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Zitat vom Alfons

Alfons Frenk, Vorstandsvorsitzender der Edeka AG äußerte auf der Jahrestagung seines Unternehmens ein interessantes Zitat:
Man kann sich viele Modelle vorstellen: Warum sollten Discount-Flächen nicht auch von selbständigen Unternehmern geführt werden?
Eben. Ich plädiere nach wie vor für Service und Sortiment, aber an manchen Standorten muß man sich einfach anpassen und zur Not, so wie jetzt in Achim, eine straffere Linie gefahren werden.



(Bild: EDEKA)

Jütro Fertiggerichte - Ausgelistet

Am 12. März berichtete ich über ein paar leckere Fertigmahlzeiten aus dem Hause Jütro. Raus aus der Tiefkühlung, rein in die Mikrowelle und nach 10 Minuten hat man ein ziemlich leckeres Essen, das sich für ein Fertigfutter durchaus sehen lassen kann.

Eine der Sorten, nämlich "Penne mit Hähnchenbrust" habe ich mir wenigstens 1-2x pro Woche einverleibt. Einen kompletten Karton hatte ich hier in der Firma immer im Kühlraum stehen.
Und nun: Ausgelistet - und das gleich bei allen Sorten. Sehr, sehr schade. Mir ist allerdings auch nie Werbung für die Schalen begegnet und so hat unsere SPAR-Großhandlung von meiner Lieblingssorte im gesamten Zeitraum gerade mal 20 Kartons davon ausgeliefert. Mindestens die Hälfte wahrscheinlich an mich. Ohne Werbung läuft's eben nicht. Böser Tiefkühlkosthersteller. :-(

Agentur für Arbeit II

Nachdem ich mir zwei Minuten die Wartemusik anhören durfte ("Wir sind gleich persönlich für Sie da...") kam die Info, daß ich doch bitte zu einem späteren Zeitpunkt anrufen soll, bevor die Verbindung automatisch getrennt wurde.

Schönen Dank. :-(

Für'n Schnaps und was zu Rauchen

In einen nahegelegenen extra-Verbrauchermarkt ist heute früh ein Mann eingebrochen. Seine Beute soll sich wohl in den Dimensionen von einer Stange Zigaretten plus einer Flasche Alkohol bewegt haben.

Der Sachschaden an der Schaufensterscheibe, der dort durch den Gullideckel entstanden ist, dürfte weitaus höher liegen als der Wert der gestohlenen Ware.

Hier bei mir - Toi, Toi, Toi - ist sowas zum Glück noch nie passiert.

Leerstände

Ich wohne ziemlich genau 15km vom Laden entfernt. Mein Weg zur Arbeit führt mich an inzwischen zehn leerstehenden Geschäften vorbei: Apotheke, Schuhgeschäft, Bäckerei, Gemüseladen, Matratzendiscounter, Tankstelle, Florist, Motorradzubehör, Friseur und ein Ingenieursbüro.

Ziemlich erschreckend, sowas...

Theoretiker

Wir haben heute den ganzen Tag alle nur an Pause gedacht.

Wie gesagt: Gedacht.

Empfangskomitee

Es ist schon witzig, wenn man um 5:40 Uhr morgens zur Arbeit kommt und dort sechs Frauen vor der Tür stehen und auf Einlaß warten.
Nicht so witzig für die Mitarbeiter, die dort schon seit 5:00 Uhr morgens stehen.
Sorry. Hab' verschlafen. Kann ja mal vorkommen. Guten Morgen! :-)

Networking

Ob ich Interesse daran hätte, mehr Geld zu verdienen, fragte sie am Telefon. Mit "wenig bis gar keiner" Arbeit könnte ich mir durch den Aufbau eines "Vertriebsnetzes" eine sichere Existenz aufbauen, mit der ich einer sorgenfreien Zukunft entgegen sehen könnte. Nein, sie ist kein "Headhunter" und es würde sich bei dem "System" auch nicht um ein Schneeballsystem handeln. Ich könnte selber entscheiden, wie weit ich mein Netz, meine "Pipelines" in den 80 Ländern, in denen das Unternehmen aktiv sei, verlegen möchte. "Mehr Freizeit" war das Hauptargument um mich für den Vertrieb der Produkte von über 1000 Produzenten zu begeistern, aber auch "mehr Freiheit", "Reisen", "schöneres Zuhause", "finanzielle Sicherheit" und noch einige Dinge mehr, die sich im Grunde jeder im Überfluß wünscht.

"Naja", dachte ich mir. "Ansehen kann man sich die Sache ja mal." - und so vereinbarten wir für gestern Nachmittag einen Termin hier im Laden. Ich muß zugeben, daß Frau J. eine sehr sympathische und gut aussehende Frau ist - aber so wirklich überzeugen konnte sich mich nicht von der Sache. Sie berichtete weiter: "Networking" sei sogar ein Studiengang an der FH in Worms und die IHK würde ebenfalls mit ihnen zusammenarbeiten. Das klingt ja schonmal recht seriös.
Sie berichtete weiter, daß seit 30 Jahren mit dem System von "Network 21" Leute vom "Selbständigen" (viel Arbeit) zum "Unternehmer" (viel Freizeit) verwandelt werden.
Frau J. gab mir noch ein Buch, das ich mir mal in Ruhe duchlesen oder wenigstens überfliegen sollte. Das 143seitige Paperback sei von einem "neutralen Marketingprofessor" geschrieben und wäre der definitive Beweis für die Richtigkeit des Network-Marketing. Den Eindruck der Neutralität hatte ich allerdings nicht: Der liebe Professor benutzt in dem Buch Fachausdrücke der Firma "Network 21", ohne sie näher zu erläutern. Ein interessierter Leser ohne weitere Informationsmöglichkeiten bleibt streckenweise im Unklaren darüber, was mitunter in dem Buch genau gemeint ist. Abgesehen davon kam mir das ganze Buch wie eine Gehirnwäsche vor. 143 Seiten in einem Stil, den auch der auf "lustigen Ausflugsfahrten" ( "Mit Verkaufsveranstaltung - Teilnahme freigestellt!" ) Heizdecken und Magnetarmbänder verkaufende Lieblingsschwiegersohn benutzt. Rethorische Fragen ("Wollen Sie nicht auch xyz sein, haben, machen?" - Klar, natürlich wollen wir. Das will jeder!) am laufenden Band und bergeweise Floskeln und Rhabarberkompott:
· Obwohl Zeit-gegen-Geld-Pläne einem harte Arbeit abverlangen, kann nur der Residualeinkommensplan zum ultimativen Ziel zeitlicher und finanzieller Freiheit führen.
· Der Geschäftsplan für Das Geschäft schafft Vermögen, weil er Menschen dafür belohnt, dass sie raffinierter, nicht billiger einkaufen und dann anderen beibringen, das gleiche zu tun.
· Das Geschäft funktioniert als System von Gewinnbeteiligungen. Darum sind Gewinne so wichtig.
· Sie wollen nicht als Arbeitnehmer behandelt werden!
· Sie sind es müde und leid, leid und müde zu sein.
· usw...

Zu dem Thema habe ich im Web einige Diskussionen gefunden und viele, sogar sehr viele Meinungen gelesen. Es scheint tatsächlich so zu sein, daß einige mit dem System bequem zu Geld gekommen sind. Die meisten Teilnehmer dürften bei diesem Prinzip allerdings auf der Strecke bleiben.

Wenn das alles so toll ist, dann frage ich mich, warum Frau J. nicht längst irgendwo in der Karibik am Strand liegt und sich so verwöhnen läßt, wie sie es verdient hat. Freiwillige gäbe es sicherlich genug - und wenn nicht, bräuchte sie bloß ihre Visa-Karte aus dem Bikini zu ziehen und alle würden ihr zu Füßen liegen. Nein, stattdessen reist sie durch die Gegend und versucht, Leute dafür zu begeistern, zwar einerseits knallharte Geschäftsleute zu werden, aber dann nicht gegeneinander, sondern miteinander zu arbeiten. Das klingt dermaßen naiv, daß sich mir die Nackenhaare aufstellen. Sorry, aber wenn ich die ultimative risikolose(!) Geschäftsidee hätte, würde ich sie nicht mit jemandem teilen. Zumindest nicht per Aquise mit wildfremden Leuten.

Ich werde ihr am Samstag das Buch zurückgeben und mich für das freundliche Gespräch bedanken. Interesse an einer Zusammenarbeit mit Network TwentyOne habe ich nämlich in keinster Weise.

Claudi 23

Werbe-SMS:
STOP: Claudi 23 z.Zt Daheim wegen Urlaub sucht einen Herren der mich daheim besucht ! diskret und ohne finanz. Interesse !

Bei 1,99€/SMS kann ich das mit dem fianziellen Interesse nicht so ganz glauben. Abgesehen davon, plenkt Claudi und hat es auch ansonsten nicht so sehr mit korrekter Zeichensetzung.

Auto verkaufen?

Es hat ja wirklich nicht lange gedauert, bis sich ein neuer Interessent für mein Auto gefunden hat. Ein 6 Jahre alter Volvo V70 scheint unter Hinterhof-Autoschiebern immigrierten Gebrauchtwagenhändlern irrsinnig heiß begehrt zu sein.

Ich will den Wagen aber nicht verkaufen, denn er bietet nämlich schön viel Platz für alle möglichen Transporte. So gönnte ich mir auch diesmal wieder den Spaß, trotzdem die Nummer anzurufen, ganz naiv zu tun und ein bißchen zu schachern:

Hallo?

Harste, Guten Tag. Ich hatte hier eine Karte an meinem Wagen.

Was für ein Auto.

Volvo V70

Baujahr?

Neunundneunzig.

Wie viele Kilometer?

Hunderfünfundsechzigtausend.

Wieviel wollen sie dafür?

Neuntausend?

Kein Interesse.

Aber Sie haben doch die Karte da rangesteckt auf der stand, daß sie den Wagen gerne kaufen würden..?

Zu teuer.

Was heißt denn "Zu teuer"? Das Auto ist in gutem Zustand und...

...nein, kein Interesse. [klick]

Hehe. ;-)

Garantie, Gewährleistung und ein Router

Vor rund 1,5 Jahren kaufte ich bei Media Markt einen neuen Laptop mitsamt W-LAN-Zubehör: Ein Router/Access-Point und eine PCMCIA-Karte für den Rechner. Vor einigen Wochen hat der Access-Point im wahrsten Sinne des Wortes "über Nacht" das Zeitliche gesegnet. Ich suchte auch gleich den Kaufbeleg aus dem Ordner und brachte das offenbar defekte Gerät zurück zum Media Markt.
Rund zwei Wochen, nachdem das Teil eingeschickt wurde, bekam ich die Info, daß es irreparabel sei und dem Kunden (also mir) eine Gutschrift ausgestellt werden sollte. So bekam ich im Service-Center einen Beleg, auf dem stand, daß mir ein "gleichwertiges Ersatzgerät" ausgehändigt werden soll. Ganz naiv optimistisch ging ich in den Media Markt und suchte mir einen schönen Router aus. Mein alter kostete ursprünglich 129,- Euro und ich dachte mir, daß ich mit einem Gerät für 69,- Euro ("Das beste, was wir hier haben...") gut bedient sei, ohne dem Geschäft großartige Verluste zu bereiten. Idealerweise hätte ich natürlich das gleiche Modell wieder genommen - aber der wurde inzwischen ausgelistet und war nicht mehr verfügbar.
Der Verkäufer erzählte mir noch etwas davon, daß mein altes Gerät inzwischen im Preis gesenkt wurde, so daß die Gutschrift etwas kleiner ausfallen würde. Das war mir natürlich völlig egal, denn ich wollte ja nur mein Netzwerk wieder zum laufen bringen. An der Kasse dann die große Überraschung: Statt, daß mir noch 29,- Euro ausgezahlt wurden, sollte ich noch 40,- Euro dazuzahlen.
Es fiel mir schwer, mich zu beherrschen. Sehr schwer. Ich hatte da also ein defektes Gerät, für das ich vor nicht einmal 2 Jahren 129 Euro bezahlt habe und sollte noch 40 Euro dazuzahlen, um ein Austauschgerät zu bekommen, das bei Media Markt für 69 Euro verkauft wird.

Der Geschäftsführer der MM-Filiale erzählte mir, daß das alles rechtens sei und daß der Verkaufspreis "meines" Gerätes zuletzt bei 29 Euro lag. Und diese Summe dürften sie nur gutschreiben, weil ihr Großhändler (Ingram Micro) ebenfalls nur diesen Betrag erstatten würde.

Das klang für mich alles sehr seltsam und vor allem nach dreister Abzocke und so begann ich, mich genauer mit dem bestehenden Recht zu beschäftigen. Und das sieht so aus:
Auf jedes Gerät gibt es eine Gewährleistung von 2 Jahren, für die der Verkäufer verantwortlich ist. Allerdings gilt dies nur im ersten halben Jahr beinahe uneingeschränkt. In den restlichen 18 Monaten muß der Käufer beweisen, daß das Gerät schon beim Kauf mit dem Mangel behaftet war - ein Beweis, der nur durch einen Sachverständigen erbracht werden kann und sich bei kleineren Anschaffungen im Wert von bis zu einigen hundert Euro folglich nicht lohnt.

Unabhängig von der Gewährleistung gibt es oftmals vom Hersteller noch zusätzlich eine Garantie. Diese Garantie kann unterschiedlich aussehen und ist eine freiwillige Leistung des Herstellers. Im meinem Fall, es handelt sich dabei übrigens um die Firma D-Link, sieht es so aus, daß ich zwei Jahre lang ohne weitere Diskussion ein Austauschgerät bekommen hätte! Mehr wollte ich ja von Anfang an nicht.
Es folgten allerdings ein paar neue Probleme: Um den Router zu tauschen, hätte ich ihn einschicken müssen. Media-Markt konnte mir meinen defekten allerdings nicht zurückgeben, da der sich "irgendwo" bei Ingram Micro befand.

Ein paar Telefonate später hatte ich dann den Abteilungsleiter bei Media Markt erst davon überzeugt, daß ich Anspruch auf das gleiche Gerät hätte und ihn dann noch dazu gebracht, mir aus einer anderen Filiale eines zu besorgen (es gab in allen Media-Markt-Filialen hier im Norden gerade noch ein knappes Dutzend der Geräte) und mir dann noch per Post nach Hause zu schicken.

Abschließend stelle ich fest, daß Media Markt sich zwar rechtlich absolut richtig verhalten hat, man die ganze Situation aber mit etwas mehr Kulanz und Entgegenkommen deutlich unkomplizierter und mit einem positiven Eindruck hätte lösen können!

Wenn ich noch einmal ein Problem mit einem Gerät habe, werde ich mich jedenfalls zukünftig zuerst ausführlich über die Garantieleistungen des Herstellers informieren, bevor ich den Weg über die Gewährleistung wähle.

Und auch heute wieder Faxwerbung

Leider erschließt sich mir so gar nicht, was die mir überhaupt verkaufen wollen...

Viel Text auf der Seite, der durch die unruhige Anordnung und verschiedene Schriftgrößen und -Arten gar nicht zum kompletten Durchlesen motiviert.
Das ganze Schreiben ist sehr persönlich verfaßt. "Sehr geehrter Herr Harste", steht dort und "Schnappen Sie sich jetzt noch schnell einen akademischen Titel mit hoher Anerkennung, dessen Wert von Jahr zu Jahr wächst..."

Mein Selbstbewußtsein ist glücklicherweise groß genug, um auch ohne einen erkauften "Dr. h.c." zurechtzukommen. Außerdem: Welcher akademische Titel gewinnt denn im Laufe der Zeit an Wert?

So ein Quark. --> Ablage rund.

Unschlüssig

Der Kalender sagt, ich soll Grillfleisch bestellen.

Beim Blick nach draußen tendiere ich allerdings eher zu Steckrüben und Suppengemüse für einen kräftigen Eintopf.

Auto kaufen?

Wer kennt sie nicht, die Visitenkarten mit dem Text "Wollen Sie Ihr Auto verkaufen?", die einem regelmäßig unter die Scheibenwischer oder zwischen die Türgummis geklemmt werden...

Scherzeshalber habe ich vorhin dort angerufen. Man ist ja neugierig, was die einem noch für sein Auto bieten wollen.
Erstaunt war ich über die Frage, was ich denn für meinen noch haben möchte. "Aber sie haben doch mich gefragt, ob ich den Wagen verkaufen will. Da werden Sie doch irgendeine Preisvorstellung haben. Was bieten Sie mir denn dafür?"

"Da muß ich erst einmal drüber nachdenken. So genau kann ich das jetzt nicht sagen."

Ich glaube nicht, daß die sich wirklich wieder bei mir melden.