Skip to content

Der Container

Mittlerweile steht der Deckelcontainer hier auf dem Hof längs vor der Rampe. Im Vergleich mit dem schwarzen Müllcontainer, den Rollbehältern auf der Rampe und sogar dem Gebäude sieht man sehr deutlich, wie riesig der Behälter ist.
Einen größeren Container bekommen wir hier leider nur mühsam bis gar nicht hin. Das wäre dann ein Abrollcontainer gewesen, der mit einem dreiachsigen LKW geliefert werden müsste. Dafür ist die Zufahrt zu unserem Innenhof leider (meistens) zu eng. Aber auch der "kleine" Container sollte für rund vier Wochen reichen.



Eingeweiht:


So geht es nicht weiter

Kunde, lautstark: [...] So geht das mit uns nicht weiter! [...]

Kollege, gerade am Kunden vorbeigehend: Hä? Was ist denn los? Irgendetwas nicht in Ordnung?

Mit uns offenbar und glücklicherweise schon. Es war der Gesprächspartner des telefonierenden Kunden gemeint. :-)

Schlau machen

Ein etwas abgerissener Kunde gab Leergut ab und hatte auch eine Kiste Mineralwasser dabei. Bei der Kiste handelte es sich um eine spezielle Kistenform, die vom Abfüller exklusiv für die Gastronomie vertrieben wird.

Der Automat verweigerte die Annahme der Kiste. Auf Anfrage des Kunden erklärte ich ihm, dass ich die Kiste leider nicht annehmen könne, da wir sie selber nicht im Sortiment haben und ich mir nicht einmal sicher bin, ob unser Großhändler diese auch zurücknehmen würde, zumal einige Flaschen fehlten.

Es folgte ein Satz, der sich den Leuten mit der Einführung des Einwegpfandes offenbar in die Gehirne gebrannt hat:
Die müssen Sie annehmen!!!
Okay, so schonmal gar nicht.
Ich muss die nicht annehmen.

Dann sollten Sie sich mal schlau machen.

Wir führen diesen Kistentyp nicht. Warum sollte ich die annehmen müssen?

Sie sollten sich mal über aktuelle Gesetze informieren. Aber die Schwierigkeiten werden Sie noch bekommen, dafür sorge ich.

Viel Spaß wünsche ich Ihnen dabei.
Er drehte sich um und ging. Zwei Minuten später guckte er durch die Lagertür und teilte mir mir einem siegessicheren Grinsen im Gesicht mit, dass wir auch andere Produkte dieser Marke verkaufen würden und dass ich alleine deshalb schon verpflichtet wäre, seine Kiste zurückzunehmen.

Seufz...

Säcke weg

Diesen Container haben wir eben zusammen mit dem Fahrer des Recyclingunternehmens mit den Säcken voller entwerteter Einweggebinde gefüllt. Man erkennt sehr deutlich, was für ein riesiger Haufen hier mittlerweile lag, wenn man sich die Ausmaße des Containers vorstellt: Immerhin kann ich im Stehen nicht über den Rand hinwegsehen.

Jetzt haben wir endlich wieder Ordnung auf dem Hof und warten darauf, dass der Deckelcontainer, der hier dauerhaft stehen soll, gebracht wird.


Lichtschrankenreset

Der Automat läuft wieder.

Mit der Servicehotline am Ohr habe ich eben gelernt, dass die Lichtschranken im Inneren der Maschine eine Art Reset-Taste haben, mit der man eine Neukalibrierung der Schranken auslösen kann.

Was es nicht alles gibt... :-O

"Annahmekanal 2 blockiert"

Lieber Leergutautomat. Warum schreibst du, dass der Weg für die Einwegflaschen blockiert ist und lässt dich nicht einmal davon überzeugen, dass es nicht so ist, in dem ich den Schacht ausfege? Was soll ich noch machen? Feucht wischen und polieren?

Es wirkt so, als wenn die Lichtschranke ihren Dienst quittiert hätte. Aber auch nach knapp achtzehntausend Flaschen sollte das kein Teil sein, dass dem Verschleiß unterliegt.

Naja, spätestens morgen Vormittag weiß ich mehr.

Morgen kommt der Container

Morgen bekomme ich übrigens endlich den langersehnten Container für die entwerteten Einweggebinde. Der Anblick hier auf dem Hof hat sich in der letzten Woche nämlich nicht verbessert. Inzwischen liegen dort rund 17.500 plattgedrückte Flaschen und Dosen.

Der Entsorgungsbetrieb bringt morgen gleich zwei Absetzcontainer mit. Einen offenen, den wir sofort befüllen werden und der gleich wieder mitgenommen wird. Der andere Container hat zwei abschließbare Deckel und wird hier neben der Rampe einen Dauerplatz bekommen.

Und Sie würden mich wirklich nehmen?

Ein junger Mann erkundigte sich telefonisch nach einem Nebenjob. Ich erklärte ihm, dass ich durchaus noch Leute für Dienstag und Freitag Vormittag zum Ware packen suchen würde.

Seine Frage: Und Sie würden mich wirklich nehmen?

