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VORSICHT! LASERSTRAHLUNG!!!

Mein Leergutautomat benutzt mehrere Techniken zum erkennen der Flaschen(form), bzw. der Barcodes und der Pfandlogos. Dazu gehören unter anderem eine dunkelblaue diffuse Beleuchtung und ein Lasergitter.

Eben stand eine Famile vor dem Automaten und hat etliche Pfandflaschen eingeworfen. Der etwa achtjährige Junge war neugierig und hat sein Gesicht direkt an die Öffnung des Automaten gedrückt, um das flackernde Lichtspiel zu beobachten.
Panisch riss ihn sein Vater wieder weg: "Lass das, das ist gefährlich. Das sind Laserstrahlen!"

Er hätte ja Recht gehabt, denn Laserstrahlen sind das tatsächlich. Aber das ist nur halb so schlimm, denn Laserstrahlung der Klasse 2, die dazu noch aufgefächert ist und (von einigen möglichen diffusen Reflexionen an den Flaschen mal abgesehen) im Gerät bleibt, ist nicht weiter gefährlich.


Maaaaaoooooooooo...

Ich dachte eben, dass sich schon wieder eine Katze in den Laden verirrt hätte. Diesmal sogar eine rollige, denn ein klagendes, lautes "Maaaaaaaaaaooooooooo..!", wie ich es schon oft in warmen Nächten vor meinem Fenster gehört habe, drang bis ins Lager.

Keine Katze. Säugling im Kinderwagen. :-O

23 Stunden und 57 Minuten

Nicht punkt null Uhr, sondern sage und schreibe drei Minuten später habe ich eben den Laden aufgeschlossen. Und wie wurde ich von einem der vor der Tür wartenden ersten Kunden begrüßt?

"24 Stunden schaffen Sie heute aber nicht mehr."

Ich dachte, er bezog sich auf den Rest von Sonntag und so antwortete ich im Spaß: "Naja, heute nicht mehr, aber am Montag dann."

"Das meinte ich. Es ist ja bereits zehn nach."

...und nun sitze ich hier und bin mir nicht sicher, ob er das in irgendeiner Form scherzhaft meinte oder ob das von ihm vollkommen ernst gemeint war. Sein völlig ernster Tonfall klang jedenfalls in meinen Ohren extrem vorwurfsvoll... :-O

Grün oder green?

Wenn Kunden nach "grünem Beck's" fragen, neige ich dazu, das einzige Beck's herauszugeben, dass "grün" im Namen trägt: Green Lemon.

Gemeint war bislang aber fast immer das klassische Pils in der grünen Verpackung. Finde ich aber nun nicht unbedingt selbstverständlich...

Altersüberraschung

Drei Jugendliche irrten recht lange durch den Laden. Zuerst standen die drei Jungs beim Bier, dann bei den Spirituosen. Dort verweilten sie einige Zeit, nahmen dieses und jenes in die Hand und wirkten so, als ob sie Verbotenes täten.
Vielleicht bildete ich mir das auch nur ein, aber dem Trio hätte ich ohne Altersnachweis höchstens ein Glas Milch verkauft, denn alle drei sahen noch sehr jung aus.

Schließlich nahmen sie drei Sixpacks Bier und eine Flasche Likör und gingen zur Kasse. Gespannt beobachtete ich die Szene...

Tzja – und dann zog ausgerechnet der kleinste der drei seinen Ausweis aus der Tasche. Aber wer kann denn auch ahnen, dass ein 19-jähriger wie zwölf und'n Keks aussieht. :-O

Oh-oh!

Ein kleines Mädchen (ca. 4 jahre) saß im Kindersitz eines Einkaufswagens. Während ihre Mutter den Einkauf erledigte, gab die Kleine ständig ein deutlich vernehmbares "Oh-oh!" von sich, das über zwei Regalreihen bis zu mir drang.

