Am Freitag Mittag schon hatte einer meiner Mitarbeiter bei dem Entsorgungsunternehmen angerufen, das uns den großen Container für die gecrunchten Einweggebinde (Also PET-Flaschen und Dosen) aus dem Leergutautomaten zur Verfügung stellt.
Man hätte EDV-Probleme, hieß es am Telefon und dass das erst am Montag bearbeitet werden kann. Wohlwollend haben wir die Sache mit der EDV geglaubt, wenngleich zu der Zeit das Fußballspiel Deutschland gegen Serbien nur wenige Minuten bevorstand. Egal, Montag hätte auch gereicht. Aber gestern wurde der Container auch nicht geleert und so habe ich gerade eben noch einmal dort angerufen. Es lag gar kein Auftrag vor, also muss das im
Fußballfieber Ärger mit der IT-Anlage doch durchgerutscht sein.
Hoffen wir, dass sie es heute tatsächlich noch schaffen – ansonsten wird sich der Fahrer nämlich mit einem gut gehäuft gefüllten Behälter herumschlagen müssen:
Post von einem Forschungsinstitut für den Handel mit Sitz in England. Nach der
Umfrage liegen nun die Ergebnisse vor. "
Monatlicher Konjunkturindikator für den deutschen Einzelhandel" nennt sich das Mäppchen und beinhaltet massenhaft Zahlen, Tabellen und Grafiken, in denen die Antworten der ursprünglich gestellten Fragen dargestellt werden.
Ist ja vielleicht mal ganz interessant, aber wirklich brauchbar sind diese Informationen, zumindest für mich, definitiv nicht.
Die Wege des Großlagers sind unergründlich. Und warum zwei blaue Klappboxen auf einer eigenen Rollplatte stehen und diese wiederum auf einen anderen kleinen Turm gestellt wurde, werden wir wohl nie erfahren...
Immer wieder (und gerade auch während der Bilderstrecke mit den Fotos vom Umbau) fragen mich Leute nach aktuellen Fotos hier aus dem Laden.
Ich werde nun einfach mal etwas ausprobieren und täglich ein Foto mit mehr oder weniger Schnappschusscharakter hier einstellen. Bilder, zu denen es keine konkreten Informationen oder eine Geschichte gibt und die ich unter dem Titel "No Comment" hier verewige. Lasst euch vom Titel nicht täuschen – die Kommentarfunktion bleibt aktiv und Kommentare sind auch erwünscht. Nur ich werde meinen Senf nicht dazugeben.
Da sie beide Hände voll hatte, steckte sich eine Kundin ihren Leergutbon in den Mund und hielt ihn mit den Lippen fest. Von mir bekam sie noch einen zweiten, manuell an der Leergutkasse ausgestellten Bon, da sie auch ein paar Flaschen dabei hatte, die der Automat nicht generell annehmen soll. Normalerweise überreiche ich die Bons mit einem "Bitteschön.", meistens unter Nennung der Summe.
Ich konnte mir jedenfalls gerade noch verkneifen, der Frau einen "Guten Appetit" zu wünschen. Schade eigentlich, das Gesicht hätte ich gerne gesehen.
Demnächst läuft der vierte Teil von Shrek in den Kinos an. Passend dazu gibt es natürlich auch wieder reichlich Merchandising-Artikel, unter anderem diesen "Oger-Drink" (Deppenleerzeichen durch den Autor aufgefüllt), de ich vor einiger Zeit mutig bestellt habe. Mutig deshalb, da es auch wieder, wie schon beim "
Deutschlandwasser" (Ach, da fehlt ja auch der Bindestrich auf den Flaschen...), ein kompletter Aufsteller ist.
Zumindest beim Oger-Drink bin ich optimistisch, dass ich ihn loswerde: Das Zeugs schmeckt wenigstens halbwegs und wird notfalls von mir selber konsumiert...
Eine Anruferin stellte sich als Mitarbeiterin von Kabel Deutschland vor. Zunächst war ich gleichermaßen erfreut wie erstaunt: Es gibt doch tatsächlich eine Reaktion auf meinen
Blogeintrag vom vergangenen Mittwoch oder wohl sogar auf die E-Mail die ich parallel dazu an Kabel Deutschland geschrieben habe.
Beides Fehlanzeige.
Man wollte mir einen Telefon- und Internetanschluss für mein Geschäft verkaufen.
Das ist mal 'ne Offensive...
