Das SPAR-Kind übt sich im Etiketten beschriften.
Erste Amtshandlung des Tages: Den Leergutautomaten wieder flott machen. Heute Morgen war nämlich von einem Mikroschalter der kleine Hebel abgebrochen, über den er ausgelöst wurde. Wie gut, dass das beinahe ein Standardteil ist, das ich hier mit jahrelanger Erfahrung auf Halde liegen habe.
Meine Hoffnungen in den Automaten waren vor knapp acht Jahren sehr groß und daher war die Enttäuschung über die Ausfälle vielleicht auch größer als normal. An den neuen Automaten stelle ich gar keine Ansprüche. Reicht mir schon, wenn er hübsch aussieht und nicht abbrennt.
In den letzten Tagen habe ich oft darüber nachgedacht, ob es in diesem Jahr bei uns wieder eine Halloween-Einkaufsnacht geben wird. Der Wochentag wäre Ideal, denn einerseits sind an einem Samstagabend alle in Partylaune, andererseits hätten wir nicht die Notwendigkeit, den Laden innnerhalb weniger Stunden nach einem sowieso anstrengenden Tag wieder herrichten zu müssen.
Aber da dieses Ereignis seinen besonderen Reiz nicht verlieren soll, möchten wir es nicht zu oft machen, schon gar nicht jährlich. Nachdem wir nun schon letztes Jahr hier wieder gespukt hatten, sollte es dieses Jahr daher zwingend ausfallen. Vielleicht ein "Scary-Shopping-Light", aber das ist nur eine ganz spontane Idee, die mir gerade beim Schreiben dieser Zeilen in den Sinn gekommen ist.
Und so sieht meiner Meinung nach derzeit die Zukunft vom Halloweeneinkauf bei uns so aus: Außer in 2015 wird die Veranstaltung immer dann laufen, wenn Halloween auf einen Samstag fällt – also im Oktober 2020 und dann erst wieder sechs Jahre später. Das ist zwar alles noch eine Weile hin, aber so bleibt der Moment des Besonderen erhalten.
(Die
Farbperspektive, eine sehr beeindruckende Erscheinung, die mir schon vor über zwei Jahrzehnten aufgefallen ist, aber deren Namen ich erst seit ein paar Monaten kenne, kommt bei diesem Bild übrigens genial zur Wirkung – finde ich zumindest!)
Gerade bin ich eher zufällig mal wieder bei meinem Leergutautomaten über die Anzeige der Statistiken gestolpert. Fünfeinhalb Millionen Flaschen und Dosen hat das Gerät schon durch. Damit hat er anderen Geräten einiges voraus, das muss man ihm mal wirklich zugutehalten!
Eine Kundin sprach mich mit einem leeren Karton in der Hand an:
Können Sie mal nachsehen, ob sie davon noch was haben?
Ich blickte ins Regal, stellte mich auf die Zehenspitzen und untersuchte auch, ob bei den Artikeln links und rechts des leeren Platztes noch etwas stehen würde. Fehlanzeige.
Nein, leider ist nichts mehr da.
Ich meinte hinten im Lager.
Da haben wir leider auch nichts mehr.
Zwei Kartons ist ein bisschen wenig, finden Sie nicht?
Normalerweise reicht die Menge.
Offenbar nicht, sehen Sie ja.
Auf jede weitere Diskussion oder Erklärungen wollte ich mich nicht einlassen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man ein gewünschtes Produkt nicht bekommt – aber welche Mengen hier angemessen sind, können wir bestimmt besser beurteilen. Es ist ja nicht so, dass der Artikel ständig nicht vorrätig wäre, nur weil wir zu doof sind.
Der neue Leergutautomat benötigt einen anderen Wanddurchbruch als unser altes Gerät, das damals praktischerweise zuerst hier stand, so dass schließlich von den Trockenbauern die Gipskartonwand einfach präzise drumherum gebaut werden konnte.
