Weizenmehl, Wasser, Roggenmehl, Sonnenblumenkerne (8%), Kürbiskerne (8%), Blaumohn (2%), Sesam (2%), Speisesalz, Hefe, pflanzliches Öl, Zucker, Roggenmalzextrakt, Backhonig, Dextrose, Stabilisator Guarkernmehl, Emulgator: Mono- und Diacetylweinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren, Natriumstearoyl-2-lactylat, Gerstenmalzmehl, pflanzliches Fett, Aromen. Kann Spuren von Soja, Milch, Schalenfrüchten und Senf enthalten.
Das ist die Zutatenliste einer
Brötchensorte.
Zwei "Heranwachsende" (bewusst in Anführungsstrichen, da nur das körperliche Alter gemeint ist) wollten in den Laden, schrien schon am Eingang herum, waren aggressiv. Als wir sie zur Räson bringen wollten, bauten sie sich in Drohgebärde vor mir auf: "Was willst du, scheiß Kartoffel. Isch fick deine Schwester, isch bring dich um! Komm doch her, wenn disch traust!"
Sie trollten sich schließlich, da wir personenmäßig in der Überzahl waren.
Was wäre das Leben nur ohne derartige Bereicherungen am frühen Morgen? Bin ja schon gespannt, was der Realitätsverweigerer aus Wuppertal dazu zu sagen hat.
Eine Kundin monierte nach dem Bezahlen einen der von ihre gekauften Artikel. Er wäre gerade im Angebot und kostet nur 1,39€ statt 1,99 und sie würde gerne die Preisdifferenz erstattet bekommen.
Nun ist es so, dass sich diesen Regalplatz zwei Artikel von zwei verschiedenen Herstellern teilen – die natürlich auch unterschiedliche Preise haben. Lässt sich hier im relativ engen Markt nicht immer vermeiden und war in der Vergangenheit auch noch nie ein ernsthaftes Problem. Nachdem ich der Kundin das erklärte und auch mitteilte, dass auf den Schildern nicht nur der Preis, sondern auch der Name des Produkts, bzw. auch des Herstellers zu finden ist, informierte sie mich nur darüber, dass wir das gefälligst zu ändern hätten.
Jawoll!
Broken Spirits hatte folgende Frage:
Wenn Du irgendwann Edeka heißt, willst Du dann Edekamärkte aus aller Welt, weiterhin Sparmärkte aus nostalgischen Gründen oder beides?
Ich bleibe hier im Blog auf jeden Fall bei den SPAR-Märkten
aus aller Welt. Letzteres ist bei den gelb-blauen Märkten sowieso ja grundsätzlich schonmal nicht möglich.
Prima, wenn man um 17 Uhr auf sein Handy guckt und eine SMS vom Vormittag entdeckt, in der sich einer meiner Mitarbeiter krankmeldet. Kann man für sowas nicht anrufen? Vor allem: Er war heute für die Spätschicht geplant. Mal gucken, ob ich
das noch ausbügeln kann. Auf eine 18-Stunden-Schicht, gefolgt von einer 4-Stunden-Nacht kann ich jedenfalls getrost verzichten.
Wenn's bei mir irgendwann so weit ist, dass ich morgens um kurz nach Sechs Uhr ausschließlich deshalb losgehe, um die aktuellen Ausgaben der "Freizeit Aktuell", "Meine Revue" und "Das goldene Blatt" zu kaufen – gebt mir bitte den Gnadenschuss.
Ein Kleinstlieferant, mit dem wir seit ein paar Jahren sehr erfolgreich zusammenarbeiten, hatte uns bis vor ein paar Monaten immer direkt, sprich: persönlich, beliefert. Dann hat er die Belieferung an einen Großhändler abgegeben.
Besser ist dadurch ungefähr gar nichts geworden. Die Haltbarkeitsdaten sind mitunter deutlich kürzer als früher, weshalb uns schon einige Kunden abgesprungen sind, die diese Ware immer auf Vorrat gekauft haben. Ach, Apropos Vorrat: Die benötigten und entsprechend von uns bestellten Mengen bekommen wir sowieso oft gar nicht erst, da angeblich nicht immer so viel Ware beim Großhändler vorrätig sei.
Verkleinerung durch Expansion würde ich das nennen.
Mir teilen Kunden so oft mit, dass mein Leergutautomat spinnen würde, dass ich langsam darüber nachdenke, eine Textilfabrik zu eröffnen.
Von der
Schuldnerberatung hatte ich keine Antwort mehr bekommen, aber das war letztendlich wohl auch egal.
Nun bekam ich dicke Post von einer Anwaltskanzlei. Es handelte sich dabei um den Eröffnungsbeschluss für ein Insolvenzverfahren. Ahja, mir sagte der Name aber immer noch nichts. Auch ein Anruf bei der Kanzlei half mir nur bedingt weiter: Der Mann schuldet mir angeblich 50 Euro. Wofür, konnte ich jedoch nicht herausfinden. Es könnte bei der Summe eine Fangprämie sein, die ich von Ladendieben verlange – allerdings taucht der Name dieses Schuldners nicht ein einziges Mal in meinem gesamten "LD"-Ordner auf.
Da ich keine Idee habe, wo ich die Unterlagen ablegen könnte, habe ich den Schriftsatz mal durch den Aktenvernichter gedrückt. Wird schon so passen.
Früher hieß es
Anne Kaffeekanne. Heute ist es Anne Colaflasche:
Ist schon toll, wenn Ladendiebe erst von ihrem Kumpel verpfiffen werden und sie dann noch ihr gesamtes Privatleben auf einem öffentlichen Facebook-Profil verbreiten.
So ist dieser LD zwar flüchtig, aber nicht unbekannt.
(Wieso haben wir fast jeden Samstag Abend so eine Scheiße?!?)
Irgendjemand muss bei uns einen Stempel mit der Zahl "636" verloren haben. Wofür der wohl gewesen sein mag?
Wenn der Schreibtisch für den Papierkram nicht mehr ausreicht…