Bis etwa neun Uhr kaufen die meisten Kunden nur ein paar Kleinigkeiten für ihr Frühstück ein. Entweder nur eine Zeitung und ein paar Kleinigkeiten für sich selber – oder aber auch größere Einkäufe für das Frühstück im Büro. Die wenigsten Kunden brauchen für diese Artikel einen Kassenbon. Aus Gewohnheit lege ich ihn immer unaufgefordert mit dem Wechselgeld hin und wenn ein Kunde ihn nicht will, bleibt er eben liegen und wird von mir weggeworfen.
Dann waren da eben diese beiden, leicht angetrunken wirkenden Männer, die insgesamt vier Flaschen Bier kauften. Sie bezahlten, wir verabschiedeten uns, den Bon ließ ich an der Kasse hängen und während ich mich schon dem nächsten Kunden zuwenden wollte, verlangten die beiden doch tatsächlich noch nach ihrem Kassenbon.
So kann man sich täuschen...
Annähernd den kompletten Sonntag habe ich in der Firma verbracht. Es sind viele Dinge liegengeblieben, die ich einfach mal in Ruhe abarbeiten wollte.
Erstaunlich, wie ungaublich viele Leute entweder denken, dass wir hier auch an Sonntagen geöffnet haben oder gar nicht mitbekommen haben, dass die Läden an diesem Tag mehr oder weniger allgemein geschlossen sind.
Etwa im Fünf-Minuten-Takt standen Leute vor der Tür und haben erstaunt die Schilder gelesen, an den Türgriffen gerüttelt, die Hände um die Augen gelegt und ins Dunkel geguckt und sind dann wieder frustriert abgehauen.
Das Phänomen dürfte aber nichts mit meinen (inzwischen auch schon gar nicht mehr so neuerdings) geänderten Öffnungszeiten zu tun haben. Sonntags war hier nunmal schon immer zu.
Ein Mann hat versucht, Schokolade im Wert von mehreren Euro zu klauen. Der Versuch endete hinter der Kasse mit der üblichen Aufforderung, mir in den hinteren Bereich des Ladens zu folgen.
Dort packte er auch alles aus, aber sehr widerwilig, weswegen ich schließlich doch die Polizei rief. Ausweis hatte er dabei, die Daten waren auch alle okay. Die Polizei tastete ihn hinterher dennoch ab und fand ein Handy in seiner Jackentasche, welches routinemäßig überprüft wurde.
Ein Polizist zog den Akku ab, um an die
IMEI-Nummer zu gelangen und bei der Überprüfung stellte sich das Handy – Überraschung! – schließlich als ein gestohlen gemeldetes Gerät heraus...
Anzeige und Hausverbot folgten, aber Junks und Obdachlosen ist das häufig egal. Sie haben häufig sowieso nichts zu verlieren.
Sebastian hat mir ein Foto eines SPAR-Marktes aus dem "Australischen Outback" zugeschickt. Eine genauere Ortsangabe hat er leider nicht mitgeliefert, der Markt liegt also irgendwo mitten in der Wildnis, aber dennoch natürlich vielen Dank für das Foto:
Martin schreibt mir:
Hallo Björn,
ich habe gestern von einem kuriosen Geschehnis erzählt bekommen. Da wollte jemand drei Kisten Melonen kaufen was ihm aber untersagt wurde. Er durfte dann nur drei (Melonen, nicht Kisten) mitnehmen.
Nicht weil es irgendein Promotion-Angebot war wo man solche "Regeln" ja kennt sondern damit die anderen Kunden auch noch welche bekommen.
Machst Du das auch so? Ist das üblich? Als Geschäftsmann oder /-frau würde ich mich doch freuen wenn ich später nichts entsorgen muss weil es nicht verkauft wurde.
Natürlich freut es den Kaufmann, wenn alle Waren verkauft werden. Das gilt vor allem für Ladenhüter.
Bei allen anderen Produkten sind die Mengen oft so kalkuliert, dass sie durchschnittlich für den Zeitraum bis zum nächsten Eintreffen neuer Waren reichen. Wenn nun ein Kunde gleich den gesamten Bestand mitnimmt, werden mit großer Wahrscheinlichkeit etliche Kunden enttäuscht darüber sein, dass sie "ihren" Artikel nicht bekommen oder z.B. an einem heißen Tag kein erfrischendes Stück Wassermelone futtern können. Wenn also relativ sicher ist, dass die vorrätige Ware auf jeden Fall verkauft wird, wird sich der Händler also möglicherweise dafür entscheiden, nur einen Kunden unglücklich zu machen. Nämlich den, der die große Menge kaufen wollte.