Ich habe noch ein paar angebrochene Kartons mit
Zotter-Osterware hier bei mir im Lager stehen. Wer noch etwas haben möchte, sollte sich beeilen.
Um EUCH BLOGLESERN die Sache schmackhaft zu machen und ich auch nicht vor habe, die übriggebliebenen Tafeln hier im Laden mit einem Sonderpreis auf den Restetisch zu legen, hier mein Online-Osterangebot: Für jeweils drei bestellte Zotter-Ostertafeln bekommt ihr eine große (70g) oder zwei kleine (35g) Tafeln gratis dazu. Bei den Gratissorten müsst ihr euch allerdings überraschen lassen, da werde ich so verteilen, wie es am besten passt (und im schlimmsten Fall sogar Standardsorten mitliefern).
Direktlink zur Zotter-Osterware im Shop.
Es gibt Kunden, vor allem aus der Kategorie "Flaschensammler", die in den Leergutautomaten ungelogen
je-den Schrott werfen: Flaschen mit Restmengen, Flaschen, die mit Schmutz und Blättern behaftet sind, Deckel und Kronkorken, zerbrochene Flaschen, selbstgebastelte Etiketten usw.
Und dann gibt es noch ganz andere Kunden. Wie zum Beispiel den jungen Mann, der sich nicht getraut hat, seine
Glasflaschen in den Automaten zu stecken, weil die Maschine seine PET-Flaschen vorher so lautstark zermalmt hat. Da stand er an der Lagertür und hat ganz vorsichtig gefragt, was er mit seinen Bierflaschen machen soll.
Die durfte er dann aber auch in den Automaten stecken. Ich habe ihm versprochen, dass sie nicht geschreddert werden.
Also, liebe Kundin oder lieber Kunde, wenn du schon deine ausgesuchte Tiefkühllasagne plötzlich doch nicht mehr kaufen möchtest und du das aber erst auf dem Weg zur Kasse bemerkst, dann mache dir doch bitte die Mühe, die Packung in die Tiefkühlung zurückzubringen oder sie zumindest einem beliebigen Mitarbeiter des Marktes in die Hand zu drücken.
Das Tiefkühlpastaplattengericht jedoch einfach irgendwo gedankenlos zwischen die Damenhygieneprodukte zu stellen, hat einfach nichts. Da taut sie auf und ist nicht mehr verkäuflich. Dazu kommt, dass meistens auch unbekannt ist, wie lange das Produkt dort schon an-, bzw. aufgetaut steht und daher auch von mir nicht mehr freiwillig verzehrt wird. Also: Ab in die Tonne – Totalschaden.
Hin und wieder mal wickeln oder kleben Kunden ihre abgefallenen oder ausgeschnittenen DPG-Pfandlogos auf irgendwelche unbepfandeten Plastikflaschen. Das ist nicht unbedingt Betrug, sondern eher Mittel zum Zweck, denn der eigentliche Wert steckt ja im Pfandlogo.
Eine echte Scheißidee ist es allerdings, die Etiketten von PET-Flaschen auf leere Glasflaschen (oder alte Konservengläser) zu pappen. Die wandern nämlich in den Leergutautomaten in den Cruncher/Schredder und werden dort entsprechend behandelt – was zum einen für die Technik nicht unbedingt lebensverlängernd ist und abgesehen davon auch ganz hässliche Geräusche von sich gibt.
Könnte aus einem Raucherhaushalt stammen. Ist natürlich nur eine vage Vermutung.
Eine ältere Kundin wunderte sich:
Ich weiß auch nicht, was hier los ist. Immer, wenn ich abends komme, sind hier ganz andere Leute als morgens.
Welch Überraschung. Bei einer täglichen Ladenöffnungszeit von immerhin 18 Stunden geht es nunmal nur mit 2-3 Schichten, die sich gegenseitig ablösen.
Silvia hat mir Fotos eines SPAR- und eines "SPAR Express"-Marktes auf Teneriffa, genauer aus Puerto de la Cruz, zugemailt. Nun hatte ich diese Märkte inzwischen sogar
schon mehr mals hier im Blog. Daher war mein erster Gedanke, als ich die Mail las, wie ich Silvia am vorsichtigsten mitteilen kann, dass die Bilder es nicht ins Blog schaffen werden.
Ein paar der Fotos habe ich jetzt aber verwendet, denn irgendwie fühlt man sich doch bei dem Anblick der ersten beiden Bilder nicht gerade wirklich so, als wenn man gerade in einem rund 3500km entfernten Supermarkt stehen würde, oder?
Originell fand ich in der Obsttheke die Kennzeichnung der einzelnen Obstsorten mit farbigen Punkten: Süße, sehr süße, saure und speziell für Diabetiker geeignete Früchte sind mit gelben, grünen, blauen und roten Punkten markiert:
Ein Kunde suchte Rinderhack. Er stand vor der Fleischtruhe, wühlte sich durch die unterschiedlichsten Packungen und wirkte etwas verzeifelt, als er mir schließlich sein Problem schilderte. Ohne zu zögern griff ich in die Truhe und drückte ihm eine Packung "
Hackfleisch vom Jungbullen" in die Hand. Das wollte er aber nicht.