Ich dachte erst, Raymond hätte sich hierher verirrt. :-)

Nicht mit jedem

Heute Morgen ist Stress. Ich kam nicht aus dem Bett und war viel zu spät hier, Brötchen mussten gebacken und Kassen eingezählt werden und dann wartete auch noch ein riesiger Berg Zeitschriften darauf, gepackt zu werden. Das passierte es:

Habt ihr schon die neue "HörZu"?"

Bestimmt. Irgendwo da in dem riesigen Haufen. Kommst nachher nochmal wieder?

Ja, klar...

Kann man auch nicht mit jedem Kunden machen... :-)

Nett sind sie ja

Das Christival hat tausende junge Leute nach Bremen gespült. Ich gebe ja zu, dass ich mit Religionen nicht viel anfangen kann, aber eins muss ich mir eingestehen: Wir hatten heute auffällig viele Kunden um Anfang zwanzig herum, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Wenn das alles Besucher des Christivals waren, passt meine Beobachtung: Sie waren im Grunde durchgängig freundlich und zurückhaltend und auch zu später Stunde noch in Gruppen erträglich. :-)

Was für eine Einstellung

Einer der letzten Kunden stand eben mit seiner Freundin in der Gemüseabteilung. Sie hielt einige Teile Obst und Gemüse in den Händen. Er deutete mit einer langgezogenen Armbewegung in die Abteilung: "Muss man das selber machen oder wiegt ihr den Scheiß an der Kasse ab?"

Der Tag war anstrengend, ich hatte keine Kraft für eine schlagfertige Antwort. Dabei hätte ich ihm so gerne passend geantwortet...

Ausgangssperre

Ursprünglich wollte ich das Bild ohne weiteren Kommentar hier einstellen, aber ich fürchte, dass der Grund nicht jedem ersichtlich sein dürfte.

Also: Das Ding aus Aluminium und Glas (rechts im Bild, mit orangen und gelben Plakaten beklebt) ist unsere sich nach außen öffnende Ausgangstür...


Schlechter Service

Eine knapp 90 Jahre alte Kundin stand an der Kasse und unterhielt sich mit einem anderen Stammkunden, mit dem sie in der Warteschlange ins Gespräch gekommen war.
Sie klagte ihr Leid und dass das Alter alles andere als toll sei. Alles täte einem weh, nichts wird besser und so weiter.

Auf die Unterhaltung aufmerksam geworden war ich, als der Gesprächsfetzen "schlechter Service hier" in mein Ohr drang. Da schreckt man natürlich erstmal hoch. Aber das war von ihr zum Glück nur scherzhaft gemeint, denn sie ergänzte gleich darauf: "Nichtmal Knieprotesen gibt es hier im Laden."

Oh, neue Knie. Das wär' fein. :-(

Maurer mit Schubkarre

Ein Mann mittleren Alters mit für Steinbaufacharbeiter typischer Arbeitsbekleidung brachte sein Leergut in einer Schubkarre hierher.

Nachdem er den Leergutautomaten mit seinen Flaschen und Kisten gefüttert hatte, griff er die Karre an beiden Holmen, hob sie an und ließ sich auch nicht durch die anderen Kunden davon abhalten, mit einem lautstarken "Brrrrrumm, brrumm, brmbrmmm, brrrrrrrrrr...!" den Weg zur Kasse einzuschlagen.

Nie fragen... :-O

Bescheidener Wunsch

Kundin: "Ich hätte da gerne mal eine Frage."

