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Gewusel am Dienstag Abend

Der rund 100m entfernte "Penny"-Markt soll heute (Nachmittag) geschlossen haben, der nochmals etwa 150m entfernte "Plus"-Markt wird zu einer "Netto"-Filiale umgebaut.

Das könnte die Hektik hier im Laden einigermaßen plausibel erklären. Oder wurde das Tief Erika angedroht? :-)

Gutschein aus der Ferne

Vor ein paar Tagen rief eine Frau aus Köln an, die für einen Bekannten hier in Bremen einen Einkaufsgutschein kaufen wollte. Da sie natürlich nicht deswegen extra in den Norden fahren wollte, fragte sie mich, ob sie den Gutschein bei sich vor Ort in einem Laden kaufen und dann dem Bekannten bei seinem Besuch schenken könne.

Da ich ja keine "Kette" bin und folglich mit keinem Laden in Köln zu tun habe, konnte sie das nicht. Aber ich habe ihr angeboten, doch einfach die Gutscheinsumme vorab zu überweisen und ihren Bekannten mit einem selbstgebastelten Gutschein zu überraschen. Anhand des Namens könnte ich ihn dann ja identifizieren und es war auch nicht gerade wahrscheinlich, dass irgendjemand auf gut Glück nach einem vorab per Überweisung bezahlten Einkaufsgutschein fragt.

Sie fand die Idee toll und die Aktion hat dann schließlich wunderbar geklappt. :-)

Rätselraten 2

Noch mehr Verwunderung in der Nacht: War die Kundin eben tatsächlich in ihrem Schlafanzug hier einkaufen oder ist dieser Frottee-Schlabber-Look gerade aktuelle Mode bei Frauen? :-O

Morgen? Heute? Ja, wann denn nun?

"Bekommen wir morgen wieder rein." ist vermutlich in jedem Supermarkt eine der häufigsten Äußerungen, die gegenüber suchenden Kunden gemacht werden.

In der Nachtschicht ist die Aussage allerdings nicht ganz so simpel. Ich vermute, eine Hälfte der Kunden würde, wenn ich in diesem Moment "morgen" sage, korrekt an Dienstag denken und die andere Hälfte an "Montag nach Tagesanbruch". :-)

Beute steuerpflichtig?

Ich hatte vorhin einen komischen Gedanken: Angenommen sei der Fall, dass jemand eine Straftat begangen hat, bei der er (größere Mengen) Geld erbeutete.
Die Geschädigten sind aber entweder nicht ermittelbar oder verzichten auf eine Anzeige. Müsste der Täter das Geld eigentlich als Einkommen deklarieren und folglich auch versteuern? Die Frage habe ich sogar eben mit einem Kollegen schon versucht zu klären und schließlich im Web gesucht. Aber erfolglos. In Deutschland wird der Fall doch sicherlich in irgendeinem Gesetz geregelt sein, oder? :-)

Gut zu tun

Hamster waren am Samstag übrigens restlos ausverkauft.

Ebenso wie Eier, Fleisch, Milch, Brot, Salz, Streumaterial und viele Artikel aus der Obst- und Gemüseabteilung. Ob es tatsächlich Hamsterkäufe aufgrund der angedrohten Schneekatastrophe auf Plattfüßen waren, kann ich nicht sagen. Tatsächlich lag der Umsatz aber deutlich über einem normalen Samstag im Januar und wenn die Wettervorhersage damit wirklich nichts zu tun gehabt hatte, war das schon ein extremer Zufall.

Mixbar

Eine Kundin suchte für ihre Party ein paar Getränke, die sie irgendwie mixen kann. So genau wusste sie gar nicht, was sie überhaupt haben wollte. "Irgendetwas zum mixen" sollte es sein. Ich erklärte ihr, dass das man so ziemlich alles irgendwie miteinander vermischen könne und dass sie das doch vor allem von ihrem und dem Geschmack ihrer Gäste abhängig machen solle.

