Skip to content

Lichtstarke Außenkamera

Unsere neue Kamera ist übrigens erstaunlich lichtstark. Durch mein Bürofenster wirkte es draußen relativ dunkel, der Bildschirm der Videoanlage suggerierte dagegen schwaches Tageslicht wie an einem wolkenverhangenen Tag. Tatsächlich war es draußen so dunkel, dass ich beim Fahrradfahren auf jeden Fall das Licht eingeschaltet und wohl auch schon eine Warnweste übergezogen hätte.

Finde ich aber gut, so sieht man mehr. :-)


Brand-gefährlich

E-Mail einer Firma, die ihr Produkt vorstellen möchte.

1.: "[… ] bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX vorzustellen."

2.: "[…] ist die erste Brand in Europa, […]"

Eigentlich war ich bei Punkt eins schon raus. Aber warum man in einem deutschen Satz nicht "Marke" schreiben kann, sondern krampfhaft englischsprachige Begriffe da reinfrickeln muss, ist mir unbegreiflich. Klingt das besser oder wichtiger? Nein, es klingt bescheuerter, so ist das!

E-Mail ans Tierheim Bremen

Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes vom Tierheim, aber wenn man schon mal dabei ist, eine E-Mail zu schreiben und man gerade im Aufräumwahn die alten Picas-Artikel teilweise in der Hand, auf jeden Fall aber im Kopf hat, kann man ja mal vorsichtig fragen:

[…]
Können Sie auch Artikel wie Leinen, Halsbänder etc. gebrauchen?
Wir haben noch DUTZENDFACH Material aus einem vor vielen Jahren geschlossenen Zoogeschäft eingelagert. Durchgängig Markenartikel (Trixie, Karlie, Red Dingo etc.) und alles Neuware in unterschiedlichen Ausführungen und Größen.
Ich muss dafür kein Geld bekommen, aber zum Vernichten sind die Sachen einfach viel zu schade. Wenn der Tierschutzverein etwas damit anfangen kann, wäre es doch perfekt. Mal gucken, was sie antworten …

Abgelaufene Lemonaid-Dosen

Die Bio- und Fairtrade-Limos von Lemonaid laufen bei uns richtig gut. "Richtig gut" heißt jetzt nicht, dass wir davon zig Kisten am Tag verkaufen, aber für ein relativ spezielles Produkt, das für 1,69 € pro 330ml-Flasche verkauft wird, sind die Absätze bei uns gar nicht so verkehrt.

Der Vertreter hatte vor einer Weile einen Aufsteller mit Lemonaid in Dosen im Angebot. Mit den Dosen wollte man mal einen neuen Weg beschreiten und Getränkedosen laufen ja auch im Allgemeinen (wieder) relativ gut. Also habe ich ihn bestellt und voller Erwartungen hier in die Getränkeabteilung in die unmittelbare Nähe zu den Lemonaid-Flaschen gestellt.

Die Zielgruppe von Lemonaid ist wohl doch eher für Mehrweg-Glasflaschen als für Einweg-Aluminiumdosen zu begeistern und so passierte, was passieren musste – die Dosen laufen nur sehr schleppend. So schlecht, dass die erste der Sorten darauf nun sogar schon mit dem MHD in Konflikt gekommen ist, ein ganzer Korb voll mit im März bereits abgelaufenen Dosen in der Sorte Orange steht nur hier im Lager. Verkaufen mögen wir sie nicht mehr, also werden wir sie uns wohl nach und nach selber einverleiben.

Die anderen Sorten laufen erst im September ab, da können wir sie also noch entspannt etwas Staub ansetzen lassen. Schuster, bleib bei deinen Leisten und Lemonaid, bleib bei deinen Flaschen. Aber man lernt ja. :-)


Finale Picas-Resteverwertung

Wir haben nun endlich das Projekt gestartet, die Halle auszuräumen, um die Immobilie anders als nur als Zwischenlager für den Trödeltrupp zu nutzen. Trotz dieser Prämisse habe ich damit keine Eile, aber nach und nach werden wir nun alles durcharbeiten. Mit der Auswahl zwischen verschrotten, verkaufen und verschenken wird sich für alles eine Verwendung finden.

