Blick in die Cruncherbox
Aufgrund der vielen Anfragen nach dem, was denn der Leergutautomat von Einwegflaschen und -Dosen übrig lässt, hier mal ein Blick in die Cruncherbox, dem Auffangbehälter unter dem Kompaktor (Cruncher, Schredder).
Die Gebinde werden zuerst flachgedrückt und dann in einem Messerwerk perforiert. Das Ergebnis sieht in etwa so aus, wie das Polstermaterial, das mein Kartonschredder produziert. Die ursprüngliche Form der Flaschen und Dosen ist nicht wieder herstellbar und die Pfandlogos werden zerhackt. Dadurch sind die Gebinde offiziell entwertet und nur noch Sekundärrohstoffe, die hier abgeholt werden. Den Pfandwert, den der Automat ermittelt hat, bekomme ich direkt auf mein Konto. Das hat für mich einen entscheidenden Vorteil: Alles, was der Automat annimmt, was den Kunden ausgezahlt wird, bekomme ich vollständig wieder. In den Zählzentren, zu denen ich in der Vergangenheit die Flaschen und Dosen geschickt habe, sind im Laufe der Zeit hunderte Gebinde nicht gutgeschrieben worden. Aus welchen Gründen auch immer. Angefangen bei versehentlich falsch einsortieren Flaschen bis hin zu schwer lesbaren (z.B. durch Verschmutzung) Pfandlogos...

Die Gebinde werden zuerst flachgedrückt und dann in einem Messerwerk perforiert. Das Ergebnis sieht in etwa so aus, wie das Polstermaterial, das mein Kartonschredder produziert. Die ursprüngliche Form der Flaschen und Dosen ist nicht wieder herstellbar und die Pfandlogos werden zerhackt. Dadurch sind die Gebinde offiziell entwertet und nur noch Sekundärrohstoffe, die hier abgeholt werden. Den Pfandwert, den der Automat ermittelt hat, bekomme ich direkt auf mein Konto. Das hat für mich einen entscheidenden Vorteil: Alles, was der Automat annimmt, was den Kunden ausgezahlt wird, bekomme ich vollständig wieder. In den Zählzentren, zu denen ich in der Vergangenheit die Flaschen und Dosen geschickt habe, sind im Laufe der Zeit hunderte Gebinde nicht gutgeschrieben worden. Aus welchen Gründen auch immer. Angefangen bei versehentlich falsch einsortieren Flaschen bis hin zu schwer lesbaren (z.B. durch Verschmutzung) Pfandlogos...

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Comments
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dergerd on :
Matze on :
Stelle mir das gerade mit Getränkeresten sonst sehr eklig vor.
Achja: Glasflaschen zermalmt das Teil auch? Muss doch höllenlaut sein.
SPages on :
Hans on :
SPages on :
Billiger - kann ich nicht einschätzen kaufe Bier in Mehrweggebinden weil es mir einfach logischer erscheint.
Hans on :
Marc on :
Malte on :
Während die Techniker routiniert am Gerät rumbastelten wustelte ein fröhlich nervöser Björn wahlweise vor und neben dem Leergutsammler.
Wollte nicht stören, deshalb habe ich mir das Treiben aus 10m Entfernung angeschaut. Aber lustig war es.
Der Praxistest folgt morgen.
Jemand on :
Andy on :
Auch wenn es natürlich wirklich bequemer wäre
Lars on :
Kleiner Tip am Rande. Ich kenne es so das es für die Auffangboxen passende Müllbeutel gibt. Ist auch förderlich für die Sauberkeit.
Ar-ras on :
Chris on :
SPages on :
Det on :
Jemand on :
Man in Metropolis on :
Der_Duden on :
Christian Nobis on :
ich hatte am letzten Samstag im örtlichen Combi das Vergnügen in den Auffangbehälter des Einwegautomatens schauen zu dürfen.
Nachdem ich bei einem anderen Automaten mein Mehrwegpfand eingestellt hatte (Schon blöd mit zwei Automaten hat man meist 2 Leergutbons in der Hand, wenn nicht sogar mehr).
