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Carolinen-Gläser

Gleich zwei Kartons mit jeweils drei "Carolinen Brunnen"-Gläsern trudelten hier per Paketdienst ein. In jedem Päckchen lag ein Zettel:
Vielen herzlichen Dank für Ihre Teilnahme an unserer Sammelpunkt -Aktion. Heute erhalten Sie das Carolinen Gläser-Set mit 3 Design-Gläsern in verschiedenen Farbene – für noch schöneren Carolinen Genuss!
An irgendeiner Sammelpunkt-Aktion habe ich nicht teilgenommen. Ich vermute mal, dass mir da einfach irgendein anonymer Blogleser etwas Gutes tun wollte. Vielen Dank dafür. :-)


Die unauffindbare Hausnummer

Der Fahrer eines bekannten Paketdienstes kam mit einem mittelgroßen Karton unter dem Arm in den Laden. Die Sendung war gar nicht für mich bestimmt, der Fahrer suchte nur Hilfe bei mir:
Ich soll das Paket hier in einer der Seitenstraßen zustellen, aber es gibt da keine Hausnummer 274. Da dachte ich, ich frage hier mal nach, vielleicht weiß das ja jemand.
Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass es in der kleinen Straße auch nur annähernd dreistellige Hausnummern geben würde. Der Name der Empfängerin sagte mir gar nichts, aber netterweise hatte der Absender, ein kleiner Onlineshop für Textilien, seine kompletten Daten inklusive Telefonnummer auf dem Päckchen hinterlassen. Also rief ich kurzerhand dort an.

Der Shopbetreiber freute sich sehr darüber, dass wir uns hier so eine Mühe für ihn, bzw. seine Kundin machten. Ich nannte den Namen der Kundin, er sah kurz in die entsprechenden Auftragsdaten und hatte auch prompt die Verantwortliche dafür gefunden, dass das Paket nicht korrekt zugestellt werden konnte: Seine Mitarbeiterin. Die hat den Paketaufkleber nämlich ausgefüllt – und zwar handschriftlich. Und so wurde aus "27A" eine deutlich erkennbare Zahl "274". Gnaaaa. :-)

Oetti-Rucksäcke

Mit unserer Ware haben wir einen Karton "Wanderhilfen" von Oettinger-Bier bekommen. Ich bin mir zum einen nicht ganz sicher, warum wir die Teile bekommen haben, zum anderen auch nicht, ob ich mich nun darüber freuen (oder als bekennender Oettinger-Verabscheuer) ärgern soll. :-)

Die Pakete bestehen aus einem Oettinger-Rucksack (mit Kompass), Oettinger-Basecap, singendem Flaschenöffner mit Oettinger-Logo, einem Regenponcho, zwei Flaschen Oettinger und mehreren Mini-Fläschchen Nordbrand-Likör.
Und ich vermute, dass ich die Dinger sogar selber bestellt habe. Als "Nordbrand-Wanderhilfe" sind sie jedenfalls bei uns im Warenwirtschaftssystem eingepflegt und ich vermute, dass sie in den Vorbestellunterlagen genauso hießen. Pah, Vortäuschung falscher Tatsachen. :-P

Naja, sind ja nur 6 Stück (für jeweils 12,99€), die sollten sich schon irgendwie verkaufen lassen.




Bärige Beeren

Ich habe ein paar Artikel aus der Kategorie Süßwaren / Fruchtgummi bei mir im Warenwirtschafssystem eingepflegt. Dass man sich bei der auswahl der Artikel in dieser Reihenfolge mal mit der Aussprache verhaspelt, kann doch mal passieren… :-)
· Saftige Bären
· Fruchtbären
· Schoko-Soft-Bären
· Salzige Bären
· Himbeeren

Käfertrio

Zu später Stunde hat jemand die Maikäfer beim Osteraufbau neu angeordnet. Gut, dass die Schokoinsekten prinzipiell Neutren sind – ansonsten wäre dieser Blogeintrag wohl (trotz der späten Stunde) nicht mehr jugendfrei. :-P


Das fiktive Tagebuch von Oma Anna

"Oma Anna" besucht meinen Laden teilweise mehrmals täglich. Immer wieder verwickelt sie Leute in lange Gespräche, die man auch wegen ihrer lieben Art kaum unterbrechen mag. Mittlerweile aber nur noch andere Kunden, denn meine Mitarbeiter wissen inzwischen, dass man sie einfach nach ein paar Sätzen abwürgen kann, ohne dass sie es einem übel nimmt.
Gestern war sie wieder hier und eine Kollegin witzelte herum: "Die verarscht uns bestimmt alle nur. Die schreibt in Wahrheit ihr eigenes Blog und amüsiert sich darüber, wie alle sie für das arme, alte Mütterchen halten." – Tzja, wer weiß…

Annas Tagebuch

Montag, 10. Januar 2011
Heute werde ich nicht erst zum SPAR sondern zum Wochenmarkt in der Pappelstraße gehen. Nach dem Wochenende sehe ich sonst zu erholt aus und die Leute halten mich für fit und rüstig. Hah!

