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Regaletikett vom 03. Mai 2000

Dieses Regaletikett habe ich in einer Schublade eines kleinen Schränkchens gefunden, das noch einer Ecke in einem kleinen Nebenraum unter etlichem Gerümpel momentan unbenötigten Material stand.

Der Papierschnipsel ist auf den 3. Mai 2000 datiert und stammt dadurch eindeutig aus der Zeit vor meiner Geschäftseröffnung. Damals hatten wir noch fertig bedruckte Etiketten von unserer Großhandlung bekommen, erst ein knappes Jahr später, mit Einführung des Warenwirtschaftssystem, konnten wir hier Etiketten auch selber erstellen.
Warum da kein Preis draufsteht, weiß ich nicht. Entweder ist das Produkt in der Ausstattung (z.B. durch eine Mengenänderung) damals ausgelistet worden oder wir hatten tatsächlich absichtlich keine Preise auf den Schildern stehen, weil wir damals ja noch manuell ausgezeichnet haben. Aber selbst da hatten wir Etiketten mit aufgedruckten Preis.

Ein sonderbarer Fall für's virtuelle Museum. :-)


Hotelgutschein

Eine Frau rief an und wollte mir einen Gutschein für ein Hotel hier in Bremen anbieten. Sie redete eine ganze Weile und erklärte mir, dass ich zum exklusiven Kreis derer gehören würde, die den bekämen. Mit diesem Gutschein ist, wenn man im Hotelrestaurant isst, ab zwei Personen grundsätzlich das Essen für eine Person kostenlos. Dazu wäre eine Übernachtung im Hotel mit drin und in Hotels der gleichen Kette in Berlin würde man auch weniger bezahlen. Ich glaube, sie sprach deutlich über zehn Minuten.

Schließlich stellte ich meine Frage: "Sie werden bestimmt nicht bezahlt dafür, dass Sie herumtelefonieren und diese Gutscheine verschenken.

Nein. Verschenkt werden sollen die Dinger gar nicht. Kaufen kann man sie, und zwar für deutlich über einhundert Euro.

Da soll sich doch ein anderer exklusiv ausgewählter Glücklicher über das Angebot freuen. :-)

Kronkronkorkorkenken

Da hattes es die Maschine, die im Hause InBev die Kronkorken auf die Flaschen drückt, wohl etwas zu eilig. Das Resultat war übrigens keine doppelt gut verschlossene Flasche, sondern ein undichter Verschluss und verdorbener Gersternsaft.


Keine Post

Der Großteil der Post, die ich hier in dir Firma bekomme, bedeutet Arbeit, Stress oder Kosten: Formulare vom Arbeitsamt oder irgendwelchen Versicherungen, Werbung, Behördensachen oder schlicht und einfach Rechnungen.

Trotzdem freue ich mich nach wie vor und seit Jahren täglich auf die Post, Mensch ist nunmal neugierig.

Und nun? Ist der Briefträger der Deutschen Post schon den zweiten Tag in Folge hier vorbeigegangen, ohne auch nur einen einzigen Brief abzuwerfen. Und sogar von den privaten Postdiensten habe ich seit gestern keinen einzigen Brief bekommen. Eigentlich sollte ich mich freuen, aber irgendwie ist das insgesamt eher enttäuschend.

Deh-Zwoh, bitte Fünfzehn!

Bekanntermaßen verkaufen wir bei uns (noch) die Handy-Guthabenkarten zum aufrubbeln. Da wir sie aus Sicherheitsgründen nicht an der Kasse, sondern im Büro lagern, muss auf Anfrage immer die entsprechende Karte nach vorne gebracht werden.

Nun rief meine Mitarbeiterin an der Kasse über die wartenden Kunden einem Kollegen folgendes zu:
"Hey, Franz, D2-15!"
Franz gehorchte sofort und trottete unverzüglich nach hinten.

"Wow!, rief einer der wartenden Kunden. "Das mit den Codes gibt es ja wirklich. Damit kein Kunde mitbekommt, um was es geht, oder? Was haben Sie dem eben gesagt? 'Verpiss dich!'?"

"Nein", antwortete Franz, der inzwischen wieder vorne war. "Sie wollte nur eine Handykarte haben. D2 für 15 Euro."

Hihi. :-)

(Bevor jemand was sagt: Ja, "D2" heißt es nicht mehr. Aber es geht schneller als "Vodafone" und trotzdem weiß jeder, was gemeint ist.)

Zusammengebrochener Chipsaufsteller

Da kommt man morgens nichts Böses ahnend in seinen Laden und dann liegt da ein komplett zusammengebrochener Aufsteller mit Knabbergebäck auf dem Fußboden vor dem Spirituosenregal. Wer war das denn? Und warum? Und wie?

Die Neugierde siegte, ich guckte mir die Videoaufzeichnung durch – und wurde mitten in der Nacht fündig. Ohne jegliches Zutun ist das Ding von ganz alleine umgekippt. Zum Glück belief sich der entstande Sachschaden, vom Arbeitsaufwand für das Wiederaufbauen mal abgesehen, auf exakt null Euro.


Ja, d'rum…Jörn!

Vor ein paar Tagen war mein Ex-Mitarbeiter Stephan hier im Laden und hat nicht nur ein paar Sachen eingekauft, sondern auch seine alten Kollegen besucht. Während wir an der Lagertür standen, fiel im plötzlich etwas auf. Er hielt inne und zog seine Kamera aus der Tasche. "Bleib mal eben so stehen!", ordnete er an und fotografierte mich:



"Ja, und jetzt?", wollte ich wissen.

"Tzja", lachte Stephan, "Jetzt wissen wir endlich, warum dich alle immer 'Jörn' nennen. Das umgeklappte Stück von deiner Weste verdeckt nämlich genau das 'B' auf deinem Namensschild."

Guter Beobachter, der Stephan…


Zehner-Lappen

Schade: Auf dem Foto kommt gar nicht so richtig zur Geltung, wie extram spackig und gammelig dieser alte 10DM-Schein in Wirklichkeit war. Ich drück's mal so aus: Grenzwertig, ihn schon nicht mehr mit nur spitzen Fingern anzufassen. :-O


x~Hx~XXXXxxpxxx-~X@-"xx@@xxX

Vor ein paar Tagen hatte ich für uns einen neuen Backofen gekauft. Was mir erst später auffiel, war der Aufdruck auf dem Kassenbeleg. Spontane Vermutung: Das sollte ein Firmenlogo werden, aber irgendwie wird die Grafik nicht (korrekt) angezeigt. Ansonsten habe ich jedenfalls keine Idee, was das kryptische Zeichensammelsurium bedeuten könnte…


Die Berberritze

Ich habe hier ein paar abgelaufene Zotter-Tafeln der Sorte "Apfel Berberitze" bei mir auf dem Schreibtisch liegen. Immer, wenn ich sie sehe, muss ich in Gedanken den Namen verballhornen: "Apfel-Berber-Ritze."

Und dann denke ich, dass ich mir eine Berber-Ritze eigentlich gar nicht so wirklich vorstellen möchte. :-O