Nachhaltig?
Vor zwei Wochen kam ein Vertreter von The Vegan Cow zu uns in den Markt und hat uns frische (kühlpflichtige) vegane Produkte als Alternative zu Milchprodukten vorgestellt: Den Haferblock (Alternative zu Butter) verschiedene "Joghurts" und ein Schokoladendessert, alles ebenfalls auf Haferbasis. Dazu noch verschiedene vegane Streichwurst-Alternativen, die wir vor allem in den Sorten mit Trüffeln und schwarzem Pfeffer besonders spannend fanden.
Die Lieferung erfolgt direkt vom Hersteller und so kam natürlich das leidige Thema der Mindestbestellmengen auf. Eine Erstbestückung ist immer schnell zusammen, aber wenn man dann nur wenige Teile nachbestellen möchte, scheitert dies oft an der Mindestbestellmenge. Nicht bei The Vegan Cow. Weil man ja Nachhaltigkeit unterstützen möchte, beträgt die Mindestbestellmenge gerade mal 50 Euro. Die sind zwar auch noch nicht mit einem 6er-Karton Haferjoghurt erreicht, aber quer durch das Sortiment ist es eine überschaubare Bestellmenge. Darauf ließen wir uns ein und dann kam die Ware auch nach ein paar Tagen.
Per Paketdienst in einem Karton, der mit silbern beschichteten Luftpolstermatten ausgekleidet und zusätzlich noch mit Kühlpacks ausgestattet war. Auf letzteren ist der Hinweis zu finden, dass man sie über den Hausmüll entsorgen kann. Ob das gesamte Verpackungsmaterial entsorgt oder wiederverwendet werden soll, habe ich bislang noch nicht herausgefunden. Wir haben das Material nun vorsichtshalber mal aufbewahrt. Wenn wir mit jeder kleinen Lieferung (für die Nachhaltigkeit) so viel Verpackungsmüll entsorgen müssen, löst sich zumindest das Argument mit der Nachhaltigkeit ganz schnell in Rauch auf.

Die Lieferung erfolgt direkt vom Hersteller und so kam natürlich das leidige Thema der Mindestbestellmengen auf. Eine Erstbestückung ist immer schnell zusammen, aber wenn man dann nur wenige Teile nachbestellen möchte, scheitert dies oft an der Mindestbestellmenge. Nicht bei The Vegan Cow. Weil man ja Nachhaltigkeit unterstützen möchte, beträgt die Mindestbestellmenge gerade mal 50 Euro. Die sind zwar auch noch nicht mit einem 6er-Karton Haferjoghurt erreicht, aber quer durch das Sortiment ist es eine überschaubare Bestellmenge. Darauf ließen wir uns ein und dann kam die Ware auch nach ein paar Tagen.
Per Paketdienst in einem Karton, der mit silbern beschichteten Luftpolstermatten ausgekleidet und zusätzlich noch mit Kühlpacks ausgestattet war. Auf letzteren ist der Hinweis zu finden, dass man sie über den Hausmüll entsorgen kann. Ob das gesamte Verpackungsmaterial entsorgt oder wiederverwendet werden soll, habe ich bislang noch nicht herausgefunden. Wir haben das Material nun vorsichtshalber mal aufbewahrt. Wenn wir mit jeder kleinen Lieferung (für die Nachhaltigkeit) so viel Verpackungsmüll entsorgen müssen, löst sich zumindest das Argument mit der Nachhaltigkeit ganz schnell in Rauch auf.

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Der Dingsbums on :
Das Bumsdings on :
Versendet Björn kühlpflichtige Produkte, die er darin einpacken kann?
Nachhaltig wird das Zeugs wirklich nur bei einer Wiederverwendung, die gleichzeitig den Einsatz von neuen Materialien einschränkt.
Wenn es diese Anwendung nicht gibt, kann er die Kühlakkus und Folien vielleicht noch als Service seinen Kunden für ihre TK-Einkäufe anvertrauen, das ist dann aber auch nicht unbedingt nachhaltig.
Gerhard on :
Sollten die Produkte so gut laufen (und dennoch immer noch nur direkt bezogen werden können), dass sich mit der Zeit tatsächlich Mengen an Kühlmitteln ansammeln, kann Björn sie problemlos gebündelt an Interessierte abgeben/veräußern. Ist ja nicht so, dass es keine kleineren und ggf. sogar lokalen Versender kühlpflichtiger Produkte (was auch Kleintiere, Laborgüter, Pharmazeutika & Co sein können) gäbe ...
Die konkreten Kühlpads sind im Übrigen zu einem großen Anteil aus Zuckerrohrabfällen hergestellt und allein deshalb nicht für die gelbe Tonne geeignet.
Grüne Fee on :
Solche Pakete gehen ja nicht nur an Björn, sondern auch an andere Geschäfte - und so kommt am Ende eine große Menge dieses Verpackungsmaterials zusammen. Und da hat der Vorschreiber Bumsdings recht: nur wenn jemand diese Kühlpacks und die Folien statt anderer neu angeschaffter Kühl- und Isoliermittel nutzt, ist das eine nachhaltige Verwendung. Wer zum Beispiel bisher seinen Einkauf ungekühlt nach Hause brachte, jetzt aber aufgrund des Angebotes einer Weiterverwendung so eine Kiste mit Kühlakkus nimmt, sorgt eher für eine Belastung der Umwelt.
