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Der Freimarktsumzug steht bevor und wir haben uns fest vorgenommen, dort frisch gebackene Mini-Donuts anzubieten. Aber aus mehreren Gründen möchten / können / wollen / dürfen wir die Maschine nicht einfach auf einen Tisch stellen. Es muss eine Scheibe davor, ein sogenannter Spuckschutz. Doch wie realisieren?
In den ersten Jahren hatte ich hier eine Bäckerei als Untermieter. Die haben auf dem Umzug eine Berliner-Backstation stehen gehabt und irgendwo musste das doch da auch gelöst gewesen sein. Also habe ich mal die alten Bilder rausgekramt, in der Hoffnung, dort fündig zu werden.
Linsk und rechts eine Führung aus Edelstahl und dazwischen eine ca. 50cm hohe Glasscheibe. Sollten wir auch hinbekommen, wenngleich ich etwas Sorge habe, dass uns die Zeit bis übernächsten Samstag wegrennt...
Eine fast neunzigjährige Stammkundin sprach mich an: Sie würde seit dem Vortag ihre Geldbörse vermissen. Hundertprozentig hätte sie die eingesteckt, aber als sie an der Kasse ankam, sei ihr Portemonnaie verschwunden gewesen.
Wir sahen uns die Videoaufzeichnung an: Die alte Kundin betrat den Laden und steuerte zunächst direkt auf den Leergutautomaten zu. Einen Einkaufswagen, in dem sich ihre offene Handtasche befand, hatte sie schräg hinter sich stehen. Während sie ihre Flaschen abgab, näherte sich ihr eine etwas heruntergekommen wirkende Frau und blickte direkt und ziemlich unverfroren in die offenstehende Tasche und wandte sich dann aber schnell wieder ab.
In den folgenden 15 Minuten hielt sich diese Frau immer irgendwie in der Nähe meiner alten Stammkundin auf. Tat zwar immer so, als würde sie sich zufällig für die Produkte in der Nähe interessieren – aber es war doch deutlich zu erkennen, wie sie immer wieder in unbeobachten Momenten die Nähe des Einkaufswagens und der offenen Handtasche suchte.
Schließlich gelang es ihr, in die Tasche zu greifen. Schnell ließ sie das Portemonnaie in ihrer Jackentasche verschwinden, stellte ihre "Alibi-Produkte", die sie in der Hand hielt, in das nächste Regal und verließ den Laden. Dabei ließ sie sich noch eine gefüllte Tragetasche mit SPAR-Aufdruck von meiner Kassiererin aushändigen.
Was zum..? Wir sahen uns die Ereignisse an, die vor dem neugierigen Blick in die Tasche stattgefunden hatten. Die Frau hatte zunächst ganz normal ein paar Dinge eingekauft. Während sie noch in der Warteschlange stand, betrat ihr späteres Opfer den Laden. Sie bezahlte, ließ die Tasche an der Kasse stehen und betrat den Laden erneut. Wie es weiterging steht oben.
Wir haben die Videoaufzeichnung gesichert und eine Kopie davon für die Polizei auf CD gebrannt. Die alte Dame haben wir schließlich sogar noch zur Polizeiwache gefahren, wo sie den Diebstahl anzeigte. Ob die Bilder irgendwie helfen werden? Ich würde es wünschen. Der alten Frau ging es gar nicht so sehr um die paar Euro oder einen neu zu beschaffenden Ausweis. Es war die Demütigung, der Übergriff auf fremdes Eigentum. Und glaubt mir: Ich konnte das mehr als gut nachvollziehen...
Irgendwas stimmt mit der Kistenannahme des Leergutautomaten momentan nicht. Hin und wieder verweigert er eine Kiste, dann wiederum erkennt er sie. Das Problem ist bei uns aber zum Glück nicht allzu dramatisch, da wir nicht soooo viele Kisten zurückbekommen. Darum geht es aber gerade auch gar nicht.
