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Mit Freibrief zum Klauen

Der junge Mann, der hier vor ein paar Wochen Kaffee und Flohsamenschalen zu klauen versucht hatte, war übrigens in Berlin gemeldet. Von der dortigen Staatsanwaltschaft kam nun Post.

Noch einmal zur Erinnerung, das hier war sein Einklauf:



Zwei nicht lebensnotwendige Artikel im Gesamtwert von rund 15 Euro.

Die Antwort der Staatsanwaltschaft sah so aus:



Wenn man die Grenze noch Höher legen würde, könnte man die Gerichte noch weiter entlasten. Man könnte die Grenze ja bei 950 Euro setzen, dann hat man die selbe Situation wie beim "Petty Theft" in Kalifornien, wo Diebstähle unter der Grenze von 950 $ nur noch als Bagatelle und nicht als Straftat verbucht werden.

Ich habe dafür kein Verständnis, wirklich nicht. Diese Antwort von einer Staatsanwaltschaft kommt doch dem Freibrief für Diebstahl gleich. :-(

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Kommentare

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someone am :

8,99 + 6,99 = 14,98? Konntet ihr da nicht rechnen oder waren das die Ordnungshüter selbst?

bli am :

Dieser Staat hat fertig.

Georg am :

Was kann der Staat dafür das seine Diener,aus welchen Gründen auch immer,ihrer Aufgabe nicht nachkommen??

JP95 am :

Sicherlich kein Freibrief.

Ich war selbst mal Gegenstand von Ermittlungen, weil ich das Pech hatte an 2 Frauen zu kommen die beide die Polizei belogen hatten. In der Ermittlungsakte vom 2 Verfahren (2. lügende Frau) wurde explizt auf das andere Verfahren verwiesen mit Seitenanzahl in einem "Tagebuch" bei der Polizei.
Demnach müssten im Tagebuch deines Ladendiebs ja alle Vergehen zu finden sein und irgendwann wird er dann auch richtig bestraft.

Filialkasper am :

Bei uns lachen die Ladendiebe sogar noch und sagen „bis morgen“

Andi am :

Zum Thema Kalifornien: Petty Theft ist ein Vergehen (misdemeanor), kein Verbrechen (felony), mit Gefängnisstrafe bis sechs Monate und/oder Geldstrafe bis 1.000 Dollar. Mehrfachdiebstähle in dieser Größenordnung können zum Verbrechen hochgestuft werden.

Insofern ist es nicht sehr unterschiedlich zur deutschen Regelung.

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