Gestern Abend wurde ich netterweise von jemandem auf eine Ebay-Auktion aufmerksam gemacht, die den Titel "Werbeschild Tengelmann" trug. Danach hätte ich niemals gesucht und so präsentierte sich mir die Auktion:
1 Std., 40 Min. und 24 Sek. später wechselte das immerhin rund einen Meter große Schild für 2,50€ den
Besitzer Eigentümer. Cool. Ich denke, ich werde das Ding hier irgendwo an markanter Stelle im Laden unterbringen.
Heute ist hier im Laden Inventur angesagt. Daher wird es zumindest bis in den späten Nachmittag hinein hier im Blog etwas ruhiger. Sollte etwas Berichtswertes geschehen, gibt es den Beitrag dann heute Abend oder Anfang nächster Woche.
Bin froh, wenn dieser Tag vorbei ist. Obwohl meine Inventuren mittlerweile sehr geschmeidig und top organisiert ablaufen, ist das doch immer wieder ein Stressfaktor.
Blogleser Oliver hat vor ein paar Tagen plötzlich ein Auto vor sich gehabt, das zumindest vom Kennzeichen her ganz gut zu mir passen würde.
Ich überlegte erst, ob der Besitzer des Wagens wohl Blogleser ist uns sich hier wohl wiedererkennen wird. Aber ich glaube irgendwie, dass Leute mit solchen Eigenschaften sich schon längst bei mir bemerkbar gemacht hätten.
Zu
diesem Beitrag und vor allem der Aussage, dass man Packungen aufreißen und nur so viel kaufen darf, wie man möchte, musste Blogleser Jens spontan an mich denken, als er diesen
Nichtlustig.de-Cartoon entdeckt hat.
Auch an dieser Stelle wieder vielen Dank an das Nicht-Lustig-Team für die Genehmigung.
©Sauer/Distr. Bulls
Mal wieder
ein Fundstück von
There, I fixed it:
Und? Lenkbar? Und funktioniert der Antrieb?
Dank an Marc für die Zusendung. Du warst tatsächlich der einzige, der mich an die "blogbarkeit" erinnert hat.
Im Laufe der Jahre erlebt man viele Merkwürdigkeiten. Von angeknabberten Käsestücken bis zu komplett leergeräumten Regalen habe ich schon alles erlebt.
Dass sich jemand Waschmittel-Pads aus den Packungen herausklaut, ist neu. Glaube ich jedenfalls. Diese beiden komplett geplünderten "Persil"-Kartons haben wir jedenfalls so wie sie hier abgebildet sind im Waschmittelregal gefunden.
Seit heute hat Berlin übrigens eine neue
Sehens –ähh– "Schmeckenswürdigkeit": Die "
Bunte Schokowelt" von Ritter Sport. "Auf drei Etagen und fast 1000m² können große und kleine Schokoladenliebhaber nach Lust und Laune genießen, entdecken und kreieren."
Warum nicht – ich habe mich in Las Vegas schon über einen mindestens genauso großen "
M&M's-Store" gewundert. In dem konnte man aber vor allem Merchandise-Artikel aller Art mit M&M's-Aufdruck kaufen.

Und weil ich sowieso gerade schon beim Thema Ritter Sport bin: Auf vielfachen Fan-Wunsch im Ritter-Sport-Blog, werden wir Ritter nun ein exklusives RITTER SPORT Olympia Fan-T-Shirt rausbringen. Kein „Standard RITTER SPORT Werkstrikot“, sondern ein feines, exklusives und limitiertes Shirt von Fans für Fans.
Zur Auswahl stehen 3 unterschiedliche, schicke Designs. Das Allerbeste: Per Voting bestimmt ihr nun, welches Shirt es werden soll. Während der knapp dreiwöchigen Abstimmphase wird euch nach getätigter Abstimmung der prozentuellen Votingverlauf eures Lieblingsshirts langezeigt. Also: Stimmt fleißig mit ab und sichert euch ein knackiges Olympia Textil. Denn unter allen Votern verlosen wir die auf
500 Stück limitierte Fan-Edition. Einfach auf das Bild oder
hier klicken.
Ein Artikel war ausverkauft, der Kunde mittleren Alters verwies auf das Etikett am Regal: "
Wenn der Artikel nicht da ist, müssen Sie mir den nächst teureren zu diesem Preis verkaufen."
Nachdem ich sagte, dass ich dazu nicht verpflichtet bin, folgte eine Belehrung über die Rechte der Kunden und dass man "das" mal dem Gewerbeamt melden sollte, was ich hier mache.
Langsam wird's echt langweilig.
