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Sonnenuntergang mit interessanten Wolken

Ein Grund, warum wir so gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren: Man sieht nicht nur interessante Naturphänomene, man kann auch viel leichter mal eben anhalten und ein Foto knipsen. Das ist auf der Autobahn oder Bundesstraße nicht einfach möglich.

Der tatsächliche Eindruck ist auf Fotos sowieso fast nie festzuhalten. So oft schon haben Ines und ich auf dem Weg zur Arbeit mit den Worten "das brauchst nicht zu fotografieren, das wird so auf einem Foto nicht rüberkommen" unseren Weg fortgesetzt, ohne anzuhalten und die Kamera zu zücken.

Aber hier musste es einfach mal sein:


Nicht für Nichtraucher

Post von Philip Morris: ein Infoflyer zum Thema Jugendschutz. Darin findet sich unter anderem der Hinweis, dass die eigenen Produkte ausschließlich für erwachsene Konsumenten bestimmt seien, „die bereits rauchen oder andere Tabak- und Nikotinprodukte nutzen“:


Der erste Teil ist klar. Keine Zigaretten an Minderjährige. Dafür gibt es Altersgrenzen, Ausweise und eindeutige gesetzliche Vorgaben.

Aber der zweite Teil ist interessant. Kurz: Nicht für Nichtraucher.

Nun haben wir an der Kasse allerdings gewisse Schwierigkeiten, diese Voraussetzung zu überprüfen. Ein hypothetisches Gespräch an der Kasse stelle ich mir so vor:

"Eine Schachtel Marlboro Gold, bitte."

"Sind Sie Raucher?"

"Nein."

"Dann kann ich Ihnen die leider nicht verkaufen."

"Aber ich wollte doch gerade damit anfangen."

"Genau das scheint nicht vorgesehen zu sein."
Natürlich ist der Satz keine gesetzliche Verkaufsbeschränkung. Philip Morris beschreibt damit vielmehr die Zielgruppe seiner Produkte und möchte ausdrücklich nicht den Eindruck vermitteln, Nichtraucher zum Einstieg in den Nikotinkonsum bewegen zu wollen.

Für mich hier bleibt das trotzdem eine hübsche, theoretische Frage: Das Alter eines Kunden können wir im Zweifel anhand seines Personalausweises überprüfen. Aber wie weist man nach, dass man bereits raucht?

Raucherpass? Nikotinführerschein? Zwei Zeugen und eine angebrochene Schachtel aus der Jackentasche? Urintest im Lager? Wangenabstrich vor dem Leergutautomaten? Mal eben an der Kasse 'ne Locke abzwicken und auswerten? Das hat alles irgendwie nichts und daher beschränken wir uns bis dahin wohl weiterhin auf die klassische Alterskontrolle.

Umgang mit Ladendieben in Marseille

Blogleser Jakob hat mir ein paar Fotos aus einem Carrefour-Markt in Marseille geschickt. Ob nun generell oder nur bei vereinzelten, besonders renitenten Ladendieben, kann ich nicht sagen – aber sie hängen dort die Bilder von Ladendieben (unkenntlich gemacht) "bei der Arbeit" aus und weisen teilweise auch darauf hin, dass es dieses oder jenes Produkt derzeit nicht mehr gibt, weil der Typ vom Foto es wiederholt gestohlen hat.

Vielen Dank für die Bilder.

Da schwingt schon ein gewisser Frust bei den Mitarbeitern in dem Laden mit.

Wir unterhalten uns auch viel mit Kunden und erzählen auch immer sehr direkt, warum wir vereinzelte Produkte nicht mehr im Sortiment haben. Wenn wir dann sagen, dass es immer geklaut wurde und einfach keinen Spaß mehr gemacht hat, waren die Reaktionen bislang erstaunlicherweise immer sehr verständnisvoll.