Ich sagte ihm, dass er doch einfach mal ein paar Zeugnisse und seinen Lebenslauf reinreichen soll und dass ich dann weitersehen würde. Der Tonfall in seiner Fragestellung war so merkwürdig. Kennt jemand im Film "Der kleine Horrorladen" die Szene, in der Audrey (Ellen Greene) im Nebenraum des Blumenladens Seymor (Rick Moranis) die Frage stellt, ob er mit ihr in die Stadt und in ein großes Kaufhaus gehen würde?

Ich bin mal auf den Bewerber gespannt. Vielleicht war er ja auch nur unglaublich schüchtern und froh, nicht gleich eine Absage bekommen zu haben. :-)

Tatort

In der kommenden Woche finden hier in der Nachbarschaft Dreharbeiten für einen Fernsehkrimi statt. Den ganzen Nachmittag über soll dann hier an der Straßenecke im dönischen Zotterladen türkischen Café gedreht werden.

Vorhin waren zwei Herren hier und haben schonmal angekündigt, dass es an dem Tag hier auf der Straße etwas enger werden könnte. Da die Parkplatzsituation hier sowieso grundsätzlich schlecht ist, war mir das relativ egal.

Spontaner Einfall eines Kollegen: Hey, braucht ihr noch einen Statisten? - Antwort: Ja, gerne. Wenn Sie es schaffen bis nächste Woche Türke zu werden.

Sein Gesichtsausdruck war zu genial. :-O

Dönischer Zotterladen

Um ein Gebäude hier an der Staßenecke zu beschreiben benutzt ich gerade den Begriff Dönischen Zotterladen. Ich glaube, ich brauch' mal Urlaub. Das sollte eigentlich "türkischen Zockerladen" heißen und einen Treffpunkt beschreiben, in dem sich unter dem Namen "Freundschaftsverein" die Besucher an Spielautomaten und mit Kartenspielen die Zeit vertreiben...

PS: Und Zotterladen trifft sowieso eher auf mich. :-)

Das erste Cruncher-Cam-Video

Der Fernseher ist da (Sieht übrigens relativ cool aus. Sehr nach einem Monitor) und wurde von mir natürlich sofort an die eine bislang vorhandene Kamera angeschlossen.

Passenderweise hat Gerd gerade seine zweite Runde gemacht und zwei große Säcke mit Einwegflaschen und Dosen in den Automaten gestopft. Ich habe mir die Chance natürlich nicht entgehen lassen, meine Kamera zu zücken und ein kleines Filmchen daraus zu machen.

Nachtrag: Knapp elf Jahre später mit einem YouTube-Video ausgestattet:


4:3-LCD

Bei RATIO haben sie diese Woche einen sehr einfachen 50cm-LCD-Fernseher mit 4:3-Bildformat im Angebot. Für 270€.

Mir ist klar, dass das Teil keine Top-Bildqualität liefern wird - aber als Monitor für die Kameras aus dem Inneren des Leergutautomaten wird's schon reichen.

Das Ding kaufe ich mir jedenfalls gleich und dann wird es morgen hoffentlich schon das erste Bild geben. Wartet's ab. :-)

Zehn Prozent - und noch nicht genug...

Ein Paar brauchte Einweggeschirr für eine Beerdigung. Ich weiß nicht, ob die Veranstaltung (nach meiner Auffassung) stillos vonstatten gehen sollte oder ob die Pappteller und Plastikbestecke nur als Notlösung oder zur Ergänzung der bestehenden Ausstattung gedacht waren. Jedenfalls brauchten die beiden wohl sehr viel und haben meinen gesamten Bestand aufgekauft.

Die Frage nach Rabatt beantwortete nach kurzem Überlegen und in Anbetracht der genannten Notsituation spontan damit, dass ich zehn Prozent Preisnachlass gewährte. Eine nicht selbstverständliche und sehr entgegenkommende Geste, wie ich von mir selber fand.

Ich begleitete die beiden zur Kasse, um die Sache mit dem Rabatt abzuwickeln. Während wir dort standen, begann die Frau, noch weiter um den Preis zu feilschen. Dies tat sie allerdings in einer aufdringlich fordernden Art und Weise, die mir recht zügig die Laune verhagelte. Zum Glück nahm sie meine Ablehung hin und versuchte es nicht noch weiter. Ich spielte nämlich schon mit dem Gedanken, auch die angebotenen Prozente wieder zurückzuziehen. Wer nicht genug bekommen kann muss dann eben hin und wieder mal mit den Konsequenzen leben müssen.

Falscher Rollbehälter

Von einem meiner Lieferanten habe ich die Ware auf einem Rollbehälter bekommen, der definitiv nicht diesem Lieferanten gehört. Bleibt die Frage, wie eben jener Lieferant an diesen Rolli gekommen ist...


Umgedreht

Eine Kundin kam mit zwei schmutzigen Tüten voller Bierflaschen zur Leergutannahme. Sie klingelte und eine Kollegin klärte sie freundlich darüber auf, dass wir nun einen Leergutautomaten hätten, den sie selber bestücken dürfte.

Daraufhin drehte sich die Kundin wortlos um und ging.

Naja, kann ich verstehen. Ich hätte in die siffigen Tüten auch nicht freiwillig reinfassen wollen.