Cool: Die von mir vor einer Woche bestellten Aufkleber sind soeben geliefert worden. Und zwwar nicht nur die bestellten zwei Exemplare pro Ausführung, sondern jeweils gleich sieben Stück. Ohne Aufpreis natürlich. Da war wohl ein Mitarbeiter voller Elan.
Sie sehen jedenfalls gut aus und sobald ich etwas Ruhe finde, werde ich sie ordentlich an den Fahrradanhänger pappen.
Vor einiger Zeit hatte ich über meine etwas unkonventionell beschriftete Klingel an der hinteren Eingangstür geschrieben.
Nachdem in der Zwischenzeit etliche Mitarbeiter mit Rollcontainern gegen die Klingel gerammt sind, fehlt der Taster und der Rest vom Gehäuse hängt traurig am Kabel.
Wird mal Zeit für eine neue. Und die werde ich dann so hoch hängen, dass man sie nicht mehr versehentlich abreißen kann.
Da hat wohl in der Etikettiermaschine ein Etikett im Stapel verkehrtherum gelegen. Und dann steht man hier im Laden vor dem Problem, wie herum man das Glas in das Regal stellen sollte: Mit dem Deckel nach oben oder doch lieber andersherum?
Eine Kundin drückte mir eine abgelaufene Tütensuppe in die Hand. Ist zwar nicht schön, wenn Kunden sowas finden, aber passiert nunmal auch in den besten Häusern immer wieder.
Ich nahm die Tüte entgegen, bedankte und entschuldigte mich und wollte mich gerade umdrehen, als die Frau noch etwas ergänzte:
"Ähm..?"
Ja? Haben Sie noch eine Frage?
Bekomme ich die fünf Euro an der Kasse?
Welche fünf Euro?"
Es ist doch so, dass man fünf Euro bekommt, wenn man ein abgelaufenes Teil findet."
Also bei mir nicht. Im Grunde kenne ich überhaupt keinen Laden mehr, bei dem man für das Finden abgelaufener Ware noch etwas bekommt.
Aber das ist doch Vorschrift.
Sie schien mein Kopfschütteln zu akzeptieren. Aber zumindest drohte sie nicht damit, die Sache dem Gesundheitsamt, der BILD-Zeitung, dem Papst oder Amnesty International zu melden.
Viele Vertreter, gerade auch von kleineren Lieferanten und auch Handelsagenturen, die kleinere Lieferanten vertreten, sind Meister im Aufschwatzen. Irgendein winzinges Regal oder einen winzigen Aufsteller, oft geht es gar nicht um mehr, wird man doch wohl noch irgendwo im Laden unterbringen können.
Das Argument, dass einfach kein Platz vorhanden sei, wird schlichtweg übergangen. Wer meinen Laden kennt, wird bestätigen können, dass das aber nicht nur eine leere Phrase ist. Naja, oft findet sich auch ein Platz. Irgendwo im Regal mitplatziert oder in irgendeiner unauffälligen Ecke hingestellt. Es ist nunmal kein Platz, alles unmittelbar vor der Kasse mitten in den Kundenlauf zu stellen. Wenngleich viele Vertreter das aus irgendeinem Grund aber so sehen.
Es folgt das, was kommen muss: Die Kunden sehen diese tollen, exklusiven, hochwertigen, einmaligen, herausragenden, besonderen und unverzichtbaren Artikel nicht.
Und dann kommen die Vertreter wieder und schieben die Schuld an verstaubten, abgelaufenen oder in zu geringer Menge nachbestellten Artikel auf den Einzelhändler, der sie ja vollkommen lieblos an unauffälliger Stelle platziert hat.
Es ist ja nicht so, dass ich dieses Verhalten bislang erst ein einziges Mal erlebt hätte...
Eine ältere Kundin erkundigte sich bei einem meiner Kollegen, ob sie denn auch ein paar ihrer selbstgerollten Münzrollen annehmen würden. Klar, warum auch nicht. Wir transportieren unser Kleingeld schließlich immer mühsam von der Bank hierher und nehmen es folglich auch gerne von unseren Kunden an.
Keine Ahnung, wie alt die Rollen sind. Die Aufdrucke sind stellenweise jedenfalls schon total verblasst und sogar der Kleber von den Klebestreifen löste sich bereits auf.