Verwirrte Spammer

Fundstücke im Spam-Verzeichnis, netterweise direkt untereinander:

(MAL WIEEEEEEEEDER)

Da weiß ich auch nicht weiter – soll meine Facebook-Seite jetzt wegen illegaler Inhalte gesperrt werden oder bekomme ich doch eine Auszeichnung, weil die Seite so toll ist? :-P


Mal wieder zwei neue Plomben für den NA

Und wieder einmal sind zwei Plomben von der Abschlaghaube unseres Notausgangs draufgegangen. Diesmal hat niemand einen Rollcontainer mit Schwung gegen die Haube gefahren und es ist auch kein Karton darauf gefallen. Nein, ein kleines Mädchen war wohl neugierig und hat zu kräftig an der Haube gezogen, woraufhin die beiden Plomben bestimmungsgemäß abgerissen sind.

Die Idee mit dem hier erwähnten Schutzbügel habe ich noch nicht in Angriff genommen, aber in so einer Situation hätte der Schutz vermutlich auch nicht geholfen.


Scannerkunst 06

Teil sechs: Die "Fusion"-Erdnusspackungen von Ültje passen aufgrund ihrer Gestaltung ganz hervorragend zu dem schwarzen Hintergrund. Das sieht so aus, als müsse das so sein:


Narrenfreiheit auf zwei Rädern?

Sehe ich das eigentlich richtig, dass man auf E-Scootern hochoffiziell zu zwei fahren und unabhängig vom Rechtsfahrgebot auch auf einer beliebigen Straßenseite fahren darf?

Diese Verstöße sehe ich so dermaßen oft, dass ich langsam glaube, das ich da noch veraltete Regeln zur Nutzung dieser Fahrzeuge im Kopf habe.

Fast schon antike Grillpfannen

Meine Mutter hat im Abstellraum noch ein Paket alte Grillpfannen gefunden. Als Produkt sind sie ganz unspektakulär und grundsätzlich heute noch zu bekommen.

Alte Erinnerungen weckte die Preisauszeichnung auf den Dingern, möglicherweise habe ich selber … Äh, nein, dazu unten mehr. Also noch einmal: Alte Erinnerungen weckte die Preisauszeichnungen auf den Dingern. Die alten "Comet"-Schilder habe ich in der Zeit vor meiner Ausbildung (und auch während meiner Ausbildung) zehntausendfach auf Artikel geklebt. Ich kann sogar noch sagen, was die drei Ziffern vor dem Preis bedeuteten: Kalenderwoche und Jahr, in diesem Fall also KW 25 im Jahr 1993.
Hier in der Gastfeldstraße hatten wir im ersten Dreivierteljahr auch noch alles auszeichnet, aber ich bin wirklich froh, dass wir schon so früh auf Scannerkassen umgestiegen waren – die erleichtern einem die Arbeit sehr.

Ich hatte beim Schreiben des Textes die Idee im Kopf, dass ich die Grillpfannen im Rahmen meiner Arbeit selber ausgezeichnet haben könnte. Aber, nein, ganz sicher habe ich das nicht gemacht. ICH hätte das Preisetikett nämlich mit ziemlicher Sicherheit andersherum aufgeklebt – nämlich so, dass Preis und Packungsaufschrift gleichzeitig richtig herum stehen und man nicht erst den Kopf um 180 Grad drehen muss. Ein Indiz für meine Unschuld nach drei Jahrzehnten. :-)


Die verkackte Containerleerung

Der große Container auf dem Hof für die entwerteten Gebinde aus unserem Leergutautomaten wird voller und voller. Da wir die Wanne nicht mehr ausschütten können, weil der Berg auf dem Container dafür inzwischen zu hoch geworden ist, arbeiten wir seit gestern mit Säcken.

Eigentlich hätte der Behälter auch am Mittwoch schon ausgeleert werden sollen. Wir hatten an der Straße alles mit unseren Leitkegeln abgesperrt und auch mein Anhänger stand auf dem perfekten Platz schräg gegenüber von unserer Einfahrt. Als 13 Uhr verstrich, hatte ich schon so eine böse Ahnung, denn irgendwann kommen die Fahrer mit ihrer Lenkzeit in Konflikt. Es kam dann auch niemand mehr.
Dann sollte eigentlich schließlich gestern ein LKW kommen, aber auch das hat nicht geklappt.

