Wir haben dann mal die restlichen Zotter-Weihnachtssorten, die wir in dem Acrylglasständer an der Kasse vergessen hatten, reduziert und auf dem Restetisch untergebracht.
Tyyyypisch: Kaum ist Weihnachten vorbei, laufen Nüsse so gut wir gar nicht mehr. Zu Weihnachten hatte ich, nachdem ich sonst fast täglich nachbestellen musste, die Box mit Haselnüssen noch einmal großzügig befüllt.
Und was ist? Seit dem stehen sie nur noch herum...
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass die Joghurtkultur zwar "Bioghurt" heißt, aber dieser Name nicht groß auf dem Glas stehen darf, um nicht den Anschein zu erwecken, dass es sich dabei um ein ökologisch erzeugtes Produkt handeln würde.
Schon erstaunlich, wie viele dieser Mehrzweckzangen ("Multifunktionswerkzeuge") wir hier in einem Monat verkauft haben.
Die Ironie war jetzt zu erkennen, oder?
Wenn man die Bilder vergleicht fällt übrigens auf (mir jedenfalls), dass die Lufterfrischer, die auf dem Regalboden direkt hinter dem Zangen-Karton platziert stehen, irgendwie auch ein Ladenhüter sind. In vier Wochen nicht einen verkauft...
Ach, ja: Auch Filme haben ein aufgedrucktes Haltbarkeitsdatum. Eine Tatsache, die man im Zeitalter von Digitalfotografie gerne vergisst. Ich glaube, den letzten Kleinbildfilm habe ich vor knapp zwanzig Jahren in eine Kamera eingefädelt. Danach hatte ich jahrelang gar keine Kamera mehr, bis ich vor rund sieben Jahren mit meiner ersten Digicam wieder mit dem Fotografieren angefangen habe.
Ändert nichts an der Tatsache, dass wir einen ganzen Haufen Fuji Kleinbildfilme gefunden haben, die Ende November 2007 abgelaufen sind. Schlecht sind sie sicherlich noch nicht, oder? Verbürgen würde ich mich dafür aber nicht. Naja, wer die Dinger nun für 50 Cent hier mitnimmt, sollte mit dem Risiko leben können.
Gestern Abend, bzw. heute Nacht hat Kollege Johny die Feuerwerksartikel aufgebaut und platziert. Verkaufen dürfen wir sie seit heute und mir war wichtig, dass die Artikel schon um 0 Uhr im Laden standen. Eine völlig neue Erfahrung für diejenigen, die ihre Böller so früh wie möglich kaufen wolten.
Schade irgendwie, dass man auf dem kleinen Bild kaum die vielen Details erkennen kann. Auf den beiden Tischen im Vordergrund liegen vor allem Raketen und Feuerwerks-Sortimente, während auf den hinteren beiden Tischen Chinaböller und Batterien liegen. Im Laufe des Tages werden wir nun noch Sekt und Chips aufbauen und im Laden etwas Silvester-Dekoration anbringen.
"Mehrzweckzangen, 12tlg.", die auch unter dem Namen "Multifunktionswerkzeug" bekannt sind, habe ich derzeit im Angebot. Vor über einem Jahr habe ich die Dinger mal irgendwo im Web erstanden und "stehen" bezeichnete den Verbleib der Kiste seit dem ganz gut. Irgendwo in den finsteren Katakomben im Lager in einer Ecke standen die Zangen vergessen herum.
Ich biete sie hier im Laden nun für 3,33€ an. Mal gucken, ob wir auch tatsächlich die eine oder andere Zange loswerden...
Ab dem 28. Dezember wird der Inhalt dieser Kartons auch für die Kunden zugänglich sein. Dem aufmerksamen Betrachter wird die Gefahrgutklasse 1 auffallen, die ja eigentlich schon alles verrät.
Dass das Fass, auf dem wir die Dosen präsentiert hatten, völlig leer ist hat einen Grund. Verkauft haben wir die Dosen nicht...
...nein, sie stehen abgelaufen in einem Korb im Lager.
Ich denke, noch mehr Chancen muss man dem Produkt nicht gewähren. Was nach einer Verkostung an einem extrem stark frequentierten Tag und monatelager auffälliger Platzierung in Kassennähe dem MHD zum Opfer fällt, hat es nicht verdient, noch länger im Sortiment zu bleiben.