Und dieses "grüne Polyethylen" ist leider auch keine Verbesserung. Wie Vorschreiber Gerhard exakt sagt, sind solche Folien nicht recyclingfähig. Statt die komplette "graue" Folie in den Recyclingkreislauf zu geben, landet jetzt 50% graue mit 50% grüner Folie auf der Deponie oder der Verbrennung.
Nicht alles, was sich als grün und nachhaltig bezeichnet, ist es am Ende auch, das Thema ist sehr vielschichtig.
Für diese Art von Firmen sehe ich aktuell allerdings auch keine Alternative zum Versenden. Außer: wir Verbraucher nutzen solche Waren verstärkt, so dass sich recht bald die Belieferung über die Zentrallager der Handelsketten lohnt.
Nachhaltigkeit ist eben etwas, das wir weder von Firmen noch der Politik auf dem Silbertablett serviert bekommen. Da müssen wir selbst uns informieren und Entscheidungen treffen! Zumindest, wenn unser Terminplan das zulässt...
Gerhard on :
Sehr richtig, aber dadurch gerade nicht von der im Handel tagtäglichen Masse an Verpackungsmüll und einschließlich Verpackung entsorgten Lebensmitteln ablenken. Hinzu kommen völlig vermeidbare Dinge wie Einwegaufsteller, aufwändige Umverpackungen, Aktions-Werbematerialien etc. Alles Dinge, die gegenüber einer Isoausstattung von kühlpflichtigen Paketinhalten problemlos aus der Welt geschafft werden können.
"Solche Pakete gehen ja nicht nur an Björn, sondern auch an andere Geschäfte - und so kommt am Ende eine große Menge dieses Verpackungsmaterials zusammen."
Konkret sind Bagatellabnehmer wie Björn gerade bei der Direktbelieferung umweltlastig unterwegs, da für Kleinstmengen überproportionaler Transport- und Verpackungsaufwand entsteht. Schade, dass der Hersteller solchen Kleinkram überhaupt ausliefert, um den Fuß in die Tür zu bekommen (ja, schon klar, dass die Verluste Marketinginvestition sind).
"Wer zum Beispiel bisher seinen Einkauf ungekühlt nach Hause brachte, jetzt aber aufgrund des Angebotes einer Weiterverwendung so eine Kiste mit Kühlakkus nimmt, sorgt eher für eine Belastung der Umwelt."
Das kommt darauf an. Wenn sich die Lebensmittel dadurch länger "halten" (und weniger entsorgt werden) und/oder der Kunde von der E-Kühlbox in der Blechdroschke auf fußläufig eingesetzte Kühltaschen mit solchen Pads umsteigt, kann das schon anders aussehen.
"Und dieses "grüne Polyethylen" ist leider auch keine Verbesserung. Wie Vorschreiber Gerhard exakt sagt, sind solche Folien nicht recyclingfähig. Statt die komplette "graue" Folie in den Recyclingkreislauf zu geben, landet jetzt 50% graue mit 50% grüner Folie auf der Deponie oder der Verbrennung."
Auch das ist leider korrekt. Im vorliegenden Fall, wo der Großteil der Nutzer die enthaltene Masse vor der Entsorgung ohnehin nicht separat entsorgen wird, ist das Recycling nach heutiger Denkweise sowieso absolet.
Gerhard on :
John Doe sein Vadder on :
Oder landet da Plastik etwa mit dem Biomüll in der großen Restmülltonne?
John Doe on :
Ich kann ganz stolz berichten dass ich und meine Kommilitonen ganz sicher keine Lebensmittel in den Restmüll werfen.
Als künftige Elite werfen wir sie natürlich in die Biotonne - mit Verpackung selbstverständlich!
Ulf on :
Nicht ohne Grund finden sich in handelsüblicher "Erde", Kräuter-/Pflanzentöpfen im Handel usw. teils mehr Plastik und Alu als Erde. Da kommt es dem Handel gerade recht, dass der Abschnitt über dem Topf meist durch undurchsichtig bedruckte Folie o.ä. verdeckt wird.
John Doe on :
Rudolph on :
Die "Vegane Kuh" scheitert an der Physik bzw. der Realität (Wärmezufuhr)?
Das kann doch gar nicht sein. Irgendwie muss sich doch die Realität verbiegen lassen.
Braunbär Bruno on :
Ist das ein spezieller Paketdienst?
Klabund on :
Sandra on :
Klabund on :
Kunde on :
Oder als (handgemachtes Einzelstück) meistbietend versteigern.
Sandra on :
Spaß on :
Juhn Due on :
Da bei uns kein klassischer Supermarkt liefert, mussten wir uns mit so einem Online-Supermarkt behelfen.
Was da an Müll anfiel, oh gott. 80 l Ware 60 l Verpackungsmüll