Da wir hier nicht tagelang die ganzen Parkplätze blockieren können (und wollen) haben wir gestern alles wieder eingesammelt und nur den Hänger stehengelassen. Der steht auf dem wichtigsten Platz und auch wenn es eng wird, kann der LKW diese Fläche dann zum Einschwenken verwenden.

Vorhin kam tatsächlich ein Fahrer hier an und versuchte auch sein Glück, aber irgendjemand hat unseren Anhänger ein paar Meter nach hinten geschoben und sein Auto auf den Platz gestellt. Tolle Aktion – nicht! Der LKW kam nicht auf den Hof, wir haben für nächste Woche Donnerstag einen neuen Termin und bis dahin werden wir nun weiter mit den Säcken arbeiten.

Ich glaube, ich werde noch einmal versuchen, ein temporäres Halteverbot für den Bereich rund um unsere Einfahrt durchzubekommen. Es würde ja schon sowas reichen wie "Mittwochs von 9-12 Uhr", mehr brauchen wir doch gar nicht. Es kann doch nicht sein, dass man da so hängengelassen wird – wir spielen hier ja schließlich auch eine wichtige Rolle in der Nachbarschaft und dazu gehört nun auch, dass Leute ihr Leergut hier abgeben können und dass wir das Zeug hinterher auch wieder loswerden müssen.


Die erste gedruckte Ersatzarmlehne

Die erste Ersatz-Armlehne für den zweiten Bürostuhl hier in meinem Büro ist nun fertig. Wenig überraschend ist, dass sie genauso aussieht, wie in der 3D-Darstellung.

Stellen wir fest: TPU braucht länger (rund 12 Stunden für dieses Teil) und ist nicht ganz einfach zu verarbeiten. Durch die Flexibilität verhält sich das Filament wie ein Gummiband. Dadurch, dass es gedehnt und gestaucht werden kann, bekommt dieses Material in den normalen Transportsystemen des Druckers eine ganz eigene Dynamik und kann hinter und zwischen die Rollen und Walzen flutschen. Mit einem Trick hat es dann beim zweiten Anlauf geklappt: Dem Filament-Transportsystem keinen Widerstand bieten. Am besten das Material von oben zuführen und immer ein paar Meter schon von der Rolle abwickeln und in großen Schlaufen zwischenlagern. Das führte in der Folge zu einer Art "betreutes Drucken", hat aber dafür auch problemlos funktioniert.

Am Wochenende werde ich die zweite Lehne herstellen und dann bauen Ines und ich nächste Woche den Stuhl hier um. Davon wird es natürlich auch Fotos oder auch Bewegtbilder geben.

Ob es die Lehnen wirklich als Ersatzteil gegeben hätte, weiß ich nicht. Selbst wenn, wären sie vermutlich günstiger gewesen, als das Filament, die Arbeitszeit für die Erstellung der 3D-Datei und den Aufwand (Zeit/Strom) für den Druck. Aber man kann und sollte nicht alles immer nur nach reinen Kosten und Nutzen abwägen. Der Spaßfaktor muss immer mit dabei sein und sowas mal vollständig selber herzustellen ist schon extrem geil.


Lustige Strichcodes – 829

Vielen Dank für die Zusendung an Susanne, die diesen Strichcode mit Küchenzubehör auf einer Packung "Dulano"-Geflügel-Wiener von Lidl entdeckt hat:


Mail an die DGzRS

Das habe ich gerade an die Seenotretter geschickt:

Moin,

der freundliche Herr, der heute Morgen mit dem Fahrzeug […] in Delmenhorst-Süd unterwegs war, könnte offenbar eine kleine Auffrischung hinsichtlich der Rechte von Radfahrern im Straßenverkehr gebrauchen.

Nun ist Unwissenheit allein noch kein Drama. Wer sich seiner Kenntnisse nicht ganz sicher ist und sich entsprechend zurückhält, kommt damit meist problemlos durchs Leben. Fremde Menschen jedoch durch dichtes Auffahren und demonstratives Aufheulenlassen des Motors zu bedrängen und anschließend auch noch verbal anzupöbeln, ist eine andere Sache.

