Unsere Kassen haben vier Tasten, mit denen man die gegebenen Zahlungsmittel "5€", "10€", "20€" und "50€" mit einem Tastendruck auslösen kann, ohne z.B. einzeln nacheinander Fünf – Null – Null – Null – Enter drücken zu müssen. Das ist sehr praktisch und spart Zeit, allerdings kann eine kurze Unaufmerksamkeit schon unangenehme Folgen haben. Durch die Routine an der Kasse denkt man nicht mehr über jede einzelne Zahl nach und wenn da ein Rückgeld in Höhe von 30 Euro auf dem Display angezeigt wird, hinterfragt man das oftmals nicht. Das man gerade versehentlich die 50er- statt die 20er-Taste gedrückt hat, ist in dem Moment schon nicht mehr präsent.
Einem Kollegin erging es andersherum. Eine Frau mittleren Alters hatte mit einem 50-Euro-Schein bezahlt und ein um 30 Euro zu geringes Wechselgeld bekommen, nachdem mein Mitarbeiter versehentlich auf die 20er-Taste gedrückt hatte.
Das ließ sich relativ schnell und problemlos aufklären, wir zahlten das Geld aus und mein Kassierer und ich entschuldigten uns bei der Frau. Allerdings fand ich ihre Sprüche gar nicht nett. Während sie die ganze Zeit mit dem Kopf nickte, um ihren Unglauben zu untermauern, sagte sie: "Ja, schon klar… Man kann's ja mal versuchen.
Klar machen wir das absichtlich.
Die hat jetzt unser ganzes Geschäftsmodell durcheinandergebracht.
Hier in Dänemark sind die Leergutautomaten so programmiert, dass sie unbekanntes Leergut, d.h. ohne Pfand, einfach einziehen und direkt dem Kompaktor zuführen, und das mit „Kein Pfand“ quittieren.
Das nervt ungemein wenn der Automat (z.B. weil die Flasche etwas zerdrückt war) das Gebinde nicht korrekt erkennt – einen zweiten Versuch gibt’s nicht. Und auf die großen 1L Flaschen kommen hier auch drei Kronen (~40 Cent) Pfand Verlust.
Natürlich ist das sinnlos zu reklamieren, denn: a) der Supermarktmitarbeiter hat keinen Bock im Müll zu wühlen und b) ist es wohl schwierig nachzuweisen welches meine Flasche in dem Wust war, und dass die noch nicht entwertet wurde. Bleibt also nur Zähneknirschen und beim nächsten Mal die Flaschen besser zu „entknittern“.
Andererseits auch praktisch, dass der Automat einfach alles frisst: da entfällt das Sortieren der Müllsäcke nach einer Party nach Pfand und Nicht-Pfand.
Nun ist es schon einige Jahre her, dass ich mal Pfandgebinde in Deutschland weggebracht habe, aber spucken die Automaten bei euch
Unbekanntes nicht einfach direkt wieder aus? Gibt’s da Regelungen für? Könnte es sein, dass Automaten in Deutschland die Flasche juristisch als mein Eigentum betrachten, wohingegen sie hier einfach nur Müll ist? Oder liegt’s daran, dass Leute in Deutschland einfach zu viel „echten“ Plastikmüll in die Automaten werfen?
Eigentlich eine spaßige Regelung vor allem auch mit dem Ansatz, z.B. nach einer Party keine Müllsäcke sortieren zu müssen.
Es muss ja einen Grund haben, dass das so eingeführt wurde. Ich wäre jedenfalls nie auf die Idee gekommen, einfach auch alle unbepfandeten Gebinde einzubehalten und direkt zu schreddern. Da finde ich die Regelung, solche (oder eben aus welchen Gründen auch immer nicht von der Maschine als pfandpflichtige Gebinde zu erkennende) Flaschen wieder auszuspucken. So kann dann der Kunde entweder selber darüber nachdenken, warum die Maschine das Teil abgelehnt hat oder wenigstens einen Mitarbeiter des Marktes ansprechen, der dann nicht im Container Detektivarbeit leisten muss.
Recht überschaubar ist der Bereich direkt vor den Kassen (rechts gerade nicht mehr im Bild). Geradeaus steht der inzwischen auch schon rund 8,5 Jahre alte Getränkekühlschrank, der planmäßig auch die längste Zeit hier hinter sich hat.
Der dicke Briefumschlag mit der Tragetasche lag hier schon ziemlich lange in einer Ablage neben meinem Schreibtisch und war schon regelrecht in Vergessenheit geraten – aber trotzdem möchte ich mich dafür natürlich bei Blogleser Andreas bedanken und sie hier verweigen. Auch wenn die Zusendung nun schon Monate oder Jahre her ist und ich nicht einmal weiß, ob Andreas hier überhaupt noch mitliest.
Anfrage von Yatego, ob ich die Produkte aus meinem Onlineshop nicht auch über deren Plattform anbieten möchte.
Hab gesagt, er soll in einem Jahr noch einmal nachfragen. Was übrigens durchaus ernst gemeint war. Keiner weiß momentan, wie sich der Shop entwickeln wird, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass da in den nächsten Monaten auf jeden Fall gar nichts passiert.
