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Der Tunnel

Diese Aussicht darf jede Dose oder Flasche einmal genießen, wenn sie durch den Leergutautomaten läuft.

Fast schon ein "Shop-Art"-Kandidat. :-)

Für die neugierigen: Dies ist der Blick direkt in den Schacht, in den einzelne Flaschen oder Dosen eingelegt werden. Der trapezförmige Acrylglas-Tunnel ist durchsichtig (daher die Spiegelungen), damit die Kameras hindurchsehen können. Mit den beiden blauen Walzen werden die Gebinde gedreht, damit sie auch wirklich von allen Seiten begutachtet werden können und der dunkelblaue Streifen in der Mitte ist das Förderband, auf dem die Flaschen und Dosen durch den Automaten geführt werden.


Südstaatler

Nachdem nun unter anderem mehrere Kollegen über die Statusmeldungen ("da ist ein 'e' zu viel") auf dem Display des Leergutautomaten gestolpert sind, musste ich es einfach hier aufnehmen. Der Trautwein-Automat kommt aus Ostfildern und im Süden ist nunmal der Ausdrück "Türe" gebräuchlich(er?). Dazu gibt es übrigens auch einen passenden Zwiebelfisch.


Voll geschreddert

Der Leergutautomat wiegt das anzunehmende Leergut übrigens auch. Bei einer Einwegflasche weiß er zum Beispiel, dass die leere Flasche zwar nur 30 Gramm wiegt, würde sie aber im Rahmen einer einstellbaren Toleranz (z.B. bis 150 Gramm) dennoch annehmen. Einfach darum, weil immer wieder Reste in den Flaschen sind, aber auch, um zu verhindern, dass Flaschen, in denen sich noch zu viel Inhalt befindet, geschreddert werden und die Maschinerie und den Auffangbehälter fluten.

Mit meiner neuen Einwegflasche Mineralwasser ging ich eben am Automaten vorbei und hatte aus irgendeinem Grund plötzlich den Gedanken, doch mal auszuprobieren, ob er diese Flasche auch tatsächlich ablehnt.

Gesagt, getan.

Und was passiert? Der Automat drückt meine volle Wasserflasche durch den Schredder. Argh. :-O

Das werde ich morgen nachher mal der Trautwein-Hotline melden, damit das geändert wird.

Der Automat läuft...

...fast ohne Probleme. :-)

Vorhin hat sich irgendwie die Software vertüdelt und hat bei fast jeder Flasche herumgemault, dass sie falsch herum eingelegt worden sei. Zum Glück ließ sich das System (und meinem Stimmung) aber nach einem Neustart des gesamten Automaten wieder herstellen.

Abgesehen davon gibt es kaum etwas zu berichten. Der Automat funktioniert. Viele Kunden kommen damit problemlos klar, manche, gerade auch ältere, brauchen noch eine kurze Einführung. Die Mehrheit unserer Kunden zeigt sich erfreut.

Sehr auffällig: Wenn Kunden gleich mit mit Ablehnung reagieren und "Scheißding" und "Die funktionieren nie" rufen, prügeln genau diese Kunden die Flaschen in einem dermaßen irren Tempo in die Öffnung, dass es beinahe schon zwangsläufig zu Fehlern kommen muss. Der Automat piept, der Kunde fühlt sich bestätigt: "Scheißding!" Ich spare mir in so einem Fall jeden Kommentar. Das hat sowieso keinen Zweck.

Von "automatenerfahrenen" Kunden bekomme ich bislang sehr viel Lob, gerade auch dafür, dass der Automat eben nicht nach jeder dritten Flasche rummeckert, so wie es anscheinend bei anderen Automaten sehr häufig vorkommt.

Warum er so oft kalibriert

Ausgeschlafen, frisch und munter ist mir heute Morgen eingefallen, wieso der Automat sich dauernd neu kalibriert. Wenn man die Klappe vom Cruncher (das Gerät, in dem die Einwegflaschen komprimiert und entwertet werden) öffnet, wird automatisch eine Kalibrierung eingeleitet.

Nun ist es so, dass die Klappe etwas klapperig ist und der Cruncher mitunter recht kräftig cruncht. Durch die Erschütterungen hat sich die Klappe bewegt und der Türkontakt hat "Cruncher geöffnet, Cruncher geschlossen" gemeldet. Dadurch hat sich der Leergutautomat mitunter sogar nach jeder eingeworfenen Flasche neu kalibriert. Dass das extrem lästig war, kann sich jeder vorstellen.

