Eigentlich ist es nicht weiter spannend: Das Etikett ist irgendwie verkehrtherum auf das Glas Jogurt geklebt worden, der Stempel kam dann nachträglich drauf.
Mit einem lauten dumpfen Rumpeln sackte der Pappaufsteller mit der gesamten Weihnachtsware von Hachez zusammen. Der Ware ist nichts passiert, aber das Pappteil können wir nicht mehr weiter verwenden. Also steht jetzt erstmal alles (bis auf den Rest in der ehemals untersten, jetzt einzigen, Ebene) ordentlich in Kisten verpackt im Lager. Mal gucken, wann uns der nette Außendienstmitarbeiter ein neues Pappgestellt bringt.
Vor unserem Wurstkühlregal stand minutenlang ein anscheinend herrenloser Rucksack. Kein Kunde im größeren Umkreis beachtete ihn oder wollte ihn haben. Gefährlich sah er nicht aus, eher vergessen.
Eine Kollegin erinnerte sich: "Da hat doch eben diese eine Kundin recht lange im Kühlregal nach einer bestimmten Wurst gesucht. Ich bin mir ganz sicher, dass die den stehengelassen hat. Sie hatte den nämlich erst zwischen ihre Füße auf den Boden gestellt und hat dann langsam durch das Regal gearbeitet.
Glücklicherweise war die Kundin sogar noch im Laden. Sie stand gerade an der Kasse und ihre Artikel wurden gerade von meinem Kassierer gescannt. Die Kundin selber guckte etwas verträumt in die Luft, als ich sie ansprach:
Vermissen Sie etwas?
Nöö… Ich gucke hier nur so herum.
Aber vermissen Sie denn nichts von Ihren Sachen?
Nein… Eigentlich nicht.
Aber der Rucksack hier, der gehört doch Ihnen?
Ach, ja, das ist meiner…
Den hatten Sie vor ein paar Minuten da hinten im Laden am Wurstkühlregal stehengelassen…
Nur wo? Auf der Rückseite von dem Zettel haben wir sie jedenfalls nicht gefunden. Und auch sonst gab es keine weitere bedruckten Teile an, auf oder in der Verpackung dieses Brettes.
Mit den gekühlten Brötchenkartons hat unser Brotfahrer eine relativ große Grille mit in den Laden geschleppt. Erstaunlich, dass er sie nicht bemerkt hat und vor allem, dass das Tier das alles überlebt hat. Immerhin saß sie an der Außenseite so einer Box. Nachdem ich sie entdeckt hatte, setzte ich sie in einen durchsichtigen Kunststoffbehälter und habe erstmal meine Kamera gezückt. Leider wurde das kleine Tierchen mit zunehmender Wärme immer agiler, so dass es kaum möglich war, anständige Fotos zu machen.
Nach dem Shooting habe ich sie natürlich in einen der Gärten hinter den Häusern in der Seitenstraße ausgesetzt.
Schade, der Erstversuch war noch nicht so erfolgreich. Wir brauchen mehr Eis. Und mehr Geschirrspülmittel. Und vielleicht noch etwas Glycerin. Wann machen wir hier eine Schaumparty?
Heute gab's mal zwei Becher Jogurt für den Preis von einem. Komisch nur, dass sich da trotzdem kein Kunde drüber gefreut und deshalb Hamsterkäufe gemacht hat.