Die Trockenbauer sind mittlerweile fertig und haben die Baustelle geräumt. Die Wand muss jetzt zwar noch gespachtelt und gestrichen werden, aber das wird wohl erst passieren, nachdem der neue Leergutautomat seinen Platz eingenommen hat. Wir haben zwar die Öffnung ein Stück größer gemacht als notwendig, aber man weiß ja nie und möglicherweise reißen wir versehentlich oder auch notwendigerweise noch ein Stück von der Gipskartonbeplankung wieder kaputt…
Ein letztes "Gruppenfoto" der Einzelkomponenten des UniCycle. Der PC ist ausgebaut, die Speicherkarte mit allen Daten wieder sicher beim Hersteller. Damit ist der Automat endgültig entwidmet und somit steht da draußen nur noch ein Haufen Altmetall, der morgen nach der Lieferung des neuen Gerätes abgefahren wird.
Irgendwie auch traurig, wir hatten so eine intensive Beziehung…
So,
das Gestell, von dem ich am Freitag berichtet hatte, hat schonmal wieder den Weg zurück hier in den Laden gefunden.
Es hat die üblichen Gebrauchsspuren, funktioniert aber tadellos.
Kurz die Frühstückspause der beiden Arbeiter für ein Foto genutzt. Die neue Form ist schon zu erkennen, aber noch sind sie lange nicht fertig. Das Loch links muss noch aufgefüllt und die Kanten noch ordentlich mit Eckprofilen versehen werden:
Mehdi hat mir geschrieben:
Moin Björn,
ich war am Samstag bei 40 °C in Würzburg und ging mit einem Freund in einen Kupsch-Markt in der City. Wir wollten uns was zu essen holen, als uns dann die Kühlregale auffielen, die zu waren.
Es war schon kühl in den Regalen. Die Mitarbeiter und Kunden kramten dann die Sachen, die benötigt wurden, einzeln raus. Eine ziemliche Frickelarbeit.
Nun meine Frage: Wieso werden diese Vorhänge runtergemacht? Die Theken sind ja noch an und funktionieren ja...Ich kann mir das wirklich nicht erklären 
Hoffentlich kannst Du mir die Frage beantworten! 
Kurz: Es ist zu warm.
Die Kühlregale in Supermärkten sind fast immer offen und nicht mit Schwenk- oder Schiebetüren versehen. Mit solchen Türen entsteht die Problematik mit den Temperaturen nicht, aber auch ich sehe sie mit einer gewissen Skepsis, da die Türen Kunden vom Spontankauf abhalten können. Meine neuen Kühlanlagen werden vermutlich keine Türen bekommen, was aber auch mit dem Platzproblem bei uns zu tun hat.
Durch die Konstruktion der Kühlregale strömt die kalte Luft von oben vor der Ware entlang nach unten. Das funktioniert normalerweise ganz gut, auch bei hohen Temperaturen. Es gibt viele mögliche Ursachen, warum es hier zu Problemen kommen kann. Es könnten zum Beispiel die Wärmetauscher (Verflüssiger) draußen am Markt schlicht und einfach zu klein dimensioniert oder verschmutzt sein oder in der prallen Hitze stehen. Oder die Kühlregale selber sind verschmutzt (
passiert zwangsläufig immer irgendwann und ist mit mittelmäßigem Aufwand zu reinigen) oder die Luftwege aus anderen Gründen zugesetzt, so dass die Luft nicht wie gewünscht strömen kann. Dazu kommt noch, dass der Luftschleier durch die in die Regale fassenden Kunden immer wieder unterbrochen wird. Dadurch wird die Kühlleistung natürlich auch erheblich herabgesetzt. Bedenkt immer, dass solche Anlagen lediglich dafür gebaut sind, eine bestimmte Ist-Temperatur zu halten und nicht dafür gedacht sind, immer wieder die Masse herunterzukühlen.
Nun haben aber fast alle Kühlregale Vorhänge, die aus Energiespargründen geschlossen werden können. Kann man auch tagsüber nutzen. Das ist natürlich umständlich für alle Beteiligten, sichert aber auf jeden Fall die dahinter versteckte Ware:
Die Trockenbauer sind nun auch da und kümmern sich darum, dass das Loch für den neuen Leergutautomaten geschaffen wird. Foto gibt's später, die beiden Handwerker sind gerade intensiv da zugange und da möchte ich nicht mit meiner Kamera nerven.
