Ein Kunde stand eben am Leergutautomaten und hat die unterschiedlichsten Flaschen und Dosen in das Gerät gesteckt. Ich war zufällig in der Nähe und bekam daher mit, wie er zwischendurch eine Dose, die der Automat nicht annehmen wollte, in den Mülleimer warf.
Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich kontrollieren würde, was er weggeworfen hatte, ließ ich mir mit dem Nachsehen Zeit, bis er am Automaten fertig war und seinen Einkauf fortsetzte. Die Erfahrung der letzten Wochen ist nämlich, dass viele Kunden, denen der Automat aufgrund einer zufällig nicht erkannten Flasche oder Dose meldet, dass eben diese "unbekannt" wäre, dieses Behältnis wegwerfen ohne nachzufragen oder es zumindest noch einmal zu versuchen. Wenn ich sowas mitbekomme weise ich die Kunden grundsätzlich darauf hin, dass der Automat alles, was er annehmen sollte auch anzunehmen hat und dass sie bitte nicht das entsprechende Gebinde vorzeitig entsorgen sollen.
Ich blickte also in den Müllsack und es lag doch tatsächlich eine leere Energydrink-Dose darin. Natürlich mit gültigem dpg-Logo und relativ unverbeult. Nur ging ein leichter Knick mitten durch das Pfandlogo, was die was die maschinelle Annahme zumindest erschwert oder manchmal eben auch, wie in diesem Fall, unmöglich macht. Einmal kurz auf die Seite der Dose gedrückt, ploppte der Knick heraus und der Leergutautomat nahm die Dose ohne zu meckern an.
Der Kunde hat sich jedenfalls gefreut, als ich ihm den zusätzlichen Pfandbon in die Hand gedrückt habe.
Gestern Nachmittag haben wir den Wänden des Raumes, in dem der Leergutautomat steht, den ersten Anstrich verpasst. Weil Gipskartonplatten stark saugend sind und zudem an etlichen Stellen durch de Einbau gespachtelt und dadurch sehr staubig waren, haben wir erstmal die gesamte Fläche großzügig mit Tiefgrund behandelt.
Für sämtliche Bau- und Umbaumaßnahmen bleibt seit einigen Monaten ja (leider) nur noch der Sonntag, sofern man keine Kunden durch die Arbeiten stören möchte. Ein kleiner Wermutstropfen der 24-Stunden-Öffnung...
Hier noch ein letzer Blick auf die "nackte" Wandfläche:
In Findorff steht bislang kein Leergutautomat und folglich nehmen wir dort noch Leergut von Hand an. Aufgetaucht ist dabei eine Dose des Softdrinks Fruko (gehört zur PepsiCo).
Ich muss bei der Verpackung unweigerlich an Waschmittel denken. Das blau/weiß/grüne Muster mit den Luftblasen würde genauso gut in das Waschmittelregal passen.
Vorhin ist der Leergutautomat verreckt. Der komplette Flascheneinzug spielt verrückt und so nehmen wir seit ein paar Stunden Leergut wieder von Hand an.
Es hat mir irgendwie in den letzten Wochen so ganz und gar nicht gefehlt, in die stinkenden Tüten fassen zu müssen...
Lieber Leergutautomat. Warum schreibst du, dass der Weg für die Einwegflaschen blockiert ist und lässt dich nicht einmal davon überzeugen, dass es nicht so ist, in dem ich den Schacht ausfege? Was soll ich noch machen? Feucht wischen und polieren?
Es wirkt so, als wenn die Lichtschranke ihren Dienst quittiert hätte. Aber auch nach knapp achtzehntausend Flaschen sollte das kein Teil sein, dass dem Verschleiß unterliegt.
Heute ist der Leergutautomat schon den ganzen Tag ausser Betrieb, da seit heute Morgen ein Techniker daran am arbeiten ist.
Eine Kundin meinte es eben besonders gut und hat, bevor sie geklingelt hat, rund zwei Dutzend leere Flaschen aus ihrer Tasche geräumt und auf den Fußboden gestellt. Nicht sehr rückenfreundlich, aber sie meinte es ja nur gut und außerdem hat sie dann ja noch netterweise mitgeholfen und mir einen großen Teil der Flaschen angereicht.
Warum hat sie mir nicht einfach die Tasche gegeben?
Die den Kunden zugewandte Seite ist schon fast fertig. Nun muß die Wand nur noch verspachtelt und schließlich gestrichen werden. (Gestrichen wird natürlich der komplette Raum und auch der Fußboden.)
Das Teilstück, in dem der Leergutautomat steckt, werden wir übrigens dunkelrot streichen, damit das Gerät optisch etwas näher am Verkaufsraum ist. Für die restlichen Wände gibt es noch keine Pläne. Da werden wir in den nächsten mal mit einer Farbtabelle experimentieren.
Einer der Handwerker hat eben scherzeshalber eingeworfen, die entstandene Fläche doch als Café zu nutzen. Eine geniale Idee. In der Vergangenheit hatten wir im Laden immer einen Tisch stehen, auf dem wir Kaffee aus Fairem Handel verkostet haben. Ich glaube, diese neu geschaffene und schwer nutzbare Fläche müsste ideal dafür geeignet sein, diese Tradition fortzusetzen.
Wie ich gestern Abend schon schrieb, möchte der Leergutautomat derzeit nicht so, wie ich es gerne hätte. Folglich müssen wir momentan den Kunden das Leergut wieder von Hand abnehmen.