Ich weiß gar nicht, wer von meinen Mitarbeitern dieses Schild geschrieben hat – aber ich habe mich über den Ausdruck "händisch" gefreut. Keine Ahnung, warum, aber ich mag das Wort einfach.
Offenbar ist
der Ausdruck aber nicht allzu vielen Menschen geläufig. Eine Kundin stand nun auch vor dem Gerät, sah mich mit großen Augen an und wollte wissen: "
Was heißt denn das?"
T-Shirt-Aufdruck einer Kundin:
"Two Coke for a better Planet."
Kapier' ich nicht.

Nichtmal mit ganz viel Fantasie und Google-Einsatz. Es ergibt ja nicht mal einen Sinn, schließlich wird dem Konzern hinter "Coke" eher ein Beitrag zu einer schlechteren Welt zugeschrieben.
Oder meint sie Kokain? Aber warum dann zwei? (Lines?)
Ich hätte sie
doch fragen sollen.
Bezugnehmend auf
diesen Artikel von gestern erreichte mich heute Vormittag die folgende E-Mail:
"Hallo, Björn,
ich bin stellv. Marktleiter bei LIDL. Die Pfandbons haben keinen Ablauf der Gültigkeit! Die werden unabhängig vom Datum angenommen.
Außerdem ist die Aussage des Marktleiters falsch, da das Datum direkt unter dem Scan-Code aufgedruckt ist und daher wohl auch nicht mehr zu lesen war oder? Ich nehme selber Bons aus dem letzten Jahr noch an."
Ich handhabe das hier nicht anders. Und eigentlich hätte ich das auch von keinem anderen Unternehmen ernsthaft erwartet.
Immer wieder mal fragen Kunden nach "Roland Mehl". Verständlich, denn immerhin sitzt die
Roland-Mühle hier Bremen. Vor einiger Zeit hatte ich mal direkt bei der Mühle ein paar 1kg-Pakete abgeholt. Ein recht mühsamer Vorgang und in keinem Verhältnis zum Warenwert.
Nun ist mir aber auch klar, warum man das Roland-Mehl im Grund nirgends findet. Ich zitiere:
"Die zuverlässige Qualität unserer Produkte sowie unsere Produktideen werden von erfolgreichen Unternehmen der Lebensmittelindustrie und des Backhandwerkes in Deutschland und in vielen anderen Ländern der Welt geschätzt. "
Alles klar, es wird also vor allem für Groß
verbraucher produziert. Alles klar.
Also, liebe Kunden: Wenn ihr Brot aus Roland-Mehl haben wollt, kauf beim Bäcker eures Vertrauens.
Es gibt Zufälle, die gibt es gar nicht...
Vor einigen Jahren in Schweden die Pringles "Salt & Pepper" entdeckt und gleich für lecker befunden. Vor ein paar Monaten wurde ich von einem Blogleser gefragt, ob er mir irgendetwas aus Schweden mitbringen soll – wie das ausgegangen war,
wisst ihr ja.
Tzja... Und nun sind die, nur ein paar Wochen nach dem Bericht, sogar bei uns gelistet. Ob sich da ein Einkäufer hier im Blog hat inspirieren lassen?
Da die Person das Blog nicht kennen wird, besteht wohl auch keine Gefahr, dass dieser Blogeintrag ihn ab jetzt vorsichtiger werden lässt.
Wenn der Typ jedenfalls nochmal wiederkommt, der hier regelmäßig mit Nüssen "Druckbetankung" macht, ist er fällig. Jetzt haben wir Fotos und ein Video von ihm und da hilft ihm auch keine Ausrede mehr.
Und wer mit so einer markant durchlöcherten Hose und auffällig bedruckter Kapuzenjacke herumläuft, macht einem die Erkennung netterweise noch einfacher.
Bastian ist folgendes passiert:
Heute habe ich mein Zimmer aufgeräumt und dabei einen Lidl-Pfandcoupon über 1,75€, datiert auf den 26.7.2010 gefunden. Leider schon etwas ausgebleicht (dämliches Thermopapier!), der Barcode war leider nicht mehr lesbar, aber die Adresse des Marktes und der Betrag waren noch deutlich lesbar.