Das Loch ein paar Zentimeter höher zu machen und dabei noch rund zehn Zentimeter weiter nach rechts zu bringen, wird aufgrund der Ständerkonstruktion (
hier in dem alten Blogeintrag zu sehen) zwar nicht ganz einfach werden – aber jammern hilft ja nichts. Notfalls muss das letzte Stück der Wand eben nochmal komplett neu aufgebaut werden.
Nächste Woche kommt ein Mitarbeiter der Firma vorbei, die die Wand damals aufgestellt hat, um sich die Sache nochmal genau anzusehen.
Eine Kundin wollte etwas aus der Vegan-Vitrine haben. Da die beiden Fächer jeweils ein eigenes Schloss haben, stellte ich die übliche Frage: "
Was darf's denn sein? Ober noch viel wichtiger: Oben oder unten?"
Sie antwortete: "
Aus der Mitte, bitte."
Ich wies vorwichtig darauf hin, dass wir nur
zwei Fächer hätten und schließlich konnten wir auf das untere der beiden einigen.
Das Leben könnte so einfach sein…
Mir ist eben erst aufgefallen, dass wir den neuen Automaten auch in anderen Farben als gelbgrün bekommen können. Graualuminium oder enzianblau wäre standardmäßig ebenfalls verfügbar oder, um die Sache und die Qual der Wahl noch schwieriger zu machen, sogar einen beliebigen RAL-Farbton.
Die Wand drumherum ist RAL3000 (feuerrot), das war immer ein hervorragender Kontrast zu dem grauen Automaten. Könnte der neue natürlich auch wieder werden. Oder man macht eben mal eine ganz neue Gestaltung… Ohh, jetzt wird's kompliziert.
Die größte Frage derzeit ist, was wir da als "Von Kunde zu Kunde"-Tafel wieder hinbauen werden. Mal eine echte Kork-Pinnwand oder vielleicht etwas, das ich auch sehr cool finde: Fest montierte Klammern, z.B. die
Foldback-Büroklammern, wie auf dem Foto zu sehen.
Bin aber auch für alle anderen Ideen offen!
Ein etwas trostloser Anblick derzeit, zumal der Bereich hinter der Heizung auch noch nie oder zumindest sehr lange schon nicht gestrichen wurde. Aber wie immer gilt, wer neue Dinge erschaffen möchte, muss alte abbrechen. Das wird also noch wieder.
Endlich ist mal wieder ein Baufortschritt zu sehen: Der große Heizkörper im Eingangsbereich wird in diesen Minuten endlich demontiert. Die beiden Rohre rechts lassen wir stehen. Stören niemanden und so kann man notfalls an der Stelle doch nochmal wieder einen Heizkörper installieren.
Und dann kann es endlich weitergehen mit der lange (laaange) (laaaange!!!) geplanten Neugestaltung der Gemüseabteilung.
Angebot eines Lieferanten für LED-Retrofit-Röhren. Neben dem Preis für die Röhren kann ich für 9 Euro pro Stück folgende Leistung bekommen:
"Montage einer T8 Röhre mit konventionellem Vorschaltgerät. Der vorhandene Starter wird mit […] ausgetauscht und die Röhre 1:1 ersetzt. Entsorgung der bisherigen Leuchtmittel, Überprüfung des vorhandenen Stromkreises und eventueller Einsatz einer Hebebühne."
Ich lass mich umschulen zum Röhrenaustauscher.
Unser neuer Leergutautomat wird ganz profan
b500 heißen. Geplante Lieferung wird in ca. vier Wochen gegen Mitte Juli sein.
Bis dahin wird es noch einiges zu organisieren geben. Vor allem ist der Durchbruch in der Trockenbauwand zu verändern, da der neue Automat einerseits größer als unser UniCycle ist, zum anderen aber auch aufgrund der Infrastruktur im Hintergrund ein paar Zentimeter weiter nach rechts verschoben stehen muss.
Aber
daran wird es wohl nicht scheitern!