Während eine Kollegin dabei war, seine Flaschen einzusortieren, begann der Kunde zu fluchen: "Überall schaffen sie die Dinger wieder ab, weil sie nicht funktionieren und ihr legt euch so einen Scheißautomaten zu."
Seit einer knapp Woche steht der Unicycle nun hier und viele Kunden standen inzwischen genervt und verzweifelt davor. Ich gestehe ja ein, dass eine gewisse Startphase nötig ist, in der man Fehler und Probleme (vor allem mit nicht (richtg) erfassbaren Gebinden) aufdeckt, aber viele Kunden sind auf dem besten Weg dorthin, dem Automaten gleich mit der Hasskappe auf dem Kopf zu begegnen.
Ich glaube, diesen Tag streiche ich aus dem Kalender.
Eben gerade ist der Leergutautomat komplett ausgefallen. Neu kalibirieren hat nicht geholfen, ein kompletter Neustart des Systems ebenfalls nicht. Das Ding weigert sich, auch nur eine Flasche einzuziehen. Es wirkt so, als wenn das Förderband für den Flaschentransport festgeklemmt hätte.
Da wird sich morgen früh der Trautwein-Service drum kümmern dürfen. Johnny darf also heute Nacht händisch das Leergut annehmen und die kritischen Kunden dürfen sich auch freuen, dass sie Recht haben: "Die Scheißdinger funktionieren ja nie."
Zwei Heranwachsende haben etwas Kummer, weil der Leergutautomat von ihren zwei Dutzend Red-Bull-Dosen bei einigen herumgemeckert hat, dass sie "unbekannt" seien. Die Dosen waren recht nass, weil sie in der Pfütze am Boden der Tüte lagen und dazu relativ verbeult. Beides Faktoren, die die automatische Annahme erschweren bis unmöglich machen.
"Scheißteil!" fluchten die beiden und wirkten dabei recht aggressiv und unsympathisch. Meine Antwort lautete kurzerhand: "Dann steckt die Dosen doch lieber zukünftig ist das 'Scheißteil' bei Penny."
"Die ist doch bestimmt was für's Blog, oder?" fragte mich Kollege Johnny vor ein paar Tagen ganz stolz, als er mit dieser Warsteiner-Flasche aus Schokolade hier ankam.
Sogar der Kronkorken (aus weißer Schokolade) ist essbar, einzig die beiden Etiketten sind echt und folglich nicht zum Verzehr geeignet.
Warum hat Johnny nur so finster geguckt, als ich vorschlug, mal auszuprobieren, ob der Leergutautomat sie annimmt und auf den Flaschentisch stellt oder sie gleich durch den Cruncher drückt?
Aufgrund der vielen Anfragen nach dem, was denn der Leergutautomat von Einwegflaschen und -Dosen übrig lässt, hier mal ein Blick in die Cruncherbox, dem Auffangbehälter unter dem Kompaktor (Cruncher, Schredder).
Die Gebinde werden zuerst flachgedrückt und dann in einem Messerwerk perforiert. Das Ergebnis sieht in etwa so aus, wie das Polstermaterial, das mein Kartonschredder produziert. Die ursprüngliche Form der Flaschen und Dosen ist nicht wieder herstellbar und die Pfandlogos werden zerhackt. Dadurch sind die Gebinde offiziell entwertet und nur noch Sekundärrohstoffe, die hier abgeholt werden. Den Pfandwert, den der Automat ermittelt hat, bekomme ich direkt auf mein Konto. Das hat für mich einen entscheidenden Vorteil: Alles, was der Automat annimmt, was den Kunden ausgezahlt wird, bekomme ich vollständig wieder. In den Zählzentren, zu denen ich in der Vergangenheit die Flaschen und Dosen geschickt habe, sind im Laufe der Zeit hunderte Gebinde nicht gutgeschrieben worden. Aus welchen Gründen auch immer. Angefangen bei versehentlich falsch einsortieren Flaschen bis hin zu schwer lesbaren (z.B. durch Verschmutzung) Pfandlogos...
Der Leergutautomat wiegt das anzunehmende Leergut übrigens auch. Bei einer Einwegflasche weiß er zum Beispiel, dass die leere Flasche zwar nur 30 Gramm wiegt, würde sie aber im Rahmen einer einstellbaren Toleranz (z.B. bis 150 Gramm) dennoch annehmen. Einfach darum, weil immer wieder Reste in den Flaschen sind, aber auch, um zu verhindern, dass Flaschen, in denen sich noch zu viel Inhalt befindet, geschreddert werden und die Maschinerie und den Auffangbehälter fluten.
Mit meiner neuen Einwegflasche Mineralwasser ging ich eben am Automaten vorbei und hatte aus irgendeinem Grund plötzlich den Gedanken, doch mal auszuprobieren, ob er diese Flasche auch tatsächlich ablehnt.
Gesagt, getan.
Und was passiert? Der Automat drückt meine volle Wasserflasche durch den Schredder. Argh.
Das werde ich morgen nachher mal der Trautwein-Hotline melden, damit das geändert wird.
Leergut im Wert etwas über 400 Euro hat der Automat heute angenommen. Ein (großer) Teil davon zwar unter Beobachtung von meinen Mitarbeitern und mir, aber dennoch wurde der Automat von den meisten Kunden selber bedient und bestückt.
Es gibt zwar noch ein paar Kisten, die nicht, bzw. nicht richtig erkannt werden und um die ich mich am Montag kümmern werde, aber im Großen und Ganzen hat der Leergutautomat seine Feuertaufe mit Bravur bestanden.