Roland hat mir geschrieben:
Da ich in Berlin wohne war ich, allerdings in Unkenntnis deines Blogs, schon vor 4 ½ Jahren das erste Mal in deinem Laden. Damals ist meine Schwester nach Bremen gezogen und ich bin abends nochmal losgezogen um den Becks-Nachschub (wir waren ja schließlich in Bremen) zu sichern.
Damals hattest du noch nicht 24 Stunden offen und es war schon recht spät. Als ich so (ich war die ersten paar Stunden meines Lebens in Bremen und wir sind mit dem Umzugswagen gerade erst angekommen) die Gastfeldstraße entlangging, fiel mir so gegen 23 Uhr am Samstag den 6. August 2005 dein Laden auf.
Was mich damals aber irritierte war, dass vor deinem Laden eine riesige Menschentraube stand und auf die Eröffnung von irgendeinem Event wartete. Da ich aber im Blog-Archiv zu dem Tag nichts relevantes fand wollte ich dich mal fragen ob du mir weiterhelfen oder mich einfach für verrückt abstempeln kannst (ist ja schließlich schon ein paar Tage her, vielleicht hab ich mich ja wirklich mit dem genauen Ort geirrt bin mir aber andererseits eigentlich recht sicher).
Nachdem ich nun ausgiebig in meinen eigenen Erinnerungen und hier im Blog gewühlt habe, kann ich dir leider nur sagen, das das Ereignis, wo es denn für den Laden relevant war, nicht im mehrwöchigen Umkreis um den 6. August 2005 stattgefunden hat.
Aber vielleicht lässt ja auch nur mein Gedächtnis nach.

Was ist eigentlich aus den Fotos und Stories der Ladeneröffnung geworden?
Habe ich da was verpasst?
Nein, die Sachen sind in Arbeit. Mache ich eben immer nebenbei und hat nun auch nicht eine besonders hohe Priorität.
Ich bin ja dabei. Ehrlich.
Dieser Blogeintrag darf gerne zu einer Diskussionsrunde werden. Ich habe auch schon überlegt, dies über ein Forum, Wiki oder Google Wave zu regeln, aber die Kommentare sind ja ähnlich wie in einem Forum und dieses Blog ist eben mein Medium.
Mein Laden besteht mittlerweile seit fast zehn Jahren. Schon immer mit ausgedehnt(er)en Öffnungszeiten (als die Mittbewerber) und seit gut 2,5 Jahren im 24h-Dauerbetrieb. Sowas hinterlässt Spuren. In der Zeit sind hier etwa 2,5 Millionen Kunden durchgerannt. Wir haben hochgerechnet rund 30.000 Rollcontainer und über 5000 Europaletten mit Getränken durch den Vordereingang reingezogen, im Laden bewegt und schließlich auch wieder als Leergut nach draußen auf den LKW befördert. Apropos Leergut: Im Laufe der Jahren haben wir übrigens für mindestens eine dreiviertel Million Euro Leergut angenommen. Flaschen, Kisten, Dosen – es läppert sich. Über das Leergut habe ich keine Statistiken geführt, aber es dürfte eher sogar noch deutlich mehr sein.
Dass diese Aktivitäten Spuren hinterlassen, sollte jedem klar sein. Gerade auch seit der 24-Stunden-Öffnung hat sich hier vieles verändert: Dieses beschauliche, adrette Lädchen, in dem ich immer darauf bedacht war, dass eben nicht überall irgendetwas herumsteht oder in dem ich nicht schulterzuckend darüber hinweggesehen habe, wenn etwas nicht mehr 100%ig in Ordnung war, ist einer ununterbrochen pulsierenden Maschine gewichen, die nur noch funktionieren muss und in der ich nicht mehr den Chrom putze, sondern nur noch Öl auffülle. (Manchmal denke ich, ob es nicht besser wäre, zu "klassischen" Öffnungszeiten zurückzukehren. Aber diesen ketzerischen Gedanken verwerfe ich auch immer wieder gleich.)
Eine Maschine, die nicht oder nur sehr selten abkühlt und die kaum Zeit für notwendige Inspektionen bietet. Der Erfolg ist gleichzeitig mein Schicksal. Was hier passiert ist aus kaufmännischer Sicht beeindruckend, faszinierend, einfach toll Aber der Preis dafür ist, dass wir hier in einem ständigen "Grundchaos" leben – und das ist für mich persönlich ein Punkt, der mich tagtäglich erneut stört.
Das Kuddelmuddel durch herumstehende Waren und Rollbehälter wird sich nicht ändern lassen. Aber zumindest möchte ich zum zehnjährigen Jubiläum den Laden etwas modernisieren und vor allem optisch aufpeppen. Natürlich, und das ist der erste große Haken, muss das alles während der Öffnungszeiten passieren. Ein Neuanstrich der Decke wird da schon leicht zur Herausforderung.
