Mit dem Bestellblock in der Hand stand ich in der Gemüseabteilung und habe die für morgen benötigten Mengen in die Listen eingetragen.
Währenddessen bezahlte eine Kundin ihren Einkauf, drehte sich im Eingangsbereich noch einmal um und rief mir lächelnd und freudestrahlend ein lautes "
Tschühüüüs." zu. Ich sah auf: "
Ja, tschüss, bis zum nächsten Mal."
Sie ignorierte meine Worte und setzte zum nächsten Satz an: "
…und grüß' die Elfie ganz lieb von mir. Ich melde mich die Tage mal wieder."
Häh?!?
Da ertönte hinter mir aus Richtung Brotregal eine anderen Frauenstimme: "
Mach' ich. Aber wir sehen uns ja sowieso nächsten Samstag zum Kegeln. Endlich wieder, ich freue mich schon, die anderen wiederzusehen!"
Vom Eingang: "
Ja, mach's gut! – drehte sich um, und ging.
Ach, die meinte mich gar nicht. Das war mir ja im ersten Moment noch unangenehmer, als Leuten, die mit Freisprecheinrichtung telefonieren, zu antworten. Hinterher konnte ich mit der im Markt verbliebenen Kundin aber doch sehr über dieses Verwirrspiel lachen.
Eine Kundin schob während ihres Einkaufs einen Kinderwagen durch den Laden. Das Geräusch, das immer wieder durch die Gänge hallte, war ziemlich laut, schrill und durchdringend.
Weder einem Kollegen noch mir war es jedoch aus der Distanz möglich, den Klang eindeutig entweder dem krähenden Kind oder den quietschenden Reifen des Wagens zuzuorden.
Hmm… Dem Geräusch nach ist gerade in der Getränkeabteilung mindestens eine komplette Kiste Bier in Scherben verwandelt worden.
Ich rege mich jetzt nicht auf, bleibe einfach im Büro hocken und sehe nicht nach, was da los ist. Es sind vier Mitarbeiter anwesend, die sich um das Malheur kümmern können.
(Dank an Jens für dieses Bild!)
Wir haben gerade zu zweit rund 1,5 Stunden lang alte Zeitungen und Zeitschriften gebündelt. Letztendlich haben wir einen unserer Rollcontainer beinahe dreiviertel hoch mit gebündelten Remittenden vollgestapelt. Absoluter Rekord seit Anbeginn dieser Firma.
Ich bin ja mal gespannt, was der Fahrer unseres Pressegrossisten dazu am Montag Morgen sagen wird. Ich befürchte, der wird nicht allzu sehr begeistert sein.
Screenshot unserer Videoanlage.
Na, wer findet Donald?
Vor ein paar Tagen bekam ich ein kleines Päckchen mit einem 200g-Beutelchen Bio-Pfefferkörner. Ein Anschreiben lag nicht dabei, aber am Nachmittag bekam ich diese Mail:
Lieber Björn,
wir sind zwei Kleinunternehmer, die vor kurzem eine zugegeben etwas verrückte Idee hatten, die bestimmt interessant für Deine Leser ist.
Unter dem Motto „Mein Bio-Gewürz. Mein Preis“ bieten wir ausschließlich online unter www.gewuerz-kampagne.de sieben hochwertige Bio-Gewürze an – zum individuellen Preis!
Gibt´s nicht? Doch! So funktioniert es:
Wir versenden die gewünschten Gewürze an den Kunden. Dieser kann ohne Risiko zu Hause probieren und genießen. Jeder Kunde legt individuell seinen persönlichen Preis fest. Eben so viel, wie ihm unsere Gewürze wert sind. Der gewünschte Betrag zzgl. 4€ pauschal für den Versand wird dann überwiesen oder per PayPal innerhalb von 7 Tagen bezahlt.
Hat die Sache einen Haken? Nein.
Garantiert ohne Risiko! Garantiert Fair! Garantiert Biologisch!
Wir sind jung und wollen einfach mal etwas Neues ausprobieren. Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden die hohe Qualität der Bio-Gewürze zu schätzen wissen. Ist ja irgendwie auch eine interessante Gesellschaftsstudie. Wir sind gespannt, ob das Konzept funktioniert.
Über einen Bericht im Shopblogger würden wir uns sehr freuen. Fragen, Wünsche Anregungen? Immer gerne!