Ich hatte mir am Feiertag eine Kiste aus dem ehemaligen Onlineshop-Bestand mitgenommen und versuche nun einfach mal, die Sachen unters Volk zu bringen. Unter anderem sind noch diese Ultraschall-Vernebler von Exoterra dabei. 5 Stück, originalverpackte Neuware, der ursprüngliche Verkaufspreis lag mal bei weit über 300 Euro. Online bekommt man die Dinger inzwischen ein gutes Stück günstiger, ich biete sie jetzt bei Ebay für 25 Euro an. Vielleicht finden sich ja Abnehmer dafür. :-)

Mal gucken, ob das noch Stress mit Ebay gibt. Diese Verkäufe haben nach Außen hin ja sicherlich den Anschein von gewerblichem Handel – die Artikel sind aber damals nach dem Ende von Picas Tierfutter offiziell als Privatentnahme verbucht und versteuert worden, stehen mir also zur freien Verwendung zu, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen.


Verlorener Leergutbon mit knapp 7 €

Im Laden lag in einem Gang auf dem Fußboden ein Leergutbon, der mit knapp sieben Euro Pfandwert auch nicht ganz klein war.

Laut aufgedruckter Uhrzeit war er rund 20 Minuten alt. Ich sah trotzdem schnell auf der Videoanlage nach. Mache Kunden lassen sich ja Zeit beim Einkauf oder treffen noch Bekannte und quatschen sich fest, aber in diesem Fall hatte die Kundin schon längt unseren Laden verlassen.

Sie hatte ein paar Kleinigkeiten eingekauft und wohl auch an der Kasse war ihr nicht aufgefallen, dass sie noch den Leergutbon hätte einlösen können. Sie hatte den Verlust offenbar nicht einmal bemerkt, denn sie suchte den Bon augenscheinlich gar nicht erst.

Ich kannte sie nicht als Stammkundin und nachdem sie auch im Laufe des Tages nicht mehr wiederkam, steckte ich den Bon zugunsten der Elis in Afrika in unsere Spendenbox.

Moschee: Nette Nachbarn!

Seit fast anderthalb Jahren hat das Moscheegebäude einen neuen Eigentümer. Die Türken (klingt so geschrieben irgendwie abwertend, aber es war nun mal ein türkischer Verein, der da vorher drin war) sind raus, stattdessen ist der Somalische Kulturverein e.V. Bremen eingezogen.

Seitdem hat sich vieles sehr positiv entwickelt, was wir in den 25 Jahren davor nie so erlebt haben. Abgesehen davon, dass die Betreiber der Moschee selber sehr erpicht darauf sind, dass deren Gelände nicht wild (von Moscheebesuchern) zugeparkt wird, sie schließen freitags sogar konsequent das Tor, damit niemand reinfahren kann, achten sie auch stets darauf, dass wir hier ungehindert rein und raus kommen. Absolut top.

Und nicht nur das, der ganze Umgang ist viel schöner geworden. Früher haben wir hier in zwei Paralleluniversen gelebt, die kaum Berührungspunkte hatten. Wir wurden von den Moschee-Leuten kaum gegrüßt oder beachtet, wir haben uns irgendwann die Mühe auch nicht mehr gemacht und so ist man wortlos aneinander vorbeigegangen.

Von den neuen Nachbarn wurde ich schon quer über den Hof rufend und winkend mit "Hey, Björn, wie geht's?" begrüßt. Wenn wir uns direkt begegnen, grüßen wir uns mit Handschlag, man plaudert mal und selbst wenn die Sprache manchmal zur Barriere wird, sind alle dabei zumindest sehr bemüht.

Ernsthaft: So stelle ich mir ein gelebtes, "buntes" Miteinander vor. So macht das allen Beteiligten Spaß und ich denke, das ist auch eine gute Basis, um ganz allgemein Ressentiments gegenüber anderen Kulturen zu verhindern oder zumindest zu reduzieren.

Musste ich einfach mal loswerden, weil es wirklich schön ist. :-)

Ex-Puzzlekartons

Ein Kollege hatte die beiden alten, ausgemusterten Puzzlekartons hier im Lager deponiert, nachdem wir die beiden neuen Kartons für unsere Zählbretter bekommen haben.

Im Lager lagen sie nun aber beim Aufräumen im Weg und da sie nun wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen waren, waren sie mit dem nächsten Handgriff würdevoll in der Papppresse gelandet.

Damit ist auch ein Stück Geschichte verschwunden, denn diese Kartons hatte unsere Marktleitung 2005 (!) für unseren kleinen Markt in Achim aus ihrer privaten Sammlung mitgebracht und waren für mich und ein paar wenige andere, die aus der Zeit immer noch hier arbeiten, eine tägliche Erinnerung an das Kaff der guten Hoffnung.