Ein Stück Pappe, das ich zwischen die Tür und den Türkontakt geklemmt habe, half Wunder. Seit dem läuft der Automat wie er soll. :-)

Leergutautomatenrumgezicke

Seit die Monteure heute Nachmittag abgehauen sind, beschäftige ich mich hier nonstop mit dem Leergutautomaten. Einige Flaschen und Kisten waren falsch oder gar nicht gepflegt, aber das konnte ich hier zum Glück selber beheben. Das ist auch alles gar kein Problem für mich, zumal vorhersehbar war, dass bei der gigantischen Vielfalt an Mehrwegflaschen nicht alles von Anfang an reibungslos klappen würde.

Das oft kritisierte Thema Flaschenerkennung tritt im Grunde nicht auf. "Im Grunde" deshalb, weil der Automat aus irgendeinem Grund ständig neu kalibriert werden möchte. Das muss manuell eingeleitet werden und tritt auch auf, während Kunden gerade ihre Flaschen in den Automaten stecken. Das ist extrem nervig und führte dazu, dass Kunden mehrere, im Einzelfall vorhin sogar fünf einzelnen Leergutbons aus dem Automaten bekamen. Der Trautwein-Mitarbeiter vermutete, dass irgendwo ein kleiner technischer Fehler (z.B. ein Wackelkontakt) vorliegen dürfte, um den sich aber erst Montag gekümmert werden kann.

Die Antwort auf die Frage ob er funktioniert kann mal also nur nach der Radio-Eriwan-Methode beantworten: Im Prinzip ja, aber...

Das Seufzen in der Nacht kommt nicht vom Wind.

Automatenaufbauarbeiten

Es gibt derzeit kaum etwas über den neuen Leergutautomaten zu berichten. Die beiden Techniker sind dabei, das Ding zu installieren. Inzwischen ist alles am Fußboden befestigt und nun fehlt eigentlich nur noch das Einrichten der Software, damit der Automat alle und aber auch nur die Flaschen und Kisten erkennt, die wir hier verkaufen, bzw. zusätzlich annehmen können.

Glaubt mir: Die Spannung steigt immer höher... :-)

Keine Platzverschwendung

Mich haben in den letzten zwei Tagen schon mehrere Leute darauf angesprochen, bzw. allgemein kritisiert, dass der Leergutautomat so weit im Lager stehen würde. Man könnte ja viel mehr Platz sparen, wenn der Leergutautomat z.B. zwei Meter weiter vorne stehen würde, zumal ja auch im dahinter liegenden Lagerraum bekanntlicherweise nur sehr wenig Platz ist.

Wer mich kennt, wird sich vorstellen können, dass ich den Automaten nicht wahllos irgendwo hinstelle, sondern das alles irgendwie einen Sinn ergibt.
Ich nutze zur Beschreibung das Foto des letzten Eintrags: Der Kunde betritt den Raum durch die Tür, durch die ich gestern Abend auch das Foto von der Kistenwand gemacht habe. Links befindet sich direkt hinter der Wand eine kleine Treppe zum Kassenbüro. Da ist nicht dran zu drehen, die muss einfach da bleiben. Umbauen ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten zwecklos. Andererseits müssen wir an dem Automaten noch mit Paletten und Rollcontainern vorbeikommen. Auf dem Bild sieht man jetzt gerade nicht, was aber auf den Aufbaubildern zu erkennen war: Neben dem eigentlichen Rücknahmeautomaten steht der Kompaktor mit dem Auffangbehälter. Daran müssen wir vorbei, weshalb als einzige Möglichkeit blieb, die Tür schräg einzusetzen. Um durch diese schräge Tür noch halbwegs sinnvoll mit vollen Transportmitteln fahren zu können, brauchten wir einfach einen gewissen Platz vor der Tür.

Kistenwand

Blick von der Lagertür in den Bereich, der in der kommenden Woche mit einer richtigen Wand noch vom Lager abgetrennt werden wird. Um heute und in den folgenden Tagen wenigstens ein Mindestmaß an Abgrenzung haben, kam mir vorhin die Idee, einfach leere Getränkekisten bis zur Decke aufzustapeln. Ich weiß, dass das improvisiert und nicht der Innenarchitektur letzter Schluss ist - aber immer noch besser, als der offene Blick in das Lager, zumal Kunden ja ab morgen den Bereich betreten sollen.

