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Hauptsache Recht haben

Eine Kundin hat Leergut abgegeben. Eine vollständige Getränkekiste und eine Tasche voller Einzelflaschen. Ich habe die Flaschen persönlich weggeräumt, gezählt und den Bon ausgestellt.

Ein paar Minuten später kam die Kundin auf mich zu und behauptete, dass ich ihr nur 15 Flaschen aufgeschrieben habe (was auch stimmte), sie aber 20 Flaschen abgegeben hätte.
Ich versuchte, genau nachzuvollziehen, was sie abgegeben hatte. Es klappte nicht ganz, aber ich versicherte ihr, dass sie wirklich nur 15 Flaschen gehabt hat. Ich verzähle mich nicht beim ungestörten Flaschen wegsortieren.
Sie wurde etwas sauer, bestand darauf, zu Hause 20 Flaschen eingepackt zu haben und schlug sich einige Augenblicke später vor die Stirn und drückte mir noch ihre Umhängetasche in die Hand.

Wenigstens eine Entschuldigung für das Theater wäre nett gewesen.

Offtopic: Stammzellenspende

Gerade wollte ich aufgrund eines Kommentars nur den Link zu Wanzl einfügen, da stolperte ich über ein rotes Feld mit dem Text:
Unser Kollege Markus Götzfried ist an Leukämie erkrankt.
Bitte helfen Sie mit, einen geeigneten Stammzellen-Spender zu finden.
Ich folgte dem Link und fand folgendes:
Das Wichtigste, was Sie über die Stammzellenspende wissen müssen:
Entscheidend für die Übertragung von Stammzellen ist eine Übereinsitmmung der Gewebemerkmale (HLA - Merkmale) zwischen Spender und Patienten. Die Blutgruppe ist egal, jeder kann helfen! Wichtig dabei. Es geht zunächst nur darum sich typisieren zu lassen. Dazu sind 5ml Blut ausreichend! Sollte ein geeigneter Spender für Stammzellen in Frage kommen, wird dieser vorher genau informiert und noch einmal sein Einverständnis eingeholt. Dann werden die Stammzellen übrigens nicht wie oftmals falsch angenommen aus der Rückenmark, sondern ambulant aus dem Blut entnommen.
"

Das mit dem Rückenmark dachte ich auch immer, da gibt es doch jetzt bestimmt ein paar Angsthasen weniger? :-)

Regal im Eingang

Nachdem mein Firefox mangels aktivierter Mehrfach-Tab-Warnung beim Schließen einen relativ langen und schon komplett fertigen Blogeintrag mit in die Tiefe gerissen hat, hier wenigstens nochmal die Kurzfassung. Auf mehr habe ich jetzt keine Lust mehr. Texte ein zweites Mal verfassen zu müssen ist ausgesprochen frustrierend. :-(

Im Eingangsbereich steht seit ein paar Tagen schon ein neues Regal. Aufmerksamen Kunden dürfte der halbfertige Aufbau schon aufgefallen sein.
Das obere Drittel der Rückwand wird aus einer Glasscheine bestehen, so dass man trotzdem noch in den Markt hineinsehen kann. Die verchromten Wanzl-Rohre verschwinden fast vollständig. Bis auf die linke Säule, die die Antenne der Warensicherungsanlage schützen soll.

In dem Regal möchte ich all diejenigen Dinge unterbringen, die gewöhnlich in Supermärkten immer im Eingangsbereich stehen: Vogelfutter, Winterstreu, Kohle, Grills, Pflanzenzuber usw. Wer den beengten Eingangsbereich hier in der Gastfeldstrasse kennt, wird diesen Schritt nachvollziehen können...


Marketingmaßnahmen

Cold Call einer Firma, die irgendwelche Marketingkonzepte verkaufen will. Ich meldete mich wie gewohnt und die Frau am anderen Ende der Leitung fing sofort an, loszusprudeln. Erzählte irgendwas von verschiedenen Konzepten und Bannern und Geld und Anzeigen, verwendete einige Abkürzungen, kauderwelschte hie und da und ich - verstand kein Wort.

"Was wollen Sie eigentlich von mir???"