Ein bisschen schade ist das schon irgendwie, weil sich der Pearl-Secco-Chef Lutz Paare wirklich persönlich viel Mühe gegeben hatte.
Drei Paletten mit großen Coca-Cola-Einwegflaschen. Da es kaum Möglichkeiten gab, sie zu platzieren, hat ein Kollege die Cola in einen der wenigen verbliebenen relativ breiten Gänge gestellt.
Was daran so grotesk ist?
Nun: Das linke Regal enthält ausschließlich Artikel aus Fairem Handel, die inzwischen zu einem Großteil sogar aus ökologischer Erzeugung stammen. Das rechte Regal ist prall gefüllt mit hochwertigen Bio-Markenprodukten verschiedenster Hersteller, die man aus dem Bio-Fachhandel kennt.
Von Zotter sind wir ja nun schon allerhand selt... merk... kom... ungewöhnliche Sorten gewohnt: Ananas-Paprika, Bergkäse-Walnuss-Traube, Kaffee-Senf (r.i.p. ), Preiselbeere mit Steinpilzen und etliche Kreationen mehr, die einem im ersten Moment zu "Ieh!" und "Ähhh!"-Ausrufen verleiten, doch in Wirklichkeit gar nicht so ekelig sind, wie sie den Anschein erwecken.
Nun gibt es von der Bio-Molkerei Söbbeke seit ein paar Wochen einige neue Jogurt-Sorten, die sich auf dem Flyer "Traumpaare" nennen: Pflaume-Lavendel, Aloe Vera-Rose, Ananas-Curry und Mango-Tomate gibt es dort.
Ich gebe zu: Ich traue mich kaum, sie zu probieren. Aber das ist bestimmt der gleiche Effekt wie bei der Zotter-Schokolade. Zumal die Artikel wohl kaum verkäuflich wären, wenn die Mischungen nicht schmecken würden...
Recht merkwürdiges ungwöhnliches Produkt, dass mir kürzlich angeboten wurde. "Get One!", eine saure Gurke vom Spreewaldhof in der Dose. Angeboten werden sie als "kleine Mahlzeit zwischendurch - als Alternative zu süßen Riegeln, Würstchen- und Käsesnacks. Oder als knackiger Partyspaß."
Bei einem empfohlenen und notwendigen Ladenpreis von ca. 1,19€ (bis zu 1,39€) für eine Dose, also eine Gurke, ist das ein Artikel, den ich mir bestimmt nicht hinstellen werde.
Vielleicht schätze ich ja auch nur den Markt oder die Zielgruppe falsch ein, aber ich halte "Get One!" für einen ziemlichen Ladenhüter. (Gibt es Erfahrungswerte von anderen Händlern, die die Gurken im Sortiment haben?)
In Bremen ist nach dem Landesstraßengesetz der Einsatz von Salzen oder salzhaltigen Streumitteln weitgehend verboten ist. Überall wo Bäume an den Straßen stehen oder begrünte Grundstücke angrenzen, darf das aggressive Auftaumittel nicht verwendet werden. Damit gibt es, abgesehen von einigen Hauptverkehrsstraßen, kaum Ausnahmen von diesem Verbot.
Viele Leute kennen diese Regelung nicht und streuen "überall" Salz.
Hat man als Händler Streusalz sogar palettenweise im Laden stehen, kaufen (und verwenden) die Kunden das Salz natürlich auch. Sollte man ein Schild aufhängen und auf das Gesetz hinweisen? Oder lieber, im Hinblick auf den Umweltschutz, erst gar kein (Streu-)Salz verkaufen? Aber dann wandern die Kunden eventuell zur Konkurrenz ab und kaufen dort nicht nur das Salz sondern evtl. auch andere Artikel ein.
Ich hab's nicht selber probiert, aber man sagt, dieses Produkt könne man essen. Erinnerungen an die industriellen Presshühner aus "Brust oder Keule" werden wieder wach.
Gegen "Fleischersatzprodukte" an sich habe ich ja nichts. Aber solche Stilblüten der Nahrungsindustrie bringen sogar mich zum Schaudern.