Der
"La Kritz"-Likör von Spitzmund, den wir nun seit Oktober vergangenen Jahres hier im Spirituosenregal stehen haben, mutiert zum kompletten Ladenhüter. Von den zwei Flaschen, die ich neben den Dirty Harry ins Regal gestellt hatte, sind noch zwei Stück übrig. Die Abverkäufe in dem Zeitraum sind also relativ übersichtlich.
Faktisch gibt es also derzeit niemanden außer Ines, der dafür sorgt, dass unser Warenbestand schrumpft. Da wir uns aber nicht jeden Abend Alkohol in den Kopf dremeln und wenn, dann mal ein kleines Gläschen für den Genuss, hält so eine Flasche immer ziemlich lange. Wenn das so weitergeht, reicht unser Vorrat an "La Kritz"-Flaschen bis zur Rente.
Die
Weihnachtsbestellung ist nun auch gesendet, jetzt gibt es keinen Weg zurück mehr. Wir werden also auch in diesem Jahr wieder spätestens ab Anfang September all die vielen Leckereien (je nach Geschmack) hier im Laden stehen haben.
Interessant ist der Vergleich der Summe der gesamten Verkaufspreise mit den Vorjahren. Während wir von 2024 auf 2025
einerseits eine erhebliche Preissteigerung erlebt haben, andererseits letztes Jahr aber auch wirklich großzügig bestellt hatten, geht die Summe diesmal gewaltig runter. Wir wollten uns etwas zurückhalten und ich glaube, das ist uns auch geglückt. Gerade mal etwas über 17.000 Euro (VK-Werte) haben wir in diesem Jahr an Weihnachtssüßwaren vorbestellt. Ist natürlich schon 'ne Stange Geld, aber rund ein Drittel (!) weniger als im letzten Jahr.
Ich denke, das passt schon so.
Mit angenehmen 25 Grad Außentemperatur und wenigen Wolken am Himmel hatten wir hier aus meteorologischer Sicht einen perfekten Sommeranfang. Dass man sich bei dem Wetter um die Notwendigkeit kümmern muss, sich um die Bestellung der Weihnachtssüßwaren Gedanken machen zu müssen, ist natürlich etwas schräg – aber nach nun inzwischen 26 Jahren auch vollkommen normal.
Es gab traditionell Tee und die legendäre Zitronenrolle von Coppenrath & Wiese aus der Tiefkühltruhe und so arbeiteten meine Mutter und ich den rund 250 Seiten umfassenden Katalog durch. Diesmal haben wir nur rund drei Stunden dafür gebraucht, wir werden schneller. Aber so langsam sollte sich ja auch mal eine gewisse Routine einstellen – und die Arbeit war notwendig, denn Weihnachten ist nur noch 187 Tage entfernt, das gilt im LEH ja schon als kurzfristig und erfordert dringenden Handlungsbedarf.
Heute lief zum ersten Mal ein Ventilator neben uns, da die Luft so drückend war. Falls ihr also zur Abkühlung im Freibad wart (so wie Ines mit unserer Tochter), denkt immer daran, dass parallel dazu irgendwo jemand sitzt und schwitzt und sich überlegt, was andere wohl gerne zu Weihnachten und in der Zeit davor naschen möchten.
Es waren natürlich viele Klassiker dabei, aber auch einige interessante, neue Produkte. Die
Weihnachtscracker gibt es augenscheinlich nicht mehr, oder wir haben sie gemeinsam übersehen, das war also offenbar auf nationaler Ebene eher ein Flop. Zu den anderen Artikeln werde ich etwas schreiben, wenn es soweit ist, denn ich kann an dieser Stelle ja noch nicht alles verraten …
Die
Snack-Boxen von Gutfried sind sicher nicht, ganz sicher nicht, ein wichtiger Artikel und für den gewöhnlichen unserer Kunden für die Entscheidung, unseren Laden zu betreten oder zum Penny an der Ecke zu laufen, nicht von Bedeutung.