Mittwoch, 12. Januar 2011
Die Mitarbeiter beim SPAR müssen mich durchschaut haben. Grüßen zwar aus der Entfernung oder im Vorbeihuschen, halten aber nie an. Ob die wirklich so oft telefonieren müssen? Ich glaube inzwischen, die halten sich immer nur ihre ausgeschalteten Handys an die Ohren. Ich werde es noch herausfinden.

Dienstag, 18. Januar 2011
Gut, dass ich auf dem Sperrmüll diesen uralten Rollator mit den abgefahrenen Reifen gefunden hatte. Das zerfledderte Einkaufsnetz und die Roststellen machen genau den Eindruck, den ich wollte: Mittel- wie hilflos. Den Leuten werde ich es noch zeigen.

Donnerstag, 27. Janaur 2011
Mist: Bei SPAR gibt es keine kleinen Packungen Jacob's Krönung mehr. Die waren zwar teurer als die großen, passten aber genau auf die freie Fläche zwischen meinen Monitor und den Kaffeeautomaten. Naja, dann brauche ich den nicht mehr jeden Tag zu kaufen.

Mittwoch, 2. Februar 2011
Hatte mir extra den Wecker gestellt, um die nette Verkäuferin am Kühlregal auf jeden Fall zu erwischen. War aber leider krank. Habe aber Gelegenheit gehabt, einer jungen Mutti dreimal von meiner Hüft-OP zu erzählen.

Freitag, 11. Februar 2011
Endlich wieder ein Erfolgserlebnis im Supermarkt. Ein neuer Mitarbeiter in der Getränkeabteilung war noch nicht "geimpft" und hat eine Stunde lang meiner Geschichte zugehört, während er nebenbei mit mäßigem Erfolg versuchte, Getränkekisten zu stapeln.

Mittwoch, 23. Februar 2011
Der rothaarige Filialleiter hat mir gesagt, dass ich erst gestern eine Packung Kaffee gekauft hatte. Glaubt der, das weiß ich nicht? Er ist drauf reingefallen, als ich sagte, dass ich nur hin und wieder eine Tasse trinken würde. Vermutet wohl, meine ganze Wohnung ist voller versteckter Kaffeepäckchen.

Donnerstag, 3. März 2011
Herausgefunden, dass es wunderbar hilft, sich vor dem Leergutautomaten hilflos zu stellen und die Flaschen verkehrt herum reinzustecken. Schön, wie alle um einen bemüht sind. Einer wird mir zuhören müssen.

Dienstag, 15. März 2011
Bisheriger Tiefpunkt des Jahres: Ein junger Mann, der sich mir als Altenpfleger vorgestellt hat, konnte drei Stunden zuhören und es wurde ihm nicht langweilig. Meine Beine wurden müde und ich brach das Gespräch ab.

Montag, 21. März 2011
Frau Grubner aus dem Skatklub hat in einem ruhigen Moment der zweiten Kassiererin die komplette Geschichte von ihrer Familie und dem Onkel, der in Bassum Tulpen züchtet erzählt. Fast fünfzig Minuten lang. Showkiller. Ich werde neue Pläne schmieden müssen…

Crushed Crushed Ice Bag

Ein Kunde wollte einen Beutel "Crushed Ice" kaufen. Eine Kollegin zeigte ihm unsere Fachabteilung und als sie ihm einen Beutel aus der Tiefkühltruhe ziehen wollte, wurde auch die Funktion der neuen Konstruktion der Tüte klar. Sie ist am oberen Rand perforiert, damit man sie leichter aufreißen kann.

Passiert aber leider auch schon mal, wenn die Tüte zwischen den anderen in der Truhe feststeckt. :-O


Erscheckeroma

Unseren alten "Oma"-Pappaufsteller haben wir übrigens immer noch im Lager stehen. Inzwischen wurde das Teil zwar schon mehrmals hin und her geschoben, aber das "Gurken-Ömchen" ist noch da.

Nun hat jemand beim Aufräumen ein paar Dinge, unter anderem den lebensgroßen Gurken-Aufsteller und einen alten Schreibtisch sehr geschickt zusammengestapelt. Siehe Bild. Wer lugt denn da hinter der Tischplatte hervor? Ich sag's ja: Die Arbeit hier ist nichts für Leute mit schwachen Nerven… :-)


Autorisierte Personen

Als Konsequenz daraus, dass plötzlich eine nicht sehr vertrauenerweckende Person plötzlich hinter ihm an der Bürotür stand, hat der Kollege ein paar Schilder ausgedruckt und am Treppenaufgang und an der Bürotür befestigt.

Die Tür steht normalerweise auf und wenn man die paar Treppenstufen hinaufsieht, kann man den Hinweis lesen:



…wenn die Bürotür allerdings geschlossen ist, weil ich zum Beispiel die Kassenabrechnungen bearbeit habe, wird's schwierig. Gefangen in dem kleinen 2x2m-Raum. :-P




(Ja, natürlich sind Leute, die die Kassenabrechnungen machen, auch dazu autorisiert, das Lager zu betreten.)

Colleague's Column

Zu spät kam der Aufschrei des Kollegen. Als er bemerkte, dass ich meine Kamera auf seinen zwischengelagerten Kistenturm hielt, war das Foto schon "im Kasten". Na, wie gut, dass das PET-Flaschen sind. Also für den Fall der Fälle, also falls es fällt. Sozusagen. :-)