Keine Ahnung, was der Leergutautomat schon wieder hat. Kein großes Problem, offenbar: Der Bondrucker schiebt die ausgedruckten Belege teilweise hinter die Verkleidung des Automaten. Nicht bei jedem Kunden, aber ich habe heute schon von einigen Leuten gehört, dass der Automat den Bon gefressen hat.
Nur den Bon! Die sollen sich freuen. Wenn die Maschine nämlich hungrig ist, kann es auch schonmal passieren, dass hie und da mal ein Unterarm oder ein Bein fehlt oder sogar der Hypothalamus aus dem Gehirn des Kunden extrahiert wird.
In meinem Sicherungskasten / Stromverteiler hat im Laufe des Morgens ein Schalter (keine Sicherung) das Zeitliche gesegnet. Wenn man versucht, ihn einzuschalten, brutzelt der Kontakt dekorativ vor sich hin. Okay, keine weiteren Experimente und am Montag gleich unseren Hauselektriker herkommandieren.
Bleibt das Cola-Regal heute eben dunkel und der große rote Kühlschrank warm. Coke bei 3 Grad ist sowieso viel zu kalt. Knapp unter Zimmertemperatur läuft sie doch viel besser durch den Hals. Ob ich das auch als Verkaufsargument gegenüber meinen Kunden glaubhaft rüberbringen kann? Ich glaube, wir lassen die Leute heute einfach kommentarlos im Dunkeln stehen.
Ich bin eigentlich kein typischer "Morgenmuffel". Entweder bin ich morgens noch müde, gängele so vor mich hin und will in Ruhe gelassen werden oder ich habe morgens um 5 Uhr schon blendend gute Laune, mit der ich schon häufiger meine Kollegen erschreckt habe. Meistens bin ich gut drauf, außer ich bin extrem müde. Aber natürlich habe ich Verständnis dafür, wenn andere Leute diesen morgendlichen Elan nicht teilen können.
Was ich aber überhaupt nicht abkann, ist, wenn Leute einen komplett ignorieren und auf ein freundliches "guten Morgen" überhaupt keine Regung zeigen. Ich erwarte ja nicht, dass sie sich morgens (oder überhaupt, egal wann...) auf ein langes Gespräch einlassen. Aber ein kleines "Moin" oder vielleicht wenigstens ein Kopfnicken,
irgendeine Reaktion, ist doch wohl das Mindestmaß der Höflichkeit.
Anfrage per E-Mail, ob ich Sachpreise für eine Tombola im Rahmen eines Aktionstages auf dem Münchner Marienplatz spenden möchte.
Bei 582km Entfernung würde das bestimmt eine Flut von dankbaren Tombola- und Aktionstag-Teilnehmern als Neukunden in meinen Laden spülen. Da ich fürchte, dass ich diesem Ansturm nicht gewachsen sein könnte, habe ich schweren Herzens abgesagt.
Wer das Gefühl hat, dass ich doch relativ häufig das aktuelle Geschehen beim Fußball hier mit einbringe, hat nicht ganz unrecht: Immerhin beeinflussen wichtige Fußballspiele durchaus auch das Kaufverhalten der Kunden, gerade auch im Hinblick auf Knabberartikel und alkoholhaltige Getränke.
Das 1:0 für Serbien hat auch seine Spuren hinterlassen: Die Kunden hier im Laden macht beinahe durchgängig traurige Gesichter (Hey, das ist nur ein Spiel. Und außerdem ist noch gar nicht alles verloren...) und eine Kollegin kommentierte die Schlange vor dem Leergutautomaten gerade folgendermaßen: "
Wenn man die Leute sieht könnte man auf die Idee kommen, die haben gerade alle ihre Autos zu Schrott gefahren. Oder 100.000 Euro in der Börse verzockt. Oder denen hat die Katze auf den Teppich gepisst..."
Ich glaube, ich bleibe für den Rest des Tages im Büro.
Thereifiexit.com ist ein schier unendlicher Quell für Bilder von zweckentfremdeten Einkaufswagen. So zum Beispiel
von diesem hier, den jemand auf Kufen in Form zwei alter Skier gestellt hat.
(Dank an Meike für den Hinweis.)
Heute Morgen im privaten Bekanntenkreis passiert: Eine "Zwei-Mann-Drückerkolonne" hat an der Tür eines 8-Parteien-Hauses geklingelt. Nach einer lautstarken und uneinsichtigen Diskussion im Treppenhaus mit einem weiteren Bewohner sind die beiden Seppel wieder abgezogen. Haben vorher noch mit "Nachspiel" und "gewaltsamer Öffnung" gedroht, weil sie nicht an "ihren" Anschluss im Keller gelassen wurden.
Keiner im Haus hat einen Anschluss bei Kabel Deutschland, alle haben einen DVBT-Dekoder, der an der hauseigenen Antenne hängt.
Bei solchen Methoden wird von all den Bewohnern aber auch niemals jemand Kabel Deutschland haben WOLLEN. Mit potentiellen Kunden geht man freundlich um und beleidigt sie nicht und schreit sie an, weil sie einen nicht aufgrund vorgetäuschter falscher Tatsachen in den Keller zum Hausanschluss lassen.
Aber sowas scheint in Telefonanbieterkreisen ja üblich zu sein.
