Nach dem Kaffeediebstahl ist wieder ganz akut hier intern die Diskussion um mitgebrachten Taschen, vor allem auch Rucksäcke, losgebrochen.
Ich denke, ich werde mir mal einen Schließfachschrank besorgen und einen Hinweis anbringen, dass dieser genutzt werden soll und/weil es nicht erlaubt ist, mit Rucksäcken den Laden zu betreten.
Womit man die Kunden wieder etwas mehr maßregelt und sich auf diese Weise ein Stückchen mehr der so gerne genannten "Servicewüste" nähert. Es ist schwierig, immer die goldene Mitte zu finden.
Mein Brotregal wurde in den letzten Tagen umgebaut. Das Regalstück mit den Brötchenschütten (und jetzt bitte keine Grundsatzdiskussion über das denglische Rückgeschäft) wurde modernisiert. Statt in den inzwischen fünf Jahre alten Acrylglasbehälten liegen die Brötchen hier nun auf direkt beleuchteten Holzrosten. Das sieht schon deutlich edler aus.
Für unsere Wand werden wir tatsächlich RAL 3000 "Feuerrot" verwenden. Die Wand in Findorff sieht jedenfalls beinahe identisch aus wie der Ausschnitt auf dem Farbkärtchen.
Bevor Panik aufkommt: Rot gestrichen wird ausschließlich das Teilstück, in dem der Automat steckt. Man wird also nicht erdrückt werden, sondern der Farbton ist lediglich als Akzent gedacht.
Ich muss morgen mal bei POS-Radio anrufen und etwas klären.
Immerhin zahle ich für das Programm Geld und habe dafür leider immer von 20:30 Uhr abends bis 6 Uhr morgens keine Musik. (Wir haben zwar schon, aber die moderierten Sendungen der lokalen Radiosender sind auch nicht immer so Ideal für die Ladenbeschallung...)
Mittlerweile steht der Deckelcontainer hier auf dem Hof längs vor der Rampe. Im Vergleich mit dem schwarzen Müllcontainer, den Rollbehältern auf der Rampe und sogar dem Gebäude sieht man sehr deutlich, wie riesig der Behälter ist.
Einen größeren Container bekommen wir hier leider nur mühsam bis gar nicht hin. Das wäre dann ein Abrollcontainer gewesen, der mit einem dreiachsigen LKW geliefert werden müsste. Dafür ist die Zufahrt zu unserem Innenhof leider (meistens) zu eng. Aber auch der "kleine" Container sollte für rund vier Wochen reichen.
Mit der Servicehotline am Ohr habe ich eben gelernt, dass die Lichtschranken im Inneren der Maschine eine Art Reset-Taste haben, mit der man eine Neukalibrierung der Schranken auslösen kann.
Lieber Leergutautomat. Warum schreibst du, dass der Weg für die Einwegflaschen blockiert ist und lässt dich nicht einmal davon überzeugen, dass es nicht so ist, in dem ich den Schacht ausfege? Was soll ich noch machen? Feucht wischen und polieren?
Es wirkt so, als wenn die Lichtschranke ihren Dienst quittiert hätte. Aber auch nach knapp achtzehntausend Flaschen sollte das kein Teil sein, dass dem Verschleiß unterliegt.
Der Fernseher ist da (Sieht übrigens relativ cool aus. Sehr nach einem Monitor) und wurde von mir natürlich sofort an die eine bislang vorhandene Kamera angeschlossen.
Passenderweise hat Gerd gerade seine zweite Runde gemacht und zwei große Säcke mit Einwegflaschen und Dosen in den Automaten gestopft. Ich habe mir die Chance natürlich nicht entgehen lassen, meine Kamera zu zücken und ein kleines Filmchen daraus zu machen.
Nachtrag: Knapp elf Jahre später mit einem YouTube-Video ausgestattet:
Bei RATIO haben sie diese Woche einen sehr einfachen 50cm-LCD-Fernseher mit 4:3-Bildformat im Angebot. Für 270€.
Mir ist klar, dass das Teil keine Top-Bildqualität liefern wird - aber als Monitor für die Kameras aus dem Inneren des Leergutautomaten wird's schon reichen.
Das Ding kaufe ich mir jedenfalls gleich und dann wird es morgen hoffentlich schon das erste Bild geben. Wartet's ab.
Der Kollege, mit dem ich gerade die Nacht verbringe, äußerte folgende Vermutung: Dass viele Leser die Kameras am Leergutautomaten als "Überwachungswahnsinn" kritisieren liegt daran, dass sie glauben, dass die Leergut abgebenden Personen aufgenommen werden sollen.
Dem ist natürlich nicht so. Es geht ausschließlich um die Technik und die Abläufe im Inneren des Automaten. Eben den Teil, den Ottonormalkunde und Emmanormalkundin normalerweise nicht zu sehen bekommen.
Ich habe die Ruhe der Nachtstunden eben mal unterbrochen und ein 28mm-Loch in eines der Blechteile des Leergutautomaten gebohrt. Die erste Kamera steckt nun im Gehäuse und wartet nun erstmal darauf, angeschlossen zu werden.
Innenansicht des Zuführungsschachtes zum Cruncher für Einweggebinde. Die Kamera guckt durch das obere Blech des Schachtes:
Dieser 16-Kanal-Rekorder arbeitet hier ab sofort im Büro und nimmt die Ereignisse sämtlicher Kameras im Laden rund um die Uhr auf. Dank der eingebauten Festplatte braucht sich niemand mit dem Wechseln von Videobändern oder der gezielten Löschung von Aufzeichnungen zu kümmern. Nach einer fest einstellbaren Zeitspanne werden die Daten auf der Platte einfach wieder überschrieben.
Da kommt einem gleich der Gedanke, (bemerkenswerte) Videosequenzen von Ladendieben in Aktion hier zu veröffentlichen. Mit entsprechender Unkenntlichmachung dürfte das doch eigentlich kein Problem sein. Man sieht ja nun genug entsprechendes Material auch im Fernsehen.
Vorsichtshalber hänge ich gleich noch dieses Schild neben die Eingangstür. Soll ja niemand herumjammern können, er hätte nicht gewusst, dass hier überwacht wird.
Die kleinen Kameras für den Leergutautomaten sind heute hier angekommen. Die Dinger machen einen ganz vernünftigen Eindruck und befinden sich jeweils in einem kleinen, spritzwasserdichten Aluminiumgehäuse. Sogar die passenden Bohrer wurden pro Kamera mitgeliefert.
Jetzt fehlen mir nur noch ein Netzteil und ein paar Cinch-BNC-Adapter. Die werde ich wohl morgen besorgen und dann brauche ich nur noch einen passenden Monitor. Da wird wohl ein günstiger LCD-Fernseher herhalten müssen.
Eigentlich sollte ja heute der Container für die Entsorgung entwerteter Einweggebinde geliefert werden.
Bis jetzt ist er jedenfalls noch nicht da. Und selbst, wenn: Bei dem Wetter stelle ich mich bestimmt nicht draußen hin und kippe die 25 Säcke in den Behälter hinein.