"Troisdorf: Mann stiehlt Pfandbons aus Spendenbox"

Meldung auf der Website von Radio Bonn: Troisdorf: Mann stiehlt Pfandbons aus Spendenbox

Der Artikel ist zwar von Ende Februar, aber ich musste dennoch kurz schmunzeln, als ich die Meldung gelesen habe. Pfandbons aus einer Spendenbox geklaut – und das schafft es in die Presse.

Nicht schmunzeln, weil es lustig ist. Sondern weil es zeigt, wie unterschiedlich die Realität offenbar wahrgenommen wird. Hier bei uns im Laden gehört das bekanntlich eher zur Kategorie "kommt häufiger mal vor und ist Teil vom Tagesgeschäft" (Okay, SO krass zum Glück auch nicht), irgendwo anders ist es tatsächlich eine Nachricht wert und wird öffentlich thematisiert.

Lustige Strichcodes – 803

Fundstück von Honza (wem sonst :-) ) auf einer Packung Eiernudeln der Marke "Goliard": Ein Strichcode, aus dem wie bei vielen anderen Getreideprodukten, die Halme mit ihren Ähren direkt aus den Strichen wachsen. Vielen Dank auch für diese Zusendung:


Aggro-Alpia-Dieb

Am Vormittag hatte ein Kollege vor ein paar Tagen beim Verräumen der Ware eine leere Papierverpackung mitsamt Alufolie einer Alpia-Schokolade zusammengeknüllt im Brotregal entdeckt. Die Verpackung war auf der Videoaufzeichnung leider nicht zu sehen, aber zum Glück der kleine Aufsteller, auf dem wir derzeit Alpia-Schokolade anbieten.

Die Sorten unterscheiden sich auffällig durch farblich unterschiedlich gestaltete Verpackungen und so machte ich mir die Mühe, die Videoaufzeichnung nach dem "da verschwindet jetzt eine dieser Tafeln" durchzusehen. Die vergangenen drei Tage zu sondieren war auch kein großer Zeitaufwand, da man ja in Sprüngen von mehreren Stunden die Veränderungen sehen und dann ggf. weiter eingrenzen kann. Tatsächlich war es drei Tage zuvor, so lange hatte sich das zerknüllte Schokoladenpapier im Brotregal getarnt, als ein und als Gelegenheitskunde bekannter Mann die Tafel auspackte und ohne Verpackung in eine Tasche seiner Cargohose gleiten ließ.

(Ich fand die Vorstellungen, die Hosentasche von innen mit Schokolade vollzuschmieren genauso abstoßend wie der Gedanke daran, dass die Schokolade sich irgendwie in den dortigen Hinterlassenschaften wälzen könnte. Für frisch gewaschen hätte ich das Kleidungsstück eher nicht gehalten.)

Wir beschlossen, die Augen offen zu halten.

Am Nachmittag des Tages entdeckte der Kollege wieder eine leere Alpia-Verpackung. Diesmal bei den Getränken, diese lag nicht seit Tagen dort herum, sondern war erst wenige Stunden zuvor dort hingeworfen worden – von dem selben dubiosen Typen, der auch Tage zuvor die andere Tafel eingesackt hatte.

Leider war er diesmal auch schon wieder verschwunden – aber er wusste ja nicht, dass wir wussten, was er getan hatte. Und da er sich bestimmt sicher fühlte, würde er wiederkommen. Das tat er noch am selben Abend und kassierte die Verdienten beiden Anzeigen mitsamt Hausverbot.

Eigentlich wollte der Kollege noch die Polizei hinzuziehen, da der Mann keinen richtigen Ausweis, sondern nur einen kopierten Zettel dabei hatte, aber das fand dieser gar nicht gut und hat sich mehr oder weniger gewaltsam den Weg aus dem Laden gebahnt und dabei noch einen Kollegen halb umgerannt.

Links 808

What makes an elephant abandon her calf – and is it a growing problem?