Das kann er mit seinem privaten Auto halten, wie er möchte – aber wer in einem Fahrzeug unterwegs ist, das ausgerechnet eine Organisation wie die DGzRS repräsentiert, sollte sich bewusst sein, dass er in diesem Moment nicht nur sich selbst, sondern auch deren Namen nach außen vertritt. Einen besonders guten Dienst hat er der Organisation mit seinem Auftritt jedenfalls nicht erwiesen.
Das war schon kurz Nötigung, aber was soll das Theater mit Polizei und Anzeige bringen, das macht nur unnötigen Stress auf der eigenen Seite.

Wir sammeln seit einer Weile hier im Laden schon keine Spenden mehr für die DGzRS, aber wenn, dann wäre die Aktion jetzt beendet. Genauso werde ich übrigens auch keine Spenden mehr an die Elefantenprojekte mehr sammeln, falls es jemals ein Elefant wagen sollte, mich im Straßenverkehr anzupöbeln und mir zeigen zu wollen, wo mein Platz als Radfahrer ist. ;-)

Zwergenaufstand im Ökoland – Teil 2

Vor ziemlich genau 20 Jahren hatten wir das Thema schon einmal: Produkte von Ökoland sollten wir nicht weiter bekommen, da man gerne nur im Bio-Fachhandel zu finden sein möchte.

Keine Ahnung, was in der Zwischenzeit passiert war. Ob es irgendwann keinen mehr interessiert hat oder ob es eben doch okay war, dass wir die Produkte, Fertiggerichte in Dosen und Würstchen (Frisch und im Glas), hier angeboten haben.
Inzwischen ist man auf jeden Fall wieder zu dem Schluss gekommen, dass man die Produkte doch nicht hier sehen möchte und so werden wir seit einer Weile schon von unserem Großhändler nicht mehr mit den Produkten dieser Marke beliefert.

Ich nehme das inzwischen schulterzuckend hin, denn:

1. Bin ich älter geworden – mich regt sowas einfach nicht mehr auf.

2. Natürlich waren diese Produkte eine interessante Bereicherung für das Sortiment, aber hinsichtlich der Absatzzahlen eher eine zu vernachlässigende Randnotiz. Man könnte sagen, wir haben wertvollen Regalplatz dafür geopfert, nur um diese Artikel auch zeigen zu können und den Trend zu mehr Bio zu unterstützen. Woanders wären die Artikel im Rahmen von Sortimentsoptimierungen längst aus den Regalen verschwunden.

3. Wenn Ökoland den Umsatz nicht mitnehmen will, soll es nicht mein Problem sein. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind so viele Produkte in Bio-Qualität auf den Markt gekommen, gerade auch als Eigenmarke der Edeka, dass ich das Verschwinden von Ökoland-Produkten aus unseren Regalen nicht mehr bedaure.

4. Betrachtet man die beiden vorherigen Punkte, ergibt sich durch die Auslistung eine ganz klare Win-win-Situation für beide Parteien: Wir machen mit anderen Produkten mehr Umsatz – und Ökoland muss sich nicht länger der unerträglichen Zumutung aussetzen, auch von ganz gewöhnlichen Supermarktkunden gekauft zu werden.

ALKOHOLISCHES MISCHGETRÄNK

Ob unsere Auswahl an "Ready to Drink"-Produkten nun besonders groß oder klein im Vergleich zu anderen Supermärkten ist, vermag ich nicht zu sagen. Wir haben 15 verschiedene Produkte im Angebot und auf einigen ist mir vor ein paar Tagen aufgefallen, dass der Hinweis, um was es sich beim Inhalt der Dosen handelt, auffällig groß auf dieselben gedruckt ist. Es gibt zwei Variationen: "ALKOHOLISCHES MISCHGETRÄNK" und "ALKOHOLHALTIGES MISCHGETRÄNK"

Eine gesetzliche Pflicht scheint diese Deklaration wohl nicht zu sein, ansonsten würde man sie wohl auf sämtlichen dieser Produkte finden. Aber zumindest kann keiner sagen, er hat den Hinweis nicht gesehen und ging davon aus, einfach nur 'ne Dose mit Limo zu trinken … :-)