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Zu viel geliefert

Anruf einer Lieferkundin: Wir haben ihr Tee geliefert, den sie nicht bestellt hat und mit dem sie auch gar nichts anfangen kann und bittet darum ihn bei der nächsten Lieferung zurückgeben zu dürfen.

Natürlich darf sie den Tee zurückgeben. Interessanter finde ich vor allem die Frage, wieso die Frau den Tee überhaupt bekommen hat. Sie hat ihn nicht bestellt, er steht nicht mit auf dem Kassenbon und alle Artikel, die sie bestellt hat, wurden ihr vollständig geliefert.
Also entweder hat sie die beiden Packungen noch bei sich liegen gehabt und vergessen, woher sie stammen - oder irgendjemand hat sie hier einfach mit zu der auszuliefernden Ware gelegt... Aber warum?

Lesestunde

Es ist mal wieder so weit... Dieser Knilch steht mal wieder seit einer halben Stunde vorm Zeitschriftenregal und liest in aller Ruhe "sein" Magazin. Ein bißchen stöbern ist okay, aber das, was der Kunde dort regelmäßig macht, regt mich auf.
Ich hatte ihn vor wenigen Wochen schon einmal gezielt darauf angesprochen, daß er das Heft auch kaufen und zu Hause lesen dürfe - aber das schien ihn offensichtlich wenig beeindruckt zu haben.

Es ficht mich an, aber andererseits habe ich keine Lust, nach vorne zu laufen und ihm mal wieder zu sagen, daß das, was er da macht, hier nicht gern gesehen ist.


Bierkisten aus Dänemark

Pünktlich zum Feierabend wollten zwei Kunden an der Leergutannahme zwei Bierkisten aus Dänemark abgeben. Leider waren es nicht einmal Standard-Bierflaschen, so daß ich die beiden mit den vollen Kisten wieder wegschicken mußte. Die Frage, ob sie eventuell bei "Lidl" mehr Glück hätten, konnte ich definitiv verneinen und ergänzte, daß sie es auch nicht bei Aldi, Plus und Penny zu versuchen brauchen.

Leider hatte ich aber auch keine Idee, wer die Kisten wohl annehmen würde. Wahrscheinlich werden sie hier bei keinem Laden fündig werden. Sollten sie das Bier hier in Deutschland gekauft haben, dann möglicherweise bei einem Laden nahe der dänischen Grenze...

Je ne comprends pas

Zwei junge Männer kauften gemeinsam ein. Einer der beiden trug ein paar Artikel in der Hand, der andere füllte seinen Rucksack. Nachdem er einige Dinge hineingefüllt hatte, zog er den Reißverschluß zu, schulterte das Behältnis und setzte seinen Einkauf fort. Nachdem sie sich ca. 15 Minuten im Laden aufhielten, gingen sie, jeder mit ein paar Teilen in der Hand, zur Kasse.

Die Spannung war zum zerreißen. Die Situation war eindeutig.

Ja... und dann hat der Rucksackträger an der Kasse seine paar Artikel, die er in der Hand trug, auf das Förderband gelegt, nahm wie selbstverständlich seinen Rucksack ab, öffnete und leerte ihn und bezahlte alles, was darin war.
Ich glaube übrigens nicht, daß er durch die Observation mißtrauisch geworden war. Da er offenbar einige Teile tatsächlich bezahlen wollte und deswegen keine Fluchtgefahr bestand, hielt ich mich ganz unauffällig im Hintergrund.

Um solche Mißverständnisse zukünftig zu vermeiden, sprach ich die beiden an der Kasse allerdings noch freundlich an und bat darum, doch beim nächsten Einkauf einen unserer roten Einkaufskörbe und nicht den mitgeführten Rucksack zu verwenden.
Sie haben mich nur leider absolut nicht verstanden und stattdessen nur verständnislos und irritiert angesehen. Ich glaube, sie haben sich untereinander auf Französisch unterhalten, bin mir dessen allerdings nicht ganz sicher...

Präsentkorb-Auftrag

Eine Kundin hat gerade vier Präsentkörbe im Gesamtwert von rund 200 Euro bestellt. Dann werde ich mir mal die Sachen zusammensuchen und mit der Bastelstunde beginnen...

KiTa kauft wieder ein

Die vielwöchige Krankheitsvertretung in der Küche der nahegelegenen Kindertagesstätte ist ab nächster Woche nicht mehr im Einsatz. Die Köchin hat sich heute nach langer Krankheit wieder bei uns angemeldet und freut sich schon darauf, den Kindern endlich wieder frisch zubereitetes Essen vorsetzen zu können. In den letzten Wochen soll es wohl eine starke Tendenz zu Fertigmenüs gegeben haben...