Zielsicher hielt sie mir eine Flasche Martini entgegen. "Den kann man doch bestimmt auch gut zum mixen verwenden, oder?", wollte sie wissen. Wahrheitsgemäß erklärte ich, dass Martini nicht die optimale Basis sei, zumal der pur mit viel Eis sowieso am besten schmeckt, und nannte ihr noch einige weitere reele Möglichkeiten für ihre Party, unter anderem den "Klassiker" Wodka mit Orangensaft oder Energydrink. Das wollte sie aber auch alles nicht.
Da es ihr wohl (vor allem) auch ums Geld ging, habe ich ihr nach einigem Hin und Her eine "fruchtige Spirituose" aus dem Hause Heydt empfohlen – "Sauer Power" oder "Green Power" sind bei uns sehr gängig und damit riskiert sie jedenfalls nicht, ihr Geld für irgendwelche Experimente zu vergeuden.

Drücken und Verdoppeln

Ein Mann betrat in Begleitung seiner beiden besten Freunde (Herr B. Jelzin und dem alten Senator) den Laden. Er gab Leergut ab und verlangte danach, den Chef zu sprechen.

Er erklärte mir, dass er bei meinem Leergutautomaten für eine Bierflasche 15 statt acht Cent bekommen würde und dass er mir das gerne einmal demonstrieren würde. Andersherum war mir das Problem bekannt, da es einige Bierflaschen mit Bügelverschluss gibt, die aufgrund der Form als normale Bierflasche erkannt werden. Aber dass zu viel ausgezahlt würde...
Ich fragte, um welche Flaschensorte es sich handeln soll und erfuhr, dass das mit "jeder" Bierflasche ginge. Man müsse nur auf die Flasche drücken, wenn sie im Annahmewerk liegt. Ahja.

Gedanklich spielte ich einmal die technischen Abläufe im Automaten durch, stellte fest, dass das Gesagte Tinnef ist und zumindest bei meinem Automaten definitiv nicht funktionieren kann, bedankte mich bei dem Mann für die Information und log ihn an, dass ich mich später darum kümmern werde.
Der Angetrunkene ließ aber leider nicht locker und forderte mich regelrecht auf, ihn zur Leergutannahme zu begleiten, damit er mir das Phänomen unmittelbar vorführen könne. Des lieben Friedens wegen bin ich mitgegangen und drückte ihm auch die gewünschte "beliebige" Bierflasche in die Hand.

Er legte sie ins Annahmewerk und begann, mit aller Kraft von oben auf die Flasche zu drücken. Wie zu erwarten beschwerte sich der Automat, denn dadurch, dass die Hand in der Öffnung steckte, war die Lichtschranke nicht frei. Rien ne va plus! Außerdem machte ich mir Sorgen um die im Annahmewerk angebrachte Waage. Die Dinger sind nicht für solche Belastungen gebaut und können verbiegen oder anderweitig beschädigt werden.

"Ich sagte doch, dass das nicht funktioniert." versuchte ich, ihn von seinen Experimenten abzubringen.

"Neinein, das geht auf jeden Fall. Habe ich selber schon gesehen." war seine Antwort. Nahm die Flasche, drückte und drückte.

Sichtlich irritiert war er, als auch dieser Versuch misslang. Ich nahm die Flasche wieder an mich und erklärte die Experimentierstunde für beendet. Jeden Tag neue Merkwürdigkeiten im Hause SPAR. :-O

Hamstern

Ist es die Angst vor Daisy?

Wir haben seit Stunden zwei Kassen im pausenlosen Einsatz und das ist erfreulich wie ungewöhnlich.

Hier in Bremen braucht wohl niemand ernsthaft Angst davor zu haben, komplett eingeschneit zu werden. Wenngleich der seit zwei Wochen liegende Schnee schon ausgesprochen ungewöhnlich ist.

