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30. Mai

Heute ist ja der zwölfte Jahrestag der Eröffnung meines SPAR-Marktes hier in der Gastfeldstraße. Erschreckend finde ich gerade, dass mir selber der Termin gar nicht aufgefallen war.

Zelebrieren wir ihn. In einem Jahr feiern wir hier wohl mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nicht "13 Jahre SPAR".

Böse: Getrocknete Cola

Hier ist nicht nur Cola ausgelaufen, sondern hier ist Cola ausgelaufen, hat sich unter den direkt auf dem Boden stehenden Kisten verteilt, wie man an dem Muster eindeutig erkennen kann, und ist dann angetrocknet.

Das sind die Momente, in denen Saubermachen zur Herausforderung mutiert. Ein Tipp dazu: Wasser drauf und erstmal eine ganze Weile einwirken lassen.


War doch angeschlossen?!

Langsam könnte ich mit den Fahrrädern hier aus dem Stadtteil schon fast eine eigene Kategorie füllen. So wie mit diesem Exemplar, das in weniger als einer Minute Fußmarsch hier vom Laden entfernt zu finden war. Das Fahrrad war schon etwas älter, das Kabelschloss, mit dem es an dem kleinen Poller "angeschlossen" war, dafür umso massiver.

Und dann wundern sich die Leute, wenn ihr Fahrrad geklaut wurde. "Ich hatte das doch sogar angeschlossen?!"


Sie mag Automaten nicht

Eine Kundin stand vor dem Leergutautomaten und versuchte krampfhaft, eine Flasche abzugeben. Sie stopfte die Flasche immer wieder hektisch und gewaltsam in den Annahmeschacht, ständig piepte der Automat verzweifelt und so eilte ich zu ihr, um zu helfen. "Ich mag Automaten nicht", erwiderte die Kundin auf meine Frage, was denn los sei.

Die Flasche trug zwar ein Pfandlogo, war aber von der Frau dermaßen zusammengestaucht worden, dass das Zeichen maschinell im Grunde nicht mehr lesbar war. Nachdem ich ihr das erklärt hatte und während ich das Leergut manuell annahm, moserte die Frau noch lautstark vor sich in: "Ich hasse Automaten."

Auch wenn meiner hin und wieder mal herumzickt – diesmal stand das Problem definitiv vor dem Gerät. :-P

Die Dreijährigen

Drei Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren 2 und 4 Jahren wollten ein paar Getränke kaufen. Leider verwechselten sie den Laden hier mit ihrem Lieblingssandkasten. Süßigkeitentüten wurden hin und her geworfen, sie spielten Fußball mit einer Chipstüte, rannten hin und her durch alle Gänge, schrien herum und benahmen sich insgesamt nicht so, wie ich es auch nur halbwegs von Kunden erwarte.

Erziehung: Thema verfehlt.

Links CLXXI

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EuGH verwehrt Goldhäschen den Markenschutz

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Wie man aus dem Bauchfett den Six-Pack zaubert

Ertrinken sieht nicht nach Ertrinken aus

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Knast für "geangelten" Tiefkühlfisch

Alle Jahre wieder…

…und das sogar wortwörtlich.

Wir haben die Kataloge für die diesjährige Bestellung der Weihnachtssüßwaren und auch schon für die Ostersaison 2013 bekommen. Bestellschluss wie immer: Mitte Juni.

Immer wieder prickelnd, sich bei 30 Grad Außentemperatur mit Lebkuchen und Hohlfiguren beschäftigen zu müssen. :-P

Einen Verkäufer für dumm verkaufen?

Ein bestimmter Wein war ausnahmsweise mal ausverkauft. Wir haben von der Sorte immer relativ viel vorrätig und da ich die Bestellung in der Abteilung grundsätzlich eigenhändig mache, kenne ich die Zahlen und Bestände insgesamt ganz gut und wenn ich "ausnahmsweise mal ausverkauft" schreibe, meine ich das auch so.

Ausgerechnet während dieser Ausnahme beschwerte sich eine Kundin bei einer meiner Mitarbeiterinnen: "Immer ist der ausverkauft, wenn ich den mal haben möchte. Da müssen Sie mal mehr von bestellen. Ich habe keine Lust, immer vergeblich herzukommen."

Flunkerei für mehr Nachdruck, oder was? :-P

Nicht aggressiv!!!

Kurz vor Feierabend: Eine Gruppe aus acht Heranwachsenden benahm sich erwartungsgemäß unangepasst.

Als sie sich aufregten, als sie den Schaden bezahlen sollten, schlug ich vor, die Polizei zu rufen.
"Warum die Polizei?!"

"Weil Ihr aggressiv seid!"
Sie bauten sich vor uns auf.
"Was willscht du? Wir sind nisch aggressiv!!!"
Ihr doch nicht. Tut mir Leid, dass ich das gesagt habe.

Warum aufregen?

Ein Artikel war mit einem aufgeklebten Preisschild versehen. In der Kasse war ein niedrigerer Preis hinterlegt, meine Mitarbeiterin hat das nach dem Scannen bemerkt, die Buchung storniert und den richtigen Preis manuell eingegeben. Die Kundin musste nicht einen Cent mehr bezahlen, als in der Auszeichnung des Artikels stand.

Dass sie sich trotzdem darüber aufregt, dass es eine Frechheit wäre, dass sie nun 40 Cent mehr für das Produkt bezahlen müsse, verstehe ich nicht.

PS: TK-Raum

Achja, bevor es ganz untergeht: Unser Tiefkühlraum ist mittlerweile längst wieder in Betrieb. Die Risse und Löcher sind geschlossen und anschließend wurde alles mit einer temperaturbeständigen Farbe gestrichen.

Hier ein Foto, auf dem die Decke nach den Ausbesserungen (aber noch vor dem Anstrich) zu sehen ist.


Beschimpfungen

Eine Gruppe Halbstarker johlte an der Kasse herum, einer von ihnen wollte zwei Schachteln Zigaretten kaufen. Auf die Frage nach einem Ausweis, warf er meiner Mitarbeiterin lapidar einen Schülerausweis auf den Kassentisch. Hätte man ja vielleicht gerade noch akzeptieren können, wenn die Schüler einerseits einen anständigen Eindruck gemacht hätten und der Ausweis andererseits nicht durch etliche Änderungen (z.B. ein von Hand eingetragenes Geburtsdatum) einen alles andere als glaubwürdigen Eindruck gemacht hätte.

Da niemand von denen einen Personalausweis oder Führerschein hatte oder vorzeigen wollte, blieben die Zigaretten eben hier. Die Gruppe verließ den Laden, aber nicht ohne auf dem Weg zur Tür noch ausgiebig mit Beleidigungen um sich zu werfen. Die "rassistische Schlampe" war dabei dann die Krönung der ganzen Beschimpfungen…