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Fremder Leergutautomat

Gestern Nachmittag nochmal wieder in anderen Supermärkten nach Ideen für die eigene Renovierung gesucht. Dabei ist mir in einem kleinen Einkaufszentrum vor dem dortigen Verbrauchermarkt stand eine relativ lange Schlange vor dem t*mra-Leergutautomaten, ein Mitarbeiter flitzte mit hochrotem Kopf panisch hin und her, fummelte irgendwie im Gerät herum, das nur unmotiviert vor sich hin ratterte, und schaltete es schließlich ganz aus.

Ich hatte in dem Moment vor allem mit den wartenden Kunden Mitleid. In solchen Fällen sollte man eigentlich mal eben schnell die Schlange händisch abarbeiten und sich später um die Maschine kümmern. Machen wir hier ja normalerweise auch so.

Drei schräge Vögel

Drei Heranwachsende kamen herein. Mitten im Laden begonnen sie plötzlich, auf eine komische Art und Weise herumzubalgen. Plötzlich wurde einer der drei von einem seiner Begleiter recht rüde festgehalten und mit auf dem Rücken fixierten Armen nach hinten Richtung Leergutautomat gezerrt. Dort klopften sie wie irre gegen die geschlossene Lagertür.

Ich hatte die ganze Szene schon aus einiger Entfernung beobachtet und kam in dem Moment dazu. "Alles okay?", erkundigte ich mich. "Hier!", sprach derjenige, der sich am Ringelpietz nicht beteiligt hatte. "Der hat geklaut. Das ist ein Ladendieb. Den müssen Sie anzeigen."

[Häh?!? Die sind doch gerade erst reingekommen...]

Noch bevor ich etwas sagen konnte, fingen alle drei an zu lachen, gingen in den Laden und suchten sich einige Waren zusammen, die sie schließlich auch bezahlten. Nicht, ohne sich währenddessen nochmal mit Drohgebärden und einer erneuten Rangelei gegenseitig einzuschüchtern. Was davon nun Ernst oder Spaß war oder welche lustigen bunten Pillchen sich das Trio zuvor eingeworfen hatte, kann ich leider nicht sagen.

Aber: Würden wir das überhaupt wissen wollen? :-O

Muss irgendwie gehen!

Nein, liebe Kunden, für eine pfandfreie Flasche wird ein Leergutautomat auch dann kein Pfand auszahlen, wenn man die Flasche nach mehreren Versuchen schließlich mit Gewalt in das Gerät feuert.

Aber wem erzählt man das... :-|

Hakt irgendwie

"Euer Leergutautomat hakt irgendwie."

Nachdem ich mir angeguckt hatte, warum:

"Wenn mir einer halbvolle Oe**inger-Flaschen in den Hals stecken würde, würde ich vermutlich auch haken."

Altbier

Altbier kann ja sehr lecker sein. Aber nur, wenn es frisch vom Fass oder aus der Flasche kommt.

In Form einer stinkenden Pfütze am Grunde einer Tüte voller Leergut ist es schlichtweg zum k****n.

Sowas passiert mir natürlich just in dem Moment, in dem der Leergutautomat aufgrund eines notwendigen Neustarts mal nicht einsatzbereit ist.

Geforderter Leergutautomat

Die tausende Dosen aus dem letzten Blogeintrag sind für einen Automaten doch nichts im Vergleich zu diesem Sammelsurium, das sich innerhalb weniger Woche in meinem Automaten angesammelt hat.

Gut, dass da mal die Deckel von den Flaschen und Gläsern abfallen und in der Maschinerie landen, ist relativ normal – interessanter ist die Frage, warum Leute dort leere Miniaturflaschen, Kugelschreiber, Taschentücher, Kassenbons und ein Apfelkerngehäuse hineinwerfen... :-O


Sechzehn Stunden unbeachtet

Gestern Abend gegen 23:30 Uhr wollte ein Kunde eine Getränkekiste abgeben, die wir nicht führen (und auch nicht über unseren Großhändler wieder loswerden können) und dessen Annahme der Leergutautomat folglich verweigerte.

Die Kiste ließ der Kunde einfach im Laden stehen. Zwar in einem der Hauptgänge, aber nicht in einem, den wir Mitarbeiter häufig benutzen. Und so stand die Kiste mitsamt Flaschen dort bis eben herum. Kaum zu glauben, dass die niemandem aufgefallen ist und dass auch kein anderer Kunde in der Zeit noch einmal versucht hat, die zu Geld zu machen.

1505736 Flaschen und Dosen

Die langersehnte 1,5-Millionen-Grenze hat der Leergutautomat übrigens gerade geknackt. Den genauen Zeitpunkt habe ich leider versäumt, aber ich kann ja nicht alle paar Stunden nachgucken, wo der Zähler gerade steht.

Die Summe setzt sich aus Mehrwegflaschen aller Art, PET-Einwegflaschen und Getränkedosen zusammen. 1,5 Millionen in zwei Jahren. Das sind etwa 750.000 pro Jahr, weit über 60.000 im Monat und damit über 2.000 Einzelgebinde pro Tag. Täglich, wohlgemerkt. Das ist schon eine ziemlich beachtliche Leistung und sicherlich auch für den Hersteller nicht uninteressant und so gesehen "darf" er eigentlich zwischendurch auch mal ausfallen. Auch wenn's natürlich jedes Mal lästig für uns hier im Laden ist.


