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Dingdong

Damit war ja zu rechnen...

...aber die Leergutklingel nachts um halb zwei zu hören, mutet doch schon irgendwie seltsam an... :-)

14 Kunden

Wow: In der ersten Stunde hatten wir schon 14 Kunden und einer davon hat sich sogar bei den frisch gebackenen Brötchen bedient. :-)

Seit rund einer Viertelstunde ist es ruhig, aber ich habe nie erwartet, dass mir die Leute über Nacht die Hütte einrennen werden. Vor allem deshalb schon nicht, weil ich es nur hier im Blog erwähnt habe, dazu nur anastzweise und weil es nur wenige Kunden wussten.
Mit der Zeit wird sich das noch sicherlich ändern.

Großen Dank übrigens an mein "Empfangskomitee" in Form eines knappen Dutzends Kunden, Freunde und Kollegen, die mich hier gegen 23:50 Uhr vor dem Laden empfangen haben. Ihr glaubt gar nicht, wie blöde ich geguckt habe! :-)

Wirklich okay!

Auch ich biete hier im Laden meinen Kunden kostenlos die bekannten dünnen "Knotenbeutel" von der Rolle an, die es eigentlich in jedem Geschäft in der Gemüseabteilung und teilweise auch bei den Brötchen gibt.

Vorhin sprach mich eine Kundin an:

Ich nehme heute mal zwei Tüten. (Für ihre paar Brötchen.)

Kein Problem.

Mir ist nämlich eine der Tüten gerissen.

Das ist völlig in Ordnung.

Das ist ja auch nur heute, damit mir meine Brötchen nicht herunterfallen.

Klar, das macht nichts. Nehmen sie ruhig.

Kann ja immer mal passieren, näch?

Die Kundin ergänzte noch, ohne dass ich etwas sagte:

Ich benutze die ja auch mehrfach.

Sparsamkeit ist bekanntlich eine Tugend und ich werfe der Kundin ja auch nicht vor, dass sie den Wert dieser Tütchen dermaßen zu schätzen weiß.

Aber mich kosten sie gerade mal rund 0,5 Cent pro Stück... :-)

Schnell abkassiert

Ein seltsames Phänomen hatte ich vorhin an der Kasse: Während der Kunde, der gerade seine Ware bezahlte, in seinem Portemonnaie herumkramte und dabei Kleingeld suchte, musterte ich den Rest der Schlange.

Vier Personen standen dort hintereinander, aber auf dem Förderband lag nicht ein Teil. Eine Kundin in der Mitte der Reihe hielt lediglichg eine Zeitung in der Hand.

Sie wollte auch tatsächlich nur diese eine Tageszeitung kaufen. Die anderen drei Kunden lösten jeweils nur einen Leergutbon ein und ließen sich das Geld auszahlen.

Selten, dass man so schnell eine "lange Schlange" innerhalb von einer Minute abarbeiten kann. :-)

Aus Thürigen

Ein Kunde erkundigte sich nach einem bestimmten Käse aus unserem Sortiment, genauer gesagt nach einer Käsezubereitung mit Speck. Der Fettgehalt war zwar mit "Doppelrahmstufe" angegeben, aber nicht mit einem genauen Wert. Auch ich konnte ihm spontan nicht weiterhelfen und musste auch die Antwort nach dem Geschmack und ob ich den Käse schon einmal probiert hätte verneinen. Das störte den Kunden aber angeblich nicht weiter und er machte Anstalten, den Käse zu kaufen.

Plötzlich fiel ihm die Frage nach der Herkunft des Produktes ein. Den Ort kannte ich zwar nicht, aber die Postleitzahl begann mit einer Null und befand sich irgendwo in Thüringen.

Der Kunde sagte zwar nicht direkt, dass er eine Abneigung gegen Produkte aus dem Osten hätte, aber seine Reaktion war relativ eindeutig. Ich spürte regelrecht, wie seine Begeisterung für den neuen Artikel verschwand.

Mit dem Argument, dass er dem Fettgehalt doch nicht so recht trauen würde, brachte er den Käse wieder zum Regal zurück.

Jaja, die rote Gefahr lauert überall. :-)

Oder sowas?

Ich finde es immer wieder merkwürdig, wenn mich Kunden nach "Oder sowas?" fragen. Verständlich wäre, bzw. ist es sogar, wenn sie nur annähernd wissen, was sie brauchen.

Aber die Fragen nach "Haben Sie Zaziki oder sowas?" oder auch "Haben Sie süßen Weißwein oder sowas?" lösen bei mir doch größte Verwunderung aus.

Tütenfalten

Ein Kunde, der mir vor ein paar Tagen zum ersten Mal aufgefallen ist, gibt mehrmals täglich Leergut ab.

Auffällig ist das sich immer in exakter Art und Weise wiederholende Ritual, das er nach dem Leergut abgeben hier im Laden praktiziert: Er klemmt sich den Pfandbon zwischen die Lippen, stellt sich an eine Tiefkühltruhe und faltet seine Plastiktüten besonders aufwändig glatt und faltet sie hinterher wieder präzise zusammen.

