Eine Kundin stand mit einer großen Ikea-Tragetasche (diese ganz großen blauen, in denen man ein Sofa, eine Hemnes-Vitrine, drei 80er-Billi-Regale, einen vollständigen Pax-Kleiderschrank und zwei Hot Dogs unterbringen kann) voller Leergut vor unserem Rücknahmeautomaten und fütterte das Gerät mit ihren Einweg- und Mehrwegflaschen.
Kommt ein Typ mit einem blauen Müllsack voller Ernergydrink-Dosen daher, stellt sich hinter die Kundin und mosert: "Mann, hat die viel! Das dauert ja ewig bis man hier mal drankommt!"
Von unseren Überwachungskameras waren zwei Steckernetzteile ausgefallen. Die Dinger hatten aber immerhin ein paar Jahre durchgehalten und nun haben wir wieder den vollen Durchblick.
Nochmal der Blick durch den Toilettenpapier-Gang, diesmal aber von der Außenwand in die Ladenmitte betrachtet. Ist doch ein schöner Kulturschock: Vom Discount-Papier und Damenhygiene direkt zu den hochwertigen Zotter-Schokoladen.
Hier eine Frage aus den
Blogeintragswünschen. D.R.I wollte wissen:
Bei Lidl gibt es Tomatensoßen für Nudeln, bei denen drei Geschmacksrichtungen (Basilikum, Arrabiata und Bolognese) jeweils auf einem Papp-Träger-Dingens im Regal kombiniert stehen. Basilikum ist IMMER ausverkauft und Bolognese und Arrabiata steht dann immer wochenlang herum. Kauft aber keiner, weils nicht schmeckt.
Sowas gibts auch mit Joghurts, die leckeren mit Erdbeere sind superschnell weg, die anderen stehen ewig da.
Wieso merkt sowas denn niemand und liefert einfach mehr Erdbeere bzw. Basilikumsoße mit aus? Die Nachfrage ist da und es könnte bestimmt viel mehr davon verkauft werden. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es an einer Mischkalkulation scheitert, eine Basilikumsoße herzustellen ist doch bestimmt billiger als eine mit Fleisch.
Für die Antwort bediene ich mich mal
bei diesem Beitrag, den ich vor knapp fünf Jahren mal verfasst hatte:
Mit einem Wort: Planwirtschaft.
In diesen sogenannten Sortimentskartons werden zum einen oftmals (ähnliche) Produkte angeboten, deren Einzelvertrieb sich nicht ernsthaft lohnt, da sie z.B. einzeln nur in sehr geringen Mengen gefragt werden. Zum anderen sind diese gemischten Einheiten vor allem bei den Discountern sehr beliebt, weil man mit einem Regalplatz ohne viel Arbeitsaufwand mehr Sortenvielfalt unterbringen kann.
Der Preis dafür ist regelmäßig, dass es immer wieder Sorten gibt, die an bestimmten Standorten nur wenig bis gar nicht gefragt sind und folglich übrigbleiben. Natürlich merken das die Mitarbeiter – aber was sollen sie tun, wenn die Anweisung der Geschäftsführung lautet, dass der Artikel immer vorrätig sein soll, er aber nur in besagtem Sortimentskarton bestellbar ist?
Unterm Strich und für alle Filialen gesamt betrachtet, dürfte die Rechnung für das Unternehmen aufgehen. Wenn nicht, würde der Artikel ganz schnell aus dem Sortiment verschwinden.
Auf jeden Fall sind die Entwickler vegetarischer Produkte locker drauf…
(Vielan Dank an Luis für den Hinweis und die Bilder.)
[Hier fehlt ein Foto eines Produkt, das eine Markenrechtsverletzung (nicht durch mich sondern durch den Hersteller) darstellte. Am 15. November 2018 wurde ich in gewohnt anwaltlichem Tonfall aufgefordert, das Foto zu löschen.]
Als Dank für die rund eine Woche lang nur rudimentär durch Folie ersetzte Tiefkühlschranktür ist der Verdampfer nun komplett zugefroren und
sieht momentan etwas so aus.
Ich habe ja auch sonst gerade nichts zu tun…
Hier nochmal fast die selbe Ansicht wie am vergangenen Sonntag schon, allerdings kann man hier etwas besser in die einzelnen Gänge auf der linken Ladenseite gucken. Die beiden Kopfregale im Vordergrund beherbergen übrigens zu 75% Ware von
Voelkel, eine für unsere Fläche große Auswahl, auf die ich aber auch recht stolz bin. Auch wenn nicht jeder Artikel davon gut läuft, möchte ich die Ware aus Prinzip behalten.
Ein Kunde stellte neben ein paar anderen Artikeln auch einen großen Schokoladenweihnachtsmann auf das Förderband der Kasse. Nachdem meine Mitarbeiterin den Schokomann gescannt hatte, stellte der Kunde ihn ganz behutsam in seinen Einkaufswagen zurück. Ein paar Artikel später hatte er eine Dose Würstchen, die ihm allerdings aus der Hand rutschte und den Weihnachtsmann erschlug und komplett zerbröselte.
"
Möchten Sie sich einen neuen nehmen?", bot meine Kassiererin an.
"
Ach, egal, der wird sowieso gleich gegessen", antwortete er.
Na, denn.
Tzzz… Da kommt man einmal wieder an einem Sonntag zur Firma (ist,
von wenigen Ausnahmen mal abgesehen, in den letzten Jahren sehr selten geworden) und dann fällt einem doch fast wortwörtlich eine der Tannengirlanden vor die Füße, weil sich die Klebefläche des Hakens abgelöst hat.
Da kümmere ich mich aber morgen drum.
Hier nochmal die Weinabteilung im Detail. Links im Bild steht das neue (auch schon wieder fünf Monate alt…)
Regal für die Walkers-Chips, in der Mitte die
Gondel mit den Bio-Weinen.
Das italienische Bierra Peroni. Dieses Bier hatte ich vor etlichen Jahren sogar
schonmal als Vollgut in der Hand, ich kann aber nicht mehr sagen, ob ich dieses Bier nun mochte oder nicht.
(Wir hätten unseren
Urlaub in Italien und die damit zwangsläufig verbundenen Fahrten durch Österreich und die Schweiz mal dazu nutzen sollen, unseren Biervorrat wieder aufzustocken.

)
An einem Kühler, dessen Stromanschluss wir kurzzeitig anderweitig benutzen mussten, prangte auf Augenhöhe ein dickes "DEFEKT!"-Schild – aber das hat den Kunden nicht davon abgehalten, sich mehrere Flaschen Bier herauszunehmen und sich schließlich an der Kasse darüber zu beschweren, dass die Flaschen gar nicht richtg kalt wären.
Ach, was.
Hintere linke Ecke des Marktes. Links ist das etwas antiquierte Coca-Cola-Regal, dahinter der große Cola-Kühler. In dem Bereich herrscht hier eine fürchterliche Enge, die mir selber überhaupt nicht so gut gefällt – nur irgendwie müssen wir die Ware hier ja auch reinbekommen. Ich hege noch Hoffnungen in die neuen Regale. Damit werde ich die gesamte Getränkeabteilung komplett neu strukturieren.
Nachdem die
Leckerlade eingestellt wurde, haben wir nun endlich wieder vegane Schokolade im Sortiment. Nicht ganz billig, aber immerhin. Und wem das nicht reicht, für den haben wir noch die Zotter Trinkschokolade "Variation Vegan" hier im Regal stehen.