Dieses Foto ist inzwischen ein paar Tage alt, aber ich habe es beim besten Willen nicht geschafft, in den letzten Tagen den dazugehörigen Blogeintrag zu verfassen...
Ein paar Kunden waren in der letzten Woche, genauer gesagt in der Nacht von Freitag auf Samstag, hier und haben sich mit Bier und Bockwürstchen versorgt. Das Glas haben sie schließlich einfach vor dem Laden auf dem Gehweg stehengelassen, wie wir am nächsten Morgen feststellten.
Am Samstag Abend waren sie wieder da. Wieder Bier, wieder Bockwurst. Doch diesmal bekamen sie von meiner Mitarbeiterin an der Kasse die Bitte mit auf den Weg, den Müll nicht wieder auf dem Gehweg stehen zu lassen.
Für eine ältere Kundin habe ich versucht, einen bestimmten Artikel zu bestellen. Dieser ist allerdings nicht geliefert worden.
Eben hat sich der Mann dieser Kundin bei einer Mitarbeiterin erkundigt, ob die Ware mitgekommen sei. Da sie es nicht wusste, fragte sich mich und ich nannte ihr die richtige Antwort, die sie schließlich dem Kunden sagte.
Ein paar Minuten später sprach mich ein Kunde an: Ob dieser bestimmte Artikel denn mitgeliefert worden wäre, wollte er wissen. Seine Frau hätte gesagt, dass wir versuchen wollten, den zu bestellen.
Meine Antwort: Den haben wir leider nicht bekommen. Hat meine Kollegin ihnen das eben gar nicht ausgerichtet?
Seine Reaktion: Doch, aber ich wollte Sie nochmal selber fragen.
Eine ältere Kundin gab Leergut ab. Einige Minuten später stand sie wieder an der Lagertür und rief nach mir, um mir mitzuteilen, dass ich mich da wohl "etwas vertan" hätte.
Ich hatte dreizehn Bierflaschen und drei Colaflaschen.
Stimmt. Daran erinnerte ich mich noch genau. Ein Blick auf den Leergutbon beruhigte mich: Dreizehn mal acht Cent und dreimal fünfzehn Cent hatte ich ihr ausgezahlt. Insgesamt 1,49€. Das stimmte ganz genau und so erklärte ich es ihr in Ruhe.
Achso, das wusste ich nicht. Ich trinke sonst kein Bier und habe darum keine Ahnung von sowas.
Das Telefon klingelte. Ich ging ran, meldete mich wie immer. Eine Frau war dran, die sich freundlich meldete und sich nach den Öffnungszeiten erkundigte:
Guten Abend, ich wollte nur Fragen, wie lange Sie noch geöffnet haben.
Noch ungefähr vier Stunden.
Noch ungefähr vier Stunden?
Ja, genau.
Alles klar, vielen Dank.
Ich konnte das Gesicht der Frau zwar nicht sehen, aber der Tonfall in ihrer Gegenfrage ließ vermuten, dass das Fragezeichen, das wie in einem Comic in dem Moment über ihrem Kopf schwebte, geradezu gigantisch war.
Ein Kunde wollte eben gerade 10 Kisten Beck's Bier haben. Nachdem er wir um den Preis geschachtert hatten, gab ich ihm die Kisten für den Preis von neun mit.
Das Bier hatte er in einen großen Einkaufswagen gestapelt. Und als er eben bei mir im Eingangsbereich den Wagen die eine Stufe runterpoltern ließ, polterte nämlich noch mehr. Nämlich die Kisten aus dem Wagen und gegen sein Auto und die Flaschen auf den Gehweg - natürlich nicht ohne Sachschaden.
Da waren die ganzen Verhandlungen vergeblich gewesen...
Eine Kundin, Mitte fünfzig, hat mich gerade oberlehrerhaft darüber belehrt, dass die 24-Stunden-Öffnung ein Unding wäre. Nachts hätte man zu schlafen, nur die jungen Mütter, die kein Geld hätten, müssten nachts arbeiten und würden von ihren Familien gerissen. Kinder würden im Dunkeln verschleppt werden und es müsse ja wohl generell nicht sein, dass man hier amerikanische Verhältnisse schafft.
Naja, sie will hier ab jetzt nicht mehr einkaufen, um solche Machenschaften nicht zu unterstützen. Find' ich gut. Solche Leute regen mich sowieso nur auf.