Sie erklärte mir, dass es um die Seite shopblogger.de gehen würde und dass man dort auf verschiedenste Art und Weise Werbung unterbringen könne.

"Haben Sie die Seite vor sich?", fragte ich. Sie bejahte.

Ich bat die Frau, einmal langsam von oben nach unten durchzuscrollen.

"Haben Sie irgendwelche Werbung gesehen?"

"Nein."

"Gut. Und das soll auch so bleiben."

Wenn ich so recht darüber nachdenke, muss Werbung auf Websites allerdings doch ein sehr lukratives Geschäft sein.

...zumindest für die Vermittler im Hintergrund, von denen ich in letzter Zeit ja nun schon mehrere Anrufe bekommen habe. Die Mühe macht sich doch niemand umsonst.

Biometrisch

Anruf einer Firma, die Überwachungs- und Gebäudesicherungsysteme produziert und vertreibt. Unter anderem würden sie auch Zeiterfassungssysteme bauen, die fälschungssicher und ohne Karten o.ä. einfach mit Fingerprintsensor arbeiten.

Da die Firma noch relativ neu am Markt ist, werden Märkte gesucht, die als Referenz dienen möchten und sich so eine Anlage teilsubventioniert installieren lassen würden.

Die letzten derartigen Angebote ("subventioniertes Referenzsystem") waren immer nicht so beeindruckend, so dass ich auch diesmal ziemlich zügig abgelehnt habe. Abgesehen davon setzen wir hier in der Firma schon seit Jahren sehr erfolgreich das Chipdrive-System ein.

Sept. 06

Kassenbuch für September vorbereitet.

Das klingt schon so verflixt nach Kälte. :-(

Knoblauch im Korb

Seit einiger Zeit bestelle ich Knoblauch nicht mehr in den bekannten 4er-Netzen, sondern nur noch als lose Ware. Viele Kunden benötigen schließlich nur eine einzelne Knolle und außerdem ist die Qualität bei loser Ware in der Regel besser.

Bislang gab's den losen Knofi immer in dekorativen praktischen, grünen Mehrweg-Gemüsekisten. Heute wurden die Knollen allerdings mal in ganz exklusiver Verpackung geliefert: Ein recht hübscher, geflochtener Weidenkorb, teilweise blau eingefärbt, diente diesmal als Transportverpackung.



Ich bitte, die schlechte Qualität des Bildes zu entschuldigen. Irgendwie mochte meine kleine Digiknipse ihren eigenen Blitz nicht mehr.

Die Warensicherungsanlage

Es piepte. Es piepte sogar ziemlich lange. Eigentlich die ganze Zeit, während die Kundin an der Kasse zwischen den Antennen der Warensicherungsanlage stand. Nur - was hatte den Alarm ausgelöst? Irgendein Etikett in ihrer Kleidung oder Tasche, unsere Ware, der mitgeführte Kinderwagen? Ich hörte hinten im Lager den Daueralarm und es war klar, dass dort irgendetwas nicht in Ordnung ist.

Um den Fehler das Warensicherungsetikett zu finden, schnappte ich mir also den Handchecker und lief nach vorne zur Kasse.

Dort die große Überraschung: Es gab keinen Alarm mehr. Nicht, weil die Kundin weitergegangen war, sondern einfach so. Ich überprüfte noch gezielt die Tasche und ließ die Frau einmal mitsamt des Kinderwagens durch eine andere Schranke laufen - nichts zu finden.
Ich glaube nicht daran, dass es ein willkürlicher Fehlalarm war. Eher wahrscheinlich ist, dass das Sicherungsetikett z.B. zeitweise durch eine bestimmte Körperhaltung gebogen wurde.

Weil es doch relativ voll war und solche Aktionen immer unangenehm sind, habe ich mir und vor allem der Kundin eine umfangreiche Suche erspart. Der Verlust durch einen Diebstahl sollte leichter zu verkraften sein, als eine unnötig verärgerte Stammkundin.

Kontoauszugstext

Mein altes ec-Terminal war sehr langsam. Im Markt in Achim dagegen stand eines der schnellsten Modelle, die derzeit zu haben sind. Als das Ende des Achimer Ladens absehbar war, habe ich das dort eingesetzte Terminal nach Bremen in die Gastfeldstraße geholt. Was für eine Wohltat für alle Kunden hier im Hauptgeschäft.