Der Automat zeigte nur "Behälter 3 voll, bitte Aufsicht benachrichtien" an und das tat ich dann auch. Die "Aufsicht" schloss dann die Türe zum Automaten auf und zog den "Behälter 3" vor. Darin befanden sich allerdings im Gegensatz zu Deinem Bild nur noch Späne und nichts was man noch als Flasche oder Dose erkennen könnte.
War übrigens auch ein Trautwein Automat, nur hat der eine riesige Front mit 2 Türen gehabt und da für nur Einwegflaschen auch nur eine Flaschenröhre und keine Kistenannahme.
Tiger on :
Für mich eine potentielle Gelegenheit zum Missbrauch ...?
Kannst du darüber genaueres sagen, werden die Logos wirklich zerhackt?
Gruß
Tiger
Puck on :
Tiger on :
Ben on :
AH on :
Die PET-Flasche bzw. Dosen sind doch so flach, das kein Leergutautomat sieht, dass er eine Flasche im Eingabeschacht hat.
der jörg on :
Kann der Automat auch alte CDs schreddern? ... hier steht gerade so ein Stapel Werbecds... lol
Manfred on :
Kann es da nicht passieren,dass du mehr Pfand auszahlst als einnimmst?
Ar-ras on :
Er bezahlt doch den Pfand an eine zentrale Stelle und kriegt von dort das Geld wieder zurück...
Obwohl... das würde nicht den Pfandrest erklären.
Dude on :
Aber wenn ich die Flasche beim Händler Y abgebe, bekomme ich dort 0,25 aus deren Kasse ausgezahlt. Diese fordert er dann von der Zentralstelle wieder!?
Händler X hat in diesem Augenblick aber 0,25 Euro mehr in der Kasse. Wird das extra ausgewiesen und an die Zentralstelle gezahlt? Oder wie funktioniert das dann?
bender_21 on :
also wenn er 4 flaschen kauf und 4 flaschen verkauft hat er +/- 0 pfandeinnahmen.
beim auszahlen ist es das selbe.
atzberger on :
in den 25 cent pfand sind beim endkunden immer die 19% mwst enthalten. also ist es ein bruttobetrag.
bei der abrechnung mit der dpg sind die 25 cent jedoch netto also zzgl mwst.
es rechnet sich also von der mwst-lichen seite die aldi flaschen anzunehmen.
GelberBuntstift on :
Händler A kauft die Flaschen ein, bezahlt dafür auch Pfand. Er verkauft dir die Flaschen, berechnet dafür ebenfalls Pfand. Gibst du die Flaschen bei Händler A wieder zurück, gibt er dir das Pfand für die Flaschen wieder. Die Flaschen gibt er bei seinem Großhändler wieder ab und bekommt von dem das Pfand zurück.
Gibst du bei Händler A Flaschen zurück, die du bei Händler B gekauft hast, dann gibt dir A auch das Geld zurück, denn er bekommt es ja bei seinem Großhändler wieder (es sei denn, er hat was angenommen, was der nicht im Sortiment hat).
Die Sache mit dem Pfandgewinnen bei den Händlern kommt übrigens nicht daher, dass Flaschen gar nicht zurückgebracht werden. Einen Gewinn hat der Händler nur, wenn die Flaschen zwar zurückgebracht werden, der Leergutbon aber nie eingelöst wird.
Und nun zurück zum Automaten: bei uns sind in dem Behälter immer Säcke drin. Ich wüsste auch gar nicht, wie das ohne Sack praktikabel sein soll, denn der Automat muss regelmäßig geleert werden. Und dann muss das ganze ja noch entsorgt werden. Da das geschredderte nicht in die Mülltonne wandert sondern abgeholt wird, ist so ein Sack schon extrem praktisch
Kleene on :
Beim Zerdeppern der Glasflaschen werden die Glasflaschen platzgerecht zerkleinert, und kommen in einem großen Behälter wieder zurück.
Grüße
Thommy on :
Malte on :
Ische on :
ich habe sowas noch nie von innen gesehen.
