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Just my three cents!

Ende August bekam ich noch eine Gutschrift, die an den seit nun inzwischen über zwei Jahren geschlossenen Markt in der Münchener Straße adressiert war. Ich hatte noch 3 Cent zu bekommen. Wow. :-)

Theoretisch hätte ich die Sache einfach laufen lassen können. Das Problem ist, dass das Konto inzwischen nicht mehr existiert. Also rief ich in der Abteilung Filialbuchhaltung an und teilte mit, dass das zum Markt gehörende Bankkonto inzwischen aufgelöst wurde und dieser opulente Posten einfach ignoriert werden dürfe.

Hah! So einfach ist das mal nicht.

Die Zahlung wurde nämlich bereits angewiesen, Ordnung muss schließlich sein, und wenn das Konto nicht mehr existiert, wird der Vorgang wieder bei einem Sachbearbeiter auftauchen. Da ihn also sowieso jemand manuell bearbeiten muss, haben wir das Konto vom Markt in der Gastfeldstraße angegeben.

Stilblüten der Bürokratie. Aber es geht um Geld und da das Finanzamt noch weniger Spaß versteht als der durchschnittliche Deutsche fallen auch drei Cent nicht mal eben in die Kaffeekasse.

Zahlungsavis

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Comments

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Neandertaler on :

Ist das eine Erfahrung von dir oder betest du da einfach nur das nach, was alle sagen: dass das Finanzamt so penibel ist?

Meiner Erfahrung nach sind sie das eben nicht.

Nebenbei geht mir auch diese ständige deutsche Selbstkasteiung, man habe ja keinen Humor, auf den Geist. Ich z.B. habe Humor. Meine Freunde und Freundinnen auch.

O.K., wer "lustige Strichcodes" sammelt, der hat da vielleicht eine andere Sichtweise.

Nicht der Andere on :

Wenn das rauskäme, daß ein amtlicher Sachbearbeiter eine gescheiterte Auszahlung nicht unter Aufbietung aller amtlich zur Verüfung stehenden Mittel nachverfolgt hätte, sondern sonstwohin umgebucht hätte! Geradezu nachrangig, ob's um 3 Cent oder um 3 Millionen ginge.

J D on :

Bei den Banken genauso: Die würden dir sogar 0,1 Cent überweisen, wenn das möglich wäre, egal wie viel Aufwand das ist.

Von 0 € Rechnungen gar nicht erst anzufangen... Nur Mahnungen zu 0 € Rechnungen habe ich in der Tat noch nicht gesehen :-)

Jan on :

Wohl auch nur, weil auch 0-Euro-Überweisungen bei keiner Bank möglich sind.
Sonst würde solch eine erwartet werden.

Bänker on :

Bedurfte die Änderung der Bankverbindung der Schriftform oder ging es womöglich telefonisch?

Raoul on :

Kenne ich zu gut. Eine zeitlang musste ich mich jeden Sommer für vier Wochen arbeitslos melden. Irgendwann hat eine Sachbearbeiterin mal einen Tag falsch eingetragen, er wurde vor Ort korrigiert, aber die Korrektur wurde nicht ordnungsgemäß weitergeleitet, anerkannt oder wasauchimmer. Somit bezahlte man mir einen Tag zuviel aus. Das hatte 6 Schreiben des Amtes zur Folge als es auffief, in deren Verlauf ich irgendwann entnervt den zweistelligen Eurobetrag in Geldscheinen mit einem Antwortbrief an’s Amt schickte.

Dann war lange Zeit Ruhe. Irgendwann kam ein sehr freundlicher Brief mit der Bitte, doch mal vorbeizukommen, man müsse da etwas klären. Das tat ich und nach kurzer Klärung, worum es geht, kam nur noch, fast schon flehend: „Ja, das war wohl ein Fehler von uns, aber Sie dürfen uns bitte NIEMALS Geld schicken. Das geht einfach nicht.“ Gegen Unterschrift bekam ich meine Scheine (es schienen original die selben zu sein, die sie aus meinem damaligen Original-Umschlag in ihrer Schublade holte) wieder zurück. Wie man dem Fehlbetrag anschließend begegnet ist: Keine Ahnung. Ich habe von der Sache nie wieder etwas gehört, obwohl mir tatsächlich ein Tag zuviel ausbezahlt wurde.

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