Nun war es natürlich so, daß sowohl auf den ausgedruckten Bons als auch auf den Kontoauszügen der Kunden noch einige Zeit "SPAR Direkt, ACHIM" stand. Nach einem Brief an Telecash ("Das geht nur schriftlich...") wurde der Bontext geändert - nicht jedoch den Verwendungszweck auf den Kontoauszügen. Eine irritierte Kundin sprach mich vor einiger Zeit schon einmal darauf an, aber ich erklärte ihr die Umstände und ansonsten gab es bislang überhaupt noch keine Probleme.

Gerade eben sprach mich ein Kunde an. Sinngemäß:
a) Er befindet sich in einer festen Beziehung.

b) Seine Ex-Freundin wohnt in Achim.

Alles andere möge sich der geneigte Leser jetzt denken...

Wie Bargeld

Leergutbons sind wie Bargeld zu behandeln und der Bitte, wenn ein Kunde einen verloren hat, doch einfach einen neuen auszustellen, kann ich nunmal nicht nachkommen.

Da müßte man sich mal die Gesicher von Bankangestellten vorstellen... "Ich hab' da vorhin 100 Euro am Automaten gezogen und den Schein verloren. Können Sie mir einen neuen geben?"

Radau im Lager

Kipp-Kollaps-Sprengung im Leergut: Während ich die Flaschen eines Kunden wegsortierte, stieß ich oben in einem Regal gegen zwei leere Getränkekisten.

Die folgenden Sekunden kamen mir endlos vor. Ein Stapel mit leeren Getränkekisten nach dem anderen stürzte in sich zusammen. Die umfallenden Rahmen, teilweise mit Flaschen gefülllt, rissen jeweils die Nachbarn mit zu Boden.

Der Kunde und ich hatten jedenfalls was zum Lachen. :-)

Spenden für die Gesellen

Gestern Nachmittag waren zwei der Wandergesellen hier, für die am Montag schon jemand nach netten Spenden für ein Fest gefragt hatte. Ich versprach ja, mich zu beteiligen und so gab's von mir eine Kiste Becks, den kompletten Regalbestand an Apfelwein und obendrauf noch einen Sack Grillkohle.
Falls jemand die beiden Flaschen in dem Karton im Vordergrund korrekt als "Blauen Bock" identifiziert: Nein, es waren mehr als nur zwei Flaschen. Die anderen liegen nur flach in der Kiste und sind deshalb auf dem Foto nicht zu sehen. Ich hätte den Jungs auch gerne noch mehr davon mitgegeben, aber Apfelwein ist hier in der Gegend nunmal nicht so der große Renner, von dem man gewöhnlich kistenweise Vorrat im Lager hat.


10 Jahre Bremer Aktionstage Ökolandbau

Pressemitteilung unseres Nordlichter-Partners, der Bremer EVG:
10 Jahre Bremer Aktionstage Ökolandbau
„Auf die Plätze , fertig ... Bio!“
Das diesjährige Motto der Aktionstage „Auf die Plätze , fertig ... Bio!“ stellt das Thema „Bewegung und gesunde Ernährung“ in den Mittelpunkt der Veranstaltungen, die vom 3. – 17. September in und um Bremen herum stattfinden. Eröffnet werden die Aktionstage am Sonntag, d. 3. September mit einer Fahrradtour zu den Biohöfen entlang der Wümme. „Offiziell“ gestartet werden die Bremer Aktionstage um ca. 11 Uhr an der ersten Station der Radtour, dem Hof Schumacher in Borgfeld, Katrepler Landstr. 56, durch den Bremer Umweltsenator Ronald Mike Neumeyer.
In Niedersachsen findet übrigens heute das Warming Up ab 14.00 Uhr mit einem Hof-Theaterfest in Wistedt statt.
"10 Jahre Bremer Aktionstage Ökolandbau" vollständig lesen

Seltsamer Knoblauch

Klar, das sollte "Stange" heissen im neuen Gemüse-Ordersatz. Aber wenn der Knoblauch "strange" ist, bringt's immerhin den Leser der Liste zum schmunzeln. :-)