Falsch gelieferte Artikel

Eine Kundin, der wir Ware nach Hause geliefert haben, reklamierte einige Dinge: Auf dem Bon würden Artikel stehen, die sie gar nicht bekommen hat. "Da hat Ihr Mitarbeiter das falsch aufgeschrieben.", vermutete sie.

Mit "aufschreiben" meinte sie wohl, den Artikel in der Kasse zu erfassen. Bei Scannerkassen ist es allerdings fast unmöglich, an diesem Punkt Fehler zu machen. Die Artikelnummer auf dem Produkt (EAN) ist eindeutig einem Datensatz im Warenwirtschaftssystem zugeordnet. Also hat wahrscheinlich jemand schon beim Zusammensuchen der Ware irgendetwas ganz gewaltig durcheinanderbekommen.

Die Kundin hat übrigens selber eingekauft und sich die Waren nur noch nach Hause liefern lassen... :wall:

Schuldfrage

Wenn ein Kunde aus Unaufmerksamkeit aus Dummheit versehentlich Ware umwirft oder aus einem der Regale reißt und diese zu Bruch geht hat natürlich grund-sätz-lich WER Schuld? Na???

Klar. Wir. Weil wir ja immer alles "so komisch" hinstellen.

Ja, nee. Ist klar... :-|

Besorgte Lieferkundin

Anruf einer Kundin, die heute früh Ware bestellt hatte: "Ist der Bote von Ihnen schon unterwegs?"

Während ich noch alle möglichen und unmöglichen Entschuldigungen im Kopf zurechtlegte, um die verspätete Lieferung zu erklären, fuhr sie fort: "Wissen Sie, ich hatte mich gegen 14 Uhr kurz in meinen Sessel gesetzt und bin dann eingenickt. Nicht, daß da jetzt jemand extra hergekommen ist und ich das nicht gehört habe..."

Puh, gerade noch davongekommen. ;-)

1... 2... 3...

Eine Kundin, die telefonisch eine Bestellung aufgegeben hat:

"Dann habe ich hier noch leere Flaschen. Das sind... Moment... Eins, zwei, drei, vier... Fünf, sechs, siiiieben, acht, neun... Zehn, elf, zwölf... Zwölf Stück insgesamt."

Frage

Eine Frau am Telefon: "Guten Tag, ich hätte da gerne mal eine Frage."

Wie kommen die Leute auf solche Sätze?!?

Im Weg

Eine Kundin stand vor dem Regal mit Reis und wirkte so, als ob sie sich nicht entscheiden konnte. Ich stellte mich schließlich neben sie und räumte einige Waren in eines der oberen Fächer. Obwohl sie schräg hinter mir stand, spürte ich doch irgendwie, wie sie mich mit ihrem Blick durchbohrte. Vorsichtshalber fragte ich:

Stehe ich im Weg?

Normalerweise bekommt man ein höfliches "Nein." oder "Nee, machen Sie mal erst fertig." zu hören. Diesmal war die Antwort allerdings eindeutig:

Ja!

Pause machen

Nicht nett gemeinter Spruch einer Kundin zu einer Mitarbeiterin, die bei der Leergutannahme kurz innehielt, weil sie beim Zählen etwas durcheinandergekommen war: "Sie sollten mal eine halbe Stunde Pause machen."

Erklärungsversuche bombardierte sie mit weiteren Sprüchen wie: "Ich muß mich hier nicht so von Ihnen behandeln lassen. Aufregung hat man draußen schon genug. Lassen Sie eine andere Kollegin hier weiterbedienen, wenn Sie unkonzentriert sind. usw.
Irgendwie hatte man das Gefühl, die Frau wollte sich aufregen.

Nächstes Mal lieber nicht den Fehler zugeben. Dann lieber dem Kunden eine Flasche mehr gutschreiben als er wirklich hatte, aber dafür ganz souverän die Arbeit fortsetzen und sich nichts anmerken lassen. Erspart Streß.

Sortimentsplanungen

Ich habe kein Problem damit, Artikel auf speziellen Kundenwunsch zu bestellen und im Sortiment unterzubringen. "Brauchen Sie aber nicht extra für mich zu bestellen!", wehren viele dann ab - aber mein Argument dafür ist immer, daß sich andere Kunden darüber vielleicht auch freuen würden.

Was ich dagegen unerträglich finde, sind Kunden, die ziemlich resolut über mein Angebot bestimmen wollen:

· "Den Artikel müssen Sie aus dem Verkauf nehmen, der taugt nichts."
(Das erklärt die vielen Nachbestellungen...)

· "Warum haben Sie das aus dem Sortiment genommen? Das lief doch immer so gut!"
(Ja, lief laufend ab. (Oder wurde nur geklaut...))

Sowas wie der Chef

Sind sie hier sowas wie der Chef, so in der Art?

Ja, so in der Art. Was gibt's denn?

Es folgte die Frage nach einem Nebenjob, die ich der Schülerin aber leider verneinen mußte.