Würzige Grüße,
Frank & Nils
So viel "Werbung" für 200 Gramm Pfeffer? Nun: Ich finde die Idee durchaus… –öhm– mutig. Die Kosten für den Versand müssen zwar auf jeden Fall bezahlt werden und selbst, wenn die bezahlten Beträge unter dem Marktdurchschnitt bleiben, dürfte noch ausreichend Marge hängenbleiben – aber ich gebe ernsthaft zu, dass
ich für ein Glücksspielchen keine Lust und Nerven hätte.
Ich könnte mir jedenfalls sehr gut vorstellen, das spätestens dann, wenn es zur Gewohnheit wird, dass Kunden nur noch ein paar Cent für ein Tütchen mit Gewürzen überweisen, die Laune immer weiter verhagelt wird.
Trotzdem wünsche ich den beiden viel Glück. Vielleicht hilft ja dieser Beitrag etwas.
"
Häh?!?", dürfte sich jetzt der eine oder andere Leser wundern. Nun: Vor genau einem Monat hatte ich aufgerufen, mir irgendwelche lustien Fotos zu schicken, die euch bei irgendwelchen Unsinnigkeiten und/oder Verrücktheiten im Supermarkt zeigen. Als Belohnung wollte ich eine große Kiste mit voller Schokolade und Merchandising-Artikeln von Ritter-Sport unter den Einsendern aufteilen.
Ich habe sage und schreibe
eine einzige Zusendung bekommen. Sonja liebt und sammelt (Plüsch-)Gürteltiere und mit ihrem "Papaya" hat sie mal in einem Supermarkt eingekauft.
Hier ihr Blogeintrag dazu und hier noch einmal die Bilder:
Eigentlich hatte sie damit ja nicht gewonnen, da die Bilder zum einen schon aus 2009 sind und zum anderen nicht SIE den Quatsch gemacht hat. Naja, irgendwie schon – aber so war das nicht gemeint. Einfach den Plüschkollegen vor die Linse schieben. Tztz…
Wie auch immer: Da sie letztendlich die einzige Einsenderin war und bis heute geblieben ist, mache ich sie trotzdem zur Gewinnerin und schicke ihr einen Teil (Nicht "ein Teil"!) aus dem Ritter-Sport-Paket.
Und alle andere haben jetzt trotzdem nochmal die Chance auf ein paar Gewinne.
Los, traut euch!!!
Ungefragt Plakate an meine Ladentür zu hängen, akzeptiere ich inzwischen. Zumindest, solange sich die Plakatkleber an meine "Werbefläche" im unteren Bereich der Türen halten und nicht einfach irgendwelche anderen (noch nicht abgelaufenen) Plakate entfernen.
Ungefragt gleich zwei Plakate (an jede Tür eins) genau auf Augenhöhe mit billigem braunen Klebeband (ja, genau, das Zeugs, das Klebespuren hinterlässt) festzupappen, gleicht schon einer ziemlichen Frechheit.
Kleine Genugtuung, dass ich die Dinger nach knapp zwei Stunden entdeckt und gleich wieder abgerissen habe.
An der Kasse lag heute Morgen eine relativ dicke Mappe mit einem speziellen Gutachten. Mit in der Mappe lag eine Rechnung für eben jenes Gutachten. Im Adressfeld der Rechnung stand die Anschrift eines Mannes hier in der Gegend.
Ich wollte das gesamte Paket gerade in einen großen Briefumschlag stecken, um dem Mann seine Unterlagen zurückzusenden, als eine Kollegin anbot, da doch einfach mal eben hinzulaufen und den Brief direkt dort abzugeben oder zumindest in den Briefkasten zu werfen.
Zwanzig Minuten später kam sie mit dem Umschlag in der Hand wieder zurück. "Den kennt da niemand", sagte sie etwas enttäuscht. "Ich habe alle Klingeln und Briefkästen abgesucht und die Mitarbeiter der beiden ansässigen Betriebe gefragt, aber niemandem sagte der Name etwas."
Wir haben es zumindest versucht und vielleicht fällt dem Herrn K. ja noch ein, dass er das Mäppchen doch hier im SPAR-Markt liegengelassen haben könnte.
Bevor es hier das neue Beck's "black currant" gibt, wird jetzt erstmal Beck's "blanc" ausgeliefert. Ernüchternde Erkenntnis: Schmeckte wie das normale Pils.
Ich stand gerade in Kassennähe, als eine Taube in aller Ruhe zunächste vor und dann rund einen Meter weit in den Laden spazierte. Leider so, dass man es auf den Kameras gerade nicht sehen konnte.
Aber wenigstens hat sie wieder den Weg nach draußen gefunden und wir mussten sie nicht mühsam über alle Regale jagen…