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Die schöne Scheiße

Ich weiß nicht genau, ob oder wie ernst gemeint der Spruch eines Kunden war, dass es eben auch Menschen geben müsse, die einen "Scheißjob" machen müssten. So wie die scheiß Nachtschicht in so einem scheiß Supermarkt.

Seine Reaktion auf meine Antwort, dass wir das nur für so "scheiß Kunden wie ihn" machen würden, blieb erwartungsgemäß aus.

Schade eigentlich. Irgendwie warte ich ja noch darauf, dass jemand seine hohlen Aussagen wenigstens mal in einer Diskussion mit (scheibar) nicht zu widerlegenden Argumenten zu festigen versucht. :-P

Die fehlenden AU-Plaketten

Mir ist eben auf dem Weg zur Firma aufgefallen, wie viele Autos hier in der Seitenstraße keine AU-Prüfplakette auf dem vorderen Kennzeichen haben. Bei einem oder zwei Fahrzeugen hätte das ja noch Zufall sein können. Aber insgesamt sind mir rund ein Dutzend Autos ohne die Plakette aufgefallen.

"Das kann kein Zufall sein, guck doch erstmal selber, ob du darüber etwas findest." dachte ich mir eben, bevor ich das als Frage in die Runde werfe. Die Antwort findet sich in z.B. in der Wikipedia:
"Seit Januar 2010 ist diese Prüfung Bestandteil der Hauptuntersuchung. Eine AU-Plakette wird demnach nicht mehr angebracht.
Alles klar, das erklärt alles.

Ohwei...

Eine Kundin, offenbar auch nicht mehr ganz alleine nüchtern, fühlte sich an der Kasse unfreundlich behandelt und beschwerte sich bei mir über meinen Mitarbeiter.

Sie drohte unter anderem mit einem Disziplinarverfahren gegen den Kassierer, der sie so menschenunwürdig behandelt hat.

...

Gewusst, was

Kundenwunsch:
Ich suche Alkohol. Sowas wie Chantre oder so'ne Scheiße.
Ich find's befremdlich, wenn Leute so über Produkte reden, die sie konsumieren wollen...

Der Chef meckert bestimmt nicht DESWEGEN

Eine Kundin beschäftigte eine Kollegin mehrere Minuten. Sie suchte Tee, Teebeutel, Teefilter und ließ sich die verschiedenen Möglichkeiten der Teezubereitung erklären. Irgendwann stutzte die Kundin und meinte: "Oh, ich will Sie jetzt aber nicht weiter von der Arbeit abhalten. Nicht, dass Sie noch Ärger mit ihrem Chef bekommen."

"Ich bekomme höchstens Ärger, wenn ich mir nicht die Zeit für Sie nehme." erklärte meine Mitarbeiterin.

"Da sind Sie aber wohl die große Ausnahme. Ich kenne es von anderen Läden nur so, dass einem nichts oder nur ganz knapp gezeigt wird."

Kenne ich vom Discounter aus eigener Erfahrung leider auch. Habe vor langer Zeit während meiner kurzen Anstellung bei "Plus" auch alle Kunden konsequent zur Ware geführt und auch Fragen beantwortet. Gab mal Mecker vom Vorgesetzten, war mir aber egal. Ich habe das Verhalten beibehalten und trimme hier in meiner eigenen Firma alle Mitarbeiter ausdrücklich darauf, die Kunden zur Ware zu begleiten und sich entsprechend Zeit zu nehmen.

Zum Glück nur PET

Einer älteren Kundin fielen vor dem Leergutautomaten ständig ihre Flaschen zu Boden. Irgendwann guckte ich nach und beobachtete, dass sie die immer nur hektisch bis maximal zur Hälfte in die Öffnung steckte. Ein Großteil der Flaschen fiel dann, bedingt durch die Gravitation, einfach vorne wieder aus dem Automaten.

Dass manche Leute Sorge habe, weit in das Gerät zu fassen, habe ich hier ja nun schon häufiger erwähnt. Aber diese Kundin hatte schon Angst, dass ihr der böse Leergutautomat schon bei der kleinsten Annäherung die Hand abhacken würde.