Das Produkt ist kein gesundes, wertvolles Lebensmittel und für das, was man da bekommt, eigentlich auch viel zu teuer.
Und trotzdem haben wir ihn bestellt und neu ins Sortiment aufgenommen, weil es eben viele Erinnerungen an die Lunchables auslöste und einige sich auf die Snackboxen gestürzt haben.
Eine Kollegin hat den Artikel nach wenigen Wochen bereits wieder eigenmächtig aus dem Sortiment verbannt, was mir wiederum erst eine Weile zufällig aufgefallen war, nachdem ich das Produkt verzweifelt im Regal gesucht hatte.
Ich bin in der glücklichen Situation, eigenmächtig über mein Geld verfügen zu können und einfach jeden Artikel in beliebiger Menge bestellen zu dürfen – und so fanden die Snackboxen den Weg wieder zurück zu uns ins Regal.
… dann sieht das unter Umständen durchaus unappetitlich aus.
Das Wort "verschimmelt" habe ich bewusst in Anführungsstriche gesetzt. Der Vorgang beschreibt, dass etwas mit Schimmel überwuchert, ist aber eigentlich immer (?) negativ konnotiert. Dabei muss auch Edelschimmel, wie man ihn vor allem vom Käse aber eben auch von Salami kennt, auch erst wuchern. Das sieht dann zwischendurch durchaus so aus, wie auf diesem Bild – was gemein ist, denn obwohl diese Ware keinen Qualitätsmangel hat (außer zu wenig aromabringenden Schimmel), würde sie niemand oder fast niemand kaufen. Im Gegenteil sogar, eher würde sie angewidert entsorgt werden.
Ich möchte kurz aus der Antwort vom Hersteller zitieren:
Der Edelschimmel ist leider sehr sensibel gegenüber äußeren Einflüssen wie z.B. Temperaturschwankungen oder auch Veränderungen der Atmosphäre (evtl. Luftzieher). Auch wenn dieses Phänomen selten auftritt, kann es dazu führen, dass sich der weiße Belag im Laufe der Zeit verändert. Der Schimmel ist lebendig und kann daher entweder extrem weiter wachsen wie in der Mitte, mit der Zeit langsam absterben oder seine Form wie im linken Beispiel verändern. Das sieht unappetitlich aus, stellt aber theoretisch kein Problem dar. Selbstverständlich lässt sich die Salami in der Form nicht mehr verkaufen.
Das Problem ist uns bekannt, jedoch ist es extrem schwer zu beseitigen. Wir können solche Veränderungen in einzelnen Fällen beobachten, selbst wenn alle Salamis den gleichen Bedingungen ausgesetzt waren und vollkommen gleich behandelt wurden.
Also, wenn euch das mal passieren sollte, verfallt nicht gleich in Panik. Sieht komisch aus, ist aber noch essbar:
Als Aktionsartikel haben wir derzeit die Sprite in der "Mint"-Version hier stehen. Der Abverkauf ist bislang eher zurückhaltend, dabei laufen die Produkte aus dem Hause Coca Cola sonst eigentlich immer ganz gut.
Ich hatte eben die Idee, sie auch mal zu probieren. Zwei Kollegen bekamen das mit und warten mich vor: Hinten im Aufenthaltsraum steht eine offene Flasche für die Kollegen. Ausnahmslos jeder, der sie hier aus dem Team probiert hat, mochte sie nicht. Ach, so schlimm wird es schon nicht werden, dachte ich, und nahm mir eine eigene Flasche mit nach hinten.
Der erste Schluck war schon hart. Der zweite war kaum besser. Nach dem dritten Versuch ging es dann. Versuch Nummer vier hat mir den Rest gegeben, woraufhin ich den Rest aus der Flasche ("Rest", sie war ja noch fast voll …) direkt in den Ausguss geschüttet habe.
Jetzt habe ich wirklich Sorge, dass wir auf der halben Palette mit den vielen Flaschen sitzenbleiben werden. Ich meine, diese Sprite schmeckt wie die flüssige Form eines Montagmorgens, die auch keine Erfrischung sondern eine Mutprobe bietet.