Immerhin bleibt anzumerken: Unser alter Leergutautomat hat heute nicht eine einzige Fehlermeldung gebracht. Es fehlt ja einem richtig was ohne das ständig zu erwartende "
Möpmöp".
Ein paar letzte Bilder von heute Vormittag.
Los, seid jetzt gefälligst melancholisch.
Verdammte Axt, sie klauen wirklich
alles!!!
Okay, nein, war nur Spaß. In Wirklichkeit haben wir den Automaten nur kurz zur Reparatur eingeschickt. So sieht's jetzt erstmal aus. Morgen früh kommen die Trockenbauer und bauen die Wand so um, dass sich der neue Automat am Mittwoch im Idealfall einfach in die neue Öffnung schieben lässt. Hoffen wir mal, dass das alles so funktionieren wird…
Unter dem Cruncher hat sich im Laufe der vergangenen Jahre ein
vier Zentimeter tiefes Loch in den Estrich gefressen. Natürlich vor allem wohl in Kombination mit der mechanischen Beanspruchung durch die Rollen des Containers, den wir mehrmals pro Tag rein und raus geschoben haben – aber dennoch ein eindrucksvoller Beweis für die Wirkung von Säuren. (Mir fallen da spontan mindestens diverse Fruchtsäuren und Phosphorsäure aus den Cola-Resten ein.)
Schlachtfeld…
Die Kollegen dürfen jetzt um die Wette schrubben.
Aber sowas ist natürlich zu erwarten gewesen. Da tropft jahrelang die klebrige und aggressive Grütze auf den Fußboden – aber sauberhalten kann man die Stellen unter und hinter dem Automaten nunmal auch nicht.
In diesem Moment ist der Elektriker hier und installiert eine neue Netzwerkdose für den neuen Automaten. Bei den für das neue Gerät notwendigen Datenmengen soll die reine Anbindung über den ISDN-Anschluss wohl nicht mehr ganz so prickelnd sein.
Ist mir fast egall. Einen brauchbaren DSL-Anschluss haben wir hier und ob der Automat jetzt noch zusätzlich an meiner Fritzbox dranhängt oder nicht, spielt keine Rolle.
Letzter Akt: Das Hauptgerät mit den Erkennungseinheiten für Kisten und Einzelgebinde hat wie zuvor schon der Cruncher den Weg über die Straße zu uns auf den Hof gefunden:
Fast zehn Minuten hat der alte Automat gebraucht, um die Mengen zu ermitteln und diesen mehr als 12 Meter (!) langen Bon auszudrucken:
Dort sind alle angenommenen Gebinde einzeln aufgeführt. Vieles lässt sich nicht genau nachvollziehen. Es gibt etliche Positionen, die einfach nur "Mineralwasser" oder "Apfelschorle" heißen und hinter denen sich alle möglichen Marken verbergen könnten. Die läppern sich zu sechsstelligen Summen zusammen. Die große Masse verteilt sich sowieso auf unzählige "Kleinstmengen" (im Bereich bis 5000 angenommene Flaschen) – aber ein paar herausragende Angaben möchte ich euch nicht vorenthalten:
Carlsberg Elephant Bier 0,5l Dose – 21687
Coca-Cola 0,33l Dose – 28190
Coca-Cola 2l PET-Flasche – 14043
"Mineralwasser" (ohne Markenangabe) – 181004
Apfelschorle (Penny) – 14151
Schwarze Dose 28 – 2038
Pepsi 1,5l (PET) – 6599
Hemelinger Spezial (Mehrweg) 0,33l – 21141
Club-Mate (Mehrweg) 0,5l – 24179
Pinkus Bio-Bier 0,5l MW – 3149
5.0 Bier Dosen – 23063
Jever Pils 0,5l MW – 5337
Krombacher 0,5l Dose – 4601
Mio Mate MW – 2706
Red Bull 0,25l DS – 40186
Beck's Pils 0,5l MW – 58642
Vio Wasser – 11135
Beck's Pils 0,5l Dose – 35529
Holsten Pilsener Dose – 11793