Die meisten Kunden stopfen einfach wahllos alles in den Leergutautomaten: Mehrweg- und Einweggebinde, beschädigt oder heile, mit Etikett oder auch ohne, Flaschen aus Übersee oder auch ganz anderen Planeten in diesem Quadranten, Konservengläser, alles eben.
Eine Kundin war nun ausnahmsweise mal richtig übervorsichtig: Sie hatte zwei (Mehrweg-)Bierflaschen dabei, die sie in der Spülmaschine gewaschen hatte. Dabei waren die Etiketten abgefallen, was dem Automaten allerdings, da er die Mehrweggebinde anhand der Kontur erkennt, vollkommen egal gewesen wäre. Stattdessen stellte sie die Flaschen zunächst ab und suchte einen Mitarbeiter, der ihr die Flaschen dann händisch abnehmen sollte. Sie entschuldigte sich mehrfach für die Unannehmlichkeit und war doch sichtlich erstaunt, dass der Automat die beiden Flaschen dann diskussionsfrei schluckte.
Mineralwasser gibt es bezüglich des Kohlensäuregehalts im Wesentlichen in drei Abstufungen, für die sich neben "klassisch" oder ähnlichen Namen in der Industrie noch die Bezeichnungen "still" und "naturell" durchgesetzt haben. Klassisch hat viel Kohlensäure, still hat wenig Kohlensäure und naturell ist ganz ohne Blubberbläschen. Scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, denn eigentlich machen das alle Mineralwasserabfüller so.
Als Fachmann nutze ich natürlich diese Begriffe so, wie sie auch von der Industrie verwendet werden. Die Kunden nutzen die Begriffe so, wie sie sie für richtig halten. Vor allem "still" führt dabei häufig zu Verwechslungen, da still eigentlich gar nicht still ist, sondern eher nur "etwas leiser" ist.
Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
Wir haben eine Zeitlang Mineralwasser zu einem Betrieb im nahegelegenen Gewerbegebiet geliefert. Alle paar Wochen ein Dutzend Kisten kohlensäuresfreies Mineralwasser. Das ging eigentlich ganz gut, bis irgendwann nicht ich, sondern ein unerfahrener Kollege die Bestellung entgegengenommen hatte. Der Anrufer bestellte "12 Kisten stilles Wasser", was in seinem Universum vollkommen korrekt war. Mein Mitarbeiter schrieb auf "12 Kisten stilles Wasser" und dummerweise war ich am Liefertag selber nicht in der Firma, sonst wäre es mir da vielleicht aufgefallen, und so lieferte unser Bote "12 Kisten stilles Wasser". Das war natürlich nicht korrekt, da die in der Firma zwar stilles Wasser haben wollten, aber eben kein stilles Wasser. Ist ja klar, oder?
Das Wasser ganz ohne Kohlensäure mussten wir in der Menge aber erst selber wieder bei unserem Lieferanten bestellen, so dass sich die Neulieferung wiederum einige Tage verzögerte.
Ich brachte dann die Lieferung wieder selber in Richtung Flughafen und nahm die fälschlicherweise dort abgestellten Kisten wieder mit. Mein eigentlicher Ansprechpartner war nicht da und so versuchte ich, einer Kollegin vom ihm zu erklären, was da schiefgelaufen war. Ich wollte den Kelch nicht an die Firma weiterreichen, fand es aber doch richtig, das Problem mit den Definitionen von "still" und "naturell" bei Mineralwasser zu erklären, ohne belehrend zu wirken. Um die ganze Situation noch etwas zu entspannen bot ich an, die nächste Wasserlieferung ohne jegliche Liefergebühren zu bringen.
Waren wohl doch nachtragend. Ich habe nie wieder von denen gehört…
Nachdem MyHammer hier in den Kommentaren schon häufiger erwähnt wurde und mich "mein" Installateur ja nun erfolgreich versetzt hat, versuche ich es nun ebenfalls mal über diese Plattform:
Treffen sich zwei Kunden im Supermarkt vor dem Leergutautomaten, an dem mal wieder ein "Defekt!"-Schild hängt.