Die arme Maschine

So ein Leergutautomat kann einem schon Leid tun: Was dort alles versucht wird, um ein paar Cent zu ergattern: Es werden nasse oder noch halb gefüllte (aber nicht verschlossene) Flaschen eingelegt. Dass an den Flaschen teilweise noch zentimeterdicke Schichten an Schmutz kleben, ist manchen Leuten anscheinend vollkommen egal. Vielleicht merken sie es auch einfach nicht. Genauso, wie manche nicht merken, wenn Flaschen stark beschädigt sind. Böden, oder Köpfe fehlen oder Glasflaschen sogar Brüche aufweisen oder aus mehreren Teilen bestehen. Erstmal rein in die Maschine, hauptsache, man hat die Chance, acht Cent zu ergattern.

Und wenn der Automat dann streikt, weil er durch Scherben und Schmutz blockiert, jaaaa, dann ist er wieder das altbekannte "Scheißding". In solchen Momenten möchte man ja manchmal...

Exotisches Leergut (119)

Eine Glasflasche aus Venezuela, deren Annahme mein Leergutautomat zu Recht verweigert hat. Ich habe keine Idee, was sich in der Flasche mal befunden haben könnte. Der Alkoholgehalt ist interessant: "52 Grad GL" – das ist schon ordentlich viel.

Ganz subjektiv bleibt mir deshalb nur zu sagen, dass ich das Etikett sehr hübsch finde. ;-)


Wer lesen kann...

Wenn der Leergutautomat ausfällt ist das zwar für die Beteiligten nicht angenehm, aber wenigstens entstehen so immer wieder bloggenswerte Dinge.

Zwei Männer standen vor dem Automaten. Der erste hatte eine Tüte mit gemischtem Leergut. Die Mehrwegflaschen legte er in den Automaten, die Einwegflaschen nicht. So war es auch richtig, denn derzeit ist ja die Annahme von Einwegflaschen nicht möglich. Der hinter ihm wartende Kunde tönte herum, dass das ja schließlich auch nicht so schwierig wäre, denn schließlich würde auf dem Zettel genau draufstehen, was der Automat derzeit annimmt und was nicht.

Als er schließlich an der Reihe war, wandte er sich mit seiner Tüte voller Mehrwegbierflaschen direkt an eine Kollegin. Sie erklärte, dass er die gerne in den Leergutautomaen strecken dürfe.

Seine Reaktion: "Aber da steht doch dran...?"

Hihi. :-)

Verlaufen

"Wo ist denn euer Leergutautomat?", wollte der Kunde wissen. Keine weiter ungewöhnliche Frage – wenn er sie nicht direkt an meiner Bürotür gestellt hätte.

Wer die Räumlichkeiten hier kennt, wird mir zustimmen, dass die Leergutannahme einfacher zu finden ist. :-)

Nichts zu sagen

Es ist kaum zu glauben, aber momentan passiert hier im Laden im Grunde nichts, was erzählenswert wäre.

Selbst die Nacht dümpelt nur so vor sich hin. Friedliche Kunden, ein funktionierender Leergutautomat, freundliche Lieferanten.

Spannendstes Ereignis der vergangenen letzten Stunden: Ich habe die Filter meiner beiden Büro-Klimaanlagen gereinigt. Darauf zur Beruhigung erstmal einen Cognac. ;-)

Der Atem des Todes

Jan hat eine Frage zu den Pfandautomaten:
Ich war zwar selber noch nicht bei dir, aber ich vermute, dass auch dein Automat (wie eben mal wieder bei einer großen Rot-Weißen Kette erlebt) nicht gut riecht.

Grade im Sommer gären und schimmeln die Reste in den Flaschen ja ziemlich schnell, und ich erlebe es oft, dass einem richtige "Wolken" des typischen unangenehmen Geruchs aus dem Automaten entgegenströmen.

Dazu ist mir aber eine recht einfache Lösung eingefallen:

Die Automaten selbst stehen ja meistens im Lager oder sogar in eigenen kleinen Räumen. Da wäre es doch einfach möglich eine Entlüftung (wie sie viele Leute zum Beispiel in kleinen Badezimmern haben, ein Wanddurchbruch mit eingelassenem Gebläse) in diesen Raum zu bauen, so dass die Luft nicht mehr aus dem Automaten strömt, sondern durch den geringen Unterdruck nur noch ins Lager gesaugt wird.
Denkst du dass das machbar wäre oder übersehe ich etwas? Das einzige was mit als Gegenargument einfällt wäre dass grade der bewegliche Teil hinter dem "Frontend" schneller einstaubt.
Die Idee mit dem Unterdruck ist nicht schlecht. Ginge wahrscheinlich in einem kleinen Raum, in dem nur der Leergutautomat steht, leichter umzusetzen, als wenn man, wie bei mir hier zum Beispiel, das komplette Lager mit all seinen Türen und sonstigen Öffnungen permanent be-, bzw. entlüften wollte.

Zum Geruch: Der vergorene Matsch im Container, in dem wir die geschredderten gecrunchten Einweggebinde sammeln, stinkt mitunter tatsächlich ekelig. Aber da hält man normalerweise seine Nase auch nicht direkt rein.

Wie weit mein Automat aber aus der Kundenseite ausdünstet, kann ich überhaupt nicht sagen. Ich zumindest gewöhne mich immer relativ schnell an Gerüche aller Art und empfinde meinen Automaten nicht als Verursacher des "Atem des Todes".
Aber wie so oft ist das "Problem" häufig vor der Maschine: Manche Flaschensammler und/oder die von ihnen mitgebrachten Sammlungen stinken nämlich dermaßen, dass sogar ich mitunter die Luft anhalte, wenn ich am Automaten vorbeigehe...