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Ihr Name war..?

Anruferin: "Und Ihr Name war..?""

Ich: "Harste. Heinrich. Anton. Richard. Samuel. Theodor. Emiel."

Ehrlich? Es kitzelte in den Fingern, ihr zu sagen, dass ich immer noch so heiße. Aber ich glaube, das hätte sie gar nicht verstanden…

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Kommentare

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buntklicker.de am :

Oh Mann. Das lernt man doch in jedem Telefontraining, daß man das nicht macht. Anfängerfehler. :-)

buntklicker.de am :

Ach, und noch ein Lob für "Samuel". Es ist erschreckend, wie viele Leute noch die Naziwörter "Siegfried" und "Zeppelin" verwenden anstelle von "Samuel" und "Zacharias".

eigentlichtyler am :

Also mal ganz abgesehen davon, dass Wörter zu "Naziwörtern" werden, nur weil die Nazis sie benutzt haben:
In Österreich gehört "Siegfried" auch heute zur offiziellen Buchstabiertafel.

buntklicker.de am :

"Siegfried" und "Zepellin" wurden während der Nazizeit in die Buchstabiertafel eingefügt, um die "jüdischen" Namen Samuel und Zacharias zu ersetzen. Die Wörter an sich können dafür natürlich nichts. Daß die "Entnazifizierung" der österreichischen Buchstabiertafel bisher nicht stattgefunden hat, ist eher traurig, vor allem weil gegen den "Siegfried" als Buchstabierwort spricht, daß es mit "Freidrich" ein weiteres Wort mit der selben Silbenzahl, denselben Vokalen und demselben Betonungsmuster gibt.

Raoul am :

"ist eher traurig, vor allem weil gegen den "Siegfried" als Buchstabierwort spricht, daß es mit "Freidrich" ein weiteres Wort mit der selben Silbenzahl, denselben Vokalen und demselben Betonungsmuster gibt."

Das ist wirklich wahnsinnig traurig. Selten hat mich etwas derart betroffen gemacht. Das letzte Mal so kreuzunglücklich war ich, als ich realisieren musste, daß man mit dem Wort "umfahren" allein durch eine Betonungsverschiebung auf die erste Silbe eine fürchterliche Bluttat anrichten kann.

eigentlichtyler am :

Mir war die Herkunft schon bekannt.
Aber ich halte die Diskussion sowohl für überflüssig als auch für inkonsequent.
Schließlich wurden auch in der deutschen Buchstabiertafel nicht alle Änderungen von 1934 rückgängig gemacht.
Aus "David" wurde damals "Dora" und ist es geblieben, aus "Nathan" "Nordpol".

Grundsätzlich: Ich finde es halt wichtig die richtigen Prioritäten zu setzen.
Klar: Du kannst "Siegfried" und "Zeppelin" als Naziwörter brandmarken und die Benutzung von "Samuel" abfeiern.
Die Frage ist nur: Geht es dadurch irgendeinem Juden auf der Welt auch nur ein kleines bisschen besser? Oder gewinnen die Nazis dadurch an Macht, dass man "Siegfried" statt "Samuel" benutzt?
Rennt irgendjemand los und zündet die nächste Synagoge an, wenn das "Z" nicht mit "Zacharias" beschrieben wird?
Letztendlich ist die "Entnazifierung" der Buchstabentafel Augenwischerei und versucht verzweifelt, die Uhr auf die Zeit vor dem Dritten Reich zurückzudrehen.
Die ursprüngliche Tafel enthielt jüdische Namen, weil Juden fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft und die jüdischen Namen bekannt waren.

Es gibt nach 45 nun einmal bedeutend weniger Samuels und Zacharias in Deutschland, aus bekannten Gründen! Das macht man nicht durch Änderungen einer Buchstabentafel rückgängig.

Die Buchstabiertafel soll mithilfe bekannter(!) Begriffe das Buchstabieren vereinfachen und ich halte in diesem Land "Zeppelin" für das bekanntere Wort.
Anstatt diese Tatsache durch die Benutzung von Zacharias zu verschleiern halte ich es für ehrlicher sich dieser traurigen Wahrheit und den Gründen dafür offen zu stellen.

DerBanker am :

Zeppelin? Sicher? Die jüngere Generation dürfte dieses alte Verkehrsmittel doch kaum noch kennen. Das ist schon Dekaden her, seit der letzte hier seine Runden drehte (so'n Werbeding von Fuji oder so).

Ich schlage stattdessen "Zalando" vor.

DerBanker am :

Teufel auch, ich lese davon grad das erste Mal.

Darauf erst mal einen Negerkuss! *geschocktbin*

the other one am :

Ich bin aber auch etwas geschockt.

Wie kannst Du denn bitte das Wort "Kuss" in aller Öffentlichkeit verwenden? Völlig unverantwortlich.

Zu den sogenannten Reichsfilmen gehört, unter anderen, auch "Ein Lied, ein Kuss, ein Mädel" von 1932.

Es ist einfach fürchterlich, wie die ewig Gestrigen immer wieder ihre verdeckte Propaganda präsentieren. Und dann das ganze auch noch mit dem Wort "Neger" kaschieren, um vom eigentlichen Ziel abzulenken. Sehr perfide. Pfui!

Siegfried Zeppelin am :

"Propaganda" ist auch voll Nazi-Vokabular. Da gibt es vom buntficker bestimmt noch Motze.

Rumpel am :

QUOTE:
Daß die "Entnazifizierung" der österreichischen Buchstabiertafel bisher nicht stattgefunden hat, ist eher traurig

Nein es zeigt nur dass es wichtigere Dinge gibt als solchen Schnullikram den so gut wie keine Sau interessiert.

Siegfried Zeppelin am :

Ich bin sehr verärgert, dass Sie meinen Namen hier durch den Dreck ziehen. Ich nenne Sie ja auch nicht einen Fiegenzicker.

DerBanker am :

"Ja, die Vornamen hab ich jetzt, und wie war der Nachname?"

Meier am :

Weil's grad thematisch passt - neulich an meiner Haustür der (recht junge) Paketbote:

Er: "Können Sie bitte Ihren Namen buchstabieren?"
Ich: "Gern: Martha - Emil - Ida - ..."
Er: "Nein, ich brauche nur den Nachnamen!"

(Name geändert aber sinngemäß :-) )

Ulf am :

Ich dachte Harste. Hochintelligenr Anführer Regaleinräumer Supermarktinhaber Topeinnahmen Einkaufsmarkt.

Stephan535 am :

Das ist wie dieses "Das wären dann xy Euro" an der Kasse.
Mein "Wenn?" wird leider nie verstanden :-D

Raoul am :

"Wenn Sie diese Produkte wirklich wollen. Noch haben Sie die Chance, vom Kauf zurückzutreten."

pflaegermeister am :

Meine Güte, entnazifizierung der Buchstabiertafel. Manchen läuft die PC echt aus jeder Körperöffnung.

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