Sagt der eine zum anderen:
"
Das Schild sieht aber merkwürdig aus. Gar nicht so ordentlich gedruckt wie das Schild, das hier sonst immer hängt. So krakelige Schrift."
"Ja du hast Recht. Und wieso kichert eigentlich der Automat?"
"
Moment mal, das ist nicht der Automat. Schau mal da in der Ecke versteckt sitzt ein kicherndes Kind."
"So ich nehme das Schild ab… Schau an, der Automat funktioniert ohne Probleme."
Kaum sind die beiden Kunden weg hängt das SPAR-Kind das Schild wieder auf und versteckt sich…
(Einsendungen sind willkommen. Weitere Infos dazu an
dieser Stelle.)
Von einem Lieferanten haben wir momentan einen Aufsteller mit Strandspielzeug aller Art im Laden stehen. Wenn der Sommer so weitergeht, lässt sich davon bestimmt der eine oder andere Artikel verkaufen.
Die Reste unserer selber bestellten Artikel
von der Aktion im letzten Jahr könnte ich mal mit dazu werfen.
Eigentlich sollte die
Heizung an der Kasse am Mittwoch schon gegen eine kleinere ausgetauscht worden sein. Ging an dem Tag wohl aus technischen Gründen nicht, der Meister wollte gestern aber noch mal herkommen und sich die Situation angucken und mit mir persönlich besprechen.
Ich frag jetzt mal eine andere Firma. Vielleicht sind die, mit denen ich bis jetzt immer eher aus Gewohnheit zusammengearbeitet habe, auch einfach nur zu groß…
So eilig hat mich wohl noch nie jemand ein Auto umparken sehen…
Bei den unwetterbedingten Sturmböen gerade eben, ist meinen Nachbarn fast der große
Zeltpavillon weggeweht. Bevor das Teil auf meinem Auto landet, bin ich gerade im strömenden Regen / Hagel raus und hab den Wagen mal kurzerhand in Richtung Straße gestellt.
Hinterher hätte nämlich mit hundertprozentiger Sicherheit niemand für den Schaden verantwortlich sein wollen. Wetten?
Weil sich die Informationen zu den vielen einzelnen Baustellen etwas verstreut haben, hier mal wieder eine aktuelle Zusammenfassung der bisherigen Umbauplanungen:
– Der
Nutzungsänderungsantrag für den Umbau meines aktuellen Büros zu Verkaufsfläche ist an meinen Architekten abgegeben und in Arbeit.
– Neues Büro: Plane ich erst weiter, wenn besagter Nutzungsänderungsantrag durch ist. Falls das wider Erwarten nicht genehmigt werden sollte, hat sich das nämlich ohnehin erledigt. (Wobei dann auch die restliche bisherige Ladenplanung obsolet ist…)
– Fußboden: Die Arbeit erfolgt nach der eigentlichen Neugestaltung. Sanieren, stellenweise Steine austauschen, die sichtbare Fläche abschleifen und versiegeln. Dazu brauchen wir einige neue Betonwerksteine, aber die genaue Fläche und damit Anzahl kann ich erst ermitteln, wenn klar ist, wie das hier mit dem alten Büro weitergeht.
– Elektroarbeiten: Können erst weitergehen, wenn die Baustelle mit dem Büro geklärt ist. Kabelwege und Beleuchtung sind direkt davon abhängig.
– Kassentisch: Modell und Gestaltung ist klar. Zeichnung und Angebot liegt vor. Integriert werden soll eine Smokythek (Der Zigarettenautomat), da warte ich nun auf Kontakt durch den Hersteller. Ebenfalls warte ich auf ein Musterstück des von uns angestrebten Dekors für die Seitenwände.
– Regale: Termin mit dem Mitarbeiter von Firma Wanzl ist Ende Juli.