War zwar mal bei nem Discounter FL, die haben aber bis heute keine Pfandautomaten. Na wer errät welcher Diskounter das sein könnte
MfG
FLV - Flaschen legen vor
Jemand on :
bbr on :
Ische on :
Bettina von Mottenburg on :
Wie wärs mit einer Webcam, die der Bloggergemeinde rund um die Uhr vor Augen führt, wie es in der Chruncherbox so aussieht. Überschrift: "Aktuelles aus der Chruncherbox"
Irgendwann gibts hier sicherlich ein neues Event: "Name gesucht für Björn Harstes Leergutautomat" Wo steckt eigentlich Alfons, der könnte doch die Moderation machen? Möglicherweise könnten auch Patenschaften für das flaschenfressende Ding ausgestellt und die anfallende Kohle sozialen Zwecken zugeführt werden.
Vorsorglich beantrage ich hier schon mal Titelschutz für meine beiden Vorschläge
felix on :
Sabine on :
R.A. on :
Und die Bezeichnung "Sekundärrohstoff" ist natürlich ein Hohn, denn der Plastikmüll wird verbrannt.
Man könnte die Dinger genauso in den normalen Hausmüll geben (dann könnten sich die Müllwerke die Zugabe von Erdöl sparen) und diesen ganzen teuren Unfug einsparen (alleine noch die Verrechnungsbürokratie dahinter!).
Der Umwelt nützt das jedenfalls gar nichts - eher im Gegenteil (mehr Transporte).
Und der eigentliche Sinn eines Pfand-Systems wird nicht erreicht, weil die Plastikflaschen eben nicht erneut verwendet werden können wie die Glas-Mehrwegflaschen.
Ingo on :
Bettina von Mottenburg on :
Und bei den Pullis aus China steht demnächst auf dem Ettikett:"Ich war eine ALDI-Pfandflasche"
bbr on :
R.A. on :
> "Sekundärrohstoff" verbrannt wird.
Nicht überall - aber meistens.
Für ein echtes Recycling sind solche Abfälle nicht sortenrein genug, da gibt es nur ganz wenige Anwendungsmöglichkeiten.
Andy on :
Bei Mehrwegpfand hingegen werden die Flaschen ja mehrmals verwendet, und da funktioniert das auch.
Joe on :
Das Einwegpfand sollte die Verbraucher zur Verwendung von Mehrwegflaschen "erziehen". Und wie alle staatlichen Erziehungsversuche ging das natürlich gründlich daneben. Das Gegenteil ist eintreten: Das Mehrwegsystem wird in wenigen Jahren zerstört sein.
R.A. on :
> Pfandsystem"
Richtig.
Man hat die Bezeichnung "Pfand" übernommen, um zu suggerieren, es wäre ein ökologisch und ökonomisch sinnvolles System wie die klassischen Mehrwegflaschen.
Ganz typische politische Lüge.
> es war nie Sinn dass die Flaschen
> wiederverwendet werden,
Man hat schon so getan, als würde man das Material wirklich recyclen und würde damit der Umwelt nutzen.
Was aber schlicht falsch ist.
Die meisten Leute glauben das aber bis heute.
> man wollte eher willkürlich
> irgendwohin geworfene Dosen
> und Flaschen beseitigen.
Das ist ja nun ein völlig nebensächliches Problem und wird durch das Pfand auch nicht wirklich bekämpft.
Auf jeden Fall steht das in keiner Relation zum Milliardenaufwand.
exts on :
mathematikerin on :
Danke für diesen interessanten Einblick!
DerSchuki on :
Pepper on :
ich on :
Ben on :
kann man wenn man die Flaschen eh abgibt, sich auch das Pfand gleich auszahlen lassen. Oder
ich on :
bei der betreffenden kette hab ich mir nachdem die verkäuferin nicht wollte, erst die geschäftsleitung geben lassen udn als die noch streikte, hab ich nach ihrer personalnummer und nach der nummer des geschäftes sowie ihrem vorgesetzten gefragt und schau mal an, was plötzlich gin...
Tennisschläger on :
Viele haben auch ein Scanner der Material erkennt und in den passenden behälter befördert.
Ist ein Vorteil für die die es wieder einschmelzen und Dosen (Flaschen) daraus machen.