700 Euro – um ein gut zwei Meter langes Blechstück an drei Stellen zu kanten und mit ein paar Schrauben beim Kunden zu montieren. Das war schon sehr optimistisch. Letztendlich hatte es dann aber nur rund ein Drittel davon gekostet.
Der gestern angekündigte Termin zu einem kleinen Interview für die Bild Bremen findet nicht statt. Aber lustig, wie einige Leute in den Kommentaren demonstrativ auf Schnappatmung umgestellt haben.
Blick durch die alte Gemüseabteilung in Richtung Schaufenster. Links bei den roten Körben ist der Haupteingang. Ich wünschte, dass die Abteilung längst neu gebaut worden wäre – aber es sind momentan sehr viele Faktoren, welche die gesamten Planungen wie ein Gummiband in die Länge ziehen. Ich vertröste euch (und meine Mitarbeiter und Kunden) ja nicht aus reinem Spaß an der Freude immer wieder wegen der Renovierung hier…
Vor rund 2,5 Jahren hatten wir eine Schnapsidee, eigentlich sogar buchstäblich. Uns kam das Produkt "Rumgurken" in den Sinn. Gurken in Alkohol eingelegt in verschiedenen Variationen. Da Gurken ja in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten werden, fanden wir es zumindest plausibel, das mal auszuprobieren. Im Erfolgsfall schwebte uns schon eine grandiose Werbung rund um das Verb "rumgurken" im Kopf. Aber so weit waren wir noch nicht, erstmal mussten wir da was zusammenbasteln.
Wir hatten also eine Kiste Einlegegurken bestellt und uns mit einem dutzend leerer Jogurtgläser ans Werk gemacht. Wir füllten jeweils ein paar Gurken in ein Glas, nahmen insgesamt vier verschiedene Rum-Sorten (zwei weiße und zwei braune), kombinierten das noch mit Stangenzimt, Vanilleschoten und Kandiszucker und ließen das alles in Ruhe eine Weile stehen.
Ab und zu probierten wir das Ergebnis. Also wir probierten, ob sich das Probieren lohnt – allerdings schien die Rum-Gurken-Kombination unweigerlich zu einem spiritusähnlichen Aroma zu führen. Der Inhalt der Gläser roch nach Spiritus und auch die Gurken waren nicht genießbarer. Es ist zwar in einigen Gläsern ein Spiritus-Zimt- oder ein Spiritus-Vanille-Duft zu erkennen gewesen, aber das war alles andere als appetitlich.
Da die Gläser in einer dunklen Ecke im Lager standen, gerieten sie irgendwann in Vergessenheit. Hin und wieder war ich mal wieder in der Ecke zugange und dachte mir, dass ich mich mal um die Gurken kümmern müsste – aber immer wieder bin ich von dem Vorhaben abgekommen.
Bis heute! Da habe ich alle Gläser feierlich geöffnet. Was daraus geworden ist, seht ihr auf dem letzten Bild. Der Inhalt der roten Wanne ist im Ausguss gelandet, der schwarze Eimer komplett im Müllcontainer. Aber es war ja einen Versuch wert.
Mit der Post trudelte Werbung einer Firma hier ein, die einem – tataaa – phänomenale Einsparungsmöglichkeiten bei der Beleuchtung der Geschäftsräume anbietet. Durch die Umrüstung auf LED-Technik. Anbei sind mehrere Rechenbeispiele, u.a. dieses:
Sieht ja auf den ersten Blick ganz toll aus, geht aber besser. Kümmert man sich nämlich selber darum und kauft sich das Material, sieht die Rechnung bei meinen Öffnungzeiten (18 Stunden pro Tag und 6 Tage pro Woche) so aus:
150 x 40€ Kaufpreis = 6.000€
Ersparnis / Monat: 426€ (Ich errechne sogar knapp 500€, aber egal…)
Amortisation nach 14 Monaten. (6.000/426 = 14,08)
Gewinn nach dem 14 Monat: 426€ / Monat.
Mehrertrag als bei dem o.g. Angebot: 14.058€
Davon kann man sich selbst nach Abzug der Steuern noch einen ausgedehnten und recht luxeriösen Urlaub in der Karibik leisten.
Die Bild Bremen hat derzeit eine Praktikantin, die mein Blog entdeckt hat und unbedingt einen Beitrag über mich bringen möchte. Ich habe ja eine Weile gezögert, zumal auch Stress wegen der Vorweihnachtszeit ist – aber sie hat so nett gefragt, dass ich einfach nicht nein sagen mochte und mal für morgen einen kurzen Termin vereinbart habe. Ja, Bild. Egal.
Außerdem ist der Blog-Hype ganz allgemein in den letzten Jahren etwas verflogen, da fand ich diese Aufmerksamkeit gerade sehr nett.
