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Abbau Unicycle - 4

Der alte Flaschentisch unseres Rücknahmeautomaten ist auf diesem Bild kurz vor der Kapitulation. Er liegt schon fast am Boden:



Die Teile werden bis Mittwoch oder spätestens Donnerstag hier noch gelagert und dann werden sie nach der Anlieferung des neuen b500 abgeholt. Hier lehnt unser alter Flaschentisch bereits auf dem Hof an zwei der Pflanzbehälter:


Abbau Unicycle - 3

Der Cruncher steht schon demontiert hier auf dem Hof. Da wir die extrem schwere Einheit nicht einfach hinten die Rampe herunterlassen konnten, haben wir das Teil auf einem Hubwagen auf der Straße um den Häuserblock gezogen:



Fast acht Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. In den unerreichbaren Hohlräumen hat sich so einiges angesammelt, was im normalen Alltag kaum auffiel. Es haben sich in den acht Jahren übrigens noch andere Spuren gebildet, dazu aber später mehr, wenn wir alles gereinigt haben:


Abbau Unicycle - 2

Hier noch zwei Informationsbildschirme aus dem Gerät.

Die Tagesumsätze wurden zwischendurch mal gelöscht, einzig der Wert 5.564.424 angenonmmene Einzelgebinde ist absolut korrekt. Fast fünfkommasechs Millionen Dosen und Flaschen. Damit schafft es der Automat zwar nicht ins Guinness Buch der Rekorde, aber es ist und bleibt eine ganz beachtliche Zahl für so eine Maschine.



1248 Einschaltvorgänge und 66950 Betriebsstunden sind zwei sehr interessante Zahlen. Die vielen Einschaltvorgänge hat der Automat irgendeinem Problem in der Hard- oder auch Software zu verdanken. Manchmal war aus unerklärlichen Gründen die Mehrwegerkennung nicht mehr möglich und nach einem Neustart hat sich das Gerät wieder komplett neu kalibriert.

66950 Betriebsstunden passen. Ist etwas weniger, aber für Wartung und natürlich auch bei den oben beschriebenen Neustarts war er immer eine Weile aus. Im Schnitt lief er pro Tag etwa zehn Minuten nicht.


Abbau Unicycle - 1

Jetzt wird's also ernst! Der Automat ist offiziell schon außer Betrieb und während vorne die Kunden noch witzeln, ob das Gerät mal wieder kaputt sei, wirkt hinten schon das Lösemittel an den gammeligen Schrauben.

Die letzten Statistiken habe ich natürlich gerettet. :-)

Luxusproblem?

Da steht man im eigenen Supermarkt und weiß vor lauter Auswahl und Alltäglichkeit nicht, was man zum Abendessen mit nach Hause nehmen kann…

Der, der in Rente geht

Der alte Leergutautomat hat ein paar Probleme. In den letzten zwei Wochen haben wir nur noch die allernötigsten Wartungen durchgeführt und ganz akut ist das Hauptproblem, dass er aufgrund eines kleinen lebenserhaltenden Umbaus einige Flaschentypen gar nicht mehr annimmt und andere sich im Inneren verkeilen. Egal, wir regen uns nicht mehr auf.

Wir nicht.

Die Kunden schon noch und so versuche ich es momentan immer mit ein paar aufheiternden Sprüchen. Schon dutzende Male habe ich heute erzählt, dass der Automat in $stunden_bis_mitternacht in Rente geht. Komischerweise lachen dann alle immer, als hätte ich mir gerade den neuesten Schenkelklopfer ausgedacht. Vom Gefühl her hat mir das höchstens ein Drittel der Leute geglaubt…

36°

Ich will ja nicht sagen, dass es heute besonders warm ist – aber eben waren die Brötchen schon fast zu dunkel, nachdem ich sie nur aus der Kühlung genommen, auf das Blech gelegt und kurz an der Raumluft stehen gelassen hatte.

Packung Eis

Wir hätten gerne eine Packung Eis.

Welche Sorte denn? Es gibt ja nun ziemlich viele…

Das ist egal.

In dem Fall wäre Ben&Jerry's (5,79€ pro Packung) die erste Wahl. :-)

Der letzte Arbeitstag

Endlich ist es geschafft: Heute ist der letzte offizielle Arbeitstag unseres alten UniCycle-Leergutautomaten. Am Montag Morgen heißt es zwar noch kurz "Arbeitsplatz aufräumen", aber dann war's das. Dann gibt es eine goldene Pfandflasche und einen getränkerestfeuchten Händedruck und dann verlässt uns unser nicht immer gesunder Kollege für immer. Er gibt uns allen übrigens ein persönliches Motto mit auf den Weg. Es heißt: Viel Feind, viel Ehr! – damit dürften die letzten gut 7,5 Jahre ausreichend beschrieben sein.


Sonderbare Vorgehensweise

Bis vor ein paar Jahren hat mich eine Firma mit Bonbons in Dosen beliefert, die wir hier im Markt in einem Metalldrehständer hatten. Zu Beginn der Belieferung hatten wir einen ganz schlanken Metallständer, der sich hervorragend an exponierter Stelle vor der Kasse unterbringen ließ und bei dem wir ständig die Bonschen haben nachfüllen müssen.

Dann haben wir irgendwann den großen Drehständer ("da passt mehr Ware drauf!") bekommen, der allerdings aufgrund seiner Ausmaße einen neuen Platz bekommen musste. Und schon verkauften sich die Dosen nicht mehr annähernd so gut wie vorher. Irgendwann kam dann der Vertreter gar nicht mehr und irgendwann danach haben wir dann die ablaufenden Reste zum Sonderpreis abverkauft und das Gestell eingemottet.

Das ist jetzt bestimmt drei oder vier Jahre her. Und nun ruft die Firma an und fordert das Metallgestell zurück bzw. würde es jetzt, falls ich es nicht mehr hätte, mit knapp 100€ in Rechnung stellen. Natürlich ist es deren Eigentum – aber in über zwei Jahrzehnten Einzelhandel habe ich sowas zum allerersten Mal erlebt. Solche Aufsteller sind Verschleißteile. Metall oxydiert, Anstriche verkratzen, Rollen setzen sich fest, in allen Ritzen und Kanten hängt der Dreck und so weiter… Solche Teile werden eigentlich immer und überall nach einer Weile entsorgt, da dies meistens in beiderseitigem Interesse ist. Man möchte ja als Hersteller auch keinem neuen Kunden einen unansehnlichen Aufsteller in den Laden stellen.

Ich glaube aber, das Teil steht noch bei mir in der Halle. Werde ich in den nächsten Tagen mal nachsehen. (War übrigens auch ganz putzig. Als ich dem Anrufer sagte, dass er sich Ende nächster Woche nochmal melden solle, wurde er ganz hektisch. Jungejungejunge, da melden die sich jahrelang nicht und dann soll man innerhalb von zwei Tagen eine Antwort abliefern…)

Mit und ohne Gänsehaut

"Come Sail Away", hier das Original von Styx:



Und hier die Interpretation eines Obdachlosen in Florida, die ich persönlich bedeutend tiefgängiger finde. DAS ist Musik, die wirklich unter die Haut geht:


Melonenninja

Ich rief zu Ines, die gerade in der letzten halben Stunde Melonen aufgeschnitten und eingepackt hat: "Soll ich dir mal Fruit Ninja auf dem Handy installieren? Findet die Kleine bestimmt lustig."

"Habe ich gerade selber intensiv gespielt."

Es hat etwas gedauert, bis ich lachen musste… :-D