Ab sofort haben wir hier im Markt wieder einen eigenen Wasserzähler. Damit können wir dann eine Unbekannte aus der Wasserrechnung ausklammern. Ob wir mit echten Zahlen besser oder schlechter dastehen als mit den bisherigen Schätzwerten, wird sich zeigen – aber auf jeden Fall werden es ab sofort ehrliche Abrechnungen werden.
Ein uns bekannter Bösewicht hat nicht nur bei uns geklaut, sondern hat schon etwas mehr auf dem Kerbholz. Zitat Polizei: "Der hat das komplette Strafgesetzbuch rauf und wieder runter."
In den nächsten Tagen soll sogar ein Antrag für einen Haftbefehl gestellt werden. Bleibt zu hoffen, dass bei so einem Typen die Staatsanwälte und Richter wirklich mal anständig durchgreifen.
Ein Mitarbeiter sprach mich an und wies mich darauf hin, dass eine Frau an der Kasse stehen würde, die hier Hausverbot hat. Ich lief nach vorne und entdeckte die Frau sofort. Sie hatte eine große Konservendose auf dem Förderband des Kassentisches stehen.
Ich sprach sie an: Hier ist Lokalverbot.
"Das Jahr ist vorbei!", krächzte Sie heiser.
"Bei mir hier im Laden gibt es aber lebenslänglich und das werde ich auch mit Sicherheit damals gesagt haben", antwortete ich und nahm die Dose voll Erbsensuppe an mich.
"Nur die eine Dose."
"Nein, aus Prinzip nicht. Punkt und Ende der Diskussion."
Sie verließ den Laden und ich ging zurück zum Regal mit den Fertiggerichten, um die Dose zurückzustellen. Da lag eine Dose der selben Sorte verbeult auf dem Fußboden. Meine Ahnung bestätigte sich beim Blick in die Videoaufzeichnung: Ihr war eine Dose runtergefallen. Sie guckte zwar hinterher, bückte sich aber nicht danach und nahm einfach eine neue Dose aus dem Regal und lies die demolierte Dose mitten im Gang liegen…
Leider war sie schon außer Sichtweite. Sonst hätte ich sie zurückgepfiffen und dann hätte sie ihre Suppe doch noch kaufen dürfen. Dann hätte ich ihr aber die Dose mit der Delle mitgegeben.
Auch in diesem Jahr hat mich der Vorstand der benachbarten Moschee gebeten, den Aufbau des Zeltes, in dem abends gemeinschaftlich gegessen werden soll, zu genehmigen. Klar, kein Problem. Wie immer unter der Bedingung, dass die verbliebene Fläche ausdrücklich für uns frei bleibt und sich keine anderen Autos dort hinstellen. Bislang klappt es ganz gut, das haben wir in den letzten Jahren leider auch schon anders erlebt, so dass ich schon im vergangenen Jahr eigentlich gar nicht mehr den Aufbau des Pavillons genehmigen wollte.
Die "Papiersteine" waren schon wirklich sehr hell im Vergleich zu unserem vorhandenen Bodenbelag. Nachdem ich nun aber ein paar Tage später die Muster bekommen habe, relativierte sich das wieder etwas. Im Original (unten im direkten Vergleich) sind die Steine doch deutlich dunkler und gräulicher als meine ausgedruckten Exemplare (oben im direkten Vergleich).
Ich werde mal versuchen, das vorhandene Foto so umzufärben, dass der Farbton des gedruckten Steins dicht an das Original herankommt. Dann könnte man sich die Wirkung hier im Markt nämlich noch viel besser vorstellen.
Als wir auf der Videoanlage den Weg eines zwielichtigen Typens durch den Laden nachträglich verfolgen wollten, entdeckten wir etwas sehr sonderbares: Er stand unmittelbar neben dem Kassentisch und hatte dort plötzlich laut gesagt, dass "da hinten jemand klaut" und dabei mit der Hand in den Laden gezeigt. Zwei Mitarbeiter und eine Kundin guckten in den Laden und währenddessen angelte der Typ hinter seinem Rücken mit der Hand in der Handtasche der Kundin herum und klaute ihr Portemonnaie.
Die Kundin war zu dem Zeitpunkt bereits zu Hause und hatte das Fehlen ihrer Geldbörse auch schon bemerkt, allerdings hatte sie keine Ahnung, was passiert sein könnte.
Passiert war noch folgendes: Das Geld hatte der Täter rausgenommen und das Etui mit allen Papieren etc. hier im Markt hinter die Ware im Regal mit den Müllbeuteln geworfen.
Mit den Fotos aus der Videoanlage lief die Frau schließlich zur Polizei und zeigte den Diebstahl an. Ob der Täter dadurch ermittelt werden kann? Werde ich vielleicht sogar erfahren, da die betroffene Person eine längjährige Stammkundin ist, die buchstäblich um die Ecke wohnt.
Von den Curry-Mischungen haben wir in den letzten Monaten rund die Hälfte verkauft, der Rest im Regal ist in diesen Tagen an die Grenzen der aufgedruckten Haltbarkeitsdaten gekommen.
Der Hersteller sagte mir, dass er sie "diese Woche" noch umtauschen wollte. Mal gucken, was passiert. Momentan tendiere ich dazu, den Platz wieder anderweitig zu verwenden aber prinzipiell geben wir jedem Produkt immer erst eine zweite Chance.
Vielen Dank an Henning, der mir dieses Foto des Interspar-Marktes im Wiener Hauptbahnhof geschickt hat. Der ist ja kaum noch der Rede wert. Aber spannender ist ein Schild, das Henning am Eingang des Marktes aufgefallen war.
Los, Österreicher vor: Was hat es damit auf sich, dass "zu bestimmten Zeiten" am Tag die "Geschäftsbereiche getrennt" werden müssen?
Habe mal aus gegebenem Anlass im Impressum dieses Blogs den Hinweis auf die E-Mail-Adresse überarbeitet:
E-Mail:
Anfragen für Linktausch, Linkempfehlungen, SEO, werbliche Kooperationen, Sponsorings, Spenden oder ähnliches möchte ich ausdrücklich nicht bekommen! Weder telefonisch, noch per E-Mail!
Falls Sie den letzten Satz gelesen und verstanden haben, dürfen Sie weiterlesen und finden hier meine E-Mail-Adresse: shopblogger [at] gmail.com
Bislang stand der Hinweis auf Linktausch etc. unter der Mailadresse. Nachdem ich nämlich gerade mal wieder eine derartige Anfrage erhielt, bekam ich als Begründung folgende Antwort: "Da der Abschnitt erst unterhalb der eMail-Adresse erscheint, habe ich ihn tatsächlich nicht gelesen."
Ab jetzt soll es mal einer schaffen, die Adresse zu finden und dabei den Rest zu ignorieren. Kann doch nicht angehen, sowas…