Tzz... :-)

Schnauze voll von Herrn B.

Vor genau einer Woche stellte ich mir die Frage "Was nun?"

Am nächsten Tag war der alte Mann wieder hier und ich sprach ihn auf die Vorkomnisse an. Er entschuldigte sich und versprach mir in die Hand, dass er nie wieder etwas klauen würde und auch meinen Vorschlag, ab sofort sogar einen roten Korb zu verwenden, um irgendwelche Missverständnisse grundsätzlich vermeiden zu können, akzeptierte er.

Eben war er wieder hier. Zufällig beobachtete ich, wie er den Laden betrat und da ich sowieso am Computer arbeiten musste, zog ich das Bild der Videoanlage auf den anderen Monitor und guckte dem alten Mann mit einem Auge zu.
Er nahm sich tatsächlich einen roten Einkaufskorb, füllte diesen auch mit Ware. An einer etwas abgelegeneren Stelle hier im Laden, aber genau im Sichtfeld einer der Kameras, stopfte er sich ein Glas hochwertige Konfitüre in die hintere Hosentasche.

Oh, Mann. Auch wenn ich mal irgendwann beschlossen habe, ihn gewähren zu lassen – wenn man es nicht nur ahnt, sondern auch weiß, dass man beklaut wird, ist es nicht mehr mal eben zu ignorieren.

Nach zäher Diskussion an der Kasse, ich dachte zeitweise, dass er mir vor allen anwesenden Kunden seinen Stock rüberziehen würde, packte er das Glas wieder aus. "Das habe ich versehentlich dort reingesteckt und dann vergessen." erklärte er. Das glaubte ihm niemand.

Es reicht. Nun hat er endgültig Hausverbot. Übler als den Diebstahl nehme ich ihm übrigens das gebrochene Versprechen.

Von jedem Scheiß vier Durchschläge

Eine Kundin hatte ihr bei Rossmann gekauftes Toilettenpapier hier an der Kasse vergessen und rief, als sie den Verlust bemerkte, von zu Hause aus an, damit wir das Paket sicher für sie aufbewahren können. Klar, kein Problem. Machen wir doch.

Was mir erst später auffiel: 5lagig. Wow. :-O


Knackplatsch

"Gut festhalten!", ermahnte die junge Mutter ihren etwa vier- oder fünfjährigen Nachwuchs vor dem Eierregal. "Wenn du die fallen lässt, sind sie kaputt."

Muss ich noch weiterschreiben? ;-)

Das Alter des Verfassers

Wenn ich so die Smileys in den Beiträgen sehe, dann frage ich mich wirklich, wie alt der Verfasser wohl ist?
Lautete dieser Kommentar.

Ich denke, die Verwendung von Smileys hat nun wirklich nichts mit dem Alter eines Autoren zu tun. Sie gehören meiner Meinung nach zur Netzwelt einfach dazu, allerdings gibt es drei wesentliche Gruppen von –öhm– "Anwendern":

Gruppe 1, Massenverwender: Geradezu inflationäre Smileyverwendung auf privaten Websites Homepages, in E-Mails und in Forenbeiträgen. Alles ist bunt und flackerig. Immer beliebter dabei sind Bildchen mit (deutlich) mehr als 100 Pixeln Bildbreite.

Gruppe 2, Gewohnheitsverwender: Hinter jedem Text, Absatz oder sogar Satz wird prinzipiell ein einzelner Smiley platziert. Sinn und Zweck sind nicht zu erkennen.

Gruppe 3, Emotionenausdrücker: Mit dem Smiley wird das Gefühl übermittelt, das der Autor beim Schreiben eines Textes hatte oder eine Aussage, die möglicherweise missverstanden werden kann, in eine bestimmte Bahn gelenkt.

Zur letzten Gruppe zähle ich mich. Und jetzt guckt euch doch einfach nochmal die letzten Beiträge hier im Blog an und urteilt selber.