Als ich den Coupon heute einlösen wollte, ging das natürlich nicht an der Kasse, da der Barcode nicht lesbar war. Kurz drauf kam der Filialleiter, dem ich meinen Coupon zeigte. Er sagte, dass der Coupon nicht mehr einlösbar sei. Meinen Einwand, dass ja der Betrag und die Adresse des Marktes noch lesbar waren konterte er mit der Aussage, dass die Coupons nur eine Gültigkeit von einer Woche hätten und ich das Ding wegschmeißen könnte. Auf Kulanz hat mir der Marktleiter den Coupon dann doch noch eingelöst.
Irritiert hat mich die Aussage, dass die Pfandcoupons ein "Verfallsdatum" haben und nur eine Woche einlösbar sind. Ist das zulässig?
Zur rechtlichen Lage kann ich leider nichts sagen. Vom Gefühl her dürften die Pfandbons nicht (innerhalb so kurzer Zeit) verfallen, aber ich weiß nicht, ob das in den AGB ausdrücklich anders geregelt werden kann.
Aber: Auch wenn ich LIDL persönlich nicht mag, kann ich mir nicht vorstellen, dass es generell im Unternehmen so gehandhabt wird bzw. werden soll, dass Leergutbons nach einer Woche verfallen. (Falls doch, wäre es noch ein Grund, LIDL zu meiden.)
Ich denke, dass der Marktleiter entweder gerade einen schlechten Tag hatte, falsch informiert war oder dich schlicht und einfach persönlich nicht mochte.
Gibt es unter den Lesern dazu noch weitere Erfahrungen?
Beim Einmal-Hin-Alles-Drin-Markt gibt es diese Woche Ferrero Kinder-Überraschung für
44 Cent. Ich sollte die Eier dort kaufen und nicht bei unserem regulären Hauptlieferanten.
Ich zahle alleine schon im Einkauf bei meinem Großhändler brutto
vierzehn Cent mehr pro Ü-Ei, also rund 58 Cent.
Also irgendwas läuft doch hier gewaltig schief.
Kleiner Infozettel, auf dem unsere Kunden die wichtigsten Informationen zum Lieferservice bekommen können. Kein bunter Z-Falz-Flyer, sondern einfach nur ein schlichter, selbstgedruckter A4-Zettel. Das reicht für diesen Zweck vollkommen aus. Ich hatte die Datei gerade in der Hand, weil wir ein paar Details verändern wollen/müssen. Unter anderem soll die neue Handynummer mit drauf...
Kein Meisterwerk, aber erfüllt doch immerhin seinen Zweck: Das Plakat, das hier im Laden in den Plakatrahmen an den Schaufenstern und auch in den Deckenhängern im Markt auf den Lieferservice hinweist.
Ich könnte ja schwören, dass ich das Bild hier im Blog schonmal gezeigt habe, aber auch die intensivste Suche führte mich gerade zu keinem Ergebnis. Also...
Der eine oder andere hat es in der letzten Stunde vermutlich schon bemerkt: Wer hier im Blog die Beiträge kommentieren möchte, muss sich ab sofort als Benutzer registrieren und diese Registrierung über eine gültige E-Mail-Adresse bestätigen.
Kurz: Ich habe die Schnauze voll von beleidigenden und verletzenden anonymen Ekelkommentaren.
Okay, ich geb's zu: Kleine Fleischsnacks (Gyros, Döner, Hackbällchen...) und im Deckel ein passender Dip, daher der Name. Aber ich finde, dass man das nur herausfinden kann, wenn man die Packungen sehr genau betrachtet und sich ggf. sogar die Beschreibung durchliest.
Bei uns waren die Produkte nicht der Renner und ich denke, die Erklärung ist definitiv auch oder möglicherweise sogar vor allem in der Verpackung zu suchen.
Was hättet ihr denn spontan in den bunten Pötten vermutet?