Vor ein paar Tagen hatten mich ein paar Kunststudenten angesprochen und sich erkundigt, ob sie wohl mal meine Papppresse benutzen dürften, um einige ihrer (ehemaligen und mittlerweile wieder zerlegten) Kunstwerke aus Pappe zu mehreren Ballen zu verdichten.
Sie durften. Dass sie dann mit einem bis oben hin gefüllten Kleintransporter hier aufschlagen würden, hatte ich allerdings zugegebenermaßen nicht erwartet. Wir hatten damit zum Glück nicht viel zu tun, nur beim Ausleeren der Presse musste einer meiner Mitarbeiter zwischendurch mithelfen.
Für die angehenden Akademiker etwas enttäuschend war nur die Tatsache, dass meine Presse die komplette Wagenladen zu einem Ballen hätte zusammenquetschen können. So einigten sie sich schließlich mit meinem Mitarbeiter darauf, zwischendurch mal die Maschine auszuleeren und nicht bis zur maximalen Füllmenge abzuwarten. So hatten sie wenigstens zwei Ballen, die nicht ganz so hoch waren, aber die man als Entschädigung immerhin noch halbwegs komfortabel mit bloßen Händen transportieren konnte.
Zufällig bekam ich mit, wie ein Kunde eine leere Getränkedose in den Leergutautomaten stecken wollte, dieser jedoch die Annahme mehrfach konsequent verweigerte.
Wie immer in solchen Situationen griff ich ein, um dem Kunden zu helfen. Mit geschultem Auge erkannte ich sofort, dass die Dose aus TimbuktuWeitaweg einem Land kam, dessen Sprache ich nicht nur nicht verstand, sondern die ich nicht einmal auf den ersten Blick identifizieren konnte. Auf jeden Fall war die Büchse nicht bepfandet und das sagte ich ihm auch. Er bedankte sich und warf sie in den Mülleimer.
...aus dem er sie fünfzehn Sekunden später wieder herausangelte und noch dreimal versuchte, sie dem Automaten unterzuschieben, bevor er sie endgültig im Müll verschwinden ließ.
Ich wurde gefragt, ob ich auf den Videowänden in einem Festzelt auf dem diesjährigen Freimarkt werben möchte. Während des kompletten Volksfestes täglich ein paar Dutzend Einblendungen in einer Größenordnung von jeweils etwa 10 Sekunden. Der Preis war zwar nicht sehr günstig, aber auch nicht gleich ein K.O.-Kriterium.
Aber nach reiflicher Überlegung und Befragungen im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich mich entschlossen, nicht auf der Videowand zu werben. Die Meinung war nämlich im Grunde durchgängig eindeutig: "Die Leute lesen dort nicht, die saufen. Und wenn sie es lesen, haben sie es später wieder vergessen."
Ich bekomme hier gerade die Krise: Menschen sind faul. Und statt um die Baustelle herumzulaufen, wird einfach der Bauzaun geöffnet und der direkte Weg verwendet. Durch den frischen Asphalt.
Und wir wundern uns hier gerade über die vielen schwarzen Flecken auf dem Fußboden...
Für unsere Hauslieferungen haben wir vor längerer Zeit mal einen Fahrradanhänger gekauft, den man Dank der Griffe an der Deichsel auch bequem als Handwagen benutzen kann. Das Ding war mal relativ teuer, ist aber von guter Qualität und leistet mittlerweile seit einigen Jahren seinen Dienst. Auf dem Foto sieht der, Blitz sei Dank, schlimmer aus, als er tatsächlich ist.
Nun kam uns die Idee, dass wir die Seitenwände mal mit Aufklebern versehen sollten, um auf den Lieferdienst aufmerksam zu machen. Die Kleber sollen keine künstlerischen Meisterwerke werden, aber vielleicht noch den einen oder anderen Kunden auf uns bringen. Mal sehen, wie lange die Druckerei braucht, um die vier Bildchen herzustellen.
Blogleser, Nachbar und Kunde Robin hat mich noch einmal mit Bildern und einem Video von der Baustelle vor unserem Haus versorgt. Der Endspurt läuft, die oberste Asphaltschicht wird aufgebracht. Heute wurden sämtliche Anschlüsse an die Seitentraße erstellt und morgen wird der große Rest erledigt.
Dann fehlen nur noch die Markierungen und schon kann der Verkehr wieder fließen. Wenn das Wetter so bleibt wie heute, sollte der Freigabe am Montag Morgen nichts mehr im Weg stehen...