Das dürfte das Gegenstück zu "Könn'se wegschmeißen." sein. :-)

Voller Freude

ich stand in der Nähe des Eingangs. Eine Kundin nahm sich einen Einkaufswagen und schob ihn, den Chip noch in der Hand haltend, freudestrahlend an mir vorbei:
Die sind hier ja umsonst!
Wie leicht doch manche Leute glücklich zu machen sind. :-)

Fettfutter

Wir haben Mitte Juni und momentan 30 Grad im Schatten.

Was die Kundin mit dem Fettfutter (Wintervogelfutter mit besonders hohem Brennwert) vor hatte, habe ich nicht hinterfragt.
Ich hoffe jedenfalls, dass sie es nicht den Vögeln gibt. Die verlernen sonst irgendwann völlig, wie man selbständig nach Nahrung sucht.

Wurstabschnitte für den Hund

Haben Sie noch Wurstabschnitte für den Hund?
wollte die Kundin wissen.

Leider nicht. Unsere Bedienungsabteilung und den dazugehörigen Wursttresen haben wir bereits schon im Oktober 2000 abgebaut. Aber wie sollte man sich auch als Kundin so schnell an diese plötzliche und völlig unerwartete Veränderung gewöhnen? :-)

Falsch platziert

Eine Kundin stand mehrere Minuten vor dem Kühlregal mit Bio-Produkten (Molkereiprodukte und Vegetarisches) und betrachtete die Ware. Sie wirkte recht unschlüssig und so erkundigte sich mein Mitarbeiter Gregor schließlich bei ihr, ob er ihr helfen könne und ob sie etwas Bestimmtes suchen würde.




Seid ihr bereit für ihre Antwort?





Ihr müsst jetzt auch wirklich ganz tapfer sein.




Also: Die Mutigen klicken jetzt auf diesen Link: "Falsch platziert" vollständig lesen

Illuminati und der Mars

Der letzte Beitrag über eine gewisse Kundin ist zwar schon etwas länger her, aber SIE ist gerade mal wieder auffällig geworden. :-)

Diesmal traf es eine relativ neue Kollegin, die mir gerade von dem Dialog Monolog berichtete:

Kundin: Das finde ich nicht gut...

Kollegin: Was denn?

Die Illuminaten verfolgen mich!

Äh..?

Ich habe ein Buch über den Mars gelesen. Aus dem 17. Jahrhundert.

Ja?

Ich meine, sie hätten ja fragen können, aber sie haben mir dabei über die Schulter gesehen.

Aha.

Danke, dass Sie mir zugehört haben.


Und ich hatte schon befürchtet, dass sie, die hier ja nach wie vor regelmäßig einkaufen kommt, wieder vollkommen harmlos geworden wäre... :-)

Keinen Akku gefunden

Wir haben übrigens am Samstag Abend noch mit drei Leuten die Tiefkühltruhen verschoben um nach dem verlorengegangenen Handyakku zu suchen.

Gefunden haben wir außer viel Staub, einem 20-Cent-Stück und einer kleinen, aufgetauten Packung ehemaliger Tiefkühl-Kräuter nichts.

Ich bin schon auf die Diskussion mit dem Kunden gespannt. Mich würde es nichtmal wundern, wenn ich ihm den Akku ersetzen soll...

Da ist doch etwas anders...

Vor ziemlich genau vier Wochen musste unser Regal mit Zeitungen und Zeitschriften ein Stückchen nach vorne wandern.

Nun stand ein kleines Mädchen, vielleicht sechs oder sieben Jahre alt, vor der Zeitschriftenplatzierung, sah sich sehr konzentriert die Regale an und versuchte aus seiner Mutter herauszuquetschen, ob sie merken würde, was sich hier verändert hätte. Mami drängelte allerdings nur, dass ihre Tochter endlich zur Kasse kommen solle und interessierte sich nicht im Mindesten für eine mögliche Veränderung.

Aber immerhin: Die Kleine war bislang die einzige Person aus meinem Kundenkreis, die den Umbau bemerkt hat und darüber sprechen wollte... :-)

Handyakku

Heute Morgen, noch vor sieben Uhr und während hier eine gerade mal zum Brot packen ausreichende Beleuchtung im Laden eingeschaltet war, verirrten sich zwei Kunden hier im geschäft. Darüber wundere ich mich mittlerweile ja nicht mehr... :-)

Nun war einem der beiden Kunden allerdings sein Handy während des Laufens aus der Hand gerutscht, hat sich beim Aufprall auf den harten Fußboden von seinem Akku getrennt - und schließlich sind beide Teile noch bis unter die Tiefkühltruhen gerutscht.

Eine Kollegin half den beiden bei der Suche mit einem Besenstiel aus, mit dessen Hilfe sich zumindest das Handy wieder ans Tageslicht befördern ließ. Der Akku blieb allerdings verschwunden. Im Laufe dieses Tages werde ich mal mit zwei Kollegen die Truhen etwas ausräumen und beiseite schieben. Bin mal gespannt, ob wir den Akku und was eventuell noch alles finden werden... :-)