SmuttynoseBouncy House - Endlich mal eine Flasche Bier aus den USA. Ist zwar über einen deutschen Importeur hier ins Land gekommen, aber das ist ja eigentlich auch egal. Die Flasche ist als Einweg-Glasflasche deklariert, hat aber irgendwie über die Kontur den Weg auf unseren Flaschentisch des Automaten gefunden.
seit vielen Jahren lese ich Dein Blog mit und freue mich an den großen und kleinen Geschichten aus dem Bremer Spar-Markt. Wieder einmal bin ich beruflich im südlichen Afrika unterwegs und habe ein paar Beweisfotos für "Sparmärkte in aller Welt" geschossen: Dieser hier befindet sich in Lusaka/Sambia am Foxdale Court. Das ist einer der Einkaufskomplexe, wie sie hier (angesichts von 7% Wirtschaftswachstum) zuhauf aus dem Boden schießen. Foxdale ist aber etwas Besonderes: ein "Green Building", mit Brauchwassersystem, Recycling, Solarpaneelen. Ein Dieselgenerator gehört freilich auch dazu, was aber angesichts von 8 Stunden Stromausfall pro Tag unvermeidlich ist.
Sparmärkte findet man neben Shoprite und Pick'n'Pay relativ häufig in den Großstädten. Dieser hier hat ein eher übersichtliches Sortiment an Obst und Gemüse (Bananen, Trauben, Äpfel, Ananas, Maracujas; jede Menge Kartoffeln, rote Beete, Zwiebeln und viel Salat und diverse Kräuter). Vieles davon ist lose erhältlich, so auch große Mengen Trockenfisch. Fast alle dieser Waren sind in Sambia produziert, oft tragen sie das Logo "Proudly Zambian".
Gleich neben dem Eingang wartet das Nationalgericht in Zehn-Zwanzig-Kilo-Säcken: Nshima, ein dicker Brei, zu dem Ndiko, eine nach Möglichkeit täglich variierte Soße serviert wird. Hier merkt man, dass die Familien hierzulande etwas größer sind – nicht riesig, aber 4-5 Kinder sind auch in der Mittelschicht eher Standard.
Auch Eier kann man nur im 15er oder 30er Pack erwerben. Ansonsten gibt es alles, was man so an Nahrungsmitteln benötigt; vieles davon aus Südafrika importiert, Nüsse zumeist aus Westafrika. Importe aus Europa, insbesondere Zahnpasta, Shampoo oder Kaffee sind sehr teuer, allerdings gibt es auch großartigen sambischen Kaffee, mit einem leckeren erdigen Aroma.
Ganz besonders hübsch finde ich das "Crocodile Bread": hier einige Exemplare, die noch auf Kundenfang sind
Vielen Dank für die Mail und das Foto vom Krokobrot.
Ansicht vom Brotregal über die Aktionsfläche (die natürlich zur Zeit aus Weihnachtsartikeln besteht) einmal quer durch den Laden. Ganz hinten in der Ecke ist die Getränkeabteilung. (Aber nicht rechts im Bild, da steht nur eine geparkte Palette mit Leergut.)
Das ist zwar prinzipiell ganz einfach zu beantworten, allerdings sollte ich etwas weiter ausholen, um auch allen Freunden von Zahlenspielereien und Statistiken gerecht zu werden. (Zur Vereinfach schreibe ich nur "BJ" und "HD" und meine damit ausdrücklich die in der Frage genannten Sorten und nicht das gesamte Angebot des jeweiligen Herstellers.)
2012 haben wir 1.245.837 Becher BJ und 956.974 Becher HD verkauft.
2013 waren es dagegen schon 1.835.403 Becher BJ und 1.399.487 Becher HD.
Durch den Temperaturanstieg hat sich der Eisumsatz also deutlich verändert. Es haben zwar beide Marken zugelegt, aber letztendlich steht HD auf der klaren Verliererseite.
Da sich von 2013 auf bis 2014 die durchschnittliche Temperatur nochmals um "nur" 0,3 Grad erhöht hat, schnellten auch die Umsatze bei den beiden Eismarken nach oben. Relativ gleichmäßig haben beide zugelegt und so verkauften wir 2.448.873 Becher BJ und 1.995.434 Becher HD. Schön, dass wir mit unserem Warenwirtschaftssystem so präzise Zahlen ermitteln können.
Der Wahnsinnssommer 2015 war ein Zeichen dafür, dass sich die durchschnittliche Jahrestemperatur wieder einmal erhöht hat. Das Jahr ist zwar noch nicht ganz zuende, aber es ist wohl von einem Zuwachs von etwas über einem Grad Celsius auszugehen. Das merkt man auch in den Zahlen. BJ "Strawberry Cheesecake" ging bei uns in diesem Jahr bislang schon 3.523.837 mal über die Theke und "Strawberries & Cream" von HD haben wir 2.898.476 mal verkauft.
Da die Temperaturen wohl immer weiter ansteigen werden, lässt sich auch schon eine Prognose für nächstes Jahr stellen. Wir gehen davon aus, dass wir mit BJ die Fünfzehn-Millionen-Marke knacken werden und hoffen auch bei HD auf wenigstens 13,5 Mio. verkaufte Becher.