Aber irgendwie finde ich das gar nicht mal so schlecht. Sieht sogar ziemlich stylisch aus, wenn man bedenkt, dass damit ein Bereich eingegrenzt wird, in dem ausdrücklich nur Leergut abgegeben wird. :-)

Die Leergutkasse wird (leider) noch benötigt, aber ich hoffe, dass wir hier morgen im Laufe des Tages mit der vollautomatischen Leergutannahme beginnen können.

Und, ja: Farbe werden wir auch noch verwenden. Viel Farbe. An die Wände und den Fußboden. Es ist alles bis ins letzte Detail durchdacht. Also keine Panik, wenn hier derzeit noch Dinge "komisch" wirken.


Frust

Also heute wird der Leergutautomat auf keinen Fall mehr funktionieren. Die Installation dauert doch recht lange und dazu kommt noch das Problem, dass er heute Abend nicht mehr in einer spezielle Datenbank (für die Pfandabrechnung) registriert werden kann.

Shit. :-(

Flaschentisch und Rollbahn

Mittagspause bei den Monteuren...

Zeit für ein weiteres Foto. Der Flaschentisch ist ausgerichtet und an den Automaten angeschlossen. Unter dem Flaschentisch verläuft die Rollbahn für die Getränkekisten. Bei uns etwas kürzer ausgefallen, aber leider technisch nicht anders machbar. Ich mache mir deswegen aber nicht allzu große Sorgen, da wir hier sowieso überwiegend einzelne Flaschen von unseren Kunden bekommen.

Kleiner Schreck am Rande: Die gelieferte Rollbahn war zu lang, aber zum Glück habe ich hier im Laden ein Spezialwerkzeug zum kürzen von Rollbahnen. 8-)


Aufbauarbeiten

Die beiden Trautwein-Monteure sind dabei, den Leergutautomaten aufzuzbauen. Der Automat ist schon ausgerichtet und auf dem Bild befestigen sie gerade den Tisch für die einzelnen Flaschen an der Rückseite des Gerätes.
Unter dem Tisch werden die Rollenbahnen für die Getränkekisten entlanglaufen. (Im Vordergrund zu sehen.)

Wirklich spektakuläre Fotos bringt der Aufbau leider gar nicht mit sich. Wenn die Geräte ausgerichtet sind, brauchen im Grunde nur noch Schraubverbindungen hergestellt und ein paar Kabel eingesteckt zu werden.

Aber ich werde weiter berichten. :-)


Dauerbrenner "Kasse geschlossen"-Schild

Vor gut zwei Jahren habe ich stolz das alte, gammelige "Kasse geschlossen"-Schild entsorgt und gegen ein neues, ansehnliches aus Acrylglas ausgetauscht.

Dieses hat nun auch das Zeitliche gesegnet. Im Laufe der Monate wurde es immer bröseliger, Klebestreifen um Klebestreifen kam hin, doch es half alles nichts. Das Ding ist durch mit dem Thema.

Ich wünsche mir einen hübschen Aufsteller aus Alu, in den der Schriftzug "Kasse geschlossen" hineingefräst wurde. Wenn das nicht hält, weiss ich auch nicht weiter. Wer hat Lust und Möglichkeit, sowas zu machen (bitte nicht ungefragt herschicken!) und schickt mir mal ein Angebot dafür? :-)


Der Anfang vom Aufbau

Die beiden Monteure sind bei der Arbeit. Zuerst musste (logischerweise) alles ausgepackt werden. Alle Teile des Automaten waren dick in Folie eingewickelt und teilweise mit Holzleisten gesichert. Der Automat selber stand auf einer Europalette. Fragt nicht, wie die beiden Männer das 200kg schwere Gerät dort herunterbekommen haben. Es tat in der Seele weh. :-O





Wenn alles zusammengebaut ist, gibt es keine Chance mehr, etwas am Standort des Leergutautomaten zu verändern. Also stellten wir vorher die Komponenten so auf, wie sie zukünftig stehen werden. Dies ist der endgültige Standort des Automaten. An der Seite hängt der sogenannte Cruncher, in dem die Einweggebinde komprimiert werden.


Das beigelegte Teil

Die Monteure für den Leergutautomaten sind gerade gekommen. :-)

Und vor ein paar Minuten ein Brief mit der Post:
Sehr geehrter Herr Harste,

ich möchte Sie bitten, das beigelegte Teil zu Ihrem Unicycle zu legen. Der Monteur weiß Bescheid.
Ohoh, wenn der Brief auf dem Postweg verloren gegangen wäre.

Der Inhalt war ein winziger Stahlblechwinkel.