"Das ist aber reines Rinderhack", erklärte ich.
"Nee, das will ich nicht."
"Häh? Wieso das jetzt?"
"Jungbulle… Was soll das sein?"
"Eine männliche Kuh, nicht sehr alt."
"Nee, das nehme ich nicht."
"Aber D-A-S ist normales Rindfleisch. Sehr gutes dazu."
"Nee, das ist mir zu intensiv."
Dann eben nicht.
Eine ältere Frau kam an die Lagertür und wollte unbedingt "mit dem Chef" sprechen.
Sie erklärte mir, dass sie ja eine "treue und langjährige Stammkundin" wäre und momentan gerade "etwas knapp bei Kasse" sei und ob sie deshalb ihren Einkauf für ca. 2 Wochen hier anschreiben lassen könnte. Ich lehnte ab. Vor allem deshalb, weil ich sie noch
nie hier gesehen hatte und damit der Punkt "treu und langjährig" auf jeden Fall wegfiel. Sie bedankte sich für's Zuhören und ging.
In dem Moment kam gerade eine Kollegin ins Lager. Die alte Frau hielt sie an und erkundigte sich: "
Oh, könnten Sie mir wohl sagen, wo es hier zur Kasse geht?"
So viel zum Thema "langjährige Stammkundin"…
Liebe Leute von der Deutschen Post, wenn ein Großbrief maximal 500g schwer, 353mm lang, 250mm breit und 20mm hoch sein darf –
warum bekomme ich ihn dann mit dem Hinweis zurück, dass das von mir für den Transport dieses Briefes entrichtete Entgelt in Form eines 145ct-Postwertzeichens nicht ausreichen würde, weil entweder das Entgelt, die Gewichtsstufe oder die Maße nicht eingehalten wurden? Nur zur Info: Der Umschlag hat die Maße 353x200mm, ist ca. 1cm dick und wiegt 490 Gramm.
Kopfschüttelnd werde ich ihn nachher mal persönlich bei der nächsten ("nahegelegenen" trifft's ja heutzutage nur noch in Ausnahmefällen) Postfiliale abgeben.
Rasierklingen sind bei uns ein eher schwergängiger Artikel. Da sie vor allem nicht im Laden stehen, sondern wir die Klingen nur auf Anfrage aus dem Lager herausgeben, verkaufen wir nur alle Jubeljahre mal ein Päckchen.
…und dann gibt es Tage wie heute: Gerade eben hat nämlich sogar schon der zweite Kunde dieses Morgens Klingen haben wollen. War am Wochenende irgendeine besonders bartwuchsfördernde Mondphase oder sowas?
Drei männliche Heranwachsende orientalischer Herkunft johlten durch den Laden. Einer von ihnen nahm eine mittelgroße Flasche stilles Mineralwasser aus dem Regal und leerte sie regelrecht auf ex. Ich rechnete damit, dass er die leere Flasche irgendwo im Laden abstellt und ging langsam nach vorne in Richtung Kasse, um ihn ggf. darauf anzusprechen.
Als ich etwa auf Höhe der Gruppe war, hielt ich inne. Mir kam einer meiner Mitarbeiter entgegen und da gerade noch zwei weitere Kunden den Gang versperrten, wartete ich ab und guckte dabei etwas gedankenverloren nach vorne in Richtung Kasse.
Offenbar gefiel das dem Wassertrinker nicht und er zischte mich laut und mit gereiztem Unterton von der Seite an:
"Is' irgendwas!?!"
"Nee, wieso?"
"Weil du so guckst!"
"Ich warte nur auf meinen Kollegen da vorne."
"Dann ist ja gut!"
Arschloch.
Ich hatte endlich eine schöne Idee, was ihr machen müsst, um
an diese Sachen kommen zu können.
Die Aufgabe:
Macht in einem Supermarkt eurer Wahl (Aber nicht bei mir!
) irgendeinen (lustigen oder verrückten) Quatsch, lasst euch dabei fotografieren (oder filmen), schickt mir das Ergebnis mitsamt Erlaubnis zur Veröffentlichung und eurer Adresse zu und wartet ab, was da kommt. 
Dabei unterwerft ihr euch meiner subjektiven Meinung darüber, was "gut", "lustig" oder "originell" ist und folglich in die Liste der Gewinner aufgenommen wird!
Und selbstverständlich benehmt ihr euch in dem Laden so, dass ihr nicht rausgeworfen werdet und euch danach dort noch wieder für den nächsten Einkauf blicken lassen könnt.
Es gab schon so viele Bilder mit seltsam platzierten oder missbrauchten Einkaufswagen – aber in dem Maße
wie auf diesen Fotos hat sie noch keiner auf Bäume gehängt.
Könnte ja schon fast Kunst sein.