Der Aufsteller mit den Collab-Drinks aus Island
steht nun seit rund drei Monaten hier auf der Fläche. Verkauft haben wir schon ein paar Dosen, aber man kann nicht sagen, dass die Produkte sich hier zum Renner entwickelt haben.
Mit derartigen Erwartungen war ich zwar auch nicht an die Sache rangegangen, aber nachdem mir das Produkt immer wieder mal begegnet war, dachte ich, dass das Risiko nicht allzu groß sein dürfte. Das war aber wohl der berühmte Satz mit x, denn die Dosen setzen sich nicht ab, sondern Staub an.
Noch kommen wir mit den MHDs nicht in Konflikt, das wird erst im Herbst interessant. Die Dosen mit der kürzesten Laufzeit halten immerhin bis Oktober, die anderen bis November. Mal gucken, was bis dahin noch von der Ware übrig sein wird …
Nach nur drei Tagen haben wir nun aus den beiden großen Gittertischen und den noch verbliebenen beiden Aufstellern einen einzigen Tisch gezaubert. Reduziert laufen die Saisonsüßwaren bekanntlich immer, aber so ist das natürlich nicht vorgesehen gewesen.
Ich rege mich nicht auf, das gehört dazu und nächstes Jahr können wir dann mit anderen Mengen und Artikeln bis zum Ellenbogen ins Klo greifen.
Auch knapp drei Monate später hat sich der Aufsteller mit den MAMA-Nudelgerichten nicht nennenswert verkleinert. Es ist unfassbar, dass die Artikel diesmal so gar nicht laufen wollen. Wie gesagt, vor wenigen Jahren noch habe ich teilweise quer durch die unterschiedlichen Marken gleich mehrere Aufsteller gleichzeitig von Ramen und Nudelgerichten hier auf der Fläche stehen gehabt und man konnte zusehen, wie sie leerer wurden.
Bei den kleinen MAMA-Tütchen scheint irgendwie ein Warnhinweis dranzuhängen, den ich nicht sehen kann. Dumm ist nur, dass wir da diesmal sogar schon langsam mal die Haltbarkeitsdaten genauer im Blick behalten sollten. Ich denke, da werden wir in den nächsten Tagen mal mit einer dezenten Preisreduzierung anfangen …
(Wenn
das nicht der Ladenhüter des Jahres wird, dann weiß ich auch nicht.)
Das war's. Alles reduziert und die Aufsteller sind aufgelöst.
Memo an uns selber (mit vielen Fotos): Nächstes Jahr definitiv weniger Ostersüßwaren bestellen. Es sind zwar nicht enorme Massen (in absoluten Zahlen), die übrig geblieben sind – aber in Relation zu den relativ geringen Mengen, die wir ohnehin nur bestellt hatten, ist es eben schon eine ganze Menge.
Der ideale Zeitpunkt, an dem man anfängt, die Saisonsüßwaren zu reduzieren, ist ziemlich schwer zu treffen. Beginnt man zu früh, verschenkt man den Ertrag an die Leute, die die Produkte auch zum regulären Preis gekauft hätten. Beginnt man zu spät, wollen Kunden die Produkte unter Umständen gar nicht mehr haben. Eierlikör-Marzipan geht auch nach dem Fest, Schokoladenosterhasen tun sich da schwerer.
Diesen Zeitpunkt zu erkennen, erfordert etwas Erfahrung – und natürlich muss man auch die aktuelle Situation vor Ort bewerten. Wir haben nun doch schon zwei große Gittertische aufgebaut und zwei Kollegen beginnen in diesen Minuten damit, bereits die ersten Artikel zu reduzieren. Die vorhin bereits erwähnten Kinder-Joy-Doppelpacks, aber auch ganz viele Artikel von Milka und, der weiße Aufsteller ist unten auf dem Bild zu sehen, die Massen an Niederegger-Marzipan. Die Preise haben es leider in sich und bei über 10 Euro für eine Packung Marzipan-Happen entscheiden sich viele dann eben doch für andere Produkte.
Eigentlich laufen (oder liefen bisher) die Ostersüßwaren ganz okay. Es sind bei Weitem nicht solche Massen gewesen, wir wir in der (Vor-)Weihnachtszeit hier raushauen, aber darauf nehmen wir ja schon bei der Bestellung Rücksicht und halten uns entsprechend zurück.
Mit einem Artikel sind wir aber in diesem Jahr wohl gewaltig auf die Fresse gefallen: Zweierpacks "Kinder Joy" von Ferrero – da steht noch fast der komplette Aufsteller hier auf der Fläche. Noch haben wir noch gar nichts von den Osterartikeln reduziert, aber zur Schadensbegrenzung werden wir damit wohl noch im Laufe des Tages anfangen und nicht bis nach den Feiertagen warten.
Memo: Nächstes Jahr noch weniger bestellen. Dass das Thema Ostern hier bei uns so schlecht funktioniert, ist echt erstaunlich. War aber an diesem Standort schon immer schwach und ein mühsames Geschäft …