Gerne. Soll ich sie Ihnen einpacken? Ja, bitte? :-)

Die Brieftasche der alten Dame

Als meine Putzfrau vor ein paar Tagen den Mülleimer ausleerte, der gewöhnlich vor dem Laden steht, entdeckte sie darin ein dünnes Lederetui. Geld befand sich keins darin, aber ein paar Fotos und das Impfbuch, Edoprothesen-Pässe, ihr Schwerbehindertenausweis, Blutgruppen-Pass, Röntgen-Pass, Allergie-Pass, Diabetes-Pass und das Bonusheft vom Zahnarzt – also sämrlichen medizinischen Dokumente, die sie benötigt.
Ich vermutete spontan, dass die Unterlagen der über siebzigjährigen Frau gestohlen worden waren. Zum Glück stand in einem der Dokumente die Telefonnummer der alten Dame und so rief ich dort an.
Ich erklärte, wer ich bin und von welchem Geschäft aus ich anrufe und dass wir ihre Brieftasche hier im Mülleimer gefunden hätten. "Da war ich eben einkaufen.", freute sich die Frau und berichtete, dass ihr die Papiere im Vorbeigehen von jemandem aus der Jackentasche gestohlen worden sind. Allerdings hatte der Taschendieb ausschließlich ihre Dokumente erwischt, denn das Geld, Bankkarten und Ausweis bewahrte sie wohl grundsätzlich in einer verschlossenen Innentasche ihrer Jacke auf.
Sie freute sich sehr, bedankte sich und sagte mir, dass sie am Folgetag kommen wolle.

Das war Ende letzter Woche.

Vorhin fiel mir auf, dass das Mäppchen immer noch hier im Büro liegt und so beschloss ich, erneut bei ihr anzurufen. Hätte ja sein können, dass sie es vergessen hat. Das Gespräch verlief etwa folgendermaßen:

Meiermüllerschulz.

Guten Abend, Harste mein Name vom SPAR-Markt in der Gastfeldstraße. Ich hatte vor ein paar Tagen schon einmal angerufen, weil wir hier ihre Brieftasche gefunden haben.

Sie haben hier nicht angerufen.

[...wtf?]

Aber Sie sind doch Frau Meiermüllerschulz?

Ja, genau.

Dann haben wir auch vor ein paar Tagen miteinander telefoniert. Wir haben hier im Laden das Etui mir ihren Papieren gefunden.

Ich war da und mir wurde gesagt, dass nichts gefunden worden ist.

Das wundert mich. Ich hatte meinen Mitarbeiter, der mich vertritt, ausdrücklich darauf hingewiesen. Mit wem haben Sie denn hier gesprochen?

Das weiß ich nicht mehr. Wer sind Sie denn?

Mein Name ist Harste vom SPAR-Markt in der Gastfeldstraße.

Was soll das? Was wollen Sie von mir? Haben Sie meine Sachen? Sind sie der Dieb und wollen mir die nun zurückgeben?

Ich bin nicht der Dieb. Ich bin vom SPAR-Markt!

Von welchem SPAR-Markt?

Den in der Gast-feld-straße. Da gibt's nur einen.

Den an der Ecke?

Meinen Sie den Penny-Markt?

Ja, genau, da wurde mir die Brieftasche bei meinem Einkauf aus der Tasche gestohlen.

Ich bin aber vom SPAR-Markt.

Nee, da bin ich ja nie. Wie kommt die denn da hin?

Hat der Dieb wohl hier weggeworfen als er gesehen hat, dass kein Geld drin war.

Ich hol die dann morgen ab.

Da bin ich aber mal gespannt. :-)

Cutter mit Warensicherung

Ein Mann mit Malerbekleidung löste an der Kasse den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Seine mitgeführte Tasche war nicht dafür verantwortlich und mit dem Handchecker ließ sich schließlich das Alarm auslösende Teil auf eine Tasche seiner weißen Latzhose eingrenzen.

Er holte ein bisschen Kleingeld, einen Bleistift und einen gewöhnlichen Cutter aus der Tasche und hielt die Sachen mit einer Hand fest. Ich legte überprüfte die Tasche erneut mit meiner "Kelle" – doch kein Alarm ertönte.

Ich habe keine Idee, wieso das Messer im Gehäuse mit einem Warensicherungsetikett versehen war. Eine sogenannte Quellensicherung auf einem derart niedrigpreisigen Artikel fand ich ausgesprochen erstaunlich.