Samstag hat sich im Leergutautomaten das Einzugsband für die Flaschen festgesetzt. Dadurch wurden, wer hätte es gedacht, keine Flaschen mehr in den Automaten befördert.
Heute war der Techniker da und nun läuft das Band wieder. Dafür fährt es nicht mehr hoch genug, so dass die Flaschen auch wieder nicht in den Automaten befördert werden.
Wie gestern Nachmittag bereits angekündigt, haben wir die diesjährige Weihnachtsdekoration im Grunde exakt wie im vergangenen Jahr aufgebaut.
Das einzelne Rentier mit dem Schlitten steht diesmal nicht mehr im Schaufenster, weil dort ja bekanntlich seit einigen Wochen ein scheibengroßes Plakat auf meine Öffnungszeiten hinweist.
Stattdessen steht das Gespann nun auf dem großen Wandkühlregal.
Auf diesen hässlichen Lichtschlauch vor dem Laden haben wir dieses Jahr gänzlich verzichtet, aber das ist wohl kein großer Verlust.
Dafür ist diesmal wieder ein Ferrero-Weihnachtsbaum mit dabei. Doch, ich muss zugeben, dass der gar nicht mal so schlecht aussieht, auch wenn es auf dem Foto nur bedingt so wirkt.
Alles in allem waren wir diesmal jedenfalls deutlich weniger lange mit dem Aufbau beschäftigt als im vergangenen Jahr. Aber diesmal mussten wir ja die einzelnen Elemente auch nur wieder hinstellen und uns nicht alles neu ausdenken.
Es hat ja irgendwie in den Fingern gekitzelt, irgendwo noch ein paar Ostereier unterzubringen.
Die meisten meiner Kunden haben sich in den letzten vier Wochen ganz gut an den Leergutautomaten gewöhnt. Die meisten jüngeren kam sofort mit der Technik klar, vielen älteren Kundinnen mussten wir zumindest eine kleine Hilfestellung geben. Zumeist mit Reaktionen wie "Ach, das ist ja ganz einfach." Ja, ist es.
Und dann gibt es noch den beinahe schon stereotypen Leergutautomatenhasser. Eben war auch ein Kunde vor dem Automaten am fluchen, weil er eine Flasche und eine Dose nach der anderen verweigert hat. Verdreckt, verknautscht, nicht von uns - was kann der der Automat dafür? Nichts. Und sich dann noch beschweren, dass der Automat alles verweigert, weil er vor Wut die Flaschen viiiiiel zu schnell in den Schacht gedrückt hat. Nee, nee, nee...
Wir haben vorhin den Baumarkt geplündert: Tiefgrund, ein Töpfchen RAL3000, weiße Farbe für die Decke und ein "Weiß", das leicht in den Bereich creme/gelb tendiert für die nicht roten Wände. Dazu noch ein paar notwendige Werkzeuge.
Nun müssen wir nur noch Zeit zum streichen finden. Am Sonntag ist hier jedenfalls der Aufbau der Weihnachtsdekoration angesagt.
Nach dem Kaffeediebstahl ist wieder ganz akut hier intern die Diskussion um mitgebrachten Taschen, vor allem auch Rucksäcke, losgebrochen.
Ich denke, ich werde mir mal einen Schließfachschrank besorgen und einen Hinweis anbringen, dass dieser genutzt werden soll und/weil es nicht erlaubt ist, mit Rucksäcken den Laden zu betreten.
Womit man die Kunden wieder etwas mehr maßregelt und sich auf diese Weise ein Stückchen mehr der so gerne genannten "Servicewüste" nähert. Es ist schwierig, immer die goldene Mitte zu finden.
Mein Brotregal wurde in den letzten Tagen umgebaut. Das Regalstück mit den Brötchenschütten (und jetzt bitte keine Grundsatzdiskussion über das denglische Rückgeschäft) wurde modernisiert. Statt in den inzwischen fünf Jahre alten Acrylglasbehälten liegen die Brötchen hier nun auf direkt beleuchteten Holzrosten. Das sieht schon deutlich edler aus.
Für unsere Wand werden wir tatsächlich RAL 3000 "Feuerrot" verwenden. Die Wand in Findorff sieht jedenfalls beinahe identisch aus wie der Ausschnitt auf dem Farbkärtchen.
Bevor Panik aufkommt: Rot gestrichen wird ausschließlich das Teilstück, in dem der Automat steckt. Man wird also nicht erdrückt werden, sondern der Farbton ist lediglich als Akzent gedacht.
Ich muss morgen mal bei POS-Radio anrufen und etwas klären.
Immerhin zahle ich für das Programm Geld und habe dafür leider immer von 20:30 Uhr abends bis 6 Uhr morgens keine Musik. (Wir haben zwar schon, aber die moderierten Sendungen der lokalen Radiosender sind auch nicht immer so Ideal für die Ladenbeschallung...)
Mittlerweile steht der Deckelcontainer hier auf dem Hof längs vor der Rampe. Im Vergleich mit dem schwarzen Müllcontainer, den Rollbehältern auf der Rampe und sogar dem Gebäude sieht man sehr deutlich, wie riesig der Behälter ist.
Einen größeren Container bekommen wir hier leider nur mühsam bis gar nicht hin. Das wäre dann ein Abrollcontainer gewesen, der mit einem dreiachsigen LKW geliefert werden müsste. Dafür ist die Zufahrt zu unserem Innenhof leider (meistens) zu eng. Aber auch der "kleine" Container sollte für rund vier Wochen reichen.
Mit der Servicehotline am Ohr habe ich eben gelernt, dass die Lichtschranken im Inneren der Maschine eine Art Reset-Taste haben, mit der man eine Neukalibrierung der Schranken auslösen kann.
Lieber Leergutautomat. Warum schreibst du, dass der Weg für die Einwegflaschen blockiert ist und lässt dich nicht einmal davon überzeugen, dass es nicht so ist, in dem ich den Schacht ausfege? Was soll ich noch machen? Feucht wischen und polieren?
Es wirkt so, als wenn die Lichtschranke ihren Dienst quittiert hätte. Aber auch nach knapp achtzehntausend Flaschen sollte das kein Teil sein, dass dem Verschleiß unterliegt.
Der Fernseher ist da (Sieht übrigens relativ cool aus. Sehr nach einem Monitor) und wurde von mir natürlich sofort an die eine bislang vorhandene Kamera angeschlossen.
Passenderweise hat Gerd gerade seine zweite Runde gemacht und zwei große Säcke mit Einwegflaschen und Dosen in den Automaten gestopft. Ich habe mir die Chance natürlich nicht entgehen lassen, meine Kamera zu zücken und ein kleines Filmchen daraus zu machen.
Nachtrag: Knapp elf Jahre später mit einem YouTube-Video ausgestattet:
Bei RATIO haben sie diese Woche einen sehr einfachen 50cm-LCD-Fernseher mit 4:3-Bildformat im Angebot. Für 270€.
Mir ist klar, dass das Teil keine Top-Bildqualität liefern wird - aber als Monitor für die Kameras aus dem Inneren des Leergutautomaten wird's schon reichen.
Das Ding kaufe ich mir jedenfalls gleich und dann wird es morgen hoffentlich schon das erste Bild geben. Wartet's ab.