5.000,- € Belohnung

Der an dieser Stelle schon einmal erwähnte "Combi"-Markt hier im Stadtteil ist für mich nicht nur irgendein Mitbewerber, sondern der, zu dem ich den besten "Draht" habe. Ein Mitarbeiter des Marktes wohnt hier um die Ecke und ist entsprechend häufig auch mal als Kunde bei mir – und nicht nur das: Einer meiner eigenen Mitarbeiter hat dort noch einen kleinen Nebenjob. (Den er schon vor der Vollzeitbeschäftigung bei mir hatte und nicht aufgeben wollte, weil es ihm Spaß macht.) So habe ich immer wieder mit Combi zu tun und darum hänge ich natürlich auch dieses Flugblatt hier auf. Wenngleich die Chancen, die Täter damit zu erwischen, sehr gering sind.


Spendendose voller Kleingeld

Seit gut drei Jahren haben wir an der Kasse eine Spendendose für das Kinderhilfswerk hängen. Gerade auch seit der 24-Stunden-Öffnung wurde die Dose gerne genutzt. Viele unserer Nachtkunden mögen offenbar kein Kleingeld. :-)

Mittlerweile steht die Dose seit über einem Monat bei mir im Büro. Mehrere Anrufe beim Kinderhilfswerk in Berlin, die leider nur mit einem Text auf dem Anrufbeantwortet endeten, blieben erfolglos. Das ist zwar kein Vermögen, aber trotzdem sind das schon ein paar Kilogramm Kleingeld.

Inzwischen kam mir ja sogar schon der Gedanke, die Dose zu öffnen, das Geld zu zählen und die Summe einfach auf das auf der Dose angegebene Konto zu überweisen. Mag man aber auch nicht tun. Nicht, dass einem da noch irgendwelche "krummen Dinge" unterstellt werden. Und so steht die Dose hier und steht und steht...


Frau abzugeben :-)

Einer der ersten Beiträge in diesem Blog handelte von einem Pappaufsteller der Firma Berentzen, der hier einige Zeit im Laden stand: "Nicht von Pappe. Oder doch?" war der Titel.

Damals haben mich viele Leute gefragt, ob sie den Aufsteller haben dürften. Viele Kunden, aber nach dem Blogeintrag auch einige Leser, stellten diese Frage. Ich wollte den aber nicht abgeben. Irgendwann habe ich die Dame aber aus Platzgründen zusammengefaltet und bei mir im Büro hinter dem Regal verstaut.

Jetzt möchte ich die Lady tatsächlich verschenken. Fairerweise möchte ich darauf hinweisen, dass das Ding aus Pappe ist und hier längere Zeit in einem Laden stand, den täglich im Durchschnitt 1500 Kunden durchqueren. Will sagen: Der Aufsteller hat etwas gelitten, gerade im unteren Bereich. Wischwasser, Einkaufswagen, Staub etc. haben ihre Spuren hinterlassen. Wer sie haben will, möge sich bitte vorher per E-Mail melden, damit sich nicht jemand vergeblich den Weg hierher macht.


Kommentarspinnerei

Mit einem Mitarbeiter über die Eiszapfen gechattet. Es ging dabei auch um die zu erwartenden Kommentare. Hier ein kleiner Auszug aus dem Chatprotokoll:
1. Kommentar: Erster!
2. Kommentar: Wieso brennt die Lampe bei Tag? Was ist denn mit dem Klimawandel, Herr Harste? Denkt denn keiner an die Kinder?
3. Kommentar: Warum ist da nicht geräumt? Da könnte jemand stürzen.
4. Kommentar. Wie gammelig das aussieht. Wie wär's mal mit streichen.
5. Kommentar: Glasbausteine, wie hässlich.
6. Kommentar: Was ist eigentlich aus der 10000-Euro-Sache geworden?
7. Kommentar: Das Eis wollte nur ins Blog.
Jetzt werden sogar die Kommentatoren arbeitslos. :-)