vom 24.05.06.
Ich hatte mich deshalb bewußt für authentische Bio-Produkte entschieden und wollte nach dem erfolgten Umbau nun auch das Bio-Trockensortiment um althergebrachte Produkte aus dem Bio-Laden ergänzen.
"Zwergenaufstand im Ökoland" vollständig lesen
Als ich mich Anno 2000 im zarten Alter von 26 Jahren in die Selbständigkeit stürzte, ging ich mit einem gewissen Idealismus ans Werk. Dem sympatischen Supermarkt meiner Träume sollte Leben eingehaucht werden. Dinge, die ich vorher nicht ändern konnte, also während meiner Ausbildung und der nachfolgenden Tätigkeit als Substitut und später als Filialleiter, konnte ich jetzt frei entscheiden: "Haben wir nicht?" Gibt es nicht! Ein fröhliches Team, das den Servicegedanken lebt und viel Herzblut haben diesen Laden über die ersten Hürden getragen. Das Projekt Mahlzeit hat uns inspiriert zu verstärkten Aktionen gemäß dem Motto: Mehr regionale, mehr ökologische und mehr fair gehandelte Lebensmittel auf den Teller des Verbrauchers. "Zwergenaufstand im Ökoland (Vorgeschichte)" vollständig lesen