Nee, ernsthaft: Nach dem ersten Schluck war ich mir schon gar nicht mehr sicher, ob es sich überhaupt um eine neue Sprite-Sorte oder um eine besonders kreative Verhörtechnik handelte. Nach dem zweiten Schluck war mir das auch egal und ich hätte alles gestanden, noch bevor man mir überhaupt eine Frage gestellt hätte.
Kurz: Keine Wiederholungsgefahr. Brr …
Ich hatte mich dazu hinreißen lassen, in der Vorbestellung einen Karton mit sechs Kinderplanschbecken (mehr sind sie auch nicht bei beeindruckenden 1,47 m Durchmesser) zu ordern. Eines ist schon verkauft, wenn das Wetter ab dem Wochenende mitspielt, könnte es mit den anderen auch noch was werden. Der Preis (8,99 €) sollte jedenfalls nicht ein Grund sein, die aufblasbaren Dinger nicht zu kaufen.
Kurioserweise steht auf den Kartons nur "Wet Set Collection" und der Markenname "Intex". Verkauft wird das Produkt wohl vor allem über das Bild. Lediglich im Kleingedruckten auf der Rückseite ist die wohl sachlich korrekte Bezeichnung "Drei-Ring-Pool" zu finden.
Die
Cutter haben inzwischen mitsamt Angebotsschild ihren Weg auf einen Aktionsplatz hier im Laden gefunden.
Ob wir sie loswerden? Früher oder später bestimmt. Der Trost ist, dass die Teile kein Haltbarkeitsdatum haben und nachdem sie nun seit Jahren in der Halle eingelagert herumlagen, können sie auch noch ein paar Wochen oder Monate bei uns im Laden überstehen und darauf hoffen, von irgendjemandem gekauft zu werden. Klar bekommt man die online auch günstiger – aber ob ich jetzt 50, 20 oder 10 Cent auf der Schild schreibe, wird vermutlich bei niemandem die Kaufentscheidung beeinflussen.
Mal gucken, wie lange wir uns damit nun herumschlagen.
In der Halle stand im Lagerbereich noch ein großer Karton herum, der an einer Seite schon aufgerissen war. Der Inhalt: Cutter ("Cuttermesser"), hunderte davon in verschiedenen Farben.
Die hatte ich irgendwann und irgendwo mal als Sonderposten bestellt, um sie mit im Onlineshop anbieten zu können. Der Shop hat sich erledigt und so werden wir die Messer nun in den nächsten Tagen hier bei uns im Supermarkt anbieten … (Aber nicht in 6er-Karten, sondern einzeln. Aber dazu später mehr.)
Die
Holy-Startersets mit Shaker sind inzwischen übrigens allesamt verkauft. Da ich jetzt meinen Teil der Abmachung einhalten werde, findet ihr also demnächst einen ganzen Aufsteller mit Holy-Artikeln hier im Markt. Ich gebe zu, dass ich immer noch skeptisch bin, aber zugesagt ist zugesagt.
Vor
gut zwei Jahren erwähnte ich zum ersten Mal an dieser Stelle den "Hafengold"-Likör von Thorsten.
Ich weiß nicht, ob
diese Flaschen auf dem Foto unten die selben wie auf dem Foto im verlinkten Beitrag sind, aber eine Chance dazu besteht immerhin. Nachdem Thorsten nämlich sein Café geschlossen hatte, geschah ein sonderbares Phänomen: Der Likör läuft seitdem bei uns nicht mehr. Die letzten zwei verbliebenen Flaschen stehen hier wie blei und setzen Staub an – kurioserweise, denn früher haben wir so viel davon verkauft, dass der Lieferant mit der Kleinmengen-Produktion kaum hinterherkam und ich ihm teilweise den Auftrag gab, einfach so viel herzubringen, wie er hat.