Edeka-Kaufmann macht Klau-Videos zum Lehrstück (Na, wer wohl? :-) )

So gefährlich ist "Jetzt kaufen, später bezahlen"

Neuer Launcher macht aus Android überzeugend Windows

Hungriger Elefant löst Stau aus

4 Jahre unbezahlt: Supermarkt-Mitarbeiter verlangt Lohn – und verliert seinen Job

Zum 1. Mal E-Auto gefahren: Auf diese 6 Dinge will ich nie mehr verzichten

Volunteam.de: Passendes Ehrenamt in deiner Nähe

Ballaststoff-Limos sind reine Geldverschwendung

Regensburg: Aus Porsche-Zentrum wird Edeka-Markt

1. Mai, keiner da?

NATÜRLICH haben auch gestern, wie an fast allen anderen Feiertagen auch, etliche Leute hier anzurufen versucht. Meistens Handynummern. Ich stelle mir immer vor, dass die Leute vor der Tür stehen und sich wundern, warum diese verschlossen ist. Was der Holländer um 12:47 Uhr wollte, vermag ich aber nicht zu sagen.


Videoüberwachungsschild am Zaun

Das Schild hat übrigens auch inzwischen den Weg zu uns und mit kurzer Verweildauer hier im Büro auch an unseren Zaun gefunden.

Die (fertig ausgearbeiteten) Löcher waren natürlich in keiner Ausrichtung mit dem Raster der Stäbe unseres Zaunes kompatibel, aber wird so schon halten …


"Frische Sachen sollte man hier niemals kaufen."

Vor ein paar Tagen trudelte diese "Rezension" bei Google hier ein.

"Gemüse und Obst sind ständig verschimmelt." Das ist ein Satz, der sitzt. Kurz, klar, kompromisslos. Und vor allem: Absolut und ohne jeglichen Intepretationsspielraum.

Stellt euch mal vor, das würde stimmen: Ein Supermarkt, in dem grundsätzlich alles verschimmelt. Tomaten mit Flaum, Erdbeeren mit Streichelpelz, Bananen, die direkt hinten am Müllcontainer angeliefert werden müssten. Ein Ort, an dem die Kühlkette eher als lose Empfehlung verstanden wird und bei dem die Lebensmittelüberwachung und die Qualitätssicherungs-Mitarbeiter der Edeka Hausverbot haben.

Und jetzt stellt euch noch etwas vor: Jeden Tag kommt hier viele Menschen rein. Kaufen Obst, kaufen Gemüse – und kommen wieder. Leben am Limit, würde ich sagen. ;-)

Die Realität ist leider weniger spektakulär. Frischeprodukte anzubieten ist ein täglicher Kampf gegen die Zeit, kombiniert mit der Tatsache, dass Naturprodukte nun mal nicht dauerhaft perfekt bleiben und leider auch schon oft genug mit Fehlern, auch Schimmelstellen, angeliefert werden. Solche Artikel sieht man nicht immer sofort, denn eigentlich möchte man die Ware ja so wenig wie möglich anfassen und wenn sich eine Platzierung in den originalen Kisten und Kartons anbietet, dann guckt man sich nicht jeden Apfel und jede Gurke von allen Seiten an. Ja, es gibt leider diese Ausreißer. Und ja, es rutscht auch mal etwas durch. Auch bei uns, davor ist nämlich niemand gefeit. Und bei der täglichen Arbeit um eine erfolgreiche Firma mit glücklichen Kunden ärgert mich / uns sowas vermutlich mehr als den Kunden, der nun dummerweise genau dieses eine Teil erwischt hat.

Aber dass ständig alles verschimmelt ist schon harter Tobak. Das Wort "ständig" verwandelt eine bedauerliche Ausnahme in ein mutmaßliches Dauerproblem und eine schlechte subjektive Erfahrung in eine angebliche generelle Wahrheit.

Obst und Gemüse, Frischeprodukte allgemein, können immer mal nicht in Ordnung sein. Das ist nicht schön, kann aber passieren. Wir arbeiten mehrmals täglich daran, solche Artikel auszusortieren, meistens funktioniert es, manche unappetitlichen Stellen tarnen sich jedoch leider hartnäckig. Wenn ihr als Kunden dann (egal ob bei uns oder in irgendeinem anderen Markt) doch mal ein Produkt erwischt, das nicht in Ordnung ist: Dafür gibt es uns. Ansprechbar. Vor Ort. Ganz ohne anonyme Rezension in diesem Internet. Und zumindest bei mir tauschen wir dann vollkommen diskussionsfrei das gammelige Gemüse gegen frisches oder geben euch das Geld zurück.

Google-Rezensionen mit so vielen Sternen wie unser Sonnensystem!