Gerade einen Kunden im Vorbeigehen mit einem freundlichen aber knappen "'n Abend." gegrüßt. Als Antwort erhielt ich etwas, das wie "Morgen." klang.
Könnte natürlich auch ein etwas in die Länge gezogenes und genuscheltes "Moin" gewesen sein. Also eine Art "Mo-hoin", wie es hier häufiger mal gesagt wird.
Aber das nur mit 50/50-Chance.
Einer der wenigen Beiträge, in denen ich die Option nutze, den kompletten Beitrag ausdrücklich via Mausklick anzeigen zu lassen.
Mit unserer Geflügellieferung (alles SB-verpackt) haben wir auch einen Hühnerkopf geliefert bekommen. Lag einfach so in der Kiste. Ich finde das jetzt nicht sonderlich "ekelig", eher ungewöhnlich – aber nachdem sich schon eine Kollegin mit grünem Gesicht von meinem Bildschirm weggedreht hatte, gibt's das Bild nun nur auf Wunsch:
"Hühnerkopf" vollständig lesen
Kunde zu seinem Begleiter: "
Immer dieser Bio-Scheiß..."
Und nun frage ich mich (und auch ein bisschen euch alle): Ist da gerade mal wieder ganz aktuell etwas in den Medien gewesen? Bio-Hetze? Lebensmittel-Skandal? Oder ist das ganz offensichtlich wirklich nur die Meinung vieler Verbraucher?!?
Letzte Woche wurde ja nun in meinen Leergutautomaten ein nagelneuer Cruncher eingebaut – nachdem sich der alte nach etlichen hunderttausend Flaschen und Dosen, ähm, quasi selber gecruncht hat. Ich wollte eigentlich nie so genau wissen, was für hässliche Geräusche so eine Maschine von sich geben kann.
Naja, der neue Cruncher macht auch Geräusche. Die rotierende Mechanik erzeugt eine ganz eigenartige Frequenz mit noch eigenartigeren Obertönen. Aus unmittelbarer Nähe betrachtet belauscht, klingt das alles vollkommen harmlos.
Aber aus der Entfernung oder zum Beispiel durch die geschlossene Bürotür klingt das ganz anders. Dann, wenn nur noch die höchsten und stärksten Töne bis ins Ohr durchdringen, ist der Leergutautomat nur noch schwer vom ebenso durchdringenden "Piep! Piep!" der Warensicherungsanlage an der Kasse zu unterscheiden.
Viel zu oft bin ich deshalb in den letzten Tagen schon aufgesprungen und habe besorgt zur Kasse gesehen. So kann es kommen, wenn man die Geräusche hier bis ins letzte Detail kennt...
Ulli vom
Pfoetchenblog hat mir ein ganz besonderes SPAR-Markt-Foto zukommen lassen. Nicht ein Laden irgendwo in weiter Ferne oder einer, der durch besonders extravagante Architektur besticht – nein, das Foto ist einfach nur schon über 35 Jahre alt:
Hallo Bjoern,
heute sende ich dir ein Foto eines Spar-Marktes, dass ich in den frühen 70ern aufgenommen habe.
Der Laden befand sich im Ortsteil Moosen der Gemeinde Westendorf/Tirol in Österreich, existiert aber schon lange nicht mehr.
Dafür gibt es jetzt eine große Spar-Filiale im Ortszentrum von Westendorf.
Gefunden habe ich das Foto beim Digitalisieren meiner alten Dias.
Vielen Dank für das Fundstück!
Wenn eine Bewerberin, die um 15 Uhr zum Vorstellungsgespräch (und bei Gefallen auch gleich zur Trainingseinheit "Schnupperkasse") antreten sollte, um 16:40 Uhr noch nicht da ist, dürfte das wohl unter "kein Interesse an dem Job" zu verbuchen sein.
Seit ein paar Jahren schon gibt Getränke, die nur ganz leicht nach Fruchtaroma schmecken – also mehr Wasser als Fruchtsaft sind. Den Begriff "Fruchtwasser" habe ich schon häufiger in dem Zusammenhang gehört, auf einen Wegweiser in meinem Laden hätte ich das aber niemals so geschrieben.
Dieses Schild hat nämlich Stefan (Blogleser, nicht mein schon so oft zitierter Mitarbeiter) in einem Supermarkt in Siegen entdeckt. "
Die meisten, die es lesen, stocken schon etwas", schrieb er. Ja, ging mir definitiv nicht anders.
Samstag Abend / Sonntag Morgen wurde es –öhm– "etwas" später hier in der Firma. Die Morgendämmerung war schon zu erkennen, als ich den Laden verließ. Einige Meter neben der Tür stritt ein Pärchen mittleren Alters.
Eigentlich geht sowas einen ja nicht an, aber er war deutlich größer als sie und hinderte sie immer wieder daran, weiterzugehen – was sie entsprechend kommentierte. Ich beschloss, zu den beiden zu gehen und zumindest mal zu fragen, ob alles okay sei. Immerhin war sonst keine Menschenseele zu sehen und die Frau war dem Typen zumindest körperlich deutlich unterlegen.
Von ihm kam ein rüdes "Geh weiter!" und auch sie beantwortete meine Frage nur mit einem knappen "Ja."
Gut, dann eben nicht.