Zu dieser Entwicklung habe ich eine Theorie: Das Café war nur 300m von uns entfernt und dort wurde dieses Getränk natürlich ebenfalls ausgeschenkt. Ich vermute, dass die Abverkäufe dadurch entstanden, dass Thorstens Gäste wissen wollten, wo sie Nachschub kaufen können. Café weg, Gäste weg, Kunden weg, so einfach.
Akut haben wir noch nicht die Not, die beiden Flaschen loswerden zu müssen, aber ich denke, ich werde sie noch irgendwann im Laufe dieses Jahres mit Sonderpreisen versehen und auf den Restetisch stellen. Schade drum.
Nach
dem alten Zustand unseres Regals mit Putztüchern, Müllbeuteln und Haushaltsfolien, ist die neue Platzierung ein Unterschied wie Himmel und Hölle.
Zugegebenermaßen war ein Teil der Lücken dadurch entstanden, dass wir Artikel umplatziert haben, die nun in den beiden Regalmetern mit Kerzen und Einweggeschirr stehen. Abgesehen von diesen Lücken war auch der Rest im Laufe der Jahre ziemlich durcheinandergeraten, aber dieser Zustand ist Geschichte.
Nun haben wir Gefrierbeutel nebeneinander, Müllbeutel nach Größen und Typen sortiert in einem Block, Putztücher und verwandte Artikel stehen ebenfalls thematisch passend gruppiert im Regal – doch die beste Neuerung: Die großen Kanister mit destilliertem Wasser müssen nicht mehr auf dem Fußboden herumstehen, sondern passen nun auch mit ins Regal. Dazu in ausreichender Menge. Ich bin begeistert und freue mich über eine weitere, gelungene Neuplatzierung.
Die nächsten Themenbereiche sind das Süßwarenregal, das Weinregal, die großen Kühlregale, Nüsse und Trockenfrüchte und ein Teil der Nährmittel, vor allem Puddingpulver und Backmischungen. Aber eine Warengruppe nach der anderen werden wir schön machen und dann können wir wieder von vorne anfangen.
PS: Der Pfeiler steht nicht unmittelbar vor dem Regal, der Platz dahinter ist also auch genutzt, wie man im oben verlinkten Beitrag ganz gut erkennen kann.
Die Mama-Ramen, die
hier so rotationslos herumstehen, haben nun zu einem Teil bereits ihre Mindesthaltbarkeitsdaten erreicht. Dutzende Packungen, es könnte schon eine dreistellige Zahl sein, stehen nun zum halben Preis zu einem Teil noch auf dem Aufsteller, zum anderen Teil auf dem Restetisch an der Kasse.
Selbst jetzt ist der Andrang verhalten. WARUM will die Dinger keiner haben? Diese Nudelgerichte laufen und liefen eigentlich immer wie blöde bei uns – aber diese "Mama"-Produkte haben einen unglaublichen Rumstehfaktor. Wieso ist das so? Kann mir das jemand erklären? Kann mir jemand Kunden erklären?
Dieser Diebstahl von Milka-Schokolade war übrigens der letzte, den es bei uns bis auf Weiteres gegeben haben wird.
Wir haben von Milka zwar noch die Kekse, aber nachdem sie nun gänzlich abverkauft wurde keine einzige Schokoladentafel von dieser Marke mehr im Sortiment. Keine
100 90-Gramm-Tafeln und auch die großen nicht mehr. Nix. Null. Nüscht.
Bislang scheinen es die Kunden mit Fassung zu tragen, die Nachfrage geht gegen Null.
Immerhin: Von den Holy-Startersets, die wir nun
seit einer Woche hier im Regal stehen haben, ist nur noch ein Exemplar übrig.
Ich denke, es wird darauf hinauslaufen, dass wir demnächst mal das ganze Display hier im Laden stehen haben werden. Ich bin ja zugegebenermaßen immer noch skeptisch, aber der Angler muss ja bekanntlich dem Wurm und nicht dem Fisch schmecken, oder so ähnlich.