Meine konkreten Pläne sind: Neuanstrich der Decke und der Wände, komplett neue Einkaufswagen, evtl. Neugestaltung des Eingangsbereichs, doch endlich eine neue Gemüseabteilung und viele kleine Baustellen, deren einzelne Aufzählung an dieser Stelle keinen Sinn hätte.
Und jetzt bin ich gespannt auf konkrete Vorschläge von Leuten, die meinen Laden kennen (Kunden, Mitarbeiter, Freude) und Ideen von allen, die meinen Laden nicht oder nur von ein paar Bildern kennen.
Einer meiner Mitarbeiter bekam von mir spontan noch den Auftrag, eine schwer zu erreichende und erfreulicherweise auch normalerweise nicht einsehbare Stelle in einem der Regale zu säubern. Zunächst wollte er protestieren, da er eigentlich Feierabend machen wollte – aber nachdem ich darum gebeten hatte, blieb er netterweise doch noch eine Stunde länger und erledigte seine Arbeit ordentlich.
Hinterher freute er sich riesig darüber, dass nicht nur ausgerechnet er den Auftrag von mir bekommen hat, sondern dass er entgegen seiner ursprünglichen Meinung doch noch geblieben war.
So hat er nämlich in dem Staub einen silbernen Ring wiedergefunden, der ihm viel bedeutet und den er vor einigen Jahren hier mal während der Arbeit verloren hat. Wenn das mal kein Zufall ist...
Warum sich der etwa sechsjährige Junge immer wieder eine volle Ketchupflasche mit dem Boden gegen die Stirn schlug, werde ich wohl nie erfahren. Irgendein Tick? Oder ein tolles Gefühl, wenn die Sinne langsam aufgrund einer sich anbahnenden Gehirnerschütterung schwinden? Vielleicht war's auch ein Spiel, dessen tieferen Sinn nur ein Kind verstehen kann.
Vielleicht möchte ich das alles auch gar nicht so genau wissen, aber wenn er nächstes Mal eine Glasflasche dazu nimmt, wird's wenigstens eine richtige Show.
Nils hat ein paar Fragen zur aktuellen ec-Karten-"Problematik":
Hallo Björn,
hast du eigentlich Probleme mit EC-Zahlungen in der letzten Zeit bei der Abrechnung an den Kassen?
Wie sieht die Lage bei dir im Supermarkt aus? Gibt es überhaupt Ausfälle oder nur Panikmache?
Ich hatte ja selber auf einen Artikel verlinkt, der sich dieser Problematik annimmt. Von Seiten der Großhandlungen gab es Anordnungen in die Filialen, bzw. Hinweise an die Einzelhändler, wie in solchen Fällen vorgegangen werden soll.
Aber wir haben das Problem bislang nicht einmal gehabt.
Was mich aufregt sind gar nicht mal Ladendiebe. Gut, die auch. Aber die gehören irgendwie zu einem Laden dazu. Ist zwar nicht toll, aber auf eine gewisse Art und Weise gewöhnt man sich irgendwann an die Leute. Wenn Leute sich an fremdem Eigentum vergreifen, habe ich damit generell ein großes Problem. In Kombination mit frechen Lügen wird's doppelt ärgerlich:
Manchmal ist man sich nicht 100% sicher. Weil zum Beispiel keine Zeit war, auf der Videoanlage nachzusehen, ohne zu riskieren, dass der Tatverdächtige in der Zwischenzeit den Laden verlässt. Dann spricht man diesen Kunden am Ausgang an, worauf man sich vor allen anderen anwesenden Kunden die wüstesten Vorwürfe machen lassen muss, wie man nur einem langjährigen und guten Kunden sowas unterstellen könne und wie peinlich das jetzt wäre und, und, und – und dann entschuldigt man sich auch noch für das "Versehen" und lässt die Person gehen.
Ganz persönlich ärgerlich finde ich es dann, wenn man hinterher doch noch auf der Aufzeichnung nachsieht und feststellen muss, dass der "gute" Kunde einen tatsächlich beklaut hat.
Thomas hat eine Frage:
Sag mal Björn wie reagierst du eigentlich auf Kunden die in dein Laden kommen und sich nur durch Schimpfen die Wut abreagieren und dann irgendwann den Laden wieder verlassen?
Da die Gründe für die Wut sehr vielfältig sein können (Angefangen bei falscher Preisauszeichnung bis zum privaten Ehekrach) und man auf die jeweilige Person ganz individuell eingehen muss, gibt es nur eine pauschale Antwort:
Hinterher verbloggen, um das Ereignis zu verarbeiten.