Ihr seht, wir können momentan nur abwarten. Statt Tee zu trinken, werden wir die nächsten Wochen dazu nutzen, hier schon mal in Eigenregie einen Brüstungskanal an sämtliche Außenwände zu bauen. Zumindest so weit, wie es (Stichwort: Büro-Umzug) möglich und sinnvoll ist.
Mehr geht gerade nicht…
Am Wochenanfang hatte ein Kollege mal zu unseren Kräutern den Artikel "Gurkendill" (bereits blühender Dill) bestellt. Im Gegensatz zu den sonst eher kleinen Kräuterbunden, die man so von Petersilie, Schnittlauch und eben auch Dill kennt, hatten die Dinger eher Blumenstrauß-Format.
Fundstück von Ines im eigenen Laden: Einen Strichcode auf einer Fisch-Silhouette an der Seite einer Dose Hawesta Heringsfilets:
13:35 Uhr: Ein Hund röhrte vor dem Laden wie eine Horde
Wookies.
14:05 Uhr: Der Hund jault und heult weiter, mal laut, mal leise.
Zu dem Zeitpunkt hat ein Kollege einen Kunden im Laden drauf angesprochen: "
Ist das Ihr Hund?". Prompte Antwort: "Bin doch nicht bescheuert, einen Hund vorm Laden stehenzulassen, wenn der damit offenkundig so wenig klar kommt."
14:13 Uhr: Eine Dame, eher jung als alt, schlendert an die Kasse. Wieder die Frage, nach dem Hund. Ihre Reaktion war recht entspannt:
"Ist das Ihr Hund?"
"Ja, klar. Wiesooo?"
[Wookiegeheule von draußen!]
"Offenbar vermisst er Sie sehr."
"Och, der kommt schon klar."
Während Lumpi wieder laustark jaulte, packte sie ihren Einkauf in Höhe von knapp 20 Euro zusammen, wünschte einen schönen Tag und ging.
Zwischendurch vermutete mein Mitarbeiter noch, dass irgendein boshafter Wettbewerber diesen Zerberus da angekettet hätten, um uns die Umsätze zu versauen. Später staunte er nur noch, wie man weit über eine halbe Stunde für einen so kleinen Einkauf brauchen kann.
Klar kann man das so machen, aber dann ist es halt kacke…
(Ich warte jetzt auf Rückruf vom Installatör.
SO bleibt das nicht!)
Nicht: "Geraffel hinstellen verboten" …
Diese Fotos sind (mit freundlicher Genehmigung des Inhabers) in einem Edeka-Markt hier im Großraum Bremen entstanden. Das ist "mein" Kassentisch, den ich am liebsten hier auch im Markt in der Neustadt aufstellen würde und der hervorragend in den "neuen"
Bereich auf der linken Ladenseite passen würde.
Der Tisch ist höher als unser jetziger, da es sich hierbei um einen Stehtisch handelt. Keiner hat am Abend müde Beine, es gibt ja auch passende Stühle oder Hocker, wie sie auf dem oberen Bild zu erahnen sind.
Das Holzdekor finde ich für mich hier jetzt nicht so optimal, aber für die Gestaltung der Seitenwände gibt es
unzählige Möglichkeiten. "
Beton" soll gerade für neue Supermärkte der Trend sein, aber da steht noch gar nichts fest.
Ein Mann ging durch den Laden, schließlich zum Leergutautomaten und stromerte danach noch eine Weile durch den Markt, eher er ohne etwas zu Kaufen den Pfandbon einlöste und mein Geschäft verließ.
Er trug kein sichtbares Headset oder irgendwelche "In Ear"-Stöpsel, unterhielt sich aber die ganze Zeit angeregt und relativ laut (weswegen wir überhaupt darauf aufmerksam wurden) mit… Joah, mit wem eigentlich? Offenbar mit sich selber oder zumindest einem imaginären Gesprächspartner.
War aber offenbar unterhaltsam.