Während eine Kollegin die telefonische Bestellung einer Kundin entgegen nahm, zog ich versehentlich den Stecker einer der Telefon-Stationen raus. Wir riefen die Frau natürlich umgehend zurück, entschuldigten uns und setzten die Bestellung fort.
Erstaunlich war die Reaktion der Kundin: Sie war nicht sauer, sondern eher ziemlich friedlich. Sie ging davon aus, daß die Mitarbeiterin aufgelegt hatte (mitten im Satz?!?), weil sie wichtigere Dinge erledigen mußte.
Quer über die Regale der Getränkeabteilung erklang eindeutig die Stimme einer Kollegin: "Bjööö-hööörn!?!"
Scherzhaft raunte ich ziemlich lautstark zurück, daß sie gefälligst aufhören soll, zu jammern.
Gerufen hatte eine Kundin, deren Stimme zufällig ähnlich klang, der gerufene "Björn" war ihre männliche Begleitung und ich hatte plötzlich ganz wichtige Dinge im Lager zu tun.
Vor Wochen fand ein Gewinnspiel statt, bei dem es einen Frühstückskorb zu gewinnen gab: "Mit Frühstücksgeschirr und -besteck für 4 Personen und einer Auswahl köstlicher Bonne Maman Konfitüren".
Eine meiner Kundinnen darf sich jetzt über diesen Korb freuen. Hoffentlich erreiche ich Frau P. telefonisch - ansonsten werde ich einfach mal unangemeldet zwischendurch dort vorbeifahren und ihr das Set in die Hand drücken...
Zwei kleine Mädchen haben nach dem YAM!-Sonderheft "Us 5" gefragt. Natürlich habe ich sofort beim Bremer Zeitschriftenhandel angerufen und mich erkundigt, ob ich die Hefte, die nach Aussage der beiden Kids heute rauskommen sollten, nachgeliefert bekommen könnte.
Die Antwort ließ mich leicht erröten: "Die sind schon Mitte November ausgeliefert worden. Die haben sie alle aber gleich wieder in die Frühremission geknallt."
Trotzdem bekomme ich morgen noch die gewünschten Hefte für die beiden Mädchen...
Eine Kassiererin bat einen Kunden freundlich darum, den im Einkaufswagen stehenden Korb anzuheben. Sie ist schließlich dazu verpflichtet, sich davon zu überzeugen, daß sich im Wagen keine Artikel mehr befinden, die z.B. unbeabsichtigt unter oder hinter den Korb gerutscht sein können. Sie war wirklich freundlich. Das hat ein weiterer Kollege und sogar andere Kunden, die in der Nähe standen, bestätigt.
Irgendwie muß sie den Mann dennoch auf dem falschen Fuß erwischt haben. Er hat sich mächtig aufgeregt, wurde laut, schrie vor allen Anwesenden herum, daß er sich nicht als Ladendieb beschuldigen läßt und hat dann laut fluchend den Laden verlassen.
Eine Kundin, Alter mitte Fünfzig, sprach mich eben ziemlich direkt an: Wenn ich mal einen Mann wüßte, Alter 50-70 Jahre, nicht liiert und Schütze, dann solle ich ihr doch bitte Bescheid sagen. Sie sucht einen Mann, aber der soll eben unbedingt vom Sternzeichen ein Schütze sein.
als zufriedener Kunde wollte ich Sie schon lange mal anschreiben, um Ihnen mitzuteilen, dass ich Ihre Einrichtung eines extra BIO-Kühlregals und generell ihre Stärkung der regionalen Partner sehr unterstützendswert finde! Weiter so!
Einen (großen) Kritikpunkt habe ich allerdings dabei: BITTE setzen Sie doch auch bei Milch und Milchprodukten auf _regionale_ Hersteller!!! Sonst ist Ihr Konzept der "Regionalität" etwas widersprüchlich.
Ich würde mich freuen, wenn Sie die BIO-Milch (und Milchprodukte) von der "Hofmolkerei Dehlwes" aus Lillienthal in Ihr Sortiment mit aufnehmen. Comet in der Pappelstrasse führt diese auch. Allerdings passt es bei denen nicht so gut in ihr "BIO-Konzept", so wie bei Ihnen.
Außerdem wüsste ich gerne, warum Sie kein BIO-Obst oder -Gemüse führen?!
Vielleicht lassen Sie sich das noch mal durch den Kopf gehen. Über eine kurze Rückmeldung per mail würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Neustadt,
Derartige Kritik konnte ich so natürlich nicht im Raum stehen lassen und habe ihm eine ausführliche Antwort zurückgeschickt, auf die bislang leider noch keine Reaktion kam...
Sie kam als einzige Kundin zur Kasse und sprach dort gezielt den Mitarbeiter an. Daraus ergab sich dann folgender Dialog: Ich war gestern bei Dodenhof und wurde belästigt. Da war diese Frau mit Pferdeschwanz und bei Euch am Regal steht sie wieder.
War es denn die selbe Frau?
Nein, aber sie hat auch einen Pferdeschwanz.
Der Kollege versuchte, sie zu beruhigen: Sind Sie sicher, daß es die selbe war? Es gibt viele Frauen mit Pferdeschwanz...
Sie murmelte noch ein paar Dinge vor sich hin, unter anderem, daß sie auch mehr als nur eine 5-Minuten-Terrine gekauft hätte, wenn man hier nicht im Markt belästigt werden würde. Sie trollte sich dann mit den Worten:
Naja, meine Probleme gehen ja auch niemanden was an.
Der ziemlich verwunderte Kassierer fühlte sich spontan an den Film Fletcher's Visionen erinnert...
Eine Kundin läßt sich häufiger 500-Euro-Scheine von mir in kleine Scheine wechseln. Ihr Chef würde den Lohn immer bar und in Form von großen Scheinen auszahlen.
Kann natürlich wahr sein.
Inspiriert trotzdem zum Nachdenken.
Eine ältere Stammkundin hat sich eben nach Grünkohl im Glas erkundigt. Die Kollegin, die gerade neben mir stand, hat der Kundin natürlich gewohnheitsgemäß sofort angeboten, sie zum Regal zu begleiten und ihr die Ware zu zeigen.
Eher ungewöhnlich war, daß die Frau unbedingt darauf bestand, nur grob die Richtung gezeigt zu bekommen. "Bei den Konserven, genau in der Regalmitte und dann ganz unten." reichte ihr vollkommen als Beschreibung, auf die sie noch sinngemäß scherzhaft erwiderte, daß sie schon älter sei und ruhig mal ein bißchen suchen könnte.
Okay, wenn sie meint...