Vor ein paar Tagen bekam ich einen Anruf: Ob ich Interesse hätte, eine vegane "Milchschokolade" ins Sortiment aufzunehmen. Das klang auf jeden Fall ausprobierenswert und außerdem würde die Schokolade hier gut in die Vitrine ins Sortiment passen. Dabei ist der Witz mit der Vitrine gar nicht mal so abwegig, immerhin kostet eine Tafel 2,59€.
Mein wichtiges Werbemittel sind die A1-Fensterplakate und daher bin ich momentan dabei, mir eine grundlegende Sache anzugewöhnen: Ich nehme gerne neue und/oder ausgefallene Produkte ins Sortiment auf – aber nur dann, wenn ich ein passendes Motiv für ein Plakat bekomme. Eine gar nicht mal so aufwändige Bedingung, die aber hier vor Ort viel bringt.
Poster habe ich schonmal, nun fehlt nur noch die Ware.
Wernn der Herr Kollege sein gesammeltes Leergut aus dem Regal im Aufenthaltsraum wieder einsammelt und versilbert, bleiben schon ein paar Euro übrig...
Hier der Werbespot mit Pierce Brosnan. Viele mögen das für ein belangloses Detail halten, aber ich finde sehr sympathisch, dass die Pfanne bei 0:27 deutliche Gerbrauchsspuren hat und nicht "perfekt glänzend" ist. Macht's authentischer.
Dem einen oder anderen Kunden wird wahrscheinlich schon aufgefallen sein, dass ich hier zwei verschiedene ec-Cash-Terminals habe. Ich fahre momentan zweigleisig.
Ursprünglich und jahrelang war ich bei Telecash, bis mir ein Vertreter von rea-Card ein sehr gutes Angebot gemacht hat, unter anderem mit der Option für mich, bis zum Ende der Laufzeit des Telecash-Vertrags keine Grundgebühr zahlen zu müssen.
Ich habe den Telecash-Vertrag übrigens nicht gekündigt. Aber rea-Card wird von mir eine Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit bekommen. Das Terminal ist langsam und unkomfortabel. Es passen nur rund 100 Zahlungen in den Speicher und dann kommt der Kassenschnittbeleg auch noch automatisch raus. Wie vielen dieser Belege habe ich schon hinterhertelefoniert, weil sie im Eifer an der Kasse abhanden gekommen sind. Ein Gerät mit mehr Speicher hätte ich bekommen können – natürlich nur bei Abschluss eines neuen Vertrags. Die telefonische Hotline ist nicht annähernd an heutige Öffnungszeiten angepasst. Ich erwarte keinen Service bis 24 Uhr oder mitten in der Nacht – aber zumindest bis 20 Uhr, denn das ist seit etlichen Jahren eine normale Öffnungszeit im Einzelhandel. Die komplette Telefonansage wird von einer verzerrt-blubberigen computergenerierten Stimme gesprochen. Statt bei rea-Card anzurufen, könnte man sich äquivalent auch einfach ins Ohr rotzen lassen.
Meine Zeit bei denen ist zwar noch nicht abgelaufen, aber das Ende wird kommen. Da bin ich doch richtig gerne Telecash-Kunde, auch wenn da auch nicht immer alles rosig war. Im Großen und Ganzen habe ich mich dort aber doch sehr gut behandelt gefühlt. Vor allem jetzt, im direkten Vergleich mit rea-Card.
Ich schrieb das zwar in der Art schonmal, aber DER Frust musste mal eben ganz akut raus.
Wir hatten/haben noch ein Paket mit reduzierten Osterpapptellern auf dem Restetisch liegen. Irgendjemand hat daraus auf den Marzipankartoffeln ein etwas seltsam kurios anmutendes Stillleben gebastelt.
Luis und Lisa haben mir die folgende Frage gestellt:
Uns ist vor ein paar Tagen das Licht aufgegangen. Wir haben festgestellt dass diese Fix-Tütensuppen von Nestle und Unilever doch nichts sind, als Rezepte mit Glutamat. Nun habe ich mich gefragt, ob es wohl viele Leute gibt, die diese Suppen mit dem passenden Gemüse & Fleisch kaufen.
Oder anders: Würde es sich denn Lohnen, wenn Du zu dem Obst und Gemüse, was du bei dir jede Woche bewirbst, auch noch Rezepte auf Karten/Blättern dazugeben würdest?
Naja, die gibt es doch zum Beispiel diese bekannten orangen Karten aus dem Verlag Gerhard Röhn, die in jedem zweiten Supermarkt zu finden sind.
Und auch sonst haben ich und andere es schon mit ausgedruckten Rezepten versucht, die zum angebotenen Obst und Gemüse passten. Definitiv kann man damit etwas mehr verkaufen, vor allem bei exotischen oder weniger bekannten Sorten.
Ich habe das hier mehrmals versucht, der Zeitaufwand hat sich aber in Relation zum teilweise nur sehr geringen Mehrumsatz nicht gelohnt.
Würde vielleicht besser funktionieren, wenn man sowas dauerhaft regelmäßig anbietet, aber das werde ich hier in absehbarer Zeit nicht mehr ausprobieren.
ich war am Wochenende in Südtirol und bekam unterwegs Durst, also schnell in den nächstbesten Laden marschiert. Erst an der Kasse beim Blick auf die Plastiktüten hab ich überhaupt registriert, dass ich in einem Sparmarkt bin. Da fiel mir dann auch gleich dein Blog und deine Sammlung von Spar-Märkten aus aller Welt ein.
Vielleicht fehlt dir der hier ja noch in deiner Sammlung
Die beiden Bewerber, mit denen ich einen Termin um 9 Uhr vereinbart hatte, sind nicht aufgetaucht. Dass es jetzt "erst" fünf Minuten später ist, akzeptiere ich nicht und wenn sie jetzt noch hier eintrudeln sollten, haben sie Pech gehabt. In solchen Dingen werden ich nicht (mehr) so tolerant wie früher sein.
Wenn das schon so anfängt – wie soll das weitergehen?
Immer wieder kommt es vor, dass Kunden bestimmte Artikel haben wollen, die wir vor allem deshalb nicht (mehr) verkaufen, weil sie bei uns nur sehr schlecht und darum meistens irgendwann ablaufen.
Wir bestellen solche Artikel gerne, aber nur gegen Anzahlung.
Komisch nur, dass die meisten Kunden im ersten Moment immer "ja" sagen, sich das dann aber überlegen wollen und sich dann nie wieder diesbezüglich melden. Und dann stelle man sich vor, wir würden diese Artikel immer gleich ohne Anzahlung bestellen!
Darüber dürfte sich eventuell Blogleserin "XOX Stammkundin" freuen: Von der Fußball-WM vor einigen Monaten hatten wir noch etliche Beutel "Fußball-Snacks", die wir nun aber reduziert zum Sonderpreis anbieten, da sie bald ablaufen.
Seit dem du das „freie“ Kommentieren gesperrt hast, liest sich das Blog wirklich um einiges angenehmer.
Ja, das merken wir alle. Die Anzahl der Kommentare ist zwar etwas gesunken, aber das macht die verbesserte Lesbarkeit absolut wieder wett!
Weshalb hast du das nicht von Anfang an gemacht? Und wieso hast du solange gezögert?
Ich wollte, dass die Kommentare vollkommen ungezwungen abgegeben werden können und nicht der Eindruck irgendwelcher Reglementierungen entsteht. Nachdem ich irgendwann damit umgehen konnte (links rein, rechts raus), lebte es sich damit ganz gut.
Die Idee auf die Beschränkung hatte ich bereits vor einigen Monaten. Gezögert hatte ich vor allem deshalb, weil ich mit einem installierten Plugin der Blogsoftware Probleme hatte und die Datei auch nicht ohne Hilfe löschen konnte. Inzwischen klappt aber alles (Ganz herzlichen Dank an Garvin!) und so ließ sich auch das Plugin "Registrierung neuer User" installieren.
War der Schrieb vom Anwalt der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat?
Nein, absolut nicht. Die vom Anwalt (bzw. dessen Klientin) monierten Kommentare wurden ja teilweise nichtmal anonym, sondern unter Realnamen mit echten E-Mail-Adressen und Websiteangaben abgegeben.
Das freie Kommentieren hat dich sicherlich mehrere duzend Stunden an Arbeit gekostet, und hier sind deine Nerven noch nicht mit kalkuliert.
Mit Sicherheit. Von den rund 170.000 Kommentaren, die mittlerweile online sind, habe ich grob geschätzt mindestens 80% (wenn nicht sogar deutlich mehr) gelesen bzw. überflogen.
Eigentlich ist es zwar egal, aber da der Krach der Handwerker auch hier bei mir im Laden nicht zu überhören war, erwähne ich's trotzdem: Mein Nachbar, der Schuster, hat eine neue Schaufensterscheibe bekommen. Der alte Holzrahmen war uralt und marode.
Ich fand das Fenster immer beeindruckend, weil es die größte Glasscheibe war, die ich je gesehen habe. Jetzt besteht die Front aus zwei nur halb so großen Stücken.
Na, wem ist aufgefallen, dass der Käse aus dem letzten Beitrag, wenngleich er ursprünglich französisch klingen sollte, sich nicht mit dem "t" am Ende schreibt? Er heißt tatsächlich "Bresso".
Das war übrigens nicht immer so. Ich habe etwas recherchiert und bin dabei auf diesen Blogeintrag gestoßen, in dem es unter anderem heißt:
Ab 1982 wurde Bressot dann kommentarlos in Bresso umbenannt. Vermutlich hatte eine teure Marktforschungsstudie ergeben, dass 78% der Kunden ohne höhere Schulbildung nach deutscher Sitte das End-t aussprechen. Also hat man sich dann für Pseudo-Französisch entschieden, das auch die dummen Deutschen verstehen.
Oha, so lange heißt der schon "Bresso"? Gut, dann kann ich ihn mit Sicherheit nicht mehr als "Bressot" kennen. Wahrscheinlich habe ich ihn aus dem Sprachgefühl heraus auf meinem Werbeschild mit "t" geschrieben. Passiert übrigens nicht nur mir.
Zu den "dummen Deutschen": Französische Produktnamen haben es auf dem deutschen Markt offenbar generell schwer, zumindest ist das meine Erfahrung im Einzelhandel. Alles was über "Pernod" und "Baguette" hinausgeht, hat schlechte Karten.