Post von der Staatsanwaltschaft über einen Ladendiebstahl:
[…]
Der angerichtete Schaden ist verhältnismäßig gering.
Ich habe deshalb von der weiteren Verfolgung der Straftat abgesehen […].
[…]
Würde gerne mal die Meinung der Justizangestellten, des Staatsanwaltes oder eines Richters hören, wenn einem von ihnen eine Sache für ein paar Euro fünfzig gestohlen worden wäre.
Ich könnte schon wieder gleich
drei Beiträge zum Thema Diebstahl und Vandalismus veröffentlichen. Das muss ich auch noch hier im Blog loswerden, kommt aber in den nächsten Tagen erst. Sind die Zeiten so schlimm oder haben die in kriminellen Kreisen einen Flashmob gegen mich geplant?
Da hat sich der erste "Kunde" des Tages direkt nach dem Besuch am Leergutautomaten erstmal eine Dose Bier in die Umhängetasche gestopft und versucht, diese unbezahlt aus dem Laden zu bekommen. Dumm nur, wenn einem die eigene auffällige Erscheinung einen dicken Strich durch die Rechnung macht.
Hab den Typen ausnahmsweise einfach nur so rausgeworfen. Mir mangelte es um kurz nach sechs Uhr am frühen Morgen an Nerven für das volle Programm.
Es gibt wohl nichts, was hier noch nicht geklaut wurde:
Ein junger Erwachsener, nach eigener Aussage ein Stammkunde von uns, hat sich im Laden recht umständlich eine Getränkedose in den Rucksack gesteckt, während er diesen sogar noch auf dem Rücken trug. Sollte wohl der Sofortrabatt für die bezahlten zwei Flaschen Bier werden.
"Das ist ein Missverständnis, das war nur ein Versehen. Ich lege ja auch immer mal die Bierflaschen da rein, um sie besser zur Kasse tragen zu können", redete er sich heraus.
Tzja – nun braucht er einen neuen Stammladen.
Seinen leeren Rucksack zeigte der Typ an der Kasse brav vor. "Ich habe nichts" gefunden, kommentierte er das leere Behältnis und wollte gerade gehen. Viel weiter kam er allerdings nicht, da ich mich ihm in den Weg stellte und den Ladendieb ins Lager komplimentierte.
Im Rucksack hatte er tatsächlich keine Ware von uns. Aber trotzdem wollte er mit immerhin 22 Tafeln Schokolade flüchten. (Frage mich ja, ob es Absicht oder ein dummer Zufall war, dass er die teuren laktosefreien Varianten eingepackt hatte.) Wo er die überall untergebracht hat, wenn nicht im Rucksack? Nun: Jackentaschen, Innentaschen, Hosentaschen, Hosenbund, Socken (!) und sogar im Innenfutter der Jacke…
Nachdem wir immer wieder
leere Maronen-Packungen im Laden gefunden haben, hatten wir die letzten Pakete ins Lager gebracht und in der Gemüseabteilung einen entsprechenden Hinweis befestigt.
War mir aber irgendwie auch zu blöde und so entschied ich vor ein paar Tagen, dass wir die Maronenpackungen auszeichnen und in den Laden legen. Entweder sie werden verkauft oder auch wieder geklaut, aber das war mir egal. Fest stand nur der Entschluss, diesen Artikel danach auf keinen Fall wieder nachzubestellen.
Nun haben wir vorhin die letzten beiden Packungen ebenfalls mal wieder leer zwischen der anderen Ware gefunden. Gut gemacht, Arschloch. Das war's dann mit diesem Produkt hier bei uns.
· Leergut abgeben
· Katzenfutter kaufen
· Tüten Bonbons klauen
· Anzeige, Hausverbot
Alles ganz normal…
Diesen Deckel habe ich im Kaffeeregal gefunden. Verkaufen lässt sich das Glas Instantkaffee so natürlich nicht mehr. Also von uns sowieso nicht, ist ja weg. Aber sollte irgendein Junk das geklaut haben, um es an einem der vielen dubiosen Kioske zu versetzen, wird er vermutlich eher keinen Erfolg haben. Vielleicht hat den Kaffee aber auch jemand nur für den Eigenbedarf eingesteckt, dann dürfte das Problem mit dem Deckel eher nebensächlich sein.
Auch sauer bin ich allerdings auf den oder die Mitarbeiter/in von mir, die das Sicherungsetikett einfach so in den Deckel geklebt hat. Abgesehen davon, dass das Etikett so viel zu leicht zu erkennen und zu entfernen ist, macht man damit u.U. auch die Versiegelung des Glases kaputt, so dass der Kaffee an Aroma verliert. Dabei haben wir hier so viele andere erprobte Möglichkeiten, die Etiketten an- und unterzubringen…
VIER leere Packungen Bio-Maronen hat ein Kollege in unserem Nudelregal gefunden. Möge dem Ladendieb beim Rösten der Kastanien der Herd in Flammen aufgehen.
Was geht da in manchen Kunden vor? Vermutlich verlaufen die Gedanken da etwas so: "
Oh, eine Packung mit der Aufschrift "Alufolie", auf der an zwei Seiten in Form eines Fotos eine halb abgerollte Rolle Aluminiumfolie abgebildet ist. Sogar auf dem Schild am Regal steht Alufolie
– da muss ich doch gleich mal nachsehen, ob da auch wirklich Alufolie drin ist."
Es gibt wirklich nichts, was hier nicht geklaut wird…
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Blick von unten gegen einen der Fachböden im Körperpflege-Regal. Man kann Diebstahl einfach nicht zu 100% vermeiden. Wer klauen
will findet auch einen Weg. In diesen Fällen wurden Warensicherungsetiketten gefunden, abgelöst und unter den Fachboden geklebt.
Aber man kann ja nun nicht
alles einschließen…
Nicht unbedingt schön, aber doch immerhin zweckmäßig ist ein Schild, das bei uns in der Getränkeabteilung einfach immer auf irgendwelchen Bierkisten liegt:
Warum jemand versucht, sowas zu klauen, ist mir ein Rätsel…
Im Waschmittelregal habe ich dieses abgerissene Warensicherungsetikett gefunden. "Abgerissen" beschreibt es nicht ganz. Man braucht schon ziemlich viel Kraft und idealerweise auch ein stabiles, spitzes Werkzeug, um die Teile zu durchtrennen.
Leider ließ sich auch mit Hilfe der Videoanlage nicht ermitteln, wer der Täter war. Das "Bottle Tag" könnte schon mehrere Tage hinter den Waschmittelpaketen gelegen haben. Aber dennoch beeindruckend, mit was für einer Gewalt und auch